Dank Euch beiden! Ja, das mit dem Asteroidengürtel klingt spannend und das hatte ich nicht bedacht. Es ist aber auch irgendwie kaum vorstellbar für mich, dass zwei so winzige Kugeln (im direkten Vergleich zur Sonne oder zum gesamten Sonnensystem) so eine Auswirkung haben sollen. Unvorstellbar deshalb, weil die Planeten ja doch ganz schön lange um die Sonne unterwegs sind und nicht an allen Stellen gleichzeitig sein können. Wie also können dann Gesteinsbrocken aufgehalten werden, die gerade auf der gegenüberliegenden Seite der Umlaufbahn ins Zentrum drängen?
Der Kosmos ist schon merkwürdig
:-)
Die Antwort ist doch ganz einfach (obwohl ich im Stillen vermute, dir geht es um etwas anderes!
;-)
): Es geht nicht um die absolute Menge an Objekten, die vom Jupiter vom Sturz auf die Erde abgehalten wurden, sondern um einen relativen Anteil, denn wie wir doch wissen,
sind große und größte Asteroiden auf der Erde eingeschlagen. Ja, die Erde hat sich doch erst durch das Zusammenstoßen von prä-planetarem Material gebildet! Und denke an den Mond, der durch einen wahrhaft kataklysmischen Zusammenstoß entstand und die Erde beinahe das Leben kostete.
Objekte, die sich - aus welchen Gründen auch immer - aus dem
Asteroidengürtel KORREKTUR: von jenseits der Jupiterbahn! auf den Weg ins Innere des System machen, sind doch nicht direkt auf dem Weg zur Erde; sie sind außerdem tausende ach was, Millionen Jahre unterwegs, und die Gravitation, die sie „spüren“, geht in erster Linie von der Sonne aus und dann von den große Planten. Auf dem Weg über die Jahrtausende sind die Objekte immer wieder der ablenkenden Kraft z. B. des Jupiter ausgesetzt, und zwar immer dann, wenn der Jupiter den Objekten näher steht als die Sonne. Und diese kleinen Ablenkungen reichen aus, um den Weg eines Objektes zu beeinflussen. (Wenn – wie nach der ART angenommen – die Gravitation eine Krümmung der Raumzeit ist, lässt sich das doch leicht einsehen, denn eine Kugel auf einer Ebene wird auch der kleinsten Mulde auf der Ebene folgen, sobald die Reibung überwunden und die Mulde breit genug ist.) Wichtig im Zusammenhang mit dem Asteroidengürtel und Jupiter sind die Lagrange-Punkte, an denen sich bevorzugt Objekte ansammeln und die von einem Sturz in Innere des Systems abgehalten werden. Denn eigentlich sind wir durch die Objekte aus dem Asteroidengürtel eher gefährdet, wenn sie durch die Masse des Jupiter auf ihrer Bahn gestört werden und sich dann auf den Weg machen.
Und was ist so überraschen daran, dass die Gravitation über riesige Distanzen wirkt bzw. wir das messtechnisch erfassen können? In Wirklichkeit dürfte es dich gar nicht überraschen, denn nach deiner Aussage hast du letztlich keine Vorstellung davon, was Gravitation ist; es kann aber etwas nur dann überraschen, wenn ich bereits eine Vorstellung davon habe (du Schlingel hast im Hinterkopf nämlich deine eigene Version der Gravitation, die du hier aber aus bekannten Gründen nicht ausführst). Die Verhältnisse in den Atomen z. B. sind durchaus damit vergleichbar, und wir sind mittlerweile in der Lage, Weret in millionstel und milliardstel Bereichen zu erfassen.
Herr Oberlehrer
Die Wolken ziehen hin. Sie ziehen auch wieder her.
Der Mensch lebt einmal. Dann nicht mehr.
(Donald Duck)
Bearbeitet von Henry am 25.10.2012 um 11:42 Uhr.