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Wer sich erlaubt die wahrheit zusprechen,

Thema erstellt von Habenix 
Beiträge: 1.133, Mitglied seit 11 Jahren
wahrheit gibt es nur eine,aber mit zwei denkweisen sie zuverstehen.
eine negative und dunkle denkweise oder eine erleuchtende göttliche denkweise.

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Beiträge: 2.939, Mitglied seit 12 Jahren
Entweder man ist der Pubertät entwachsen,
Ihr wisst schon...Pubertät ist: "wenn die Eltern anfangen komisch zu werden" ;-)

Oder man ist noch nicht darüber hinaus.........

Wenn man sie (die Pubertät) aber hinter sich hat, sollte ein jedes Menschenkind wissen ob es "wahr" ist was es sagt, oder eben nicht.
Das weis jeder immer selbst am besten...(wer auch sonst?)

Alles andere ist schlicht weg leeres Geschwätz. (Standpunkt, Sichtweise ect.) Es gibt nur wahr oder unwahr.
Und wenn man etwas nicht weis, oder nicht genau weis, dann sagt man das und hält nicht damit hinterm Berg.
So einfach ist das.

Ob man sich an der Wahrheit orientieren will oder nicht, entscheidet jeder für sich aufs neue, jedesmal wenn er (oder sie) den Mund aufmacht.

Und da scheiden sich dann die Geister. In die Kategorie ehrlich und unehrlich. Verlogen oder wahrheitsliebend.

Persönlich ziehe ich die Wahrheit vor.
Denn wenn man sich immer wahrheitsgemäß äußert ehrt man sein Gegenüber
Und auch noch aus einem anderen Grund,
weil ich schlichtweg zu faul bin, um mir immer zu merken was ich wem, wann vorgelogen habe, um mir nicht selbst eine Falle zu stellen beim plappern.

Mit den besten Grüßen.
Ernst Ellert II.

(und jetzt kommen die gaaaaanzen Ausnahmen, erlaubte und unerlaubte Notlügen, Gnadenlügen, taktvolle Lügen, ect.pp da halte ich mich dann aber raus)
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Beiträge: 2.993, Mitglied seit 11 Jahren
Man stelle sich einmal vor, man würde dem Trinkwasser eine "Wahrheitsdroge" beimischen, nur für 24 Stunden. oder evtl. 2-3 Tage.

Niemand wäre in der Lage zu Lügen. Es gäb die absolute Wahrheit.
Die Welt würde in ein Chaos stürzen, weil wir soviel Wahrheit überhauptnicht vertragen könnten.

Der Menscn hat sich in seiner Evolution an die Lüge gewöhnt. Sie gehört zu seinem Leben wie Essen und Trinken.
Ein Verlust der Lüge würde zum Entzug führen. Wir wären möglicher weise ersten in Generationen "trocken" , d-h. wir könnten erst dann mit der absoluten und all gegenwärtigen Wahrheit leben.

Überlegt mal, jeder für sich, wie oft ihr in den letzen 24 Stunden, der letzten Woche, usw gelogen habt.
Angefangen von der kleinsten Notlüge, bis hin zum Betrug, (was ich nicht hoffe).

Sagt einem Todkranken mal ins Gesicht, wie hoch seine Überlebenschancen sind,
Welcher Pilot teilt seine Passagieren mit, wenn ein oder mehrere Instrumente ausgefallen sind?
Wer gibt schon bei einem Polizisten zu, daß er eben zu schnell gefahren ist, oder mit Absicht die Vorfahrt mißachtet hat?
Welcher Chef gibt zu, daß er genug Geld einnimmt, und seinen Angestellten 100€ mehr zahlen könnte?
An alle "Seitenspringer": wer gibt schon bei seinem Partner zu, daß er auf Abwegen war?

Es wird sie nie geben die absolute Wahrheit.

dafür müßte jeder erst einmal vor seiner eigenen Tür kehren.
Letztendlich sagt sich aber jeder, "Warum soll ich erhrlich sein, wenn doch die ganze Welte voller Lügen ist?

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Der Erfahrene erkennt, dass er nicht alle Probleme lösen kann
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 09.09.2009 um 11:12 Uhr.
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Beiträge: 473, Mitglied seit 10 Jahren
Wie wahr, wie wahr Hans-m:).

Wenn jeder Mensch für ein paar Tage die Wahrheit sprechen müsste, hätten wir danach nur noch Einzelpersonen. Alle Beziehungen, egal in welcher Art, würden kaputt gehen.

Ich geh sogar noch weiter.
Der menschliche Zusammenhalt würde auseinander brechen. Jeder würde Sauer auf den anderen sein. Es käm zu Massenprügeleien und noch schlimmer. Auch wenn nach ein paar Tagen wieder alles Normal wäre, stände unsere Zivilisation an den Abgrund. Denn selbst sämtliche Politiker und Staatsführer müssten ja die Wahrheit sprechen. Möchte mir gar nicht vorstellen, was dann passiert in den Bevölkerungsschichten.
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Wissen ist Macht, nichtwissen macht nichts!
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Beiträge: 2.939, Mitglied seit 12 Jahren
Jeder ist so wahrhaftig wie er will und wie er (oder sie) kann, das bleibt einem jedem selbst überlassen.
Zitat:
Es wird sie nie geben die absolute Wahrheit.
Die absolute Wahrheit ist auch nicht die Messlatte, sondern "das eigene wahrhaftig sein wollen".
Die eigene Einstellung zur Aufrichtigkeit.
Unabhängig davon wie erfolgreich man das umsetzt, grenzt der ehrliche Versuch einen doch schon von der Masse der Gewohnheits-Lügner ab.
Zitat:
An alle "Seitenspringer": wer gibt schon bei seinem Partner zu, daß er auf Abwegen war?
Der "Seitenspringer" zum Beispiel braucht doch gar nicht mehr die Unwahrheit zu sagen....
er hat doch vorher seinen Partner / rin schon nach Strich und Faden betrogen und belogen.
Soll man das dann noch toppen ?????
Das sind tolle Beispiele.... (Kopf schüttel)

Man kann sich aber auch anders entscheiden......seht hier:

Einer, der sich selbst nicht wahr ist, wird sich nie einreden lassen, ein anderer sei wahr.
Christian Friedrich Hebbel, (1813 - 1863)

Das Befugtsein, die volle Wahrheit zu sagen, gehört denen, die den Mut dazu haben.
Jacob Grimm, (1785 - 1863)

Und zum guten Schluss........

Manche Wahrheiten sollen nicht, manche brauchen nicht, manche müssen nicht gesagt werden.
Wilhelm Busch, (1832 - 1908)
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Beiträge: 203, Mitglied seit 10 Jahren
Zitat:
Man stelle sich einmal vor, man würde dem Trinkwasser eine "Wahrheitsdroge" beimischen, nur für 24 Stunden. oder evtl. 2-3 Tage.

Witzig, ich hab vor ca. fünfzehn Jahren ne Kurzgeschichte zu genau diesem Thema geschrieben. Wen sie interessiert, auf meiner Homepage auf Kurzgeschichten, dann auf Psycho, dann "Saat der Wahrheit".

Die Kurzbeschreibung der Geschichte, wie ich es auf der Homepage geschrieben hab: "Was wäre, wenn es plötzlich keine Lügen mehr auf der Welt gäbe... wenn wir alle bloss noch die Wahrheit zu sagen imstande wären?"

Gefällt mir zwar mittlerweile nicht mehr so gut, die Geschichte (heute hätte ich sie komplett und völlig anders geschrieben), aber damals war ich halt 15 und da schrieb ich eben so. ;-)

Beitrag zuletzt bearbeitet von Arathas am 10.09.2009 um 14:53 Uhr.
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Manu (Administrator) http://www.wasistzeit.de
Beiträge: 704, Mitglied seit 14 Jahren
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 1472-20:
Büdde verzeih, lieber Manu, ich weiß, das gehört hier nicht hin. Noch weniger der Link, der nun folgt...
Ich nehme diesen Beitrag sofort und ohne zu murren wieder heraus, wenn ich hiermit doch zu sehr Missbrauch getrieben habe! Allerdings weiß ich eine ausnahmsweise (zähneknirschende) Duldung zu schätzen :-).
Schon ok ;-)
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Beiträge: 58, Mitglied seit 10 Jahren
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1472-7:

Du hälst die Wahrheit für Langweilig?


Im Gegenteil
Ich denke wären überrascht, verblüfft, entsetzt, erfreut....
Durch die Gewissheit, daß die erhaltene Information wirklich stimmt, lassen wir uns zu mancher Gefühlsäußerung hinreißen

Kurzfristig betrachtet, bin ich ganz bei dir Hans-m, langfristig betrachtet bin ich jedoch der Meinung dass wir einen Sack Probleme mit einen anderen tauschen würden.

Ich glaube die absolute Wahrheit würde unsere Gesellschaft mehr Schaden als sie Heilen könnte

Unter eine Lüge verstehe ich auch eine Täuschung welche allgemein von der Lüge unterschieden wird. Ich betrachte sie jedoch der Lüge gleich. Schon als Kinder lernen wir schnell dass wir mit einer Lüge besser Fahren als mit der Wahrheit. Jeder Mensch lügt, sei die Lüge noch so harmlos so lügt er. Jeder Mensch ist auf Wahrheit eingestellt sobald er mit jemandem Kommuniziert und reagiert mit Missfallen auf ihr Gegenstück

Eine Lüge verhilft uns meiner Meinung nach mit unserem Umfeld auszukommen. Wir schützen mit dieser Handlung uns selbst und andere, sichern das Miteinanderleben innerhalb einer Gruppe, schützen so unsere Strategien und Interessen. Wie könnten Placebo Medikamente wirken ohne die Lüge Beziehungsweise eine Täuschung? Wir belügen uns selbst um ein Ereignis verarbeiten zu können. Um erfolgreich lügen zu können muss man mehrere Herausforderungen meistern, Koordination der Gestik und Mimik, gutes Gedächtnis, kommunikative Kompetenz und Flexibilität.

Wie könnten Politiker ihre wahren Pläne dem Folk offenlegen und gleichzeitig diese Information dem Feind vorenthalten? Was würde passieren wenn die Schwiegermutter wissen würde was wir von ihr halten? Wie würde ein Abteilungsleiter reagieren wenn er wüsste was seine Mitarbeiter über ihn denken? Wie viel Wahrheit könnte eine Beziehung verkraften?

Würden alle Menschen die Wahre Gedanken der Anderen lesen, so glaube ich, würden wir uns Einsam fühlen.
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Beiträge: 2.993, Mitglied seit 11 Jahren
Ich will hier nochmal anmerken, daß die Lüge Teil der Evolution ist.

Jedes Lebewesen hat als ZIel die Selbsterhaltung, und die Arterhaltung.
Dabei gilt es mit möglichst geringem Aufwand einen möglichst großen Erfolg zu erzielen.
Z.B ein Lebewesen, daß bei der Nahrungsbeschaffung weinig Energie verbraucht, hat diese eingesparte Energie für andere Zwecke zur Verfügung, z.B zur Paarung oder zur Flucht, wenn es selbst gejagt wird.

Übertragen auf unser Leben bedeutet daß, das wir unsere Ziele mit geringen Aufwand erreichen wollen.
Werden wir mit einer für uns unangenehmen Situation konfrontiert, so bedeutet das für uns zusätzlichen Stress, genau, wie ein Tier zusätzlichen Stress erfährt, wenn es Beute gemacht hat, und ein Konkurent ihm die Beute streitig macht. Das Tier wird die Beute verstecken und somit vortäuschen: "Hier ist nichts fressbares".
Der Mensch wird versuchen sich mit einer verbalen Lüge den Stress zu verringern.

Unser Verstand wägt bei jeder Aussage, die wir machen, permanent ab, ob die Wahrheit oder die Lüge für uns den größerern Vorteil bringt.

Die Lüge ist, wie bereits erwähnt, auch in der Tierwelt existent, hier zwar nicht in Form einer verbalen Äußerung, sondern in Form eines bestimmten Verhaltensmusters.

Ein Tier, daß sich tarnt, "sagt" seinem Feind; "Ich bin nicht da", was im übertragenen Sinne einer Lüge entspricht.
Oder ein Tier, daß Beute gemacht hat, versteckt die Beute, und lügt somit anderen hungrigen Tieren vor:" Hier ist nichts zu Fressen"

Mit steigender Intelligenz der Tiere werden diese Fähigkeiten zu Lügen immer komplexer.
Bei Primaten wie etwa Schimpansen beobachtet man sogar zielgerichtete Lügen, wenn es z.B um Futter geht.
Der Mensch, als vermeintlich intelligentestes Lebewesen, hat es gelernt die Sprache gezielt einzusetzen, um Artgenossen zu täuschen. Die Sprache ist ein ausdrucksvolles Instrument, und bedarf keiner unterstützenden Verhaltensmuster. Das bedeutet, eine verbale Lüge ist weniger aufwendig, als eine aufwendige Handlung, um den gleichen Erfolg zu erzielen.
Ein Kind, daß ein Spielzeug kaputt gemacht hat, kann entweder das Spielzeug entsorgen, oder vor den Eltern verstecken, oder einfach sagen: " Ich war das nicht, das war der Willi" oder " Bin nur leicht drangekommen, dann ist es runtergefallen"

Die Lüge ist für uns nichts weiter, als ein Instrument von vielen, die wir uns in unserer Entwicklung angeeignet und permanent verbessert haben.
Ein Instrument, das in seinem Ursprung für den Erhalt unserer Art unabdingbar war.

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Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 14.09.2009 um 12:54 Uhr.
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Beiträge: 2.939, Mitglied seit 12 Jahren
Zitat:
Unser Verstand wägt bei jeder Aussage, die wir machen, permanent ab, ob die Wahrheit oder die Lüge für uns den größerern Vorteil bringt.
Genau da hat jeder die Wahl, die Wahrheit oder die Unwahrheit zu sagen.

Wie war das noch ??????

Wer lügt, stiehlt.
Wer stiehlt, raubt.
Wer raubt, mordet.


(Ausnahmen bestätigen die Regel)
Alle modernen Varianten sind natürlich inbegriffen (abgreifen, abzocken ect.pp)

Wer's nicht glaubt hätte ja Dominik Brunner fragen können, als er noch lebte.

Aber rechtfertigt nur weiter das lügen und betrügen.
Es ist ja soooo zeitgemäß, bequem und nützlich. :-(

Jeder Weg hat sein Ziel.
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Ernst Ellert II schrieb in Beitrag Nr. 1472-36:
Wer lügt, stiehlt.
Wer stiehlt, raubt.
Wer raubt, mordet.

Na dann: Willkommen im Forum der Diebe und Mörder, denn wer kann schon von sich behaupten er habe noch nie gelogen?

Zitat:
Alle modernen Varianten sind natürlich inbegriffen (abgreifen, abzocken ect.pp)
Abgreifen, Abzocken, wie du es nennst ist in der Natur allgegenwärtig, hier nennt man es z.B Futterneid und Kampf ums Überleben.

Die Natur kennt weder Gut noch Böse
Weder Recht, noch Unrecht.
Nicht Eigentum, sondern nur Besitz

Zitat:
Aber rechtfertigt nur weiter das lügen und betrügen.

Sich für etwas rechtfertigen müssen, Das ist auch eine Erfindung der Menschen, und war in der Natur ursprünglich nicht vorgesehen.

Ich wiederhole nochmal:
Die Natur kennt weder Recht noch Unrecht, nur der Mensch maßt sich an, darüber zu entscheiden

Ich möchte hier erwähnen, daß ich die Lüge nicht schönreden möchte.

Sie ist ewas absolut negatives, zumindest in der Menschlichen Welt.
Aber wir dürfen nicht vergessen, das wir Menschen ohne die Lüge möglicher weise uberhaupt nicht existieren würden, weil sie Teil der Evolution ist.
Unser Vertand, der auch ein Produkt der Evolution ist, hat uns so etwas wie ein Gewissen gegeben.
Und nun meinen wir, wir könnten und müßten die Welt verbessern.

Wir dürfen nie vergessen:
Alle unsere Eigenschaften, egal ob wir sie als Gut üder Böse beurteilen, sind ein Teil von uns und unserer evolutionären Entwicklung.


Das entschuldigt die Lüge nicht, aber macht verständlich, warum sie existiert.


Um nochmal auf den Begriff Eigentum und Besitz zurückzukommen
Die Natur kennt bekanntlich nur das "Recht" des Stärkeren. Wer etwas besitzt, z.B Beute, Behausung, Revier oder Weibchen, der muß es ständig gegenüber Artgenossen verteidigen.
Wann hat der Mensch "Das Recht auf Eigentum" eingeführt, d.h. seit wann ist es strafbar jemandem etwas wegzunehmen.
Oder ab wann gibt es den Begriff der "Vergewaltigung," wenn jemand mit einem "Weibchen" gegen seinen Willen Sex hat. Wo liegt der Zeitpunkt, von dem an der Mensch sich vom "gesetzlosen wilden Tier" zum "rechtschaffenden Menschen" mit Regeln und Gesetzen und Strafen bei Verstoß gewandelt hat?
Gibt es hierfür historische oder archäologische Beweise, wann der Zeitpunkt war?
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Beiträge: 762, Mitglied seit 13 Jahren
Hans-M hat geschrieben:
>"Wir dürfen nie vergessen:
Alle unsere Eigenschaften, egal ob wir sie als Gut üder Böse beurteilen, sind ein Teil von uns und unserer evolutionären Entwicklung."<

Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen, zumal es "das Gute" und "das Böse als konkrete Objekte nirgendwo gibt, sondern nur als abstrakte Begriffe mit denen wir in Relation zu uns selbst Ereignisse subjektiv, beurteilen.

Über die die folgenden Aussagen sollte man sich deshalb nicht nur oberflächlich Gedanken machen, bestätigen sie doch, daß nur der Mensch sich dieser Begriffe bedient, indem er schön relativ was ihm nutzt als gut und was ihm schadet als böse bezeichnet.

Die Dinge sind weder gut noch böse, erst unsere Gedanken machen Sie dazu. Altgriechisch Epiktet

An sich ist nichts weder gut noch böse. Erst das Denken mach es dazu. Vermischtes William Shakespeare

Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern unsere Meinung über die Dinge. Latein Lucius Annaeus
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Zeitreisende
Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1472-38:
Um nochmal auf den Begriff Eigentum und Besitz zurückzukommen
...
Wann hat der Mensch "Das Recht auf Eigentum" eingeführt, d.h. seit wann ist es strafbar jemandem etwas wegzunehmen.
Oder ab wann gibt es den Begriff der "Vergewaltigung," wenn jemand mit einem "Weibchen" gegen seinen Willen Sex hat. Wo liegt der Zeitpunkt, von dem an der Mensch sich vom "gesetzlosen wilden Tier" zum "rechtschaffenden Menschen" mit Regeln und Gesetzen und Strafen bei Verstoß gewandelt hat?
Gibt es hierfür historische oder archäologische Beweise, wann der Zeitpunkt war?

Hallo Hans-m,
mir gefällt dein Gedankengut. Wenn das Gesetz vorsieht, dass ein Mensch ein Recht auf Eigentum hat, so hat dieser zwangsläufig sich die Strafe auferlegt, sich damit strafbar zu machen, sich am Eigentum anderer zu bedienen...
Wir brauchen unser täglich Brot und eine warme Stelle, wenn es kalt ist. In Wahrheit gehört uns gar nichts, wir bedienen uns nur wegen ihrer Nahrung und Funktionalität.
Der Mensch ist nach wie vor ein "wildes Tier" das sich seine Beute sucht um seinen Hunger zu stillen, egal auf welche Art.

Liebe Grüße
Zeitreisende

Beitrag zuletzt bearbeitet von Zeitreisende am 20.09.2009 um 12:37 Uhr.
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Beiträge: 2.993, Mitglied seit 11 Jahren
Ich denke, rechtschaffen wurde der Mensch, als er einsah, daß es besser ist zu tauschen, als sich alles mit der Keule zu erstreiten. Nehme ich mir etwas, daß mir jemand freiwillig gibt, weil er eine Gegenleistung dafür erhält, so finde ich einen Partner, mit dem ich dieses "Geschäft" in Zukunft öffter oder sogar regelmäßig tätigen kann.

Der Mensch begann sich zu spezialisieren
Der eine konnte besser Jagen, der ander besser Hütten bauen.
"Baust Du mir eine Hütte, so versorge ich Dich so lange mit Nahrung"
Man arrangiert sich, weil beide ihren Vorteil davon haben.

Auch heute gehört eigentlich jedem alles. wir könnten uns selbst versorgen, wenn wir die Mittel hätten.
Wir könnten uns Häuser bauen, müßten aber selbst Steine klopfen, den Beton dafür selbst anmischen, Sand und Kies aus der Erde schaffen usw.
Wir könnten uns selbst mit Strom versorgen. Dafür müßten wir selbst Kupfer und Eisen aus der Erde abbauen, Daraus Drähte ziehen und sonstige benötigtenTeile anfertigen, damit wir Generatoren bauen könnten.
Wir müßten selbst Kohle fördern, um den Generator zu betreiben usw.

Die Gesamtheit aller Einzelarbeiten ist aber so komplex, das es uns unmöglich wäre sie alle zu bewältigen.
Es bilden sich Unternehmen, die die entsprechenden Produkte bauen
Sie erwarten eine Gegnleistung, z.B in Form von Geld.
Würden wir diese Sachen erkämpfen und die Hersteller gingen leer aus, so würde niemand mehr solche Produkte herstellen. Wir bezahlen also letztendlich nicht die Materialen, sondern die Arbeit, die darin steckt diese Werkstoffe in die von uns benötigten Produkte umzuwandeln.

Dadurch hat jeder das Recht auf Eigentum an den von ihm hergestellten Gütern, damit eine gesellschaftliche Infrastruktur überhaupt möglich wird.Er kann diese Güter weitergeben und einen entsprechenden Gegenwert verlangen.

Auf diese Weise, so denke ich, ist das Recht auf Eigentum entstanden, weil die Menschen sich spezialisierten und begonnen haben zu tauschen und Handel zu treiben. Außerdem ist es besser, wenn man für ein gutes Essen einen Gegenwert gibt, als den Rest seines Lebens mit ausgeschlagenen Zähnen nur noch Suppe zu schlürfen.

Signatur:
Wer jung ist, meint, er müsste die Welt retten :smiley8:
Der Erfahrene erkennt, dass er nicht alle Probleme lösen kann
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 17.09.2009 um 12:46 Uhr.
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