Ja, Ernst (ich grüße dich auch)
und eine Luna-Sonde der Sowjetunion ist bereits 1959 in den Mond gekracht, und Apollo-8 und -10 haben den Mond umkreist und und …
Aber es ist noch kein Mensch vor 1969 auf dem Mond GEWESEN, und niemand wusste, ob der Mondstaub nicht doch meterdick lag oder wie es sich mit der kosmischen Strahlung verhält (das lässt sich auch heute nicht abschließend einschätzen), was wäre gewesen, wenn der van-Allen-Gürtel doch Gefahren barg? Was wäre, wenn es doch irgendwelche Erreger auf dem Mond gegeben hätte (warum wohl wurden die Astronauten nach ihrer Rückkehr in Quarantäne gehalten)?
Der Van-Allen-Gürtel z. B. wurde nicht von irgendwelchen Theorien vorausgesagt, sondern durch – ich glaube - eine Explorer-Raumsonde entdeckt, 1956 oder so, ist auch nicht so wichtig, wichtig ist, dass man nicht alle Probleme und Gefahren voraussehen konnte.
Aber was soll das alles? Du musst MICH doch nicht überzeugen! Angehörige der NASA und auch sonstige Wissenschaftler hatten ihre Bedenken, Menschen sind gestorben, aber man hat das Apollo-Programm doch durchgezogen, also, was soll´s?
Henry
PS : oder wurde der Van-Allen-Gürtel doch vermutet? Weiß ich jetzt nicht.
[Nachricht zuletzt bearbeitet von Henry am 19.09.2011 um 15:52 Uhr]
Guten Morgen Henry.
Du willst wissen was das soll. Es geht nur um Information. Ausschließlich um Information.
Nie und nimmer würde ich Dich von etwas überzeugen wollen. Wo denkst Du hin.
Aber die Stichworte die fallen kann ich aufgreifen und vertiefen.
Wenn Dir das allerdings nicht recht ist stelle ich das natürlich sofort ein....
Sehr überzeugend klingt übrigens, das vor 1969 noch niemand auf dem Mond war.
Hoffentlich war ich Dir jetzt "locker" und "geschmeidig" genug, alter Schwede?
Aber Spass beiseite und ganz sachlich weitergemacht.
Du schreibst... oben
Zitat:
....und niemand wusste, ob der Mondstaub nicht doch meterdick lag oder wie es sich mit der kosmischen Strahlung verhält....
Den angebotene Link, die Surveyor-Missionen betreffend hast Du natürlich ignoriert. Sonst wüstest Du, das fünf Mondlandungen stattgefunden haben in deren Anschluss Bodenproben untersucht worden sind, Bohrversuche stattgefunden haben und Bilder aufgenommen wurden. Da ist nichts "in den Mond gekracht" wie Du das so schön ausgedrückt hast. Surveyor-6 war sogar in der Lage nach dem abarbeiten der Untersuchungen noch einmal die Position mit einem Kurzstart zu wechseln um die Untersuchungen am neuen Standort zu wiederholen. Es ist demnach nicht so, das niemand etwas wusste über die Beschaffenheit des Mondbodens. Die dort ermittelten Daten wurden bei den Missionen der Apollo Raumschiffe zu 100% bestätigt. Das ganze lief mit einer Präzision ab die es möglich machte das Apollo 12 direkt bei Surveyor 3 gelandet ist und die an Bord befindliche Kamera mit zur Erde gebracht hat.
Und was die kosmische Strahlung angeht wusste man genau was die Männer dort oben erwartete.
Der Van-Allen-Gürtel...vorher vermutet und 1958 durch Explorer 1 das erste Mal nachgewiesen. Allein von 1958 bis 1968 sind 40 Explorer-Missionen unterwegs gewesen die zum Teil auch den Van-Allen-Gürtel genau vermessen und kartiert haben. Und anstatt die Hände in den Schoss zu legen, war es kein Problem für die verantwortlichen des Apolloprojektes, die Erkenntnisse aus den Explorer-Missionen in die Konstruktion des Apolloraumschiffes einzubeziehen.
Hier einige Eckdaten zur Strahlenbelastung beim Flug zum Mond.
bis 0,5 mSv Jährliche Strahlendosis aus dem All
bis 1,5 mSv Täglich Dosis, die ein Astronaut frei im erdnahen All erhält
bis 2 mSv Jährliche künstliche Strahlendosis insgesamt, die durchschnittlich ein Bundesbürger erhält (z.B. durch Röntgenstrahlen)
9 mSv Gesamtdosis, die ein Astronaut von der Apollo-17-Besatzung während des Mondfluges erhielt (302 h Flugdauer)
20 mSv Jährliche Grenzdosis in Deutschland
bis 50 mSv Spitzenwert der stündlichen Dosis im Zentrum des äußeren Strahlungsgürtels (Van-Allen)
Dagegen erhielt z.B. die Besatzung von Salut 6 während ihres Fluges bei 4700 h Flugdauer, 55 mSv.
Wie wurden nun die Erkenntnisse bei der Konstruktion der Apollo Raumfahrzeuge umgesetzt?
Die Konstruktion des CM (Command Module) bestand aus einer inneren und einer äußeren Schale, die durch Glasfasern voneinander isoliert waren.
Die innere Schale, welche unter Druck stand, war eine "Sandwich-Konstruktion" aus zwei Schichten Aluminium
und dazwischen ein wabenförmiges Paneel, gleichfalls aus Aluminum.
Die äußere Schale war fast identisch konstruiert; nur wurde rostfreier Stahl verwendet.
Zwischen zwei Schichten Stahl wurde wabenförmiges Stahl-Paneel verwendet.
Die Außenwand des CM bestand aus einem wärmeableitenden Material, welches zusätzlich mit Kunststoff verstärkt war.
Die Dicke dieser Schicht war im oberen Bereich zwei Zentimeter und im unteren am Hitzeschild etwa sieben Zentimeter.
Die Konstruktion des CM war so außerordentlich stabil und fest,
um den ernormen Belastungen insbesondere während des Starts und beim Wiedereintritt Stand zu halten.
Auch bot es ausreichend Schutz vor der Strahlung im Weltraum.
Gegenüber größeren solaren Strahlungsausbrüchen kann ein wirksamerer Schutz erzielt werden,
indem man das Raumfahrzeug so dreht, dass die massivsten Systemkomponenten
in Bezug auf die ankommende Strahlung vor der Besatzung liegen.
Soviel zur Gefährlichkeit des Van-Allen-Gürtels.
Das ist nur als Info für interessierte Leser gedacht die schon mal gehört haben das alle Astronauten den Strahlentod sterben müssen.
Weitere Einzelheiten findet Ihr zum Beispiel auf
http://www.mondlandung.pcdl.de/
Was eine mögliche Gefährdung durch Infektion oder Virenbefall angeht, so setzen die auf dem Mond vorherschenden Temperaturen, den möglichen Viren oder Bakterien schon enge Grenzen. Von rd. minus 160 Grad bis plus 130 Grad Celsius reicht die Temperaturskala auf dem Mond. Wenig Überlebenschancen für "lebendes" Material, zumal die UV-Strahlungen mörderisch sind bei der fehlenden Atmosphäre. Da war die Quarantäne nur eine routinemäßige Vorsichtsmassnahme für den Fall der Fälle.
Mit den besten Grüßen.
Ernst Ellert II.
Deine Zeit war niemals und wird niemals sein.
Deine Zeit ist jetzt und hier, vergeude sie nicht.