Selbstgespräche

Thema erstellt von Habenix
Claus Moderator
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Beitrag Nr. 2188-646 02.12.2017 19:38
Nicht von Bedeutung schrieb in Beitrag Nr. 2188-629:
Ich habe auch keine Zweifel. Das nennt sich dann aber nicht mehr Glauben, sondern Überzeugung.

Claus schrieb in Beitrag Nr. 2188-641:
Glauben und Überzeugung ist dasselbe.

Nicht von Bedeutung schrieb in Beitrag Nr. 2188-643:
Überzeugung ist hinreichend verifizierter Glaube.

Claus schrieb in Beitrag Nr. 2188-644:
'hinreichend' ist in diesem Fall Geschmackssache -> [hinreichender Glaube ist nicht definierbar]

Nicht von Bedeutung schrieb in Beitrag Nr. 2188-645:
(ideologische Existenz) ... ist definitiv nicht verifizierbar.

:smiley8:

Nicht von Bedeutung schrieb in Beitrag Nr. 2188-645:
Ideologische Existenzen sollten logisch nachvollziehbar sein, denn wenn sie es nicht sind, kann man sie leicht verwerfen.

:confused: ??
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Beitrag Nr. 2188-647 02.12.2017 20:18
Hallo Claus

Ich denke mal, wenn du ehrlich bist, hast du es schon verstanden - sagt mir mein Bauchgefühl. Ist dein Bauchgefühl mehr Glaube oder Überzeugung? Mittelbar Verifizieren ist glaub' ich das Stichwort (was ich nachträglich noch hinzugefügt hatte). ;-)
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Beitrag Nr. 2188-648 03.12.2017 17:13
Nicht von Bedeutung schrieb in Beitrag Nr. 2188-643:
Hallo Thomas

Ja, du hast Recht. Davon bin ich überzeugt. Ok... Der Verstand wirds fordern, nicht der Glaube. ;-) Die Wahrheit ist unwegsames Land.

Der Stolz des Verstandes nennt die Wahrheit unwegsam und ist somit der Kern des Problems.
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Beitrag Nr. 2188-649 03.12.2017 19:19
Hallo Thomas

Wieso soll jetzt der Verstand das Problem sein? Oh... Mom... Ich denke ich hab's.:smiley8:
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Beitrag Nr. 2188-650 03.12.2017 23:14
Ist der Glaube an Gott nicht viel mehr der Zweifel daran, dass diese Welt vielleicht doch auf natürliche Weise und ohne fremdes Zutun entstanden sein könnte?

Wenn ja, dann müsste es doch aber zumindest theoretisch viele verschiedene Möglichkeiten geben, wie diese Welt entstand und "Gott" ist lediglich nur eine davon...

Wenn man nun aber dem Zweifel an der Existenz EINER Möglichkeit den Glauben an genau EINE andere Möglichkeit gegenüber stellt, macht man es sich dann nicht sträflicher weise zu einfach?
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Teilt man aber sein Wissen, hat man hinterher noch genau so viel, der andere aber etwas mehr als vorher.
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Beitrag Nr. 2188-651 03.12.2017 23:23
Hallo Suza

Suza schrieb in Beitrag Nr. 2188-650:
Wenn man nun aber dem Zweifel an der Existenz EINER Möglichkeit den Glauben an genau EINE andere Möglichkeit gegenüber stellt, macht man es sich dann nicht sträflicher weise zu einfach?
Damit wäre man dann wieder bei

Zitat:
Wo käme man denn hin, wenn das immer nur gefragt wird und nicht endlich mal einer losrennt und nachsieht, wohin man denn käme, wenn man ginge.
;-)
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Bearbeitet von Nicht von Bedeutung am 03.12.2017 um 23:23 Uhr.
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Beitrag Nr. 2188-652 04.12.2017 01:38
Nicht von Bedeutung schrieb in Beitrag Nr. 2188-649:
Hallo Thomas

Wieso soll jetzt der Verstand das Problem sein? Oh... Mom... Ich denke ich hab's.:smiley8:

Das soll er nicht.
Der Stolz versteckt sich hinter der Brillanz des Verstandes; das ist das Problem des Stolzes.
Der Verstand kann nicht glauben, deswegen wird er vom Stolz benutzt, um den Unglauben
als den Schein des Glaubens zu realisieren.
Und der Stolz wird nicht sagen: "Klettere von dem Baum 'runter, auf dem du sitzt"
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Beitrag Nr. 2188-653 04.12.2017 02:07
Suza schrieb in Beitrag Nr. 2188-650:
Ist der Glaube an Gott nicht viel mehr der Zweifel daran, dass diese Welt vielleicht doch auf natürliche Weise und ohne fremdes Zutun entstanden sein könnte?
Wenn Gott übernatürlich ist, dann ist natürlich für ihn unnatürlich. Wessen Eigenschaft der Zweifel sei, hängt davon ab, ob man Gott aus dem Natürlichen herausnimmt.

Suza schrieb in Beitrag Nr. 2188-650:
Wenn ja, dann müsste es doch aber zumindest theoretisch viele verschiedene Möglichkeiten geben, wie diese Welt entstand und "Gott" ist lediglich nur eine davon...
Wo Menschen Götter sind und sie ihren Schöpfer kennen, kann es sein, dass jeder von ihnen eine Möglichkeit ist.
Die Frage, ob Gott ein Universum sei, muss offen bleiben; das scheint mir der Knackpunkt der Christologie zu sein.
In allen anderen Theologien und im Atheismus scheint die Antwort "Nein" vorprogrammiert zu sein.
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Beitrag Nr. 2188-654 04.12.2017 02:30
Hallo Thomas

Erst im Antitheismus ist die Antwort ganz sicher Nein. Atheisten und Agnostiker schwimmen zwischen Ja und Nein, wobei Atheisten nicht glauben wollen aber keine Argumente für ein Nein haben und Agnostiker eher zweifeln, weil sie keine Argumente für ein Ja haben.

Ein Argument für ein deutliches Nein wäre, wenn man Religion als Wissenschaft der Antike vor der Antike sieht. Für jeden ungeklärten Umstand wurde eine Kraft benötigt und diese wäre aktuell mit der Gravitation vergleichbar - unverstanden und ungeklärt. Wie viel in einem solchen frühen Entwicklungsstadium ungeklärt gewesen sein mag, braucht man gar nicht zu erwähnen.
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Claus Moderator
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Beitrag Nr. 2188-655 04.12.2017 03:59
Suza schrieb in Beitrag Nr. 2188-650:
Ist der Glaube an Gott nicht viel mehr der Zweifel daran, dass diese Welt vielleicht doch auf natürliche Weise und ohne fremdes Zutun entstanden sein könnte?

Wenn ja, dann müsste es doch aber zumindest theoretisch viele verschiedene Möglichkeiten geben, wie diese Welt entstand und "Gott" ist lediglich nur eine davon...

Im Gegenteil. Es hätte viele Möglichkeiten gegeben, dass andere Welten entstanden wären.

Claus schrieb in Beitrag Nr. 2188-644:
1) siehe hierzu z.B. mein Beitrag Nr. 242-608 ff
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Beitrag Nr. 2188-656 04.12.2017 04:51
Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2188-652:
Das soll er nicht.
Der Stolz versteckt sich hinter der Brillanz des Verstandes; das ist das Problem des Stolzes.
Der Verstand kann nicht glauben, deswegen wird er vom Stolz benutzt, um den Unglauben
als den Schein des Glaubens zu realisieren.
Und der Stolz wird nicht sagen: "Klettere von dem Baum 'runter, auf dem du sitzt"
Ja, so ungefähr hatte ich es auch verstanden - nur mit dem Unterschied, dass man manchmal viel zu Stolz ist, um seinen Verstand zu gebrauchen. Der Stolz wird dir auch nicht sagen, klettere auf einen anderen Ast oder such dir einen anderen Blickwinkel - der Verstand aber schon. Der Verstand ist erst dann das Problem, wenn man dieses nicht versteht - evtl. sogar aus Stolz.
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Beitrag Nr. 2188-657 04.12.2017 13:45
Interessante Diskussion, die hier dank der Habenix-Spruchvielfalt entstanden ist. Ich möchte folgendes beitragen:

Glaube ist für mich mit Hoffnung verbunden und deshalb aus der Gegenwart unter Berücksichtigung der Vergangenheit in die Zukunft gerichtet.

Der Verstand ist Ausdruck des Bewusstseins der Gegenwart, die das gerade Erlebte aufnimmt und mit der Erfahrung der Vergangenheit kombiniert (und schon ist diese Gegenwart auch schon wieder Vergangenheit).

Der Unterschied ist gering!

Kirsche
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Beitrag Nr. 2188-658 04.12.2017 13:55
Warum ist der Unterschied gering? Weil:

Glaube ist die langfristige Hoffnung auf Erfüllung; die Entscheidung, die dem Verstand erwächst, die kurz- oder mittelfristige Variante der Hoffnung.

Stimmt?

Kirsche
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Beitrag Nr. 2188-659 04.12.2017 19:00
Hallöle...

Glaube und Hoffnung

Nicht dass ich fest im Glauben wäre , dass hier jemals etwas Bedeutsames geschrieben werden wird... aber ich gebe die Hoffnung nicht auf...:angel:
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Claus Moderator
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Beitrag Nr. 2188-660 05.12.2017 02:35
Hallöle,

Branworld1 schrieb in Beitrag Nr. 2188-659:
Nicht dass ich fest im Glauben wäre , dass hier jemals etwas Bedeutsames geschrieben werden wird...

Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2188-652:
Der Verstand... wird... vom Stolz benutzt... und der... wird nicht sagen: "Klettere von dem Baum 'runter, auf dem du sitzt"

könnte da bedeutsam sein.
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Beitrag Nr. 2188-661 05.12.2017 02:41
Claus schrieb in Beitrag Nr. 2188-660:
könnte da bedeutsam sein.
Deswegen hätte das auch nie von mir kommen dürfen. :D
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Bearbeitet von Nicht von Bedeutung am 05.12.2017 um 02:42 Uhr.
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Beitrag Nr. 2188-662 05.12.2017 03:14
Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2188-653:
Wessen Eigenschaft der Zweifel sei, hängt davon ab, ob man Gott aus dem Natürlichen herausnimmt.

bedeutet: Auch diese Frage muss offen bleiben.
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Claus Moderator
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Beitrag Nr. 2188-663 05.12.2017 03:28
Nicht von Bedeutung schrieb in Beitrag Nr. 2188-661:
Deswegen hätte das auch nie von mir kommen dürfen. :D

Doch. Schließlich sitze ich im selben Boot. Wenn du darauf hingewiesen hättest, hätte es genauso gestimmt. :D
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Beitrag Nr. 2188-664 05.12.2017 05:14
Claus schrieb in Beitrag Nr. 2188-663:
Doch. Schließlich sitze ich im selben Boot. Wenn du darauf hingewiesen hättest, hätte es genauso gestimmt. :D
Aber dann ware es "Nicht von Bedeutung" gewesen. :D
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Beitrag Nr. 2188-665 08.12.2017 19:23
im gegenteil,man macht sich nicht sonderlich beliebt ,wenn man an gott glaubt.
es ist nicht immer leicht seinen mann zustehen und zu gott zustehen.
mann glaubt und mann tut das
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