Hallo Suza,
die Wissenschaft glaubt
- an Dunkle Materie,
- an Dunkle Energie,
- an den Urknall
- an den Überschuss von Materie gegenüber der Antimaterie
- die Wissenschaft glaubt an sehr viel
ohne zu Wissen.
Du gehst da offensichtlich gleich den dritten Schritt, ohne den ersten und den zweiten zu machen und das erklärt natürlich, warum du die Welt anders siehst als ich.
Der erste Schritt mag ja durchaus eine Art Glaube sein, aber der zweite Schritt ist dann, diesen Glauben zu be- oder zu widerlegen und genau das tut die Wissenschaft Tag für Tag. Die Gläubigen machen es sich dagegen in ihren rosafarbenen Elfenbeintürmchen bequem, sagen sich: "ist halt alles so" und schalten den Verstand ab (selig sind die im Geiste Armen steht nicht ohne Grund in der Bibel, denn die Religionen haben natürlich kein Interesse daran, dass jemand zu viel über Gott und Religion nachdenkt und darüber vielleicht aufwacht).
Also, der erste Schritt war zum Beispiel der Glaube, dass man mit geeigneten Hilfsmitteln durch die Luft fliegen könnte. Darüber hat man geforscht und voila - heute schaffen wir es, 560 Tonnen schwere Flugzeuge aus Metall und Kunststoff von Kontinent zu Kontinent zu bewegen. Vor vielleicht 200 Jahren hätte sich das keiner vorstellen können und man hätte jeden, der das glaubt, als Spinner und geisteskrank beschimpft. Was jetzt die dunkle Materie, die dunkle Energie, selbst der Urknall oder auch nur den Sinn des Lebens betrifft - einverstanden, da wissen wir noch nicht alles. Lass der Wissenschaft Zeit, den zweiten Schritt zu tun
;-)
Die Wissenschaft hat zum Beispiel auch an das so genannte "
Higgs-Boson" geglaubt, aber der Nachweis gelang erst 2012, nachdem man die entsprechenden Arbeitsmittel und Messgeräte hatte. Warte mal noch ein paar Jahre, wie das dann mit der dunklen Materie und der dunklen Energie aussieht
;-)
Die Politik glaubt zunehmend auch an Nichtwissen aus der Zukunft und handelt gläubig.
Politik ist eine Religion
Wissenschaft ist eine Religion
Katholisch ist eine Religion
Evangelisch ist eine Religion
Atheismus ist eine Religion
Vieles ist eine Religion
Religion ist eine Weltanschauung
Sagt wer? Du stellst hier ein paar Behauptungen in den Raum und unterstellst, dass sie per deiner eigenen Definition richtig sind?
Aha.
Glaube ist ein Gespür z.B. für
- einen Gott als Grund des Daseins
- die richtige Nahrung (Fleisch und oder nur Pflanze, die auch leben wollen)
- alles Mögliche
Was also willst du mir eigentlich sagen? Kannst du es mir bitte verraten?
Das versuche ich ja, nur fällt es schwer, durch verschlossene Türen zu liefern. Du bist so festgefahren in deinem Glauben, in deiner Ablehnung aller irdischen Erkenntnisse und der Wissenschaft, dass eine Unterhaltung eher sinnlos erscheint.
Ich habe nicht grundlos die Frage gestellt, ob man nur glaubt, dass Wasser bei 100° C kocht, oder ob man das inzwischen weiß. Der rote Faden zieht sich durch die gesamte Wissenschaft: Man beobachtet, man untersucht, man experimentiert, man misst, man vergleicht, man berechnet, man stellt fest, man überprüft und dann weiß man. Vielleicht irrt man sich zwischendurch auch mal. Das ist nicht schlimm, denn damit schließt man falsches "Wissen" aus und ersetzt es mit richtigem Wissen.
Bei Glaube und Religion hingegen findet so ein Prozess nicht statt. Die vielen einzelnen Götter, die sich die Menschheit in ihrer Geschichte ausgedacht hat, sind meistens nur von kurzer Existenz gewesen (im Verhältnis gesehen zur gesamten Menschheitsgeschichte und nicht nur die letzten 2000 Jahre betreffend). Die Gottheiten sind mit den Kulturen untergegangen. Du glaubst sicher an einen ganz anderen Gott, als es zum Beispiel die Indianer taten oder die alten Griechen, Römer, Ägypter, die Eskimos oder die australischen Ureinwohner. Gott ist vollkommen beliebig und das macht das Glauben ja so einfach: Denk dir nur, dass alles, was du nicht verstehst und nicht erklären kannst, irgend eine mit Bewusstsein (!!!) ausgestattete, unsichtbare, imaginäre Zauberkraft veranlasst und du bist befreit von Zweifel und der Mühe des Nachdenkens.
Ich weiß nicht, ob du mich verstehen kannst und ob du es überhaupt wirklich willst, aber ich habe mir Mühe gegeben, dir ein paar Gedankenanstöße zu geben, mit denen man die Welt eben auch viel rationaler betrachten und verstehen kann.
Wenn man sein Essen mit jemandem teilt, hat man danach selbst etwas weniger.
Teilt man aber sein Wissen, hat man hinterher noch genau so viel, der andere aber etwas mehr als vorher.