Ohne Geld leben - geht das ?
Tiere und Pflanzen können das, vergleichsweise wenige Menschen (sowie alle "menschlichen Lebewesen" vor ca. 5000 Jahren) tun dies auch. Ihnen gemeinsam ist, dass sie keinen echten Besitz haben. Sie haben nur sich selbst und was sie direkt bei sich haben. Alles andere müssen sie sich täglich nehmen im mehr oder weniger direkten Kampf gegen den Rest der Welt.
Würde man ihnen Geld anbieten, sie könnten damit nichts anfangen - Geld bedeutet Ihnen nichts, denn
Entscheidend ist immer die Gegenleistung
Den meisten Lesern wird dieser Satz höchst logisch und anwendbar erscheinen, aber zuwenige leben danach. Schließlich wird man ja am Besitz (in Geld umgerechnet) "bewertet". Gerade reiche Menschen neigen nach meiner Erfahrung zu Geldgier und Geiz, hingegen kleben arme und einfache Menschen nicht so sehr am mühsam verdienten Geld.
Womit aber
nicht gesagt werden soll, dass Reiche wegen ihrer Gier reich sind und Arme ihr Geld verplempern.
Wie auch wir ohne Geld leben könnten:
Jeder, der eine Ausbildung hat, einer geregelten Arbeit nachgeht oder sich sonstwie für die Gesellschaft nützlich macht (Familie, Ausbildung, Feuerwehr ...), hat Anspruch auf eine Pauschale. Dies z. B. in Form einer individualisierten "Karte", bei der hinterlegt ist, was diese Person individuell benötigt: Wohnraum, Auto, Essen, medizinische Versorgung, Zukunftsleistungen (Hausbau, Ferien, Rente ...) .... meinetwegen auch Zigaretten.
So etwas ähnliches gibt es schon: Flat ! Auch Prüfungen ohne Noten (bestanden, qualifiziert, TÜV) !
Statt barem Geld erwirbt man also pauschale Ansprüche auf Leistung - je nach Notwendigkeit, fachlicher Qualifikation und Leistung/Verantwortung und zahlt quasi mit seinem guten Ruf.
Klar - leichter gesagt als getan: wie werden Arbeitszeit, Verantwortung, Erfolgsorientierung ... bewertet ? Und wenn man krank wird oder einen unverschuldeten Unfall hatte ? Überhaupt wird zunächst jeder Sozialdenkende dies grundsätzlich ablehnen, denn nun werden die sozial schwachen ja nicht mehr so wie gewohnt mitgetragen, es "droht" eine Leistungsgesellschaft.
Über diese Gruppen - von Einzelfällen über Minderheiten bis zu ganzen Generationen (Kinder, Rentner) - möchte ich zu diesem Zeitpunkt nicht alternative Sorge tragen. Bestimmt gibts dafür eine praktische Lösung, die deren Ansprüchen entgegen kommt. Mir kommt es in diesem Beitrag auf die möglichen Vorteile einer solchen - vielleicht in ferner Zukunft möglichen - geldfreien Gesellschaft an, auch wenn sie mir derzeit illusorisch erscheint:
Was wir dann nicht mehr brauchen: Banken, Sparbücher, Steuern, Finanzamt, Krankenkassen, Wechselgeld, Aktien, Schufa, Hunderte Währungen
Probleme, die hoffentlich entfallen: Geldüberfälle, Spekulationsgeschäfte, Heuschrecken, Pleiten, Tarife (Mindestlöhne), 3-Klassen-Medizin
ohne den geringsten Anspruch auf Vollständigkeit
Würde es sich also lohnen, auf eine solche Gesellschaft hinzuarbeiten ? Oder ist dies zukünftig sogar zwingend erforderlich angesichts diverser Krisen und Profitmaximierungen ?
Bei negativem Interesse bin ich bereit, diesen Beitrag zu löschen.
Bei positivem Interesse könnte man ein eigenes Thema hiermit starten.