Beiträge: 31Mitglied seit 17 Jahren
Beitrag Nr. 1077-215
31.01.2009 22:06
Du führst uns da an einen abgrund, so dass die beiträge stocken. Lass uns ein etwas realistischeres beispiel nehmen:Zitat:Der Glaube ist eine seltsame Vorstellung der Menschen und sie glauben die Realität, auch wenn sie falsch ist. ... ...
Der Autor hat also keine Chance vor den Zuschauern zu Punkten und wird so als Schwätzer abgetan, dass ist die Realität.
Morgens früh um sechs läuft ein mann im dunkeln über die straße, während ein anderer ruft:"Haltet den dieb!" Ein dritter steht an der ecke bei einer laterne - zufällig mit einem knüppel in der hand - und zieht dem flüchtenden eins rüber. Dieser stürzt und fällt so unglücklich, dass er an den verletzungen stirbt. Der mit dem knüppel "glaubte" also, den täter zu erwischen. In wirklichkeit aber war der "Täter" auf dem weg zur arbeit, war spät dran und lief, um seinen bus nicht zu verpassen. Er war nicht der dieb !
Wir sehen hier deutlich, dass der glaube darauf beruht, dass irgendwelche fakten bezüge stiften. Beziehungsloses zeug glaubt eigentlich kaum jemand.
Bei den theologen gewann ich den eindruck, dass ein (unbewiesenes) faktum genommen wird (z.b. aus der schrift) und anschließend eine äußerst durchdachte und mitunter gar rabulistisch anmutende auslegung erfolgt. Auslegungen, für die man sich mitunter sogar die köpfe eingeschlagen hat. Niemand aber hat das an den anfang gesetzte faktum hinterfragt. Da liegt der punkt !
Wenn wir also etwas hinstellen, an das wir glauben, so ist es natürlich, dies in eine verständliche logik einzubinden, d.h. zu erklären, zu beweisen. Jetzt wird das eisen heiß, gel.
Nehmen wir zum beispiel die Allmacht und Allgegenwart Gottes. Daran sollen wir glauben. Ich kann das nicht so beziehungslos hinnehmen. Denn das ist schon eine gleichung mit drei unbekannten. Eliminiere ich eine davon, wird die sache anschaulich und ziemlich glaubwürdig. Nehmen wir einmal die unbekannte Gott und erklären sie zu einem natürlichen prinzip, das in allem steckt, was es im kosmos gibt. Dann wird plötzlich die Allmacht deutlich, denn alles gehorcht diesem natürlichen prinzip. Ebenso ist es mit der Allgegenwart. Da dieses prinzip in allem steckt, ist es auch allgegenwärtig. Klingt doch plötzlich schön einfach - bleibt aber eine konstruktion. Vielleicht ist die suche nach der einen, alles erklärenden weltformel zugleich die suche nach Gott.
So sind wir in unserem glauben stets auf der suche nach beweisen und müssen uns dabei nur hüten, auf abwege zu geraten. Sicher scheint zu sein, dass der glaube oder die glaubwürdigkeit mit der zahl der bezüge wächst.
Kann es nicht auch sein, dass es verschiedene arten von glauben gibt ? Stichwort: Axiom. In 1 + 1 = 2 treffen sich wissenschaft und glaube. Wir können es nicht hinterfragen. Das wird als richtig vorausgesetzt, weil es offenbar keines beweises bedarf und - auch nicht beweisbar ist !! Ob Gott eine solche axiomatische stellung hat ?
Signatur:
Gäste dürfen nur lesen
Jetzt registrieren oder Einloggen
)..Und was hinter den Universen, Multiversen etc. ist, werden wir nie ergründen können. Was dem Menschen zu hoch ist, kann er weder bejahen noch verneinen, noch Prozentzahlen dafür angeben. Das wäre ein Widerspruch in sich selbst.
