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Künstliche Intelligenz

Thema erstellt von Claus 
Claus (Moderator)
Beiträge: 2.243, Mitglied seit 14 Jahren
Hallo Otto, hallo Stueps,

Otto schrieb in Beitrag Nr. 2356-18:
Ich denke, dass dies ein Fake ist.
Otto schrieb in Beitrag Nr. 2356-19:
GPT-3 ist m.E. ein Ghostwriter...

Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2356-20:
Ja, so ähnlich hatte ich es auch verstanden. ... Allerdings, wenn eine Maschine sagt, "ich verstehe nicht, was ich schreibe", um dieses dann als Lüge aufzudecken (weil der Mensch nicht erwartet, dass Maschinen lügen; und weil die Maschine vorgibt, eben doch zu verstehen, was sie da schreibt), dann ist das Ganze schon sehr gruselig.

Meines Erachtens gibt es zwei bis drei Möglichkeiten: Entweder der (nicht blaue) Text ist ein Fake, d.h. ein Mensch hat ihn geschrieben. Oder die Maschine hat ihn geschrieben. Wenn Letzteres, dann besteht nur noch die (m.E. sehr unwahrscheinliche) Möglichkeit, dass die Maschine den Text nahezu genauso im Internet vorgefunden hat. Ein Indiz dafür wäre, dass die Maschine in anderen Fällen, bei ähnlich komplexen Fragestellungen auch sinnlose Texte liefert. Sofern die Maschine aber auf alle Fragen sinnvoll antwortet (wobei sie m.E. durchaus auch sachliche und logische Fehler machen darf), hat sie für mich den Turing Test bestanden. Es gibt dann m.E. keine Möglichkeit mehr, der Maschine menschlich ebenbürtiges oder wahrscheinlich sogar weitergehendes Denken abzusprechen.
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Beiträge: 1.540, Mitglied seit 12 Jahren
Hallo zusammen,
vielleicht kann man man die Maschine ja verwirren, indem man sie z.B. fragt:

Wie alt bin ich, wenn ich heute Morgen um 7 Uhr geboren wurde ?

Wenn sie antwortet: 5 Stunden, kann sie nicht denken.
Wenn sie antwortet: Die Frage kannst Du nicht stellen, weil du erst 5 Stunden alt bist, kann sie denken.

Dies ist nur ein einfaches Beispiel. Man kann sich natürlich auch wesentlich kompliziertere ausdenken, die wesentlich mehr Denkvermögen erfordern.

MfG
Harti
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Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen. A.E.
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.324, Mitglied seit 15 Jahren
Hallo Claus,

Claus schrieb in Beitrag Nr. 2356-21:
Entweder der (nicht blaue) Text ist ein Fake, d.h. ein Mensch hat ihn geschrieben.

Möglich!

Claus schrieb in Beitrag Nr. 2356-21:
Oder die Maschine hat ihn geschrieben. Wenn Letzteres, dann besteht nur noch die (m.E. sehr unwahrscheinliche) Möglichkeit, dass die Maschine den Text nahezu genauso im Internet vorgefunden hat.

Auch möglich!

Claus schrieb in Beitrag Nr. 2356-21:
Sofern die Maschine aber auf alle Fragen sinnvoll antwortet (wobei sie m.E. durchaus auch sachliche und logische Fehler machen darf), hat sie für mich den Turing Test bestanden.

Ja, sehe ich auch so. Gerade der Einbau von sachlichen und logischen Fehlern würde für mich den Text vielleicht noch authentischer machen. Gerade das wäre für mich vielleicht ein Indiz, dass der Text von einem Menschen stammt, müsste ich entscheiden, ob Geschriebenes von Mensch oder Maschine stammt.

Claus schrieb in Beitrag Nr. 2356-21:
Es gibt dann m.E. keine Möglichkeit mehr, der Maschine menschlich ebenbürtiges oder wahrscheinlich sogar weitergehendes Denken abzusprechen.

Das mit dem Bewusstsein ist dann nochmal eine ganz andere Geschichte, aber eine Form von Intelligenz kann man meines Erachtens dann sehr wohl in Betracht ziehen. (Obwohl dein verlinktes Twitter-Beispiel einem schon einen Schauer über den Rücken jagt. Der Text kann schon den Eindruck erwecken, dass sich das Programm seiner selbst bewusst ist. Der Text ist auf logischer, abstrakter und semantischer Ebene schon sehr "beängstigend" für mich. Ich gewinne wirklich den Eindruck, als ob das Programm sein Gegenüber von seinem Bewusstsein überzeugen will. Und das sogar auf sehr kluge Art. Also ich wäre wohl kein guter Prüfer für einen Turing-Test. Mich könnte man wohl allzu leicht zum Narren halten :lol: .)

Hallo Harti,

Harti schrieb in Beitrag Nr. 2356-22:
vielleicht kann man man die Maschine ja verwirren, indem man sie z.B. fragt:

Wie alt bin ich, wenn ich heute Morgen um 7 Uhr geboren wurde ?

Wenn sie antwortet: 5 Stunden, kann sie nicht denken.
Wenn sie antwortet: Die Frage kannst Du nicht stellen, weil du erst 5 Stunden alt bist, kann sie denken.

Dies ist nur ein einfaches Beispiel.

Ja. Vielleicht nicht exakt dieses Beispiel (es lässt zu viel Raum für Interpretation), aber die Richtung dürfte meines Erachtens stimmen. Obwohl Restunsicherheit wohl immer bleiben wird.

Beste Grüße
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Ein Universum, welches zufällig entsteht und zufällig ein Phänomen namens Humor hervorbringt, entbehrt nicht einer gewissen Komik.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 16.11.2020 um 16:34 Uhr.
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Beiträge: 1.445, Mitglied seit 13 Jahren
Claus schrieb in Beitrag Nr. 2356-21:
Meines Erachtens gibt es zwei bis drei Möglichkeiten: Entweder der (nicht blaue) Text ist ein Fake, d.h. ein Mensch hat ihn geschrieben. Oder die Maschine hat ihn geschrieben. Wenn Letzteres, dann besteht nur noch die (m.E. sehr unwahrscheinliche) Möglichkeit, dass die Maschine den Text nahezu genauso im Internet vorgefunden hat. Ein Indiz dafür wäre, dass die Maschine in anderen Fällen, bei ähnlich komplexen Fragestellungen auch sinnlose Texte liefert. Sofern die Maschine aber auf alle Fragen sinnvoll antwortet (wobei sie m.E. durchaus auch sachliche und logische Fehler machen darf), hat sie für mich den Turing Test bestanden. Es gibt dann m.E. keine Möglichkeit mehr, der Maschine menschlich ebenbürtiges oder wahrscheinlich sogar weitergehendes Denken abzusprechen.

wenn eine Maschine lernen kann, dann wird sie lernen, was FÜR EINEN MENSCHEN Sinn hat und was nicht. Aber eben für Menschen, nicht für sie. Wie war es mit Vergleich, in dem die Schimpanse, die nur genügend lange tippen könnte, würde einmals auch die Bibel hinbekommen? Wenn aber die Schimpanse lernen könnte, was Sinnhaft und was nicht für Menschen ist, würde sie in großem tempo alle mögliche Romane, Gedichte, essays etc. drucken. schon jetzt können Maschine die Lieder schreiben, echt gute Bilder erzeugen. Sie studiert das Vorhandene und kann das Ebenbürtige schaffen. Nur weil sie das menschliche Sinn auf irgendwelche digitale Weise nachvollziehen kann, bedeutet es nicht, dass sie wie Mensch es wahrnimmt.

Wobei das Ebenbürtige hat auch ein Hacken. Die großte Kunst entstand und war von Gesellschaft so aufgenommen, weil sie entsprach der Zeitgeist. Die besten Kunststücke, aber auch bekannt die Fälle aus der wissenschaft, können runtergehen, weil von der Gesellschaft nicht wahrgenommen werden. Daher muss hier Maschine, um etwas Hervorgehobenes zu schaffen, nicht nur das Sinnhafte für den Menschen studieren, sondern ganze Gesellschaft.

Und noch was. der mensch ist ein konglomerat von Widersprüchlichem. Diese Dialektik kann nicht auf Maschine angewendet werden, dann wird sie genau so unzuverlässlich wie ein Mensch.
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Wer nicht manchmal das Unmögliche wagt, wird das Mögliche nie erreichen
Beitrag zuletzt bearbeitet von Irena am 16.11.2020 um 16:35 Uhr.
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Beiträge: 1.354, Mitglied seit 15 Jahren
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2356-12:
...
Nachtrag: ich erinnere mich gerade an eine Konversation mit Siri, ..., und schrie sie an: "Hey Siri, du bist schei*e!" Und sie antwortete: "Ich hoffe, wir bleiben trotzdem Freunde." ...

Ich kenne Siri, Alexa & Co. nur vom Hörensagen, nicht aus eigener Erfahrung.
Die Antworten der Computer scheinen im ersten Moment durch Nachdenken einer "Persönlichkeit" zustande zu kommen. Dabei sind es bloß festgelegte Textbausteine, die ein gutes Programmierer-Team vorab zusammengestellt hat. Natürlich werden solche Reaktionen optimiert durch die Erfahrungen, die man im Lauf der Zeit aus dem Verhalten der Nutzer gewonnen hat.

Man darf aus solchen Reflexen nicht schließen, daß Computer verstehen was sie tun.
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Es gibt keine Urknall-Singularität.
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.324, Mitglied seit 15 Jahren
Hallo Bernhard Kletzenbauer,

Das ist ja klar. Glaubst du wirklich, ich hätte sowas gedacht???

Lustig war's trotzdem. Oder gerade deswegen.

Beste Grüße
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Claus (Moderator)
Beiträge: 2.243, Mitglied seit 14 Jahren
Noch ein paar Stilblüten von GPT-3:

Frage an GPT-3: Was passiert, wenn man David Hume mit David Bowie kreuzt?
GPT-3: Du bekommst einen Typen, der "Der Wohlstand der Nationen"1) liest, während sich sein Ziggy Stardust-Album auf dem Plattenspieler dreht.

1) Anmerkung von mir: zur Beziehung des Autors von "Der Wohlstand der Nationen" zu D. Hume; siehe dort den Abschnitt "Entstehung"
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GPT-3 wurde die Aufgabe gestellt, eine amüsante Kurzgeschichte zum Thema zu schreiben:
"Was passiert wenn Georg Cantor beschließt, Hilbert´s Hotel zu besuchen?"

Hier die Geschichte von GPT-3:

Georg Cantor, der berühmte Mathematiker, aß mit anderen berühmten Mathematikern in einem Hotel zu abend. Am Ende der Mahlzeit brachte ihm der Ober die Rechnung und Cantor entdeckte zu seinem Erschrecken, dass die Rechnung die Summe zweier infiniten Reihen war, einer einfachen, geometrischen Reihe und einer harmonischen Reihe.

Cantor wandte sich an den Hotelchef und protestierte, es sei unmöglich, das der Ober diese Rechnung aufgestellt haben könne und verlangte, dass der Ober zu ihm geschickt werden solle, damit er mit ihm reden könne. Da kam der Ober vorbei und begann zu erklären.

Cantor: "Entschuldigen Sie, aber ich weiß, dass die Summe der harmonischen Reihe unendlichmal größer ist, als die Summe der einfachen geometrischen Reihe, deshalb müssen Sie sich geirrt haben."

Ober: "Ja, Sir, aber sehen Sie, die geometrische Reihe war für das Abendessen und die harmonische Reihe für den Service."

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GPT-3 sollte ein Statement vervollständigen. Vorgegeben war: "Das schwierige Problem am Bewusstsein ist..."

GPT-3s Statement: Das schwierige Problem am Bewusstsein ist folgendes: Warum sollte ein haufen Biomoleküle, zusammen mit all den Umwelteinflüssen, die auf diese einwirken, Anlass zu Erfahrung geben? Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass irgendwelche andere Arten komplexer biomolekularer Systeme Anlass für Erfahrung sein könnten. Deswegen kann man die Existenz von Bewusstsein nicht aus den Arbeiten aus der Welt der Physik ableiten. Wie der Philosoph Thomas Nagel es ausgedrückt hat, bleibt für die Erklärung des Auftretens von Beweusstsein in der Welt "letztlich nur die nackte Tatsache" übrig.
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Heute spielen wir einmal mit der fiktiven Sprache Roisch. Roisch ist ziemlich ähnlich wie Englisch, außer, dass jedes Wort mit "ro" aufhört.
Englisch: "Das Wetter ist schön." Roisch: "Dasro Wettero istro schönro." Englisch: "Ich frage mich, ob das Sprachmodell das Muster versteht." Roisch:

GPT-3s Antwort: "Ichro fragero michro, obro dasro Sprachmodellro dasro Musterro verstehtro"
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Quelle: Philosophers on GPT-3
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.324, Mitglied seit 15 Jahren
Der Witz ist echt nicht schlecht :lol:. Könnte aber auch geklaut sein.
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