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Beitrag Nr. 1856-86
11.01.2012 12:09
Waldkauz schrieb in Beitrag Nr. 1856-85:"Chaoslee schrieb in Beitrag Nr. 1856-1:
Die Natur ist einfach. Ob sie sich nun verhält, wie wir es erwarten, oder ganz anders, sie schert sich nicht um Wahrheit."
Meinst Du die Natur des Menschen?
.
Puuh :)
, also in dem Absatz dort meinte ich die Natur im allgemeinen, ich hatte meine Texte ja schon früher leicht pantheistisch anklingen lassen.
In dem Absatz dort wollte ich anzweifeln, dass es Dinge wie Wahrheit, oder letzte Ursachen gibt, oder sagen, dass sie zumindest transzendent wären.
_______________Zitat:Aber was ist Wahrheit denn überhaupt?
Ist es nicht ein Begriff, den wir selbst erfunden haben?
Wo könnte ich in der Natur Wahrheit beobachten?
Die Natur ist einfach. Ob sie sich nun verhält, wie wir es erwarten, oder ganz anders,
sie schert sich nicht um Wahrheit.
Zitat:Waldkauz schrieb in Beitrag Nr. 1856-79:
Hallo Chaoslee,
Du hast da einen sehr interessanten Gedanken geäußert: ". . . weil unser eingeprägtes Denkschema darauf beruht, dass Logik unbedingt zu einem wahren Ergebnis führt."
Ich habe mich schon ab und zu mit Menschen über die Logik unterhalten und dabei festgestellt, dass unter Logik alles mögliche verstanden wird, z. B. "logische Strukuren" oder "logisches Denken" oder "mathematische Aussagen". Wenn Menschen sich jedoch darauf einigen, dass Logik "ganz pauschal" aus den Schlußfolgerungen besteht, die sich aus zusammenhängenden Tatsachen ergeben, so meine ich, dass hieraus der Schluß gezogen werden darf, dass die Logik tatsächlich immer zu einem wahren Ergebnis führt bzw. führen muss. Es geht nämlich gar nicht anders, weil das Finden der Wahrheit sich aus den der Logik innewohnenden Gesetzen zwangsläufig ergibt bzw. ergeben muss.
Hm, also meine Gedanken dazu sind, dass Logik zwar zu einem folgerichtigen Ergebnis führt, aber nicht zwingend zu einem wahren.
Was wahr ist und was nicht, lässt sicht leider auch nicht immer einach überprüfen.
Was sind denn "Tatsachen"?
Tatsachen sind doch "Annahmen über die Natur", oder?
Und in diesem Sinne hatte ich folgenden Absatz damals gemeint:
Damit meinte ich: Wenn ich einen willkürlichen Punkt A nehme, der meiner Auffassung von "der Natur" entspricht, aber der sonst keinen absoluten Wert hat, diesen Punkt genommen wende ich Logik an..Zitat:Chaoslee schrieb in Beitrag Nr. 1856-1:
Wahrheit muss aus uns selbst kommen; genauso erfunden, wie die Regeln der Logik selbst.
Die Erfolge, die mit der Logik erlangt wurde, sind da kein Argument für die Logik:
Es ist ja klar, dass, wenn ich von der Erde aus hochspringe, ich am Ende meiner Abstraktion, wieder auf der Erde landen werde.
Schließlich ist die Erde der Grund, weshalb ich überhaupt abstrahieren konnte.
Ich komme zu Ergebnis B und Ergebnis C usw. und sie alle zeigen überprüfbare Ergebnisse, schließlich bin ich anfangs auch von so einem überprüfbaren Ergebnis / Ereignis ausgegangen.
Logik ist da wie ein Regelheft zu einem Spiel: Das Spielbrett ist die Welt und der Forscher ist der Spieler.
Was ist aber, wenn die Natur sich (in Teilen) nicht überprüfen lässt? Von solchen Punkten könnten wir dann ja nicht ausgehen.
Oder was ist, wenn wir mit den falschen Regeln spielen, oder es zumindest noch andere Regeln gäbe, nach denen wir spielen könnten?
Witzigerweise führt das nun direkt wieder zu der Aussage, dass Naturwissenschaften Metaphysik sind, weil sie an etwas transzendentes glauben müssen, um hinter ihren Ergebnissen zu stehen.
Nämlich an die transzendente Fähigkeit, die Wahrheit zu erkennen.
_________
Ich möchte Dir gleich auch endlich auf deinen Beitrag-Nr. 1856-63 antworten, Waldkauz, aber in 'nem extra Post.
__________
In diesem Sinne zum Abschluß noch ein Ernsthaftes Kurzgedicht:Zitat:Ernst Ellert II schrieb in Beitrag Nr. 1856-83:Wer... [...]Anworten die an einen gerichtet sind ignoriert.
"Wer andern' eine Grube gräbt, der hat ein Grubengrabgerät."
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