Hallo Ernst,
vielen Dank für Deinen Seelenbaum, oder ist es bei Dir auch ein Seelenwald? Mein Seelenwald jedenfalls dankt Harald für seinen Seelenlichtblick. Und wir alle danken wohl Manu, der diese Vertiefung, äh, eigentlich sollte es doch hier wohl eine Erhöhung sein, unserer Wissenswalddiskussion so intensiv fördert.
Kirsche
Hallo und guten Samstag Kirsche und Harald.
Nach einer Pause die der Schalentierpflege geschuldet war (Krebs(e) kümmer(t)n, sich verdammt noch mal, nicht um Vorlieben oder Termine). Möchte ich an merken das bei mir nicht die Rede von einem Seelenbaum gewesen sein kann. Ich liebe Bäume und kann mit ihnen fühlen, was ich so oft tue wie es mir eben möglich ist. Und die "Zwiesprache" mit diesen wunderbaren Wesenheiten geschieht in einer Art und Weise die ich schlecht vermitteln kann. Aber jeder der will kann es selbst erleben. Erlaubt mir vielleicht jetzt und hier ein par Randbemerkungen aus Anlass eines Beitrags von Harald.
Am Paradeplatz in Zürich steht eine Linde. Gerne hätte ich ein Foto eingestellt, aber mein Pixel – Konto im MANU – Zeitforum ist leider aufgebraucht.
Ne Linde im Zentrum der Finanzmacht? - Geht´s noch?
Geht es der Linde gut, dann baut sie Jahr für Jahr dicke Jahrringe auf und entsprechend magerere wenn die Umweltbedingungen etwas harziger sind.
Ein Stein glaubt natürlich die Ringe würden langsamer wachsen, wenn der Baum in Richtung Lichtgeschwindigkeit tendiert.
Die Lichtung des Paradeplatzes ist jedoch wenig geeignet für Geschwindigkeiten größer gleich einem Gleichstand.
Ein Lindwurm bohrt ein Loch in die Rinde und schon bildet sich das Äußere in der inneren Struktur der Linde ab.
Grüße an alle wandernden Bäume.
Harald
Ich hoffe die Auskünfte die Google-Map hergibt reichen aus Harald.
Nordöstlich des Paradeplatzes, am Züghusplatz sind drei Bäume auszumachen. Ich nehme an Du meinst den mittleren der Drei der auch die umfangreichste Krone trägt. Ein Zentrum von Macht geht den Bäumen wer weis wo vorbei aber ein Leben ohne Artgenossen ist für diese Bäume die Hölle. Auch deuten dicke breite Jahresringe nicht auf ein "gutes" Baumleben hin. Wohl für die Holzwirschaft, aber nicht für die Bäume. Denn schmale dünne Ringe deuten auf langsameres Wachstum hin welches aber kräftiges, gesundes und wiederstandsfähiges Holz bedeutet. Schädlinge können besser bekämft werden und es befindet sich nicht viel Luft in den Zellen die Pilzen als Lebensraum dienen können. Einzeln stehende Bäume haben auf eine gute funktionierende Kinderstube verzichten müssen und büßen dafür ihr langes Leben lang. Und was das wandern, der Bäume angeht, kann ein kleines Gedankenspiel schon einen ersten Eindruck vermitteln.
Vor langer, langer Zeit als von Norden her sich die Eiszeit ins Land (Mitteleuropa) geschlichen hat waren die Laubbäume auf der Flucht gen Süden. Die Buchen, Eichen und all ihre Kumpane "rannten" um ihr Überleben. Und hatten Pech. Die Alpen standen völlig quer im Weg. Anders Die Laubbäume in Westeuropa und der neuen Welt. Die konnten zum Teil ungehindert nach Süden ausweichen weil alle großen Gebirgsketten in nord-süd-Ausrichtung orientiert sind. Deshalb hat es hier bei uns viel länger gedauert bis die heimischen Arten wieder zurückgekehrt sind. Aber halt ein wandern schon in Schrittgeschwindigkeit ist selbstredend illosorisch.
Wer sich mal ernsthaft (kein Wortspiel) mit dem Wissen der Bäume beschäftigt kommt aus dem Staunen nicht mehr herraus.
Wenn man sich das "staunen können" noch bewahrt hat.
Soviel bis hier.
Euch und allen ein schönes Restwochenende.
Mit den besten Grüßen.
Ernst Ellert II.
Deine Zeit war niemals und wird niemals sein.
Deine Zeit ist jetzt und hier, vergeude sie nicht.