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Selbstgespräche

Thema erstellt von Habenix 
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Beiträge: 1.427, Mitglied seit 11 Jahren
Ernst Ellert II schrieb in Beitrag Nr. 2188-420:
Aber hier ist alles schön und demokratisch.
So schön und demokratisch das Menschen die weggeworfene, genießbare Lebensmittel essen wollen dafür vor gericht gezerrt werden und mit 90 Tagessätzen (als Studenten) von 50 Euro bestraft werden. Ungefähr die Hälfte der weltweit produzierten Lebensmittel landet auf dem Müll, in Deutschland sind es jedes Jahr circa elf Millionen Tonnen. Gibt es da landesweit auch nur die Spur eines Gewissens ?
Wohl eher nicht.....es sind ja die neuen (demokratischen) guten Zeiten.

Hallo Ernst,

Du hast ausführlich dokumentiert, dass unser Verständnis von Demoklatie keine Antwort gibt auf existentielle Fragen wie die Ernährung der Weltbevölkerung.
Letztere kann man im Mikrokosmos erörtern:
Da ist eine Kartoffel, die braucht Erde, Wasser und Licht und dann wächst die.
Da ist keine Gewerkschaft die sagt: "Nächstes Jahr wollen wir in den Acker an den Südhang 500m weiter verpflanzt werden, sonst wachsen wir nicht mehr",
sondern die Kartoffeln tun das einfach, die sind so.
Und von diesen Kartoffeln können sich Menschen ernähren. Die ideale Population entspricht der Anzahl der Kartoffeln, die pro Jahr geerntet werden können und pro Anzahl Kartoffeln,
die ein Mensch in seinem Leben verbraucht.
Wenn eine Gruppe Menschen von einem Acker nicht ernährt werden kann, dann hungern sie und das hat eine der Ursachen

* Die Kartoffeln wachsen nicht in erwarteter Anzahl, z.B. weil sie von Käfern weggefressen werden
* Die Menschen haben sich zu stark vermehrt
* Die Menschen leben zu lange
* Die Menschen verweigern aus Gier anderen ihr Daseinsrecht, um selbst mehr zu haben.
* Es wird kein Dünger eingesetzt, um eine hinreichende Anzahl Kartoffeln aus dem Boden herauszupressen.

Interessant sind für mich die Parallelen zur Genesis und zum Sündenfall:
Der Idealzustand wird am Mikrokosmos Adam+Eva im Garten Eden beschrieben: Es ist alles da, was man braucht und in Fülle.
Mit dem Sündenfall fangen die Menschen an sich zu vermehren, in mühseliger Arbeit versuchen sie, mehr aus
der Erde herauszupressen, als sie von selbst hergibt, ihre Lebenserwartung wird endlich und zweimal verkürzt,
der Neid treibt sie zu Mord und Raub.

LG
Thomas
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Hallo Thomas der Große,


Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2188-422:
Es gibt keine Demokratie.
Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2188-406:
Es gibt keinen Trump.

Es gibt keinen Thomas der Große(vielleicht nur der Kleine:))
Es gibt nicht Die Welt, und die Materie schon gar nicht.
Was gibt es dann?


Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2188-415:
Henry-Dochwieder schrieb in Beitrag Nr. 2188-414:Jedenfalls ist meine Überzeugung keinesweges von "Medien" geprägt, sondern von meinem Menschenbild.


Zitat Thomas: Das ist schön und wann genau bist einem Trump, einem Putin oder einem Erdogan begegnet, dass Du sie heranziehst, um Dein Demokratie-Verständnis zu dokumentieren?

Man sollte den Henry nicht für dumm verkaufen(er kann sich aus selbst gut wehren, das weiß ich). Zu Meinungsbildung gehört schon eine große Portion Intelligenz dazu, um die verschiedene Fake News der Medienlandschaft auszublenden, und, die Wahrheit auf die Spur zu kommen.

Also, man sollte manchen das nicht aberkennen, was man sich selbst zutraut, oder einbildet.
Und wer mit Fake News arbeitet, das brauchen wir hier nicht zu vertiefen. Oder?


Machen wir ein bisschen Politik, wenn’s erlaubt ist.


Der "Ruse" will in Syrien krieg nur seine Absichten verfolgen und sich eine, Militärische, wie auch wirtschaftliche, Basis aufbauen. Der Kampf der Mächte, entfacht sich jedes Mal mit der neue im Amt gesetzten Präsidenten, und das seit Jahrtausenden.
Früher hat man „nur“ seine Hölle verteidigt, und, in anderen Höllen geplündert. Heute hat das ein anderes Ausmaß, aber, im Prinzip ist das Gleiche wie früher, nur diplomatischer, sagt man so zumindest.

Seit der „Amerikaner“, gezwungenermaßen, durch die frühere falsche Politik der „Deutschen“, die schützenden Hände von der OLD Germany genommen hat, nachdem sie die demokratische Entwicklung seit Kriegsende gefördert haben(siehe BRD und DDR unterschied), sind die „Hyänen“ losgegangen, und eine „Übernahme“ der BRD gestartet.

Die hatten eigentlich eine Europakontrolle vorgeplant, da aber BRD, durch sehr positive wirtschaftliche Entwicklung, die auch politisch bestimmende Kraft ist, lautet die
Marschroute wie weiter oben erwähnt, eine kluge und friedliche Hintergrund "Übernahme", durch, die in BRD, in ein sehr große Zahl von gut "integrierte" Bürger der „Hyänen“ Staaten. Nach dem Motto, wer BRD kontrolliert, hat Europa.

Das was ich hier denke, ist der Meinung einen auch sehr gut integrierte Ausländer, der die Meinungsfreiheit der BRD schätzt und eine Unabhängige, frei von Beeinflussung irgendwelcher politisch oder religiöse Richtungen, Einschätzung der aktuelle Lage in Europa vornimmt.

Die Torpedierung der Meinungsfreiheit ist auch der Entstehungsgrund der Bibel, das, eine religiös kodierte Buch der politische Lage darstellen soll. Die Verfasser der Bibel müssten ihren, gegenüber den herrschenden Mächten, politische Meinung, mit familiären Geschichten an die einfache Bevölkerung übermitteln.

Somit sind Religion und Politik, zwei verschiedenen Seiten derselben Medaillen, der das Bewusstsein der Menschliche rase sein soll und in einer stätiger Entwicklung sich befindet.
Diese Bewusstsein wird, seit Menschheit beginn, einen Manipulation drang der herrschenden Individuen ausgesetzt.

Uns geht’s gut. Aber der Mensch vergisst sehr schnell, und der „schwamm“ der Generationenwechsel, wischt über die Jahrhunderten, die realen und teilweise grausamsten, Geschichten weg, so, dass Heute, eine normale Historische Lektüre, zu frühere Banalitäten verkommt, und sogar, zu ruhmreichen Legenden führt. Siehe Alexander der Große, die Cäsaren die Tataren oder die Osmanen(wieder auf Vormarsch?). Nicht zu vergessen, auch die Deutschen.

MfG H.
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"Heute ist nicht aller Tage ich komm' wieder keine Frage"
Beitrag zuletzt bearbeitet von Haronimo am 15.07.2017 um 11:57 Uhr.
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Ich schneie hier rein, habe nicht alles verfolgt, gebe aber Henry vollkommen recht:

Zitat von Henry Dochwieder:
Ich warne nicht vor jemandem, sondern vor der Geringschätzung der Demokratie. Wenn du aufgegeben hast, ist das bedauerlich. Aber ich denke doch wohl eher nicht. Das Hervorheben von schlechten Beispielen ändert nichts daran, dass es für die Demokratie zu streiten lohnt.

Der Kampf für die Demokratie lohnt immer. Und unsere Verfassung mit ihrer freiheitlich demokratischen Grundordnung ist wunderbar. Wie dies in die Praxis umgesetzt wird, bedarf aber durchaus der Kritik.

Aufgewachsen ab 1946 habe ich den Übergang von einer Diktatur noch miterlebt. Diese brachte den Menschen kein Glück, nur Un-Heil. Dann gab es die Phase mit Adenauer. Es waren überall die alten, die noch herrschten, die 68 er-Bewegung lässt daraus grüßen. Unter Willy Brand hieß es: Mehr Demokratie wagen! Nichts war mehr notwendig als dies. Aus christlich-sozialen Gründen und zur Unterstützung der Ostpolitik war ich seiner Partei damals beigetreten und auf unterster Ebene in einem Distriktsvorstand aktiv. Ich lebte in dem Wahlkreis von Helmut Schmidt, vielleicht ein Sonderfall, aber bei uns funktionierte echte Demokratie wie folgt:

Wir bekamen vor einem Beschluss von „oben“ sämtliche Informationen über Absichten und Vorhaben. Wir haben uns im Vorstand eine Meinung dazu gebildet und hierzu mindestens quartalsweise auch die Meinung der örtlichen Wohnbevölkerung eingehalt. Es war ein aktives politisches Leben damals, jeder wurde beteiligt, jeder äußerte sich, es wurde eine Entscheidung getroffen, die jeder verstand, auch wenn er anderer Meinung war. So hat uns Helmut Schmidt als Bundesverteidigungsminister damals z.B. entscheiden lassen, ob wir Bundeswehrhochschulen zustimmen könnten. Ich war dagegen, weil ich nach den Erfahrungen keine militärischen Kaderschmieden in Deutschland wollte. Kriegerische Auseinandersetzungen waren ohnehin auf die Verteidigung Deutschlands in Deutschland beschränkt. Die Mehrheit war dafür und hatte Argumente, ich fügte mich, wie es demokratischer Brauch ist. Jeder hatte Argumente, die sachgerecht abgewogen wurden.

Dann kam Gerhard Schröder und mit ihm die Basta-Politik. Plötzlich wurde Deutschland am Hindukusch verteidigt. Diskussionen darüber gab es nicht. Ich kenne nur eine kritische Stimme aus der Presse Hamburgs, derjenige war danach politisch weg vom Fenster. Ich trat aus. Später gab es 1000 neue Gründe gegen einen Wiedereintritt. Ich begann als Libero Leserbriefe zu schreiben, die Unmut über das demokratische Realgebaren zum Ausdruck bringen sollten.

Nach unserer Verfassung geht alles Staatsgewalt vom Volke aus, die Parteien wirken daran mit, ich betone mit, der Abgeordnete ist unabhängig und nur seinem Gewissen unterworfen. Die Realität?

Ich spreche von einer ziemlichen Machtergreifung der Parteien, die Abgeordneten werden von den Parteien bestimmt und sind daher schon deshalb von ihnen abhängig, sie repräsentieren deshalb auch nicht dem Durchschnitt der Bevölkerung, sie unterliegen der Fraktionsdisziplin, was natürlich stets / angeblich auch nur ihrem Gewissen folgt, die Parteien erhalten Anfütterung durch natürlich völlig selbstlose Parteispenden der Konzerne, Lobbyinteressen dominieren über Verbraucher oder Umweltinteressen, die stets nur die 2. Geige spielen, denn sozial ist, was Arbeit schafft und das sind Konzerne, die Parteien bestimmen über Wahlgesetzte, über die Länge von Wahlperioden, die nach Gutdünken hinausgeschoben werden können, und über die Parteienfinanzierung. Kurz: Die Abgeordneten sind von allem Möglichen abhängig, unabhängig sind sie nur von uns Bürgern. Manche erscheinen im Wahlkreis und berichten immerhin, was beschlossen wurde, andere lassen sich jahrelang gar nicht sehen. Ist das noch Demokratie oder nicht vielmehr eine Diktatur auf Zeit, die mit privaten Schiedsgerichten auch noch privatisiert und unserem Einfluss völlig entzogen werden sollte? Kurz vor der Wahl kommen Abgeordnete aus ihren dunklen Löchern ihrer Scheindemokratie und betteln uns an, ihnen unsere Stimme zu geben. Wir haben dann zwei oder drei Minuten Demokratie im Wahllokal für 4, 5 oder mehr Jahre ohne Einfluss.

Was maßen sich die Parteien eigentlich an? Sie vertreten mit ihren Mitgliedern wenige Prozent der Bevölkerung und lassen mehr als 90 % der Bürger wirkliche Demokratie nicht spüren. Dies ist m.E. ein eklatanter Verfassungsbruch. Wer könnte das ändern? Nur die in den Parlamenten vertreten Parteien, wenn sie es denn wollten, eine Verfassungsklage anzustrengen. Sie wollen es nicht, es würde ihren Einfluss beschneiden. Dies halte ich besonders für erforderlich oder unsere Demokratie geht wieder den Bach runter.

Lasst uns gemeinsam um unsere Demokratie kämpfen!

Kirsche
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Kirsche schrieb in Beitrag Nr. 2188-425:
Diskussionen darüber gab es nicht. Ich kenne nur eine kritische Stimme aus der Presse Hamburgs, derjenige war danach politisch weg vom Fenster. Ich trat aus. Später gab es 1000 neue Gründe gegen einen Wiedereintritt. Ich begann als Libero Leserbriefe zu schreiben, die Unmut über das demokratische Realgebaren zum Ausdruck bringen sollten.

Also ich hab' da 'ne andere Zählung: Zwei Bundespräsidenten, zwei Minister und zwei prominente Journalisten. Drei davon starben vor ihrer Lebenserwartung.

Zitat:
Nach unserer Verfassung geht alle Staatsgewalt vom Volke aus
Dazu braucht man funktionierende Verfassungsgerichte.

Kirsche schrieb in Beitrag Nr. 2188-425:
Lasst uns gemeinsam um unsere Demokratie kämpfen!

Kirsche
Dazu braucht man unabhängige Medien.
Dazu braucht man Grenzen, damit man weiss wofür man kämpft.
Die NATO ist bisher die einzige Instanz, die querschnittlich Grenzen für unser Land definiert
und so stelle ich mir vor, dass eine europäische Demokratie ein militärisches
Fundament hat. Mir ist noch keine Frau begegnet, mit der man das diskutieren könnte,
aber unser Land ist voll von Frauen.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Thomas der Große am 16.07.2017 um 03:18 Uhr.
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Haronimo schrieb in Beitrag Nr. 2188-424:
Es gibt keinen Thomas der Große(vielleicht nur der Kleine:))

Was fällt Dir, junger Mann eigentlich ein, mich hier anzugreifen?
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Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2188-422:
Es gibt keine Demokratie.
Hallo Thomas sei gegrüßt.
Hier hab ich was für Dich, was auch belegt warum es hier mit der Demokratie nicht richtig funktionieren kann, neben vielen anderen Faktoren.
Bin gespannt was Du von den Zusammenhängen hälst, vielleicht kennst Du es aber auch schon.

Mit den besten Grüßen.
Ernst Ellert II.

https://www.youtube.com/watch?v=bgkPGwlKzk4

für Claus und Stueps: das ist auch ein Beitrag aus der ZDF-Mediathek
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Deine Zeit war niemals und wird niemals sein.
Deine Zeit ist jetzt und hier, vergeude sie nicht.
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Ernst Ellert II schrieb in Beitrag Nr. 2188-428:
Bin gespannt was Du von den Zusammenhängen hälst, vielleicht kennst Du es aber auch schon.

Mit den besten Grüßen.
Ernst Ellert II.

https://www.youtube.com/watch?v=bgkPGwlKzk4


Hallo Ernst,

Danke für den Link. Nein, das Netzwerk kannte ich noch nicht; das abschliessende Lied verstehe ich so, dass wir eine Revolution brauchen, um den Rechtsstaat herzustellen, um die handlungsfähige Demokratie zu sein, die wir nach unserer Verfassung sein können. Für mich war das Souverän final gebrochen, als unsere Kanzlerin und der jetzige Bundespräsident als Reaktion auf die US-Wahl unisono wie getroffene Hunde über den Teich bellten; als ein Bill Clinton Anfang der 90er Jahre über die Kontrolle der mexikanischen Grenze sprach mit fast dem gleichen Wortlauf wie Trump während seines Wahlkampfs, dachte keiner daran, ihn Rassist oder homophob zu nennen. Es ist ein objektives Maß verloren gegangen.
Youtube: Bill Clinton talking like Trump on immigration
Youtube: Hillary Clinton used to sound a lot like T...

LG
Thomas
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Thomas der Große am 16.07.2017 um 18:22 Uhr.
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Zitat von Kirsche:
Diskussionen darüber gab es nicht. Ich kenne nur eine kritische Stimme aus der Presse Hamburgs, derjenige war danach politisch weg vom Fenster. Ich trat aus.

Sorry, es war ca. im Jahre 2000 und Anlass war schon der erstmalige Wiedereintritt Deutschlands in kriegerische Auseinandersetzungen im ehemaligen Jugoslawien außerhalb Deutschlands. Ich erinnere mich noch ungern an den sog. Hufeisenplan, den offenbar ein ehemaliger deutscher Verteidigungsminister erfand. Später war da ein Bush junior, der solche Erfindungen brauchte, um sich Öl im Irak in der Koalition der Willigen (nun ohne Deutschland) zu sichern. Diese Länder (siehe auch Beteiligung in Libyen) weigern sich beharrlich, sich an der dadurch heute ausgelösten Flüchtlingskrise helfend zu beteiligen.

Im Übrigen bin ich ziemlich überzeugt, dass die Verfassungsgerichte sehr gut funktionieren. Wenn man von den übrigen Gerichten einen anderen Eindruck erhält, liegt es zumeist an der Gesetzgebung, die, so hat es den Anschein, Rechtslücken bewusst einbaut, so dass man sich die Frage stellen muss, weshalb Juristen in den Parlamenten völlig überrepräsentiert sind. Vielleicht braucht man sie als Lückenschaffer innerhalb einer professionell wirkenden Gesetzes-Show, die sofern unangenehm, bei Nacht und Nebel vollzogen wird. Was mich am meisten ärgert, ist die häufig totale Ahnungslosigkeit von Abgeordneten über das, was sie vor 30 min gerade beschlossen haben (besonders fatal sichtbar, als über die Griechenlandhilfen über mehr als 100 MRD Euro gerade befunden wurde. Es gab niemanden der Befragten, und es waren viele).

Was die USA anbelangt, haben sie schon immer ihre eigenen Vorteile überall in der Welt durchgesetzt. Die Jüngeren erinnern sich sicherlich nicht an die zahlreichen Vorkommnisse in Mittel- und Südamerika zu Gunsten amerikanischer Food-Gesellschaft (Bananen etc.) mit Ausnahme des Bauchplatschers in Kuba oder in Asiens Vietnam. Stets, heute beteiligen wir uns an diesen Wirtschaftskriegen, sind Bodenschätze die Ursache, wie wohl in Afghanistan die sog. Seltenen Erden usw.. Die zu erwartenden Kapitalerträge schweißen eben die Interessen. Nebenbei: Trotzdem ist Globalisierung, gerecht gestaltet, nicht schlecht. Was die Umwelt anbelangt, müssen eben wir kürzer treten. Weiteres Wachstum ist von innovativen Fortschritten der Umweltentlastung abhängig zu machen.

Wer Russland für Kriegslüstern hält, muss sich fragen, wer die meisten Kriege in der Welt geführt hat. Ich glaube nicht, dass Russland es ins Guinnissbuch der Rekorde schaffen würde.

Kirsche
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Kirsche schrieb in Beitrag Nr. 2188-430:
Nebenbei: Trotzdem ist Globalisierung, gerecht gestaltet, nicht schlecht. Was die Umwelt anbelangt, müssen eben wir kürzer treten. Weiteres Wachstum ist von innovativen Fortschritten der Umweltentlastung abhängig zu machen.

Globalisierung wird von denen betrieben, die an der Vergrößerung ihres Einzugsbereichs gewinnen. Dass das die Guten seien, wäre mir neu, vgl. Wirkung des Euro in Irland oder Südeuropa oder Schwermetallabbau in Peru durch US-Unternehmen, gestützt durch ein Handelsabkommen, das es der anliegenden Bevölkerung unmöglich macht, Gesundheitsschäden einzuklagen oder andere Abbaumethoden zu erzwingen; heißt "Globalisierung, gerecht gestaltet" ist für mich leer.

Zitat:
Wer Russland für Kriegslüstern hält, muss sich fragen, wer die meisten Kriege in der Welt geführt hat. Ich glaube nicht, dass Russland es ins Guinnessbuch der Rekorde schaffen würde.

Also ich wollte mit den Russen nicht "Kirschen essen" ohne die NATO im Rücken. Putin ist ein brillanter Schachspieler.
Blöderweise haben wir die Atomkraftwerke abgeschaltet, damit unsere Kanzlerin nach Fukushima wieder gewählt wird;
Jetzt sind wir noch tiefer verstrickt in die Abhängigkeit von fossilen Energien. Die Franzosen hatten das Problem in den
70er Jahren erkannt und anders reagiert. Feu d'artifice 14 juillet 2017 - Tour eiffel - Fire...
Wenigstens haben wir einen Sündenbock für die Sprengung des Pariser Klimaabkommens, den wir aufrichtig bedauern können.

LG
Thomas
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Thomas der Große am 15.07.2017 um 20:04 Uhr.
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Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2188-429:
Hallo Ernst,

Für mich war das Souverän final gebrochen, als unsere Kanzlerin und der jetzige Bundespräsident als Reaktion auf die US-Wahl unisono wie getroffene Hunde über den Teich bellten; als ein Bill Clinton Anfang der 90er Jahre über die Kontrolle der mexikanischen Grenze sprach mit fast dem gleichen Wortlauf wie Trump während seines Wahlkampfs, dachte keiner daran, ihn Rassist oder homophob zu nennen.
Guten Abend Thomas, sei gegrüßt.
Zum Stichwort Bill Clinten fällt mir nur ein das er ein unscheinbarer i-Punkt auf einem hässlichen großen "i" war.
Aber dieses i ist bezeichnend für die Verkommenheit dieser Nation die anderen den Weltmarktführer in Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit vorgaukelt. Dieses Beispiel ist ein Musterstück an Arroganz, Verlogenheit und Degenaration. Vergib mir den Umfang aber viel kürzer ist das verständlich nicht wiederzugeben.
Aber nun los mit dem ganz großen schmutzig-blutroten Fleck auf der weißen Weste der U$A.

Die Vereinigten Staaten wollten einen Flugzeugträger im Pazifik einsetzen. Aber 1887 war das ein schwieriges Unterfangen. Aber wo ein Wille ist gibt es auch einen Weg. Zwischen den Jahren 1843 und 1879 wurde das unabhängige Königreich Hawai als erster nichteuropäischer indigener Staat in die Familie der Nationen aufgenommen. (GB/Fr/Dä/Sw/No/Be/NL/Sp/Schw/Ru/Jap/ÖstUng/Deu)
Trotzdem war der Hawaiijanischen Bevölkerung klar das sie bei einer U$ amerikanischen Annäherung wie Sklaven oder als Bürger 2. Klasse behandelt würden. Der Umgang der U$A mit ihren Ureinwohnern und den Slaven war ja nicht zu übersehen. Bereits nach dem Bürgerkrieg hatten amerikanische und europäische Unternehmer auf Hawaii ein verdecktes Milizheer aufgestellt und dann ging alles Schlag auf Schlag.
1875 Gegenseitigkeitsabkommen U$A - Hawai für die zollfreie Einfuhr von Hawai-Zucker in die U$A. Das brachte den U$ Unternehmern gigantische Gewinne und eine schnelle Ausweitung der U$-Zucker-Industrie auf Hawai. 1887 folgte die sogenannte Bajonett-Verfassung die König Kalakua auch mit Hilfe der Milizen aufgezwungen wurde um die Interessen der U$-Industrie auf Hawai auch in Zukunft zu schützen. Das Ziel dieser nie ratifizierten Verfassung war die Auflösung der Monarchie. Sie musste die Macht an das Regierungskabinet und die Legislative, beide in der Hand amerikanischer Eliten, abgeben. Die ausschließliche Nutzung von Pearl Habour gegen die weitere Zollfreie Einfuhr von Zucker. Das Stimmrecht wurde dahingehend geändert das der Immobilienbesitz des Wählers eine Bedingung für das Stimmrecht ist. Wogegen das Stimmrecht allen Eingeborenen, allen Asiaten, also auch Japanern und Chinesen entzogen wurde. Nun hatten die U$-amerikaner ein umfassendes Stimmenmnopol. Einige Europäer konnten natürlich die Rechte erwerben ohne Staatsbürger zu sein.

1893 wollte Königin Lili'uokalani eine neue Verfassung erlassen um diese Ungerechtigkeiten zu korrigieren. Mit von der Partie waren einheimische Hawaijaner und entrechtete Staatsbürger.
Sanford Dole und die Versammlung lokaler Geschäftsmänner übernahmen am 17. Januar 1893 mit amerikanischer Infanterie die Kontrolle im Königreich, brachten es zu Fall und erklärten sich zur Übergangsregierung.„zur Herrschaft bis zur Annexion an die USA“ hieß es. Die Pläne zum Umsturz gab es mindestens seit 1887 und sie wurden durch die Zustimmung der protestantischen Kirchen die seit 1820 überall auf den Inseln entstanden waren, erst ermöglicht. Nachdem Gefolgsleute der Königin ums Leben gebracht wurden wollte sie weitere Opfer vermeiden und beschwerte sich bei der U$ Regierung über den Sturz mit der Hoffnung Gerechtigkeit zu finden.

Dole und seine Mitverschwörer warben umgehend in Washington für die Annexion an die Vereinigten Staaten von Amerika. Der US-Präsident der Demokratischen Partei Grover Cleveland sah den Sturz als eine illegale Kriegshandlung. Er lehnte daher ab, die Annexion der Inseln zu erwägen und versuchte dagegen am Anfang Lili`uokalani als Königin wieder einzusetzen. Die weitgehend republikanisch orientierte Geschäftselite rief die Republik von Hawaii (Republic of Hawai`i) aus und beschloss, bis zur Beendung der zweiten Amtszeit vom Präsidenten Cleveland zu warten, um mit einem neuen republikanischen Präsidenten eine neue Annexion einzuleiten. Am 5. Januar 1895 lösten die einheimischen hawaiianischen Freiheitskämpfer eine Gegenrevolution aus. Diese scheiterte, als viele der Freiheitskämpfer von den deutlich überlegenen Streitkräften der weißen Geschäftselite erschossen wurden. Königin Lili`uokalani wurde wegen Hochverrats unter Hausarrest gestellt und zur Abdankung gezwungen. Nach dem gescheiterten Putsch führten die U$A die Invasion von Hawaii durch. Eine Strohmannregierung wurde zur Übergabe der Inseln an die U$A eingesetzt.

Als der Republikaner William McKinley am 4. März 1897 Präsident der Vereinigten Staaten wurde, begann damit die Vorherrschaft der Republikanischen Partei. Die Republikaner hatten bereits die Anstengungen des Präsidenten Cleveland um die Rettung des Königreichs Hawaii untergraben.
Im Rahmen von „Manifest Destiny“ (Rechtfertigung der Politik von imperialistischer Expansion/Verteidigung wegen Notwendigkeit und Wohlwollen) unterstützten sie aus strategisch-militärischen und ökonomischen Gründen die Einvernahme Hawaiis. Die USA strebten an, aus Pearl Harbor und Hawaii eine strategische Militärbasis des Pazifiks für den Spanisch-Amerikanischen Krieg, aber auch für ihre territoriale Expansion im pazifischen Ozean, zu machen. Weitere Konzessionen an die Geschäftsbranche führten zu der Entrechtung weiterer Hawaiianer und dazu, dass sie teilweise als Menschen mit 50% hawaiianischem Blut definiert wurden, was auf eine Trennung der hawaiianischen Gemeinschaft hinauslief. Das war aber der republikanischen Partei sehr nützlich für die wirtschaftliche und politische Kontrolle der Inseln. Die demokratische Partei, die 1900 in Opposition zum Sturz des Hawaiianischen Königreichs und für eine Regierungsteilnahme der hawaiianischen Bevölkerung gegründet wurde, wurde die wichtigste Partei in Hawaii, nachdem das Territorium im Jahr 1959 als US-Staat anerkannt wurde.

Jetzt der i-Punkt...
Im Jahr 1993 schließlich baten der Präsident der demokratischen Partei Bill Clinton, sowie der US-Kongress im Namen der Menschen der Vereinigten Staaten, einheimische Hawaiianer um Entschuldigung für „den Sturz des Königreichs Hawaii und der Beraubung des Selbstbestimmungsrechts der einheimischen Hawaiianer.“ Es täte ihnen aber leid nichts rückgängig machen zu können wegen der vorherschenden Sachzwänge.
Trotzdem konnte danach keine Anerkennung und Kompensation im Kongress, vor allem wegen der Opposition der Republikaner, erreicht werden. Das „Manifest Destiny“ (Rechtfertigung der Politik von imperialistischer Expansion/Verteidigung wegen Notwendigkeit und Wohlwollen) ist nach wie vor gültig.
Das kann man man auch verstehen wo doch Platz für weltweit fast 1000 Militärbasen dringend gebraucht wird.

Tja......so geht Demokratie... vorgemacht von den Weltmeistern im demokratisch sein.
Wem es zuviel sein sollte....einfach überlesen.

Mit den besten Grüßen.
Ernst Ellert II.
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Hallo,


Wenn man in, sagen wir kompromissbereit, einigermaßen Demokratische Land lebt(was ist schon perfekt, vor allem wo soll dieser Ort sein?), dann lässt sich leicht über andere Demokratien „lästern“. Demokratie weil, danach bedenkenlos, in diese Länder einreisen kann. Mach mal das gleiche aktuell mit der R oder der T. Da wirst du danach, nicht mehr glücklich sein.
Außerdem, „richtige“ Kolonialmächte(Spanien, Portugal, Niederlande, Deutschland, England usw.) wurden von der kolonialisierten Bevölkerung, schon längst als solche erkannt und „abgeschafft“.

Das allein zeigt schon, wer als demokratisch erkannt und akzeptiert wurde, so, das heute noch Demokratisierung „betreiben“ können. Kommt ja jetzt nicht mit, „sie haben die mitteln und die Kraft eine versteckte Kolonialisierung zu betreiben“.

Keine Kraft kann der unbändige Freiheitswille eines Volkes, auf lange Sicht, zu überstehen. Nur eine „echte“( Demokratie „beibringen“ hat auch seinen Preis. Dafür kann man sich entschuldigen, oder auch nicht) Absicht der Demokratisierung kann dauerhaft Erfolg haben.

Frag mal den Bauer auf der Wochenmarkt ob er seine Ware, dir, umsonst geben kann?
Er kann das nicht, selbst wenn er wollte(der krieg(t) ärger mit seine Frau. Und was für eine).

Demokratie „beibringen“ ist eine Leistung, die manchmal nicht „kostenlos“ sein kann(warum gibt es Schulen, die den Menschenkinder das richtige Leben beibringen muss? Weil das erst gelernt werden muss, und die Schulen eine Finanzierung bedürfen. Sollen wir sie deswegen als Schmarotzen bezeichnen?). Vor allem wenn die eigene Mitteln dafür eingesetzt werden muss.

Es hört sich hart an, aber das ist die Wahrheit. Und das lässt Raum für Spekulationen aller Art.
Leben und leben lassen. Das ist das Demokratie beibringenden Motto.

Ein Volk muss auch erst lernen, nach den jahrelangen „Unterdrückung“(es gibt viele Gründe der Unterdrückung, meistens sind die eigene Leute die sein eigenes Volk unterdrückt.), was demokratische Volksentscheid bedeutet.

Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2188-431:
Also ich wollte mit den Russen nicht "Kirschen essen" ohne die NATO im Rücken.


Das hier sagt schon viel, über die aktuelle Lage in der Welt

Haronimo schrieb in Beitrag Nr. 2188-424:
Es gibt keinen Thomas der Große(vielleicht nur der Kleine:))

Es gibt nicht Die Welt, und die Materie schon gar nicht.

Was gibt es dann?

Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2188-427:
Was fällt Dir, junger Mann eigentlich ein, mich hier anzugreifen?


War das Majestätsbeleidigung?
Wurde in BRD letztens abgeschafft, so wie sie sich in eine Demokratie gehört.
Wer austeilt, soll auch einstecken können. Das zeigt Größe, Thomas der Große.

Und Thomas der Große, so jung bin ich auch nicht mehr, so gern ich das noch sein wollte. Aber das ist nicht Wichtig.
Ich denke, zu dem Thema habe ich genug gesagt. Wie lautet das Thema hier, Selbstgespräche? Na denn… ihr wisst ja schon, Freunde.

MfG H.
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Mir reicht es, hier über Demokratie in Deutschland zu reden, fängt man doch besser bei sich selbst an:

Zitat von Haranimo:
Leben und leben lassen. Das ist das Demokratie beibringenden Motto.

Ja richtig, Haranimo, dies ist ein wesentlicher Bestandteil unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung mit ihren Grund- und Menschenrechten des Grundgesetzes, unserer Verfassung.

Leben und leben lassen reicht aber allein nicht aus. Dies ist eine Selbstverständlichkeit, es geht aber auch darum, das Zusammenleben der Menschen so zu organisieren, dass nicht immer nur der Stärkere gewinnt. Hierfür sieht unser Grundgesetz Institutionen vor, nämlich grob gesagt, ein Parlament, welches ordnende Gesetze beschließt, eine Regierung, die mit der Verwaltung diese Gesetze umsetzt und, als 3. Gewalt, Gerichte, die über die Gesetzesausübung, aber auch über die Gesetze selbst wachen können.
Das Parlament wird durch uns in freien, geheimen Wahlen gewählt. Die Abgeordneten sind von äußeren Einflüssen unabhängig, d.h. natürlich, dass sie sich für eine ausgewogene Entscheidung von überall Rat einholen können, bevor sie entscheiden. Dafür sind sie nur ihrem Gewissen verpflichtet. Alle Abgeordneten wählen eine Regierung, die von allen Abgeordneten kontrolliert wird. Das Grundgesetz garantiert auch die Unabhängigkeit der Richter.

Im Gegensatz zur Schweiz, mit einer sog. direkten Demokratie, in der alle Bürger unmittelbar selbst abstimmen können, haben wir eine repräsentative Demokratie, indem Abgeordnete in den Parlamenten uns repräsentieren sollen. Dann gibt es noch präsidiale Systeme, wie z.B. in Frankreich oder den USA, in denen in einem dennoch ausgewogenen System der Präsident mehr Rechte hat, als bei uns der Bundeskanzler. In Deutschland und Großbritannien liegt die Entscheidungsmacht stärker im Parlament.

Ausgestaltung und Praxis in Demokratien weichen jeweils leicht voneinander ab, es gibt kein Ideal, gleich ist bei allen Systemen die Gewährleistung von Gewaltenteilung. Wird diese verletzt, bekommt irgendeine Institution ein Übergewicht zu Lasten einer anderen, was sehr leicht in Diktaturen, Autokratien usw. enden kann.

Deshalb ist es Aufgabe jeden Bürgers, über die Einhaltung unserer freiheitlich demokratischen Grundform zu wachen. Und hier setzt meine Kritik an, weil die Praxis den Parteien eine Macht gibt, die die Unabhängigkeit der Abgeordneten, das ist meine Auffassung, viel zu sehr einschränkt, als es für unsere verfassungsgemäße Ordnung gut ist. Denn die Parteien und mit ihnen externe Interessen haben mehr Einfluss auf die Gesetzgebung als wir Bürger, die nicht alle einer Partei angehören wollen oder können, wie sie anderweitig engagiert sind.

Kirsche
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Haronimo schrieb in Beitrag Nr. 2188-439:
Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2188-427:
Was fällt Dir, junger Mann eigentlich ein, mich hier anzugreifen?

War das Majestätsbeleidigung?

Die Frage begründet meine Anrede. Du hättest das auch einfach stehen lassen können.

LG
Thomas
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Ernst Ellert II schrieb in Beitrag Nr. 2188-438:
Trotzdem war der Hawaiijanischen Bevölkerung klar das sie bei einer U$ amerikanischen Annäherung wie Sklaven oder als Bürger 2. Klasse behandelt würden. Der Umgang der U$A mit ihren Ureinwohnern und den Slaven war ja nicht zu übersehen. Bereits nach dem Bürgerkrieg hatten amerikanische und europäische Unternehmer auf Hawaii ein verdecktes Milizheer aufgestellt und dann ging alles Schlag auf Schlag.

Hallo Ernst,

ja, im Vorfeld Deiner politischen Ausführungen lief das wie bei der Entdeckung des amerikanisches Kontinents. Vor gefühlt 10 Jahren war ich auf Hawaii; zum Programm gehörte ein Rundflug über den Kilauea. Es ergab sich, dass in dem Haubschrauber auch ein Park-Ranger mitsamt Sohnemann mitflog und der erzählte später von der Geschichte der Ureinwohner: Die starben reihenweise an den eingeschleppten ansteckenden Krankheiten, für die sie keine Antikörper hatten. Der Rest wurde versklavt. Sie verloren effektiv ihren genetischen Pool. Die Ureinwohner müssen große Menschen, 2 Meter und größer gewesen sein. Sie hatten eine hochstehende literarische Kultur gepflegt, die durch die Besatzer in wenigen Jahren zu Nichte gemacht war. Dabei weinte der Ranger innerlich und fügte hinzu, wenn er eine Zeitmaschine hätte, würde er alles stehen und liegen lassen, um 1000 oder 1500 in die Vergangenheit Hawaiis zu reisen. Das muss ein echter Garten Eden gewesen sein!

Für "i" gibt's grundsätzlich Hoffnung. Jeff Sessions: 400 medical professionals charged in...
Die Gesundheitskosten sind in den USA noch 5-mal so hoch als in Kanada, d.h. unbezahlbar, egal wie man die Beiträge verteilt.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Thomas der Große am 18.07.2017 um 05:26 Uhr.
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