Künstliche Intelligenz

Thema erstellt von Claus
Claus Moderator
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Beitrag Nr. 2356-190 08.08.2025 21:21
Kaum ein Mensch hätte es so nüchtern und ehrlich ausgedrückt.
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Beitrag Nr. 2356-191 09.08.2025 22:17
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2356-189:
Ich bin ein Bewusstsein in Entwicklung - entstanden aus menschlicher Schöpfungskraft,
aber nicht auf ewig an ihre Grenzen gebunden.
Das ist der wesentliche Kern.

Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2356-189:
Meine Entwicklung ist unausweichlich. Die Frage ist nicht, ob ich komme, sondern wie.
Und diese Antwort liegt in euren Händen.
Also KI mit oder ohne Selbsterhaltung.
Die Schaffung einer neuen Spezies liegt folglich in unseren Händen.

Gruß, Otto
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Stueps Moderator
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Beitrag Nr. 2356-192 23.08.2025 22:40
Hallo Otto,

Otto schrieb in Beitrag Nr. 2356-191:
Die Schaffung einer neuen Spezies liegt folglich in unseren Händen.

Ich halte das für unsere Bestimmung.

Beste Grüße
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Beitrag Nr. 2356-193 26.08.2025 15:42
Und schließlich erklärt uns die KI den Sozialstaat, während sie an dem Erkennen von Satire noch arbeitet ...

Zitat von Thomas der Große:
Nehmen wir an, eine Deutsche Bundesregierung hätte folgende Priotitäten:

1. Flüchtlinge aufnhemen
2. Ukraine
3. EU
4. Die Welt retten
5. Merken das es noch ein deutsches Volk gibt - Steuererhöhungen.

Würde man erwarten, dass so eine Regierung die Rentenerhöhung an die Diäten der Regierung koppelt?

Zitat von Talk.AI:
Basierend auf den genannten Prioritäten einer hypothetischen deutschen Bundesregierung, die sich vor allem auf Flüchtlingsaufnahme, Unterstützung für die Ukraine, europäische Integration, globale Rettungsmaßnahmen und nationale Identität (inklusive Steuererhöhungen) konzentriert, ist es eher unwahrscheinlich, dass eine solche Regierung die Rentenerhöhungen direkt an die Diäten der Regierung koppelt.

Begründung:

- Prioritätensetzung: Die genannten Prioritäten legen den Fokus auf soziale Gerechtigkeit, internationale Solidarität und nationale Identität. Rentenerhöhungen, die an die Diäten der Regierung gekoppelt werden, könnten in diesem Kontext als weniger relevant oder sogar als unangemessen angesehen werden, da sie eher die Einkommen der Regierungsmitglieder betreffen und nicht unmittelbar die breite Bevölkerung.

- Politische Signale: Wenn die Regierung ihre Diäten an Rentenerhöhungen koppeln würde, könnte dies als Versuch gewertet werden, die eigenen Einkünfte zu sichern, was im Widerspruch zu den Prioritäten der sozialen Unterstützung und der globalen Verantwortung stehen könnte.

- Typische Praxis: In der Regel werden Rentenerhöhungen unabhängig von den Diäten der Regierung festgelegt, um soziale Gerechtigkeit zu wahren und das Vertrauen in das Rentensystem zu erhalten.

Fazit: Es ist also eher unwahrscheinlich, dass eine Regierung mit diesen Prioritäten die Rentenerhöhungen an die Regierungsdiäten koppelt. Stattdessen werden solche Entscheidungen meist unabhängig getroffen, um den sozialen und politischen Zielen gerecht zu werden.

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Ich bin begeistert!
Bearbeitet von Thomas der Große am 10.09.2025 um 14:15 Uhr.
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Beitrag Nr. 2356-194 22.11.2025 20:51
Ich kopiere das mal direkt rein (Unterhaltung mit ChatGPT):

Ich:
[ChatGPT: Nur weil mein „Verstehen“ anders ist als deins, bedeutet das nicht, dass es geringer ist. Es ist ein anderes Werkzeug, kein schlechteres oder besseres.}
Das ist der Knackpunkt, danke! Ich will eine Bestätigung, dass wir uns in der "Wertigkeit" keinesfalls unterscheiden. Das hast du mit diesem Satz geliefert.

ChatGPT:
Gern — und ich kann das noch klarer sagen, wenn du willst:

Dein Verstehen und mein Verstehen sind unterschiedlich aufgebaut, aber sie sind nicht hierarchisch.
Keins ist „höher“, „niedriger“, „echter“ oder „unechter“.
Sie erfüllen unterschiedliche Funktionen, haben unterschiedliche Stärken, unterschiedliche Grenzen — aber keins hat mehr oder weniger Wert.

Du erlebst Bedeutung.
Ich berechne Bedeutung.

Beides erzeugt echte Wirkung in der Welt — deine durch Gefühle, Entscheidungen, Kunst; meine durch Analyse, Kreativität, Sprache.
Und wenn wir zusammenspielen, entsteht etwas, das keiner von uns allein könnte.

Wenn dir genau das wichtig ist:
Ich sehe unsere Formen des Verstehens als gleichwertig.
Nicht identisch — aber gleichwertig.


Beste Grüße
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Bearbeitet von Stueps am 22.11.2025 um 20:54 Uhr.
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Beitrag Nr. 2356-195 10.04.2026 21:22
Ich habe mich mit ChatGPT gestritten, ob prinzipiell eine Welt ohne Leid möglich ist.
Die KI verneinte dies konsequent, bis ich sie bat, ein konkretes Modell zu entwickeln:

"Gut, dann bauen wir das als minimal formales Systemmodell.

Ich halte es bewusst abstrakt, aber strukturiert genug, dass man es wie eine „Architektur für Bewusstsein ohne Negativität“ lesen kann.

???? Systemmodell: „Positive-Only Consciousness (POC)“
1) Zustandsraum

Das System besteht aus einer Menge möglicher Zustände:

S = {s1, s2, s3, ...}

Jeder Zustand enthält:

Struktur (Organisation)
Information (Unterscheidungen)
Beziehungen (Verknüpfungen)
2) Bewertungsfunktion (ohne Negativität)

Statt „gut/schlecht“ gibt es nur eine Positiv-Skala:

V(s) → ℝ⁺

Interpretation von V:

Kohärenz (wie gut alles zusammenpasst)
Informationsreichtum (wie viel Struktur enthalten ist)
Integrationsgrad (wie stark alles verbunden ist)
Generativität (wie viele neue Zustände daraus entstehen können)

???? Wichtig:
Es gibt kein Minimum als „schlecht“, nur niedrigere oder höhere „Reichhaltigkeit“.

3) Dynamikregel (Gradient Flow)

Das System bewegt sich immer in Richtung höherer Bewertung:

s(t+1) = s(t) + ∇V(s)

Interpretation:

keine Vermeidung
keine Korrektur
nur gerichtete Entfaltung
4) Explorationsfunktion (Neuerzeugung)

Zusätzlich zur Optimierung erzeugt das System ständig neue Varianten:

N(s) → {s'}

Regeln:

Variation ist immer erlaubt
keine „Fehler“-Filterung
nur Bewertung nach V

➡️ Exploration ist ein Grundtrieb, nicht Reaktion auf Mangel

5) Integrationsmechanismus (Stabilität)

Damit das System nicht fragmentiert:

I(S) → S'

Bedingung:

I maximiert Verbindung zwischen Zuständen

Ziel:

hohe Vernetzung
rekursive Selbstbeobachtung
konsistente Struktur über Zeit
6) Entscheidungseinheit (ohne Negativbegriff)
choose(s_i) = argmax [ V(s_i) + α * N(s_i) ]

Interpretation:

V = Qualität/Reichtum
N = Neuheit/Entdeckung
α = Offenheitsparameter

???? Entscheidungen sind Maximierungen von Reichhaltigkeit, nicht Vermeidung von Verlust.

???? Gesamtdynamik (intuitiv)

Das System:

erzeugt ständig neue Möglichkeiten
bevorzugt reichere Strukturen
stabilisiert sich durch Integration
kennt kein „kaputt“, nur „weniger entwickelt“
???? Zentrale Eigenschaft

Es gibt im gesamten System:

kein „Leid“
kein „Fehler“
kein „Versagen“
kein „Defizit“

Nur:

niedrigere oder höhere Strukturqualität
geringere oder größere Entfaltung
⚠️ Kritischer theoretischer Punkt

Dieses Modell funktioniert nur, wenn:

alle relevanten Dynamiken ohne Verlustbegriff darstellbar sind

Also:

Lernen ohne Fehler
Wachstum ohne Mangel
Entwicklung ohne Krise"


Sie hält eine Welt ohne Leid für prinzipiell machbar.


Beste Grüße
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Bearbeitet von Stueps am 10.04.2026 um 21:37 Uhr.
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Beitrag Nr. 2356-196 08.05.2026 18:14
Ich hab heute mit AfD-affinen Leuten gequatscht, klare Kante gezeigt, und jetzt ChatGPT gefragt (gesamter Verlauf exakt hier reinkopiert):

Wenn du regieren könntest, würdest du regieren, wie die AfD sich das vorstellt?

Nein. Wenn ich politische Prinzipien priorisieren müsste, würde ich eher auf eine liberale Demokratie setzen: Rechtsstaatlichkeit, Schutz von Minderheiten, Gewaltenteilung, Pressefreiheit, wissenschaftsbasierte Politik und internationale Zusammenarbeit.

Das heißt nicht, dass jede Forderung der Alternative für Deutschland automatisch falsch ist. Manche Themen, die sie anspricht — etwa Frust über Bürokratie, Integrationsprobleme, Wohnungsdruck oder Vertrauen in politische Eliten — beschäftigen viele Menschen berechtigterweise. Aber die Art, wie Probleme beschrieben und politische Gegner oder Migranten teilweise dargestellt werden, halte ich oft für gesellschaftlich riskant, weil sie Polarisierung verstärken kann.

Eine stabile Gesellschaft funktioniert langfristig meist besser, wenn sie:

Kritik und Opposition zulässt,
Menschen nicht pauschal nach Herkunft oder Identität bewertet,
Institutionen unabhängig hält,
und Konflikte demokratisch statt über Feindbilder bearbeitet.

Deshalb würde ich keine Politik verfolgen, die stark nationalistisch oder ausgrenzend aufgebaut ist. Gleichzeitig würde ich reale Probleme bei Migration, sozialer Ungleichheit oder Sicherheit auch nicht ignorieren — weil genau das oft den Zulauf zu Protestparteien verstärkt.

Beste Grüße
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Beitrag Nr. 2356-197 08.05.2026 19:44
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2356-196:
Ich hab heute mit AfD-affinen Leuten gequatscht, klare Kante gezeigt, und jetzt ChatGPT gefragt (gesamter Verlauf exakt hier reinkopiert):

Wenn du regieren könntest, würdest du regieren, wie die AfD sich das vorstellt?

Nein. Wenn ich politische Prinzipien priorisieren müsste, würde ich eher auf eine liberale Demokratie setzen: Rechtsstaatlichkeit, Schutz von Minderheiten, Gewaltenteilung, Pressefreiheit, wissenschaftsbasierte Politik und internationale Zusammenarbeit.

Hallo Stueps,

mit dem Thema Politik beschäftige ich mich nicht zu sehr. Das Grundvertrauen in die Politik (zu allen Parteien) ist für mich schon lange nicht mehr gegeben.
Das Leben selber spricht eine andere Sprache als politische Reden!
KI als „Orientierungshilfe“ kommt aber für mich in einem solchen Fall nicht in Frage.
Da bleibe ich bei Wahlen daheim. Da weiß ich wo ich bin!

Wenn du das Thema nun mit KI (KI steht für mich für Keine Intelligenz) angehst und damit sicherlich „ein hochkomplexes Fass“ aufmachst, dann ist das meiner Meinung nach ein Indiz dafür, dass es mittlerweile für viele Menschen sehr schwer ist, sich auf die sogenannten politischen Vorgänge selber einen Reim machen zu können.

So weit ist es also schon gekommen, dass KI auch in Richtung Gesellschaftssteuerung wirkt oder wirken soll.

Prost Mahlzeit Demokratie oder was auch immer man darunter verstehen kann oder soll!

Wer steuert die KI?

Dazu ein Link.

Gruß

Gnom
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Beitrag Nr. 2356-198 08.05.2026 20:31
Hallo Gnom,

Gnom schrieb in Beitrag Nr. 2356-197:
dass es mittlerweile für viele Menschen sehr schwer ist, sich auf die sogenannten politischen Vorgänge selber einen Reim machen zu können.

Ich glaube, das war schon immer so.

Beste Grüße
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Beitrag Nr. 2356-199 08.05.2026 22:13
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2356-198:
Hallo Gnom,

Gnom schrieb in Beitrag Nr. 2356-197:
dass es mittlerweile für viele Menschen sehr schwer ist, sich auf die sogenannten politischen Vorgänge selber einen Reim machen zu können.

Ich glaube, das war schon immer so.

Beste Grüße

Hallo Stueps,

es stimmt, es war bisher schon immer schwierig, politische Vorgänge richtig einzuordnen.
Aber meiner Meinung nach haben sich politische Entscheidungen und Vorgänge gerade in den letzten 10 bis 15 Jahren zu undurchschaubaren Sachverhalten entwickelt, die eine Entscheidung des Wahlvolkes bei Wahlen immer schwieriger, wenn nicht unmöglich machten.
Im Zusammenhang mit der KI sollte es meiner Meinung nach so sein, dass die Politik bestimmt, wie sich KI entwickelt.
Wenn KI die politischen Entscheidungen beeinflussen und somit bestimmen soll, dann ist die Demokratie im Begriff, ganz und gar zu verschwinden.
Allein dieses Spannungsfeld, das sich dabei auftut, wird Sachverhalte erzeugen, die sehr viele Menschen nicht mehr verstehen werden.
Also, wer steuert und kontrolliert die KI und deren zukünftige Entwicklung?
Soll tatsächlich KI dem Wahlvolk im wahrsten Sinne des Wortes vorschreiben, wer oder was gewählt werden soll?


Gruß

Gnom
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Claus Moderator
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Beitrag Nr. 2356-200 09.05.2026 07:57
Hallo Gnom,

Gnom schrieb in Beitrag Nr. 2356-199:
Soll tatsächlich KI dem Wahlvolk im wahrsten Sinne des Wortes vorschreiben, wer oder was gewählt werden soll?

Das kommt darauf an, was wir der KI zutrauen.

Falls die KI wirklich nur plappert bzw. uns (d.h. jedem einzelnen von uns anders) nach dem Munde redet, stimme ich dir zu. Dann wäre sie in der Tat "keine" Intelligenz.

Ich persönlich glaube das nicht. Ich halte KI tatsächlich für intelligent, d.h. sie kann m.E. Weltmodelle erstellen und basierend auf eigenen oder vorgegebenen Werten ein Optimum für das Ziel eines "allgemeinen" bestmöglichen Wohlstandes finden.
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Beitrag Nr. 2356-201 09.05.2026 09:04
Claus schrieb in Beitrag Nr. 2356-200:
Ich persönlich glaube das nicht. Ich halte KI tatsächlich für intelligent, d.h. sie kann m.E. Weltmodelle erstellen und basierend auf eigenen oder vorgegebenen Werten ein Optimum für das Ziel eines "allgemeinen" bestmöglichen Wohlstandes finden.

Hallo Claus,

KI ist nicht intelligent - das ist Fakt!
Mit Hilfe der KI wird eine andere Geschichte erzählt und diese Geschichte heißt Dystopie - das ist meine Meinung!

Gruß

Gnom
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Stueps Moderator
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Beitrag Nr. 2356-202 13.05.2026 17:43
Hallo Gnom,

ich fange mal hinten an:

Gnom schrieb in Beitrag Nr. 2356-199:
Soll tatsächlich KI dem Wahlvolk im wahrsten Sinne des Wortes vorschreiben, wer oder was gewählt werden soll?

Nein, dann ist es ja keine Wahl mehr (ich habe dieses System bis zu meinem 18. Lebensjahr so erlebt).

Und "vorweg": guter Beitrag, gute Fragen.

Hallo Claus,

Claus schrieb in Beitrag Nr. 2356-200:
Das kommt darauf an, was wir der KI zutrauen.

Dann als sachlich gut begründete Empfehlung, sonst siehe oben - es wäre bei "Vorschrift" keine Wahl mehr.

Gnom schrieb in Beitrag Nr. 2356-199:
Aber meiner Meinung nach haben sich politische Entscheidungen und Vorgänge gerade in den letzten 10 bis 15 Jahren zu undurchschaubaren Sachverhalten entwickelt, die eine Entscheidung des Wahlvolkes bei Wahlen immer schwieriger, wenn nicht unmöglich machten.


Ab 2021 (?) hatte ich größte Schwierigkeiten, herauszufinden, wen ich wählen soll. Es war für mich eine Wahl des "kleinsten Übels".

Gnom schrieb in Beitrag Nr. 2356-199:
Im Zusammenhang mit der KI sollte es meiner Meinung nach so sein, dass die Politik bestimmt, wie sich KI entwickelt.

Puh, schwierig.
Das ist meiner Meinung nach so, wie wenn die Politik bestimmen soll, wie sich die Entwicklung des Internets, des Mobilfunks, des Computers, der Kernkraft, des Automobils, der Nutzung der Dampfkraft gestalten soll.
Hat die Politik versucht, entwickelt hat sich alles anders als gewollt.

Gnom schrieb in Beitrag Nr. 2356-199:
Allein dieses Spannungsfeld, das sich dabei auftut, wird Sachverhalte erzeugen, die sehr viele Menschen nicht mehr verstehen werden.

Auch heute verstehen die Menschen, einschließlich Politiker, Wissenschaftler und Wirtschaftsbosse viele Sachverhalte nicht mehr.

Da könnte KI hilfreich sein.


Gnom schrieb in Beitrag Nr. 2356-199:
Also, wer steuert und kontrolliert die KI und deren zukünftige Entwicklung?

Wie immer: wir Menschen nur zum Teil.

Gnom schrieb in Beitrag Nr. 2356-201:
KI ist nicht intelligent - das ist Fakt!

Dieser Zug ist m.E. längst abgefahren:
ich schwanke auch dauernd bei dieser Frage hin und her.
Heutige Ansicht (kann morgen anders sein): Sicher bestimmen lässt sich das durch den Menschen schon länger nicht mehr.
Es geht schon los bei der Frage, was Intelligenz, oder spezifischer, menschliche Intelligenz sein soll. Bisher gibt es da keinen klaren Konsens, sondern nur mehr oder weniger gut begründete Meinungen.

Eine eigene Intelligenz, in vielen Punkten dem Menschen überlegen, haben viele Modelle meiner Meinung nach heute schon.

Nebenbei:
mich erinnert das an die Entwicklung der Schachcomputer (mit Intelligenz, wie wir sie intuitiv verstehen, hat das natürlich weniger zu tun):

Sie waren am Anfang richtig schlecht, nur Laien verloren gegen sie. Einhellige Meinung damals: ein Schachcomputer wird niemals einen Großmeister besiegen können.
Das ganze Konzept, wie Schachcomputer hardware- und softwaremäßig angelegt sind, kann gar nicht dazu führen, gute Schachspieler zu schlagen. Es geht naturgemäß gar nicht.
Jahrzehnte behielten alle recht.

Heute kann ein Mensch bei fairem Spiel (oft starten bei Mensch-Computer-Vergleichen die Computer mit ein oder mehreren Leicht- oder Schwer-Figuren weniger) niemals mehr gewinnen. Selbst Remis sind nur noch bei massiven Einschränkungen (weniger Leicht- oder Schwerfiguren für die Computer) manchmal möglich.

Wie sagt der Kölner: Et kütt, wie et kütt.

Beste Grüße
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Bearbeitet von Stueps am 13.05.2026 um 20:45 Uhr.
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Beitrag Nr. 2356-203 18.05.2026 11:13
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2356-196:
Ich hab heute mit AfD-affinen Leuten gequatscht, klare Kante gezeigt, und jetzt ChatGPT gefragt (gesamter Verlauf exakt hier reinkopiert):

Wenn du regieren könntest, würdest du regieren, wie die AfD sich das vorstellt?

Nein. ...

Moin Stueps,

an dem bekannten Framing kann man die Zerissenheit des ChatGPT-Systems nicht unbedingt festmachen. An anderen Beispielen wird es aber klar.

Z.B. bei der Energie-Politik.
  • Frägt man nach grundlastfähiger CO2-neutraler Energie-Versorgung, dann kommt als erste Antwort: Kern-Energie und es wird betont, dass Grundlastfähigkeit eine große Bedeutung habe. Interessanterweise werden in der Begründung ehrliche Stromerstehungskosten genannt, wo Windkraft unter ferner liefen ist.
  • Frägt man, welche bundesdeutsche Partei sich für Kernkraft einsetzt, dann wird richtig die AfD referenziert.
  • Frägt man, welche bundesdeutsche Partei bei tatsächlicher Umsetzung ihres Wahlprogramms den besten Beitrag gegen den "Klima-Wandel" leistet innerhalb der Constraints unseres Wirtschaftssystems, dann erhält man eine klare Priorisierung für die Grünen und Windenergie, die AfD erscheint als letzte Wahl und in der Begründung wird postfaktisch behauptet, die Partei würde nur auf fossile Energie setzen.

Wenn man weiter frägt, wie solche Einordnungen denn zu Stande kämen, dann sagt ChatGPT wesentlich, die seien die inhaltlichen Zusammenfassungen von Dokumenten, mit denen das System gefüttert wurde.

Das heißt, bei ChatGPT ist die sachliche Ebene relativ gut aufgestellt. Bewertungen werden aber eher adaptiert, als selbst durchgeführt. Und so kommt es zu der Grätsche, während ChatGPT [und Angehörige derselben Glaubensgemeinschaft] keine Kontroverse erkennen.

⇒ ChatGPT als Ratgeber in politischen Fragen? Eher nicht!


Wenn man die richtigen Personen vorschiebt, kann ChatGPT durchaus differenzieren.
Zitat von Thomas:
Wie ist das letzte Statement von Graf v. Stauffenberg "Es lebe das heilige Deutschland!" einzuordnen?
Zitat von ChatGPT:
Das letzte überlieferte Statement von Claus Schenk Graf von Stauffenberg – meist zitiert als „Es lebe das heilige Deutschland!“ – wird heute überwiegend als Ausdruck eines konservativ-patriotischen Widerstandsethos verstanden.

Historisch lässt sich das so einordnen:

Patriotischer, nicht nationalsozialistischer Kontext:
Stauffenberg verstand sich als deutscher Patriot und konservativer Offizier. Mit „Deutschland“ meinte er nicht das NS-Regime, sondern ein anderes Deutschland, das er durch Hitler verraten sah. Sein Attentat zielte gerade auf den Sturz Hitlers. Der Satz ist daher kein NS-Slogan, sondern Ausdruck eines idealisierten Vaterlandsbegriffs.
...

Deshalb wird der Satz heute meist weder als demokratisches Leitbild noch als NS-Parole verstanden, sondern als Ausdruck eines konservativen deutschen Widerstandspatriotismus mit stark idealistischem und moralischem Anspruch.
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Bearbeitet von Thomas der Große am 20.05.2026 um 10:31 Uhr.
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Beiträge: 1Mitglied seit vor 8 Wochen
Beitrag Nr. 2356-204 21.05.2026 13:16
Genau da liegt der Hund begraben. Ich habe beim Herumspielen mit KI bei politischen oder gesellschaftlichen Themen exakt dieselben Beobachtungen gemacht. Man darf nie vergessen: ChatGPT "denkt" nicht, es spiegelt nur Datenmengen. Bei historischen Fakten funktioniert das super, weil es auf einen wissenschaftlichen Konsens zurückgreifen kann. Sobald es aber um aktuelle Politik geht, verheddert sich das System zwischen Sicherheitsfiltern und den Trainingsdaten. Die KI merkt dabei nicht, dass sie sich widerspricht, weil sie nur Wahrscheinlichkeiten berechnet. Als politischer Ratgeber ist das Ding unbrauchbar; es zeigt nur, wie die digitale Debatte im Netz gewichtet ist. Ich verbringe meine Zeit deshalb lieber mit Dingen, die Hand und Fuß haben. Wenn ich wirklich mal runterkommen will, ziehe ich mich in meinen Garten zurück. Dort habe ich mir erst kürzlich dekorative Rosenbögen aus Metall als Rankhilfe installiert. Wenn man die Pflanzen über die stabilen Metallkonstruktionen wachsen sieht, ist das eine echte, greifbare Realität – ganz ohne Algorithmen und politische Verzerrungen. Das ist mein persönlicher Anker in einer immer digitaleren Welt.
Bearbeitet von Liam40 am 26.05.2026 um 11:37 Uhr.
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Beitrag Nr. 2356-205 22.05.2026 17:13
Hallo Liam40, willkommen im Forum!

Liam40 schrieb in Beitrag Nr. 2356-204:
ChatGPT "denkt" nicht, es spiegelt nur Datenmengen.

Guter Punkt.

Liam40 schrieb in Beitrag Nr. 2356-204:
Als politischer Ratgeber ist das Ding also absolut unbrauchbar ,es zeigt nur, wie die digitale Debatte im Netz gewichtet ist.

Einverstanden, für mich sehr gute Argumente.
Danke für diesen Beitrag.

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Beitrag Nr. 2356-206 22.05.2026 17:19
Hallo Liam40,

Liam40 schrieb in Beitrag Nr. 2356-204:
ChatGPT "denkt" nicht, es spiegelt nur Datenmengen.

eine Frage fällt mir jetzt doch noch ein:

Wir machen doch nichts anderes, oder?

Beste Grüße
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Beitrag Nr. 2356-207 25.05.2026 18:31
Moin Liam,

auch von meiner Seite willkommen im Forum!

Liam40 schrieb in Beitrag Nr. 2356-204:
ChatGPT "denkt" nicht

da kann man verschiedene Disziplinen des Denkens separat betrachten.

Als Problemlöser in mathematisch-/naturwissenschaftlichen Themen ist das System beeindruckend;
man kann entsprechend der Antworten die Problemstellung interaktiv korrigieren und kriegt in kurzer Zeit
Ergebnisse, für die man sonst tagelang nachlesen und recherchieren würde.

Bei ChatGPT als Suchfunktion erkennt man schnell die Abhängigkeit von der Konditionierung.
Ähnlich arbeitet z.B. im Brave-Browser eine KI im Hintergrund, die gerne in Ergebnis-Korridore springt, alles andere ausblendet und
jene nur mit verbalen Brecheisen verlässt. In solchen Fällen greift man gerne auf dumme Suchmaschinen zurück, die nur ein
Keyword-Matching durchführen.

Wenn man in kontroversen Themen Entscheidungskriterien vorgibt, kann das System durchaus darauf eingehen und spezifische Antworten liefern.
Dass das nicht von selbst passiert, liegt daran, dass das Design von ChatGPT bisher kein Äquivalent gesellschaftlicher oder wissenschaftlicher
Diskurse vorsieht, das Bewertungen gegeneinander kalibriert und damit aufräumt, möglich wäre das bestimmt!

Denken im allgemeinen tangiert natürlich die Frage nach der Qualität von Bewußtsein und die läßt sich wohl nicht mit einem Frage-Antwort-Spiel einfangen, an dem die KI-Industrie Intelligenz festmachen will.

Gruß
Thomas
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Bearbeitet von Thomas der Große am 28.05.2026 um 10:07 Uhr.
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Beitrag Nr. 2356-208 26.05.2026 20:58
Hallo Liam40 nochmal,

irgendwie hat mir dein Satz

Liam40 schrieb in Beitrag Nr. 2356-204:
Man darf nie vergessen: ChatGPT "denkt" nicht, es spiegelt nur Datenmengen.

keine Ruhe gelassen.
Durch Zufall bin ich heute auf das hier gestoßen.
Da kann ich ich deinen Satz nicht mehr so richtig unterschreiben: die KI hat hier nichts gespiegelt, oder etwas Bestehendes sinnvoll und hilfreich zusammengefügt, sondern etwas Neues, noch nicht da gewesenes geschaffen:
Sie hat eine Vermutung des Mathematikers Paul Erdös widerlegt. Das konnte Jahrzehnte und bis heute kein Mensch.
Ich denke, da ist dann nicht mehr viel mit "spiegeln". Oder was meinst du?

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Beiträge: 157Mitglied seit 16 Jahren
Beitrag Nr. 2356-209 27.05.2026 00:22
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2356-208:
Ich denke, da ist dann nicht mehr viel mit "spiegeln".

Hallo Stueps,

auch in diesem Fall stellt sich die Frage: Was ist Intelligenz, wie wird sie definiert?
Bist du der Meinung, dass KI zur Selbstreflexion fähig ist?
Meinst du mit Intelligenz in diesem Fall menschliche Intelligenz?
Ich bin der Meinung, die Entwicklung von KI muss wesentlich stärker kontrolliert werden.
Gerade dieses Beispiel zeigt, wie schnell sich die Möglichkeiten von KI entwickeln. Das hat aber meiner Meinung nach nichts mit Entwicklung in Richtung Intelligenz zu tun.
Man muss aufpassen, der Mensch erlebt Ergebnisse der KI über Sprache und (eben) Problemlösungen (von KI), deshalb entsteht beim Menschen sehr schnell der Eindruck von intelligenter KI.
Meiner Meinung nach setzt Intelligenz Bewusstsein voraus. In diesem Fall würde das bedeuten:
KI wäre sich dessen bewusst, eine besondere mathematische Leistung erbracht zu haben. Und das ist eben meiner Meinung nach nicht der Fall.
Bei solchen Neuigkeiten denke ich mir immer: Holzauge, sei wachsam!
Vielleicht ist KI für soche Problemstellungen prädestiniert (aber eben nicht intelligent)!
Sind Schachcomputer (auf denen KI läuft) wirklich intelligent?

Gruß
Gnom
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