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Der Traum im Traum eines Traumes

Thema erstellt von Suza 
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Beiträge: 100, Mitglied seit 4 Jahren
Es ist schon einige Jahre her, aber ich denke noch immer mit Schrecken an jene Nacht zurück. Ich habe irgend etwas geträumt, was mich ziemlich beunruhigt und verängstigt hat. Dann bin ich aufgewacht und war zunächst froh, aber das, was mich in meinem Traum so schlimm verfolgte, war noch immer da und hat mir umso mehr Angst gemacht. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste: ich träumte noch immer! Erst das Klingeln des Weckers hat mich dann erlöst. Wirklich verstört einerseits, irgendwie aber auch erleichtert andererseits, habe ich damals zur Kenntnis genommen, dass ich einen verschachtelten Traum hatte. Ist das schon mal irgend jemandem auch so ergangen?

Worüber ich mir seither aber immer wieder Gedanken mache: träume ich gerade oder bin ich jetzt wach? Woran merke ich, dass ich im Moment wirklich wach bin und meine Welt, mein ganzes Leben, nicht nur ein Traum ist?
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Beiträge: 540, Mitglied seit 8 Jahren
SUZA

All unsere „wachen“ Bilder sind real nie vorhanden, da diese immer und stets aus zeitlich differenten Einwirkungen von Fotonen gebildet werden. So gesehen immer eine Traumlandschaft. Wir setzen heute die umfangreichsten Computerleistungen für Berechnungen ein, um etwa das Wetter für einige wenige Tage gut präzise vorauszusehen. Das kann unser „Bordcomputer“ natürlich schon lange. In Ruhezeiten spielt er Möglichkeiten durch und bindet vermutlich das Unterbewusstsein mit ein. Ein Bogen der Vergangenheit mit möglicher Zukunft wird aufgespannt der schon etwas erstaunt. Und ja man kann durchaus wach sein im Traum.

Harald
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Es gibt nur eine Zeit - die aktive und die passive Gegenwart - und Gravitation
ist die Antwort der Gegenwart auf die Einwirkung vergangener Wichtigkeiten.
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.044, Mitglied seit 13 Jahren
Hallo Suza,

Suza schrieb in Beitrag Nr. 2285-1:
Ist das schon mal irgend jemandem auch so ergangen?

Ja, ich hatte das schon ein paar mal, und ich kann mich erinnern, dass es jedes Mal sehr unangenehm war. Ist schon länger her. Genau wie die luziden Träume, die mir allerdings zum Schluss viel Spaß gemacht haben. Man kann da wie ein Zauberer echt verrückte Dinge anstellen.

Suza schrieb in Beitrag Nr. 2285-1:
Worüber ich mir seither aber immer wieder Gedanken mache: träume ich gerade oder bin ich jetzt wach?

Spannendes Thema!
Ich träume viel und intensiv, und finde diese ganze Thematik sehr interessant. Habe mich allerdings noch nicht eingehend damit beschäftigt.

Beste Grüße
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Ein Universum, welches zufällig entsteht und zufällig ein Phänomen namens Humor hervorbringt, entbehrt nicht einer gewissen Komik.
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Claus (Moderator)
Beiträge: 1.917, Mitglied seit 12 Jahren
Hallo Stueps,

luzide Träume... sehr interessant. Wie hast du das gemacht 8-)?
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Claus (Moderator)
Beiträge: 1.917, Mitglied seit 12 Jahren
Hallo Suza,

Suza schrieb in Beitrag Nr. 2285-1:
Ist das schon mal irgend jemandem auch so ergangen?

Ein oder zweimal, denke ich.

Zitat von Suza:
Worüber ich mir seither aber immer wieder Gedanken mache: träume ich gerade oder bin ich jetzt wach? Woran merke ich, dass ich im Moment wirklich wach bin und meine Welt, mein ganzes Leben, nicht nur ein Traum ist?

Das ist aus philosophischer Sicht sehr interessant. Wenn man wach ist, meint man sicher zu wissen, dass es so ist. Wenn man aber träumt, weiß man nicht, dass es so ist. Daraus folgt eigentlich, dass man sich nie sicher sein kann... Meine Oma sagte am Ende ihres Lebens, es sei wie ein Traum gewesen (und stimmte damit Wittgenstein zu, obwohl sie den wohl nie kennengelernt oder gelesen hat).
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Beiträge: 340, Mitglied seit 1 Jahr
Hallo

Ich hatte anscheinend wohl mal einen Traum, in dem ich bei Windstärke 12 über eine marode Holzbrücke musste bzw. mich bereits auf einer befand, als der Sturm kam. "Anscheinend" deswegen, weil ich mich weder an einen solchen Traum erinnern konnte, noch daran aus diesem erwacht zu sein. Erst als ich im Wachzustand vor einer solchen Brücke stand, spulten sich die Bilder in meinem Kopf ab und seit dem weigerte ich mich immer über marode Holzbrücken zu gehen.
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Ich versteh' zwar nicht, was du sagst, aber das kann nur daran liegen, dass du nicht verstehst, was es bedeutet.
Stay critical and keep thinking
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Beiträge: 514, Mitglied seit 1 Jahr
Hallo Suza,

mehrfach ineinander geschachtelte Träume habe auch ich schon hin- und wieder erlebt. Über den Inhalt dieser Träume habe ich derzeit keine Erinnerung mehr. Ich habe aber auch diverse andere Arten von Träumen erlebt:

Träume, die sich ständig wiederholen, ich weiß dann schon im Traum: Ich bin krank! Als kleines Kind gab es davon 2 Arten: Ich wandelte immer über dieselben Burgruinen. Oder, ich versuchte, es ist eine Hamburger Fahrstuhleinrichtung, in einen überschnell fahrenden Paternoster zu gelangen, und, wenn ich es geschafft hatte, wieder hinaus zu kommen.

Kettenträume, wobei ich in mehreren Nächten Veränderungen erlebe, wie ein Haus gebaut, bezogen und erweitert wird; wie schön alte Fachwerk-Kleinstädte sind, in denen ich gerne ankomme und neue Straßen erkunden kann; selbst meinen Heimatort bietet mir stete Überraschungen, die in der Realität leider nicht existieren, z.B. einen Kanal zur Ostsee, an dem „italienische“ Häuser stehen, die aber eher mit ihren Pagodendächern an Ostasien erinnern.

Das eigenartigste aber sind Träume die sich realisieren. So träumte ich u.a., dass ich auf einem Hamburger S-Bahnhof, den ich stets für den Weg zur Arbeit nutzte, stand, und an einem Bürogebäude einen eigenartigen Schornstein bemerkte, den ich bewusst noch nicht gesehen habe. Plötzlich quoll dunkler Rauch heraus und im ganzen Gebäude brannte es. Am nächsten Morgen suchte ich diesen Schornstein und fand ihn wie erträumt erst, als ich auf dem Bahnsteig aus der Bahnsteighalle heraus sah, wo ich mich aber vorher noch nie aufgehalten hatte. Ca. 1 Jahr später hörten wir beim Frühstück, dass in Hamburg ein Bürogebäude brennen würde. Ich behauptete sogleich, das müsse das sog. Phrix-Gebäude sein: Und es war es!

Ein weiteres Beispiel dieser Traum-Art; mich sehr beeindruckend, es war Ende Jan/Anfang Feb 1989: Ich betrat einen völlig leeren, riesigen Theatersaal. Von der Bühne kam lautes Lachen und Freude. Ich kam näher und erkannte alle Außenminister der vier Siegemächte und Genscher in großem Einvernehmen. Das konnte nicht sein, dachte ich ziemlich bewusst und fragte nach dem Grund: Schewardnadse erklärte mir, sie hätten gerade die Wiedervereinigung Deutschlands beschlossen. Ich glaubte es nicht, berichtete mein Erlebnis aber vielen Leuten, u.a. Besuch aus der DDR. Keiner glaubte es. Ist Glaube manchmal nicht doch stärker als das Wissen?

Träume gibt es aber nicht nur in der Nacht. Auch am Tage gibt es Momente des Unbewussten, in denen man die Zeit „laufen“ lässt, ohne sie zu spüren. Es sind Momente einer anderen Welt, die in selbstähnlicher (m.E. ein Naturgesetz) Betrachtung davon künden könnten, was uns im Tod erwartet, nämlich kein „Nichts“, sondern etwas, wovon auch Leute mit Nahtodes-Erlebnissen berichten können. Diese Erlebnisse blieben mir glücklicherweise erspart, ich empfinde sie aber als wichtig für alle Betrachtungen, die hier im Forum etwa auch zum Thema „Glaube“ angestellt werden.

Kirsche
Signatur:
Die Vergangenheit ist über die Gegenwart verbrauchte Zukunft.
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Beiträge: 100, Mitglied seit 4 Jahren
Vielen Dank erst einmal an alle bisher. Ich lasse die Beiträge mal unkommentiert stehen, finde eure Antworten aber durchaus spannend, da sie das Thema an sich noch weiter aufspalten in Richtung Tagtraum, Déjà-vu und Blick in die Zukunft.

Gerade zum letzten Punkt hatte ich auch ein Erlebnis, dass sich tief bei mir eingebrannt hat. Ich träumte von einer jungen Frau, die ich vorher zwar nie gesehen habe, die ich aber haargenau beschreiben konnte. Ein paar Tage nach diesem Traum, der mich deshalb so beschäftigt hat, weil ich mit ihr einen intensiven Augenkontakt hatte (was für mich eigentlich sonst eher unüblich ist), war ich in einer Media Markt Filiale und habe mich bei den CDs umgeschaut. Wer Media Markt kennt, weiß, dass die einzelnen Regale nicht wirklich hoch sind. Jedenfalls hielt ich eine CD in der Hand und hatte plötzlich das Gefühl, als würde mich jemand beobachten. Ich blickte neben mich, hinter mich und dann über das Regal vor mir und da stand SIE! Die Frau aus meinem Traum stand da und sah mich verwundert an. Ich war derart schockiert, dass ich die CD spontan irgendwohin in das Regal zurück legte und den Markt verließ. Der Traum und das Erlebnis im Media Markt haben mich derart erschüttert, dass ich wochenlang nicht mehr richtig schlafen konnte.

So einen "Blick in die Zukunft" hatte ich bereits als Kind schon einmal. Damals sah ich mich mit meinem Vater, der sich immer, wenn er von der Arbeit kam, etwas Zeit für mich nahm und mit mir spielte. In meinem Traum haben wir auch gespielt und plötzlich rauschten Bilder an mir vorbei, die ich nicht erkennen konnte (so wie in einem sehr sehr schnellen Zeitraffer). Als der Film stoppte, stand ich vor einer niedrigen Hecke, vor der ein Grabstein stand und auf dem Grabstein war der Name meines Vater. Ich konnte damals zwar noch nicht lesen und war bis dahin auch noch nie auf einem Friedhof, aber ich wusste unbewusst, dass es das Grab meines Vaters war.
Viele Jahre später dann stand ich vor dem Grab meines Vaters und da war der Grabstein und dahinter die Hecke...

Das Leben und unsere Träume können schon mysteriös sein, oder? Und ich behaupte, dass sie derart mysteriös sind, dass man sie nicht immer mit Wissenschaft begründen kann, aber auch nicht mit der Existenz irgendwelcher Überwesen.
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.044, Mitglied seit 13 Jahren
Hallo Claus,

Claus schrieb in Beitrag Nr. 2285-4:
luzide Träume... sehr interessant. Wie hast du das gemacht 8-)?

Leider kann ich dir da keinen Weg aufzeichnen. Bei mir hat sich das entwickelt:

In einer Zeit hatte ich schlimme Alpträume. So schlimm, dass ich danach vollkommen fertig aufgewacht bin. Ich wollte, dass das aufhört, wusste nur nicht, wie ich das anstellen sollte. Irgendwie habe ich es geschafft, mir im Wachzustand klarzumachen: wenn bestimmte Dinge/Muster/Ereignisse im Traum auftauchen, musst du dich aufwecken! Und zwar, bevor die richtig schlimmen Sachen passieren! Und das hat dann eines Nachts funktioniert. Bei einem bestimmten Traumereignis kam mir bewusst die Ahnung, dass ich eventuell träumen könnte. Ich versuchte dann, mich aufzuwecken. Hat geklappt, war aber sehr schmerzhaft: Ich hatte wohl bei dem Aufweckversuch die Nacken- und Kiefermuskulatur so angespannt, dass ich heftige Verspannungsschmerzen spürte. Musste sogar Schmerztabletten nehmen, damit ich über den Tag kam. Diese Prozedur bekam ich mit der Zeit immer besser hin, wenn auch oft mit besagten Schmerzen.
Die Alpträume vergingen, aber hin und wieder danach wurde mir im Traum klar: Hey, hier stimmt was nicht, das kann so nicht sein. Und kam im Traum auf die Idee, einen Test zu machen: Ich befahl einer Traumperson in Gedanken, telepathisch sozusagen, sich hinzuhocken. Und sie tat es :lol:! Danach stand sie auf einem Bein, und danach war mir klar, dass in diesem Zustand die ganze Welt komplett meinem Willen gehorcht. Das verrückte ist ja, dass man weiß, dass man träumt, aber alles trotzdem absolut "real" ist. Unter anderem konnte ich bewusst perfekt mit Gedankenkraft fliegen! Das ist schon echt abgefahren.
Herbeiführen konnte ich diese Träume allerdings nie bewusst. Ich habe es halt manchmal zufällig bemerkt, dass ich wohl träumen könnte, und dann was Verrücktes als Test gemacht.
In den letzten Jahren allerdings hatte ich diese Träume nur noch sehr selten. Und der letzte ist bestimmt zwei Jahre her. Davor (bis auf die Alptraumphase) hatte ich es vielleicht so drei, vier, fünf mal im Jahr.

Hallo Leute, eure Zukunftsträume finde ich äußerst spannend!

Hallo Suza,

Suza schrieb in Beitrag Nr. 2285-8:
Und ich behaupte, dass sie derart mysteriös sind, dass man sie nicht immer mit Wissenschaft begründen kann, aber auch nicht mit der Existenz irgendwelcher Überwesen.

Dem stimme ich zu. Wissenschaft ist schließlich auch nur menschengemacht, und kann endgültige Wahrheit auch nicht verkünden. Ist der seriösen Wissenschaft aber auch sehr bewusst.

Beste Grüße
Signatur:
Ein Universum, welches zufällig entsteht und zufällig ein Phänomen namens Humor hervorbringt, entbehrt nicht einer gewissen Komik.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 19.12.2017 um 19:37 Uhr.
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