Lieber Hans-m, ich möchte einmal kurz auf deinen
Beitrag Nr. 1567-9 eingehen dürfen:“ Wir Deutschen müssen uns den Allerwertesten aufreissen, um den Rettungsschirm zu finanzieren, und die Griechen, die davon provitieren, beschimpfen uns als Nazis.
Wer uns so beschimpft, der sollte keinen Cent von uns bekommen und in den Ar... getreten werden.
Ausserdem sollte sich unsere Regierung schämen, auf der einen Seite unser Geld in den Rettungsschirm stecken, aber dann die Maut für PKW einführen wollen, damit Geld in die Kasse kommt.
Die gehören in die Wüste geschickt!“
Vor allem geht es mir im Folgenden einfach nur darum, deinerseits ein nachzudenken anzuregen, nicht zu verbessern oder rumzunörgeln. Ich möchte es am Thema Sprache kurz erläutern, ein paar Beispiele aufzeigen, auch wenn ich dabei das Thema dieses Threads, die Finanzkrise, kurzzeitig verlasse.
Theodor Fontane hat einmal gesagt: „Das Menschlichste was wir haben ist doch die Sprache.“ Nun, es ist eine Reflexion Fontanes aus der damaligen, der seinigen Zeit, denn ich würde ihm zugleich heute entgegenhalten wollen „Das Unmenschlichste was Menschen hervorgebracht haben ist ebenso Bestandteil unserer Sprache (geworden)“, denn erst mittels der Sprache ist es möglich, unmenschliches dem Menschen zu vermitteln, ihn dazu - unmenschliches zu vollbringen - zu verführen.
Und der Philosoph Wittgenstein hat sich dahingehend ausgedrückt:“ Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“ nun ja, so ganz Unrecht hatte Wittgenstein wohl nicht, aber wer behauptet denn, dass diese Grenzen starr in ihrer Position, unveränderlich sein müssen, bleiben müssen - die Hoffnung, insbesondere diesbezüglich einer stetigen Erweiterung dieser Grenzen, stirbt bei mir zuletzt - eher geht für mich ein Glaube zu Grunde.
Und der - so finde ich derzeit - kreativste Spruch bezüglich der Sprache kommt von Einstein selbst:“Weder geschrieben noch gesprochen scheinen Wörter und Sprache irgendeine Rolle in meinem Denkprozeß zu spielen.“
Die Entwicklung, der Entwicklungsstand des jeweiligen menschlichen Geistes - seine Sprache, seine Art des sich darin Ausdrückens, ist ein unmittelbar erlebbarer, beredender Ausdruck dafür. Sprache ist also sowohl eine Art der Reflexion des eigenen Wissens, des eigenen Denkens wie aber auch der Übernahme fremden Gedankengutes, hinter dem sich gelegentlich Ungutes verbirgt.
Ich kann gut nachvollziehen, wenn Okotombrok sich hier erbost dahingehend äußert: “ Deine unreflektierten Prollsprüche kannst du dir … aufsparen.“
Eigenheiten sind von dessen Träger nicht zu trennen, Eigenarten ebenso nicht, sie sind immer an eine Person, an eine Persönlichkeit gebunden. Daher mal eine gewagte Vermutung meinerseits, auf die Eigenheiten, Eigenarten können wir keinerlei Einfluß ausüben, aber auf dessen Träger, auf die Persönlichkeit jedes einzelnen. Im Bemühen darum sollte es uns allen hier im Forum gelingen, einen den anderen stets achtenden Ton, zu finden.
Auch ein grober Klotz benötigt gelegentlich seine Streicheleinheiten und nicht immer nur einen groben Keil.
Und, sollte mich jemals, in direkter Form, ein Grieche als Nazi beschimpfen, so würde ich ihm folgenden Vorschlag unterbreiten.“ Komm mein Freund, lass uns einen Uzo trinken, von mir aus auch gerne zwei…“ und ich ihm würde im Laufe des Gespräches erklären, kein Nazi zu sein, ich denke, er würde mir am Ende des Gespräches noch einen Uzo ausgeben, und noch einen..., denn, und nun bin ich nicht ganz bei Einstein, das gedachte, das gesprochene Wort ist in der Lage einen Denkprozeß auszulösen.
Populismus – ein Mißbrauch der Sprache, ist kein deutsches Problem, Phänomen, es ist ein Problem der mißbräuchlichen Verwendung des menschlichen Geistes und dieser wiederum ist an keine nationale Sprache, keine Wörter gebunden.
Nun ja lieber Hans-m, mit dem Rettungsschirm ist etwas komplizierter als du es ausformuliert hast, denn es profitieren davon in aller erster Linie nicht die Griechen im allgemeinen, sondern die Banken, die griechischen, die französischen, die britischen (obwohl die Briten ja gar keinen Euro haben), und auch die deutschen Banken profitieren, wenn er dann als solcher „aufgespannt“. Es geht also vor allem darum, den Banken finanzielle Hilfen, Garantien, Bürgschaften…ein überleben zu gewähren.
Meine ganz persönliche Meinung in einem Satz – Schnitt - 60% ihrer Schulden werden den Griechen erlassen, und sie bekommen nach diesem Schnitt ihre Drachme zurück.
Klar werden Banken dabei Federn lassen müssen, einige, dabei auch große, den Bach runter gehen. Aber, sie werden wir Phoenix aus der Asche…Menschen sind, von sich aus, dazu nicht in der Lage.
Was ist für ein System relevanter, systemrelevanter, der Mensch oder eine Bank??
Die Zeit, wird uns auch auf diese Frage eine Antwort geben…
Zur Bedingung des Raum und der Zeit gehört ganz unbedingt ,die absolute Bedingungslosigkeit von Raum und Zeit. Werden Raum und Zeit an Bedingungen geknüpft sind sie endlich, mit einem Beginn und einem Ende.
Bearbeitet von Quante am 12.10.2011 um 14:20 Uhr.