Dann melde ich mich auch mal wieder zu Wort.
Was ihr über den Tod und eure Vorstellung darüber schreibt ist wirklich interessant, doch meistens besitzt es einen Punkt an der diese Idee scheitert. Fangen wir mit danijel an:
Du beschreibst einen durchaus logischen und auch nachvollziehbaren Gedankengang. Wenn man in der Annahme ist die Zeit und der Raum wären unendlich (dabei bezieht sich der Raum allerdings nicht auf unser Universum) und somit würde es diese ewige Zeit in der alles passieren kann, geben, dann könnte es durchaus so sein, das sich alle Teilchen wieder so anordnen das das selbe Bewusstsein wieder entsteht. Dabei sind Zeitangaben unnötig, denn in der unendlichen Zeit spielen sie so oder so keine Rolle. Durchaus möglich... wir könnten unseren Körper also durchaus erneut spüren, so wie wir es zu Lebzeiten tun. Doch nun kommt der Punkt an dem dein Gedankengang scheitert. Die Zeit ist unendlich... allerdings sind die Teilchenanordnungen im unendlichen Raum (der zwangsläufig mit der ewigen Zeit in Verbindung steht) ebenso unendlich. Kurzum: Es gibt unendlich Kombinationen wie sich die Teilchen anordnen können. Und in jeder Zeit werden diese Anordnungen verschieden sein, und werden niemals wieder so sein, wie sie einmal waren. Das ist kein Werk des Zufalls, es wird nicht so sein, weil es einfach unendlich viel gibt. Dazu reicht auch die Ewigkeit nicht aus. Zudem müssen wir erneut das Bewusstsein analysieren. Woraus besteht es? Ist es Masse? Ist es nur Energie? Gibt es das überhaupt? Oder man kann sich auch Fragen ob man das eigene Bewusstsein auf einen anderen Körper (mit anderen Organen) übertragen könnte.
Nun, im Jenseits wird uns nicht sehr viel erwarten. Man brauch sich als realitischer Mensch keine allzu großen Hoffnungen machen, wenn man allerdings den Gedanken an eine heilere und bessere Welt nach dem Sterben braucht, so soll es so sein und man soll daran glauben. Das eigene Wohlbefinden ist das, was zählt. Und wenn es uns mit dem Glauben an ein Leben nach dem Tod besser geht, dann tun wir einfach das, und glauben.
Im Fall von unseren Tod wird unser Bewusstsein für die Ewigkeit abgeschaltet werden. Wir werden nie wieder Leben, wir werden nie wieder fühlen und wir werden auch nie wieder handeln können. Es ist vorbei, das Leben ist zu ende und es gibt uns nicht mehr.
Das Bewusstsein ist allerdings eine Sache für sich. Es verändert sich in jedem Moment in dem wir etwas wahrnehmen. Sonst würden wir in einer ewigen Zeit gefangen sein, denn ich hätte demnach gestern das gleiche Bewusstsein wie heute und würde somit auch noch im Gestern leben. Es verändert sich also. Wodurch kann man sich fragen. Wenn man in zwei Menschen das selbe Bewusstsein hätte, so müssten diese Menschen doch vollkommen gleich denken und handeln. Ihr ganzes Leben müsste doch eigentlich gleich verlaufen. Dem ist aber nicht so. Das Bewusstsein ist kein selbstständiger Teil im Menschen, es ist verbunden mit Körper und Geist. Geprägt durch Wissen und Erinnerung. Und wenn das Gehirn aufhört zu arbeiten, so besitzen wir auch kein Bewusstsein mehr und sind tod.
Viele wollen das nicht wahrhaben. "Was ist das Nichts?" wurde hier gefragt. Wie soll es etwas im Nichts geben? Wie D.Magic geschrieben hat, wir können es nicht verstehen. So glauben wir zumindest. Das ist aber nur so, weil wir aus eigenen Erfahrungen und uns bekannten Ereignissen denken. Logik steht im direkten Zusammenhang mit dem von Erinnerung geprägten Denken. Doch warum sagen wir uns nicht einfach "das ist so!". Für viele klingt das jetzt viel zu banal, einfach diesen kleinen Satz am Schluss dieses umfangreichen und so paradoxen Gebietes der Philosophie zu setzen, doch es würde vieles vereinfachen. Wir können uns das Nichts nicht vorstellen, weil wir es nicht erlebt haben. Deswegen sagen wir, es gibt kein Nichts. Wir kennen nur das Leben, und haben den Tod nie erlebt. Deswegen sagen wir, es gibt keinen Tod. Das verzweifelte Festhalten an eine Welt, die sich nach dem Tod zeigt, und die noch viel schöner und perfekter als diese hier ist, ist reines Wunschdenken. Es gibt diese Welt nicht! Und wir müssen uns damit abfinden, das wir nichts mehr fühlen werden, wenn wir nicht mehr sind. Es klingt unvorstellbar... das ist es auch. Aber nur weil es unvorstellbar ist, heißt das noch lange nicht, das es unmöglich ist.
Hier wird wieder geschrieben das unser gesamtes Universum aus "nichts" besteht.
Zitat:
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Das Weltraum ist voller "nichts": Absolut teilchenloser Raum im Vakuum. In ihm ist absolut nichts. in ihm exestiert nichts.
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Das was du hier schreibst ist aber vollkommen falsch. Wenn du von einem Vakuum schreibst, dann bist du im Recht in der Annahme das es sowas auch in unserem Universum gibt. Es gibt diesen Teilchenlosen Raum tatsächlich, auch wenn wir ihn in der uns bekannten Umgebung nicht kennen. Doch ein Vakuum ist lediglich ein luftleerer Raum und keinesfalls mit dem Nichts gleichzusetzen.
Die klassische Urknalltheorie (die ich zwar nicht vertrete, aber das Beispiel dennoch gut ist) wird beschrieben wie das Universum entstanden ist. Es gab zunächst ein einziges Vakuum, in ihm gab es keine Teilchen - wie du ja schon schreibst - dennoch war etwas vorhanden. Es gab Energien, die sich irgendwann so stark verdichteten das daraus unser heute bekanntes Universum entstand. Es gibt also auch im Vakuum Energien. Im Nichts gibt es die nicht.
Allerdings kann man das "nichte" existieren von Raum und Zeit, nicht mit dem Nichts zusammenfassen, das uns nach unserem Tod erwartet. Das Bewusstsein ist nicht objektiv, das Universum schon.
Zitat:
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stellt euch mal vor nach dem Tod ist man wie Tom Cruise in Vanilla Sky (ein Traum den man selber steuern kann), wäre zwar ohne Gehirn nicht so leicht, aber im Endeffekt weiss doch kein schwein was nach dem Tod kommt also ist wirklich alles möglich. man sollte nicht immer alles so wissenschaftlich sehen.
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Es mag sein, das man nicht alles so wissenschaftlich sehen sollte. Doch die Philosophie ist eine Wissenschaft und dazu noch eine realitische und sehr ernste. Natürlich kann man seiner Phantasie Ausflüge gönnen, das man in einen unendlichen Traum leben wird, den man selbst steuern kann. Doch es ist nicht die Realität. Und auch wenn du sagst das niemand letzenendes weiß was im Tod (und nicht nach dem Tod, um mal ganz genau zu sein ;) kommt, dann liegst du vielleicht richtig, aber die Vorstellungen der Menschen sind schlichtweg falsch. Das man wirklich in den Himmel kommt und das es tatsächlich noch eine Welt gibt, die sich im Falle eines Todes öffnen... das würde mehr als das gesamte Weltbild verändern. Wenn das der Fall wäre, so hätten wir eine vollkommen falsche Wahrnehmung von der Welt. Nichts wäre wie es den Anschein hat und alle Beweise wären nur eine verfälschte Wahrnehmung. Demnach würde nichts wirklich existieren und die ganze Welt würde anders sein als wir bis jetzt dachten. Es wäre möglich... tatsächlich könnte es so sein. Doch unwahrscheinlich ist es schon. Und daran festhalten sollten auch nur die, die es auch unbedingt brauchen. Realisten sollten solch einer Vorstellung nicht nachgehen, zumal man eigentlich alles logisch erklären kann.