Willkommen in Manus Zeitforum
Wrentzsch
Beiträge: 1.128, Mitglied seit 9 Jahren
Du meinst, dies ist nirgendwo nachzulesen, dies liegt wohl daran, das mir kein wesentlicher Physiker widerspricht.
Beim Beweis in Form eines Versuches klemmt es an den Bedingungen- man braucht mehrere Planeten, die um ein gemeinsames Zentrum laufen.
Soviel will Niemand investieren für ein Quantenvakuum.
Und in unserem Sonnensystem ist sowas nicht zu finden, außer das Sonnensystem selbst.
Wenn es eine Sonne gibt im Universum ohne Planeten, bin ich widerlegt.
Signatur:
1=(h/s³)*(h/t) und 1/cc>0
Beitrag zuletzt bearbeitet von Wrentzsch am 02.12.2012 um 20:30 Uhr.
[Gäste dürfen nur lesen]
Uwe2
Beiträge: 136, Mitglied seit 7 Jahren
Guten Morgen zusammen,

wenn es ein Sein ohne Anfang und Ende gibt, bedeutet dies, dass dieses Sein auch nach dem Ende unseres Univewrsums noch da ist.!?
Das heißt, wenn das Universum am Ende seiner Zeit gekommen ist, sei es durch das "große Reißen", durch ein unendliches und immer kälter und leerer werden Universums, oder durch ein Universum, dass sich irgendwann wieder zsammen zieht und den Raum vernichtet. Wie auch immer, es würde heißen, dass es auch dann noch etwas gibt, wenn das Universum nicht mehr existiert. Oder???

Gregor Lämmer schrieb in Beitrag Nr. 1955-124:
Trujila schrieb in Beitrag Nr. 1955-122:
dann wäre ja alles ohne Anfang und Ende!

Eben nicht. Es gibt ein Sein ohne Anfang und Ende, dem ein Sein mit Anfang und Ende oder ohne Ende entspringt.

In der Philosophie wird letzteres als Seiendes bezeichnet.

.
Signatur:
Dass Du nicht unter Verfolgungswahn leidest, heißt noch lange nicht, dass sie nicht hinter Dir her sind.
[Gäste dürfen nur lesen]
avatar
Bernhard Kletzenbauer
Beiträge: 1.352, Mitglied seit 15 Jahren
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 1955-100:
Hallo Bernhard,

Bernhard Kletzenbauer schrieb in Beitrag Nr. 1955-99:
Hallo Stueps,
ich möchte eine eindeutige Quellenangabe, wo ich angeblich geschrieben haben soll "dass die Anfangssingularität in der Urknalltheorie in einen Raum hineinexpandiert)".

du verkündest, dass die Anfangssingularität Illusion ist, weil du von der irrigen Annahme ausgehst, dass sie in einen Raum hineinexpandiert:

Bernhard Kletzenbauer schrieb in Beitrag Nr. 1955-16:
Es geht mir nicht um den "Urknall" als Startzeitpunkt der Expansion, sondern um die angebliche "Singularität".

Bei der Unendlich-Kuchen-Analogie gibt es keinen einzigen, singulären Mittelpunkt. Jeder Ort ist mit allen anderen Orten gleichberechtigt.

Das "bessere Wissen" ist die beschriebene Geschwindigkeitserhöhung bei weit entfernten Orten. Wenn sich Orte mit gleicher Geschwindigkeit von einem einzigen Punkt fortbewegen, ist eben die Geschwindigkeit in Bezug zum "Mittelpunkt" stets gleich.
Bei einem aufquellenden, unendlich großen Medium ohne Mittelpunkt ergibt sich die beobachtete, beschleunigte Expansion der weit entfernten Orte.

Wie soll man das sonst verstehen?
(Der Leser kann sich im Gesamtkontext des zitierten und der vorherigen/folgenden Beiträge dann sein eigenes Bild machen.)

Deine nachfolgenden Beiträge lassen dann m.E. weiterhin darauf schließen, das du diesem Irrtum aufgesessen bist. Vor allem deine strikte Ablehnung des Analogons von der Ballonoberfläche, die diesen Irrtum nachvollziehbar bei dir hätte beseitigen können. Du bist jedoch augenscheinlich nicht an Erkenntnissen interessiert, sondern am Verkünden deiner "Wahrheiten":

Bernhard Kletzenbauer schrieb in Beitrag Nr. 1955-2:
Fazit: Die Urknall-Singularität ist ein real nicht existierendes Ding, sondern bloß ein Fantasieprodukt.

Bernhard Kletzenbauer schrieb in Beitrag Nr. 1955-85:
In meinen ersten Beiträgen zu diesem Thema habe ich beschrieben, daß es den Anfangs-"Punkt" des Urknalls nicht gibt. Er ist nur Illusion, weil man bei der Rückverfolgung der kosmischen Expansionsbewegung von einem endlichen Universum ausgeht.

Grüße
Hallo Stueps,

ich frage mich, weshalb Du mir unterstellst, daß ich eine Anfangssingularität befürworte, die irgendwohin expandiert. In den von Dir selbst herausgesuchten, obigen Textstellen habe ich stets eine solche Singularität abgewiesen:
"...gibt es keinen einzigen, singulären Mittelpunkt..."
"...Die Urknall-Singularität ist ein real nicht existierendes Ding..."
"...daß es den Anfangs-"Punkt" des Urknalls nicht gibt"...

Was ist daran zu mißverstehen?

Weiterhin lehne ich nicht das Analogon der Ballon-Oberfläche ab, sondern das Ballonmodell an sich, weil es für Erklärungen ungeeignet ist. Denn viele Leute sehen eben nicht nur die Ober-Fläche, sondern den ganzen Ballon, und werden dadurch in die Irre geführt ("Da ist doch ein Mittelpunkt, in der Ballonmitte".).

Ein nulldimensionaler Punkt hat in keiner Koordinate eine Ausdehnung. Und daher kann er sich auch nicht ausdehnen. Null mal Null ergibt eben Null. Auch Milliarden mal Null ergibt Null.
Und wenn es denn eine Anfangssingularität gegeben hätte, in welcher Richtung läge dieser Punkt? In welche Richtung muß ich mit dem Finger zeigen, um auf diesen einen Punkt hinzudeuten?
Den von Uwe2 im Eingangsposting erwähnten Punkt gibt es eben nicht.

Gruß

Bernhard
Signatur:
Es gibt keine Urknall-Singularität.
[Gäste dürfen nur lesen]
Gregor Lämmer
Beiträge: 148, Mitglied seit 7 Jahren
Uwe2 schrieb in Beitrag Nr. 1955-142:
wenn es ein Sein ohne Anfang und Ende gibt, bedeutet dies, dass dieses Sein auch nach dem Ende unseres Univewrsums noch da ist.!?

Wie auch immer, es würde heißen, dass es auch dann noch etwas gibt, wenn das Universum nicht mehr existiert. Oder???

Klar doch. So ist es.
[Gäste dürfen nur lesen]
avatar
Stueps
Beiträge: 3.278, Mitglied seit 14 Jahren
Hallo Bernhard,

wir lassen´s einfach so stehen. Ich lerne von Gebhard, der irgendwo anders sinngemäß geschrieben hat: Es ist von beiden Seiten genug an Argumenten in zahlreichen Beiträgen ausgetauscht worden, so dass der interessierte Leser sich sein eigenes Bild über die Lage machen kann.

Wärst du damit einverstanden?

Grüße
Signatur:
Ein Universum, welches zufällig entsteht und zufällig ein Phänomen namens Humor hervorbringt, entbehrt nicht einer gewissen Komik.
[Gäste dürfen nur lesen]
Wrentzsch
Beiträge: 1.128, Mitglied seit 9 Jahren
Aber wenn die Information vom Anfangspunkt Uns nicht erreicht, können wir auch nicht feststellen wo er ist, da wir weiter weg sind und zu dem schneller expandierenden Universumanteil gehören.
Dann kann der Anfangspunkt sein.
Ich weis viel "Kann" aber die Alternative fehlt.
Signatur:
1=(h/s³)*(h/t) und 1/cc>0
[Gäste dürfen nur lesen]
Wrentzsch
Beiträge: 1.128, Mitglied seit 9 Jahren
Ich hatte von der Inflationsphase gelesen, wo der Raum des gesammten Universums im Bruchteil einer Sekunde expandierte und da war, danach erst Materieentstehung.
Wenn die Materieentstehung in jedem Raumsegment parallel stattfand und nicht am Urknallort, dann geht die Rechnung doch auf.
Dann wäre der Urknallort als einziges der Ort der Raumentstehung.
Aber dazu müsste viel in Lehrbüchern umgeschrieben werden und in jedem Bundesland ist ein eigenverantwortlicher Kultusminister.
Da ändert sich nichts!
Signatur:
1=(h/s³)*(h/t) und 1/cc>0
Beitrag zuletzt bearbeitet von Wrentzsch am 04.12.2012 um 04:25 Uhr.
[Gäste dürfen nur lesen]
Wrentzsch
Beiträge: 1.128, Mitglied seit 9 Jahren
Jetzt schnell die Materieentstehung geklärt und fertig?
Ach so, das geht nicht schnell!
wie geht es dann?
Signatur:
1=(h/s³)*(h/t) und 1/cc>0
[Gäste dürfen nur lesen]
avatar
Bernhard Kletzenbauer
Beiträge: 1.352, Mitglied seit 15 Jahren
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 1955-145:
Hallo Bernhard,

wir lassen´s einfach so stehen. Ich lerne von Gebhard, der irgendwo anders sinngemäß geschrieben hat: Es ist von beiden Seiten genug an Argumenten in zahlreichen Beiträgen ausgetauscht worden, so dass der interessierte Leser sich sein eigenes Bild über die Lage machen kann.

Wärst du damit einverstanden?

Grüße
Hallo Stueps,
dann werden leider meine 2 letzten Fragen nicht beantwortet. Na gut, dann lassen wir´s eben.

Gruß
Bernhard
Signatur:
Es gibt keine Urknall-Singularität.
[Gäste dürfen nur lesen]
Grtgrt
Beiträge: 1.566, Mitglied seit 8 Jahren
 
Keen schrieb in Beitrag Nr. 1955-82:
Da hätte ich noch eine Frage, die mich schon längere Zeit beschäftigt:

Ist Materie immer gegenständlich? Schon dieses Wort Materie, verstehen zu wollen fasziniert mich!

Hi Keen,

unter Materie versteht man Fermionen (d.h. Elementarteilchen, die so beschaffen sind, dass sich keine zwei davon an genau demselben Ort aufhalten können).
Ganz klar aber sollte sein:

Materie darf man sich nicht unbedingt schon als Substanz vorstellen.
Sie kann auch einfach nur sog.  v i r t u e l l e  Materie sein.



So richtig aufgegangen ist mir das erst, als ich im Buch "Antimaterie" von Frank Close (auf den Seiten 116-117) las:

Zitat von Close:
 
Richard Feynman und andere hatten [basierend auf Diracs Theorie des Elektrons] gezeigt, dass sich das elektromagnetische Feld selbst in [virtuelle] Elektronen [= Materie] und [virtuelle] Positronen [= Antimaterie] umwandeln kann — eine der vielen bizarren Folgerungen aus der Unbestimmtheitsrelation der Quantentheorie. Diese "virtuellen" Teilchen und Antiteilchen im Vakuum hatten für das Elektron zur Folge, dass seine unmittelbare Umgebung nicht einfach leerer Raum ist, sondern dass es dort vor Aktivitäten brodelt.

... es zeigt sich nämlich, dass  das Elektron einen Einfluss auf das Vakuum hat  und die Leere in seiner Umgebung in einen Schwarm aus Teilchen und Antiteilchen verwandelt.

... Wir leben zwar in einer Welt der Materie, doch das Vakuum enthält sowohl "virtuelle" Materie als auch "virtuelle" Antimaterie.

Virtuell bedeutet hier, dass diese Teilchen nicht zu materieller (oder antimaterieller) Substanz werden; ihre Gegenwart hat aber trotzdem einen Einfluss auf die anwesenden Materieteilchen.


Das Elektron, von dem Close da spricht, ist ein in einer Penning-Falle gefangenes:

Zum Mechanismus der Penning-Falle: Ein sehr starkes Magnetfeld kann Teilchen (z.B. auch solche, die Antimaterie sind) auf kleine Kreisbahnen zwingen und so davon abhalten, die Röhre bis zum anderen Ende zu durchqueren, zumindest in einem perfekten Vakuum. Hans Dehmelt hat so 1984 ein einzelnes Positron — Antimaterie also — über 3 Monate hinweg aufbewahren können.

 
[Gäste dürfen nur lesen]
Hans-m
Beiträge: 2.996, Mitglied seit 11 Jahren
Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 1955-150:
. Hans Dehmelt hat so 1984 ein einzelnes Positron — Antimaterie also — über 3 Monate hinweg aufbewahren können.

Wie konnte er denn festtellen, bzw nachweisen, dass das Positron die ganze Zeit in "seinem Kasten" war, und wie nachweisen, dass es das selbe war, dass auch bei Beginn seines Versuchs in "seinem Besitz" war?
Wir wissen doch alle, dass wir des Ergebnis eines Versuches verändern, sobald wir das Ereignis messen.
Hat er denn 3 Monate gewartet, bis er "nachgeschaut" hat, ob es noch da ist?
Signatur:
Wer jung ist, meint, er müsste die Welt retten :smiley8:
Der Erfahrene erkennt, dass er nicht alle Probleme lösen kann
:smiley3:
Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 11.03.2013 um 09:17 Uhr.
[Gäste dürfen nur lesen]
Henry
Beiträge: 2.307, Mitglied seit 9 Jahren
Keen schrieb in Beitrag Nr. 1955-82:
Da hätte ich noch eine Frage, die mich schon längere Zeit beschäftigt:
Ist Materie immer gegenständlich? Schon dieses Wort Materie, verstehen zu wollen fasziniert mich!
Wenn Gas oder Sauerstoff ebenfalls Materie sind, wie verhält sich dabei Antimaterie?
herzliche Grüsse................keen

Keen,

falls du noch ab und an liest, was hier abgeht: Lass dich nicht ins Bockhorn jagen, Materie ist IMMER gegenständlich. "Virtuelle Teilchen" haben keinerlei Einfluss auf das Geschehen im Kosmos, sie existieren nicht lang genug - sie zerstrahlen sich unterhalb der Planckzeit wieder vollständig (sie "erscheinen stets als Teilchen- Antiteilchenpaare).
Signatur:
Herr Oberlehrer

Die Wolken ziehen hin. Sie ziehen auch wieder her.
Der Mensch lebt einmal. Dann nicht mehr.

(Donald Duck)
[Gäste dürfen nur lesen]
Henry
Beiträge: 2.307, Mitglied seit 9 Jahren
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1955-151:
Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 1955-150:
. Hans Dehmelt hat so 1984 ein einzelnes Positron — Antimaterie also — über 3 Monate hinweg aufbewahren können.

Wie konnte er denn festtellen, bzw nachweisen, dass das Positron die ganze Zeit in "seinem Kasten" war, und wie nachweisen, dass es das selbe war, dass auch bei Beginn seines Versuchs in "seinem Besitz" war?
Wir wissen doch alle, dass wir des Ergebnis eines Versuches verändern, sobald wir das Ereignis messen.
Hat er denn 3 Monate gewartet, bis er "nachgeschaut" hat, ob es noch da ist?

Na ja, Hans, man hätte schon bemerkt, ob etwas geschieht, das Teilchen hätte sich z. B. mit einem Elektron zerstrahlen müssen. Anders gesagt: Man muss nicht ständig "nachschauen", also messen, sondern man muss die Apparatur nur so gestalten, dass sie genau dann misst, wenn etwas geschieht. Ob es allerdings immer dasselbe Positron war ist eine interessante Frage.

Nebenbei bemerkt ist die Aussage von Gebhard "Es zeigt sich nämlich, dass das Elektron einfluss auf das Vakuum hat..." einer seiner logischen Schnellschlüsse. Das zeigt sich nicht aus dem von ihm zitierten Zitat von Close. Das Elektron mag Einfluss auf das Vakuum haben, aber das steht nicht in seinem Zitat.
Signatur:
Herr Oberlehrer

Die Wolken ziehen hin. Sie ziehen auch wieder her.
Der Mensch lebt einmal. Dann nicht mehr.

(Donald Duck)
Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry am 11.03.2013 um 12:01 Uhr.
[Gäste dürfen nur lesen]
Grtgrt
Beiträge: 1.566, Mitglied seit 8 Jahren
 
Henry schrieb in Beitrag Nr. 1955-153:
 
Nebenbei bemerkt ist die Aussage von Gebhard "Es zeigt sich nämlich, dass das Elektron einfluss auf das Vakuum hat..." einer seiner logischen Schnellschlüsse.

Es handelt sich hier keineswegs um Gebhards Aussage, sondern wörtlich um eine von Frank Close (auf Seite 117 seines Buches, wo statt "Es zeigt sich ..." allerdings "Dann zeigt sich ..." steht. Das "Dann" bezieht sich auf eine vorangehende Bemerkung, die sagt, dass wir uns auf eine philosophische Diskussion, was ein Elektron denn wirklich sei, gar nicht erst einlassen müssen).

 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 11.03.2013 um 14:01 Uhr.
[Gäste dürfen nur lesen]
Hans-m
Beiträge: 2.996, Mitglied seit 11 Jahren
Henry schrieb in Beitrag Nr. 1955-152:
. "Virtuelle Teilchen" haben keinerlei Einfluss auf das Geschehen im Kosmos, sie existieren nicht lang genug - sie zerstrahlen sich unterhalb der Planckzeit wieder vollständig (sie "erscheinen stets als Teilchen- Antiteilchenpaare).

Schon die Tatsache, dass wir sie messen/nachweisen können, zeigt, dass sie mit "normaler" Materie interagieren. Was eine Messung anzeigt, ist ja nichts anderes, als eine physikalische Wirkung auf die Messanordnung. Und alles, was im Labor eine Wirkung hat, das hat auch die gleiche Wirkung irgend wo anders im Universum.
Selbst wenn die Wirkung des Einzelteilchens verschwindent klein ist, so ist sie jedoch nicht null. Nach der Chaostheorie kann die endgültige Wirkung verheerend sein.
Signatur:
Wer jung ist, meint, er müsste die Welt retten :smiley8:
Der Erfahrene erkennt, dass er nicht alle Probleme lösen kann
:smiley3:
[Gäste dürfen nur lesen]
Grtgrt
Beiträge: 1.566, Mitglied seit 8 Jahren
 
Keen schrieb in Beitrag Nr. 1955-82:
 
Wenn Gas oder Sauerstoff ebenfalls Materie sind, wie verhält sich dabei Antimaterie?


Ihrem Verhalten nach ist Antimaterie von Materie überhaupt nicht unterscheidbar (Atome und Antiatome entsprechenden Typs haben gleiches chemisches Verhalten, ja sogar dieselben Spektrallinien, da sämtliche für ihre Elektronen bzw. Positronen möglichen Energie-Niveaus einander exakt entsprechen).

Leichte Brüche der Symmetrie zwischen Materie und Antimaterie existieren erst auf Ebene der Quarks und Antiquarks (aus denen Protonen, Neutronen und ihre Antipartner aufgebaut sind).


Nebenbei: Alle durch Physiker bislang erzeugten Antiatome waren vom Typ Antiwasserstoff (dem einfachsten Typ also).

Frank Close schreibt (auf Seite 199 seines Buches):

Zitat:
 
Der Einfang von Positronen durch Antiprotonen ergibt Antiwasserstoff, wovon am CERN pro Sekunde einige 100 Atome hergestellt werden.

Für ein Nanogramm benötigt man 100000 Jahre, und für die Menge in einem Kinderballon bzw. für 1 Gramm benötigte man sogar länger als das Alter des Universums.

 
[Gäste dürfen nur lesen]
Grtgrt
Beiträge: 1.566, Mitglied seit 8 Jahren
 
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1955-155:
 
Schon die Tatsache, dass wir sie [die virtuellen Teilchen] messen/nachweisen können, zeigt, dass sie mit "normaler" Materie interagieren. Was eine Messung anzeigt, ist ja nichts anderes, als eine physikalische Wirkung auf die Messanordnung. Und alles, was im Labor eine Wirkung hat, das hat auch die gleiche Wirkung irgend wo anders im Universum.
Selbst wenn die Wirkung des Einzelteilchens verschwindent klein ist, so ist sie jedoch nicht null. Nach der Chaostheorie kann die endgültige Wirkung verheerend sein.

Hi Hans-m,

deinen Hinweis auf die Chaostheorie finde ich gut, richtig, und sehr interessant.

Deine Aussage allerdings, dass man virtuelle Teilchen messen kann, scheint falsch zu sein, denn Steven Hawking schreibt in Does God play dice? explizit:

Zitat von Hawking:
 
These pairs of particles occur for all varieties of elementary particles.
They are called virtual particles, because they occur even in the vacuum, and they can't be directly measured by particle detectors.

However, the indirect effects of virtual particles, or vacuum fluctuations, have been observed in a number of experiments, and their existence confirmed.

Mit anderen Worten:

Virtuelle Teilchen lassen sich nur nachweisen durch die Wirkung, die ihre Anwesenheit auf andere, direkt beobachtbare Quanten hat.


Beste Grüße,
grtgrt

 
[Gäste dürfen nur lesen]
Henry
Beiträge: 2.307, Mitglied seit 9 Jahren
Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 1955-154:
 
Henry schrieb in Beitrag Nr. 1955-153:
 
Nebenbei bemerkt ist die Aussage von Gebhard "Es zeigt sich nämlich, dass das Elektron einfluss auf das Vakuum hat..." einer seiner logischen Schnellschlüsse.

Es handelt sich hier keineswegs um Gebhards Aussage, sondern wörtlich um eine von Frank Close (auf Seite 117 seines Buches, wo statt "Es zeigt sich ..." allerdings "Dann zeigt sich ..." steht. Das "Dann" bezieht sich auf eine vorangehende Bemerkung, die sagt, dass wir uns auf eine philosophische Diskussion, was ein Elektron denn wirklich sei, gar nicht erst einlassen müssen).

 

Sorry, war nicht ganz eindeutig - oder ich hab nicht richtig gelesen. Aber ich stimme dem dennoch nicht zu.
Signatur:
Herr Oberlehrer

Die Wolken ziehen hin. Sie ziehen auch wieder her.
Der Mensch lebt einmal. Dann nicht mehr.

(Donald Duck)
[Gäste dürfen nur lesen]
Grtgrt
Beiträge: 1.566, Mitglied seit 8 Jahren
 
Henry schrieb in Beitrag Nr. 1955-158:
 
Aber ich stimme dem dennoch nicht zu.

Hi Henry,

deine Begründung dieser Meinung würde mich interessieren.

Wenn nämlich — wie Hawking uns ja sagt — virtuelle Teilchen länger lebende durch uns messbar beeinflussen, müsste man doch meinen, dass jedes Elektron ganz entsprechende Wirkung auch auf virtuelle Teilchen haben kann. Oder nicht?

Gruß,
grtgrt
 
[Gäste dürfen nur lesen]
Grtgrt
Beiträge: 1.566, Mitglied seit 8 Jahren
 
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1955-151:
 
Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 1955-150:
Hans Dehmelt hat so 1984 ein einzelnes Positron — Antimaterie also — über 3 Monate hinweg aufbewahren können.

Wie konnte er denn feststellen, bzw nachweisen, dass das Positron die ganze Zeit in "seinem Kasten" war, und wie nachweisen, dass es das selbe war, dass auch bei Beginn seines Versuchs in "seinem Besitz" war?
Wir wissen doch alle, dass wir des Ergebnis eines Versuches verändern, sobald wir das Ereignis messen.
Hat er denn 3 Monate gewartet, bis er "nachgeschaut" hat, ob es noch da ist?

Nun Hans-m,

dazu habe ich nirgendwo Details gefunden. Mir aber scheint klar:

Wenn die Falle nach 3 Monaten tatsächlich noch ein Positron enthielt, kann es nur dasselbe gewesen sein, weil ja sonst in der Falle selbst ein neues entstanden sein müsste. Da in der Falle aber Vakuum herrscht, kann da nichts groß zusammenstoßen, um so neue Antimaterie zu erzeugen. Oder?

Gruß, grtgrt
 
[Gäste dürfen nur lesen]
In diesem Forum dürfen nur Mitglieder schreiben. Hier kannst du dich anmelden