Kulturen des Unerträglichen
Mit sechzig ein erster Sprung aus den Wolken. Ein kleines Universum ICH löst sich leicht von
der leichten Schwerkraft und widmet sich dem Spiel der Potentiale. Ein kleines Universum
leicht losgelöst vom leicht Größeren, welches alles, das All, umfasst. Ähnlich dem Größeren ist
das Kleinere aus Bauteilen gebildet – nur potentiales Nichts – durch Raum und Zeit getrennt.
Das groß geschriebene ICH, beim Versuch die Gegenwart zu steuern und ICH sicher zu landen.
Die Einsicht des Raumpunktes
Es gibt nur eine Zeit - die aktive und die passive Gegenwart - und Gravitation
ist die Antwort der Gegenwart auf die Einwirkung vergangener Wichtigkeiten
Ist es nicht viel, ist es doch alles
Oberhalb von Lech steht die Gravitationstanne. Beim Skifahren konnte ICH diese zufällig
entdecken. Der stete Anzug – es ist nicht nur die Hölle unter unseren Füßen, die alles anzieht.
Es weist auch die Struktur der Tanne, die vielen Wege nach Paris, nach Rom, nach Hamburg,
nach Moskau. Schon vor ZIG Jahren konnte das ICH mit einem Aspiranten zu CERN, über das
Schwere und das Leichte des höllischen, diskutieren. Die heiße und meist leise Hölle unter
unseren Füßen. Wir alle stehen weltweit darauf und verstehen doch wenig vom CERN der
Sache. Oder alle mit Kern und Kurz ein politisches Spiel am Ziel vorbei, vorbei am Wissen
der Natur, niederträchtig oder einträchtig oder ohne Eintracht, im regionalen V - Tal gefangen.
Oberhalb von Lech das steinerne Meer. Muscheln von Genf über Zug ein Deckenzug nach Wien.
Verzerrt, zerdrückt, gebogen, gefaltet, überschoben als wandernde Deckschichten. Aufgestellt die
Steinmuster am “Kirchbühl“ zu Lech, die weißen Einschlüsse als Kuhtritte bezeichnet, derzeit der
Zeit als Zeuge. Zuoberst die Lechtaldecke, ein recht alter Ozean aus Stein den Niederschlag teilend,
in kleinen Felsspalten aufgerissen, mit Enzian und Edelweiß bestückt. Der Weg nach Norden über
den Rhein in die Nordsee und den Weg nach Süden über die Donau ins Schwarze Meer.
Sich wiederfindend im Atlantik und im Mittelmeer, bei den Säulen des Herakles ein vereinen.
Umspülte Platten Europas aufgewühlte Gefühle in Grenzen gehalten und hochgezogen zum
eisigen, kalten Schild der Schildbürgergilden.
Schon vor ZIG – Jahren prüften WIR wandelnden Augentürme diese unsere Hölle unter unseren Füssen.
Wie lustig, dass die Creme de la Creme der modernen Forschung tatsächlich noch immer glaubt, die
Erforschung dieser Hölle wäre, im CERN der Erkenntnisse, ein Kind der neuesten Zeit. Die schönste
Anlage zur Erforschung dieser geheimen Höllenwelten befand sich an den Ufern des Bodensees und
wurde im Zuge der Tiefenschärfe sichtbar, beleuchtet. In regelmäßigen Abständen fand man auf
Schweizer Seite etwa 100 künstliche runde Hügel. Etwa 20 Meter im Durchmesser zeigen sich diese
etwa in zehn Meter Wassertiefe, dort wo der Bereich des “flachen Wassers“ endet und der See auf
zweihundert Meter Tiefe abfällt. Wie eine lose Perlenkette reichen die Hügel von Romanshorn fast bis
nach Konstanz. Mittig der “Hügeli“ nach Schweizer Diktion, der vom Volksmund genannte Mäuseturm,
welcher pfeilförmig nach Westen zeigt. Genau gegenüber im Osten und am deutschen Ufer, direkt vor
Langenargen sieht man noch zwei Fundamente, von ehemals riesigen Türmen, welche nach dem
System der Camera Obscura den Blick zum All öffneten.
Hunderte Messanlagen, welche weltweit gut funktionierten und die Hölle unter den Füssen zu messen
verstanden, in Zeichen gekleidet der Nachwelt erhalten. Wir alle wusste natürlich, wenn zwei Türme
vertikal nebeneinanderstanden, dass zwischen den Beiden eine Neigung bestand.
Tausend schwebende Sterne und Rings die thürmende Ferne. (Goethe)
Etwa 500 Doppeltürme, zwischen Spanien und Indien, sind auf der Tabula Peutingeriana dargestellt.
Weltweit waren es natürlich Tausende. Im Flachwasserbereich des Bodensees ist mit Adlerblick, aus
dem Weltraum, eine idente Figur zu erkennen, wie auf dem Sonnentor in Bolivien dargestellt.
Eine menschliche Gestalt hält zwei Stäbe, welche von der Wissenschaft mit Vorzug als Kriegsgerät
eingestuft werden. Gleich dem Long Man of Wilmington zeigt er die Lage, wo zwei Augentürme standen,
um wissenschaftliche Messungen vorzunehmen.
Da ist leider nichts Mystisches.
Es sind die wandelnden Augentürme, welche aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen oft die Märchen
konstruieren. Aus der höllischen Erdenkrone wird der Hut für Könige, Fürsten, Kaiser, Prinzessinnen und
Drachen, denen dann doch, das Krönchen etwas leicht zu groß ist.
Die Zeit für Lichtbringer, das Dunkle leicht zu erhellen?
Innovationsleistung
Als relevante Frage stand die unbekannte Erdstruktur im Raum, als ursächlich für Erdbeben und die
Zerstörung ganzer Kulturregionen. Gerade im Bereich des Erdbebenwesens sprechen wir heute von
einer Antwort der gebauten Struktur. Mit präzisen astronomischen Messungen konnten Veränderungen
in der Lage der Erdplatten bestimmt werden. Diese Innovation ist in der Gesamtleistung zu sehen und
in der Erkenntnis, dass relevante Antworten meist nur über eine globale Forschung zu erhalten sind.
Gestalterische Qualität
Besonders die Augentürme zeigen als Novum in der Architekturkunst und Ingenieursleistung, wie das
Design an die Natur des Auges angeglichen wurde. Die Suche nach einer effizienten Form, mit hoher
praktischer Funktionalität, war erfolgreich. Der Lebensraum wurde zur Bühne von Messungen und die
Baustrukturen eingepasst, die die Himmelsmechanik vorgab. Vergleichbar mit Bauten vieler alten
Hochkulturen, das Konzept und die Ausführung jedoch sind technisch und spartanisch und stark zielgerichtet.
Harald
H
:cool:
π
Es gibt nur eine Zeit - die aktive und die passive Gegenwart - und Gravitation
ist die Antwort der Gegenwart auf die Einwirkung vergangener Wichtigkeiten.