Tomm
Beitrag Nr. 996-1
22.01.2007 19:47
Auf Wunsch von Chemo dieser Thread.
Ich zietiere mich selbst aus dem Thread über das Leben nach dem Tod.
Was ist das Familienstellen? Man geht davon aus, dass das Familiensystem nach Ausgleich strebt, wobei diese Ausgangsposition keine Hypothese ist, sondern von Hellinger gefunden wurde. Das bedeutet, dass Familienmitglieder, die nicht gewürdigt, die vergessen, ausgestoßen oder um ihre Rechte gebracht wurden (und zwar vom Standpunkt der Ordnungen, die in einem Familiensystem unumstößlich und wirksam sind), wieder in den Blick gebracht und gewürdigt werden müssen. Geschieht das nicht, strebt das System nach einem Ausgleich, der nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat, also mit unseren Moralvorstellungen erheblich kollidiert. Irgendein späteres Familienmitglied einer Folgegeneration wird das Schicksal dessen, dem Unrecht geschah, in irgendeiner Weise wiederholen, ohne es selbst zu merken. Er ist in keinster Weise schuldig. Der systemische Ausgleich geschieht also fernab dessen, was wir uns wünschen, er geschieht insbesondere für die Betroffenen vollständig unbewusst. Zum Teil wiederholen Familienmitglieder Schicksale von Personen, von deren Existenz die Familie nichts mehr weiß. In der Praxis des Familienstellens trägt man dem Familiensteller ein Problem vor, sein eigenes psychisches oder eine Krankheit oder ein Problem irgendeines Familienmitglieds, ein Beziehungsproblem oder sonstwas. Der Familiensteller hört sich das an und gibt dann ggf. (d.h. wenn er sich auf das Familiensystem "eingeschwungen" hat, will heißen mit ihm in Kontakt gekommen ist) Anweisung, welche Familienmitglieder aufgestellt werden. Die Stellvertreter sind willkürlich aus einer Gruppe gewählte Personen, die nichts mit dir oder deiner Familie zu tun haben. Die einzige Information und Anweisung, die die Stellvertreter bekommen, ist, dass sie einfach ihrem inneren Impuls folgen sollen. Dann kommt etwas in Bewegung (oder auch nicht), die Personen bewegen sich oder sind starr, je nachdem, was die vertretenen Personen empfinden, was sie bewegt oder erstarren lässt. Sie werden unruhig, zittern, brechen zusammen, weinen oder schreien, werden wütend oder wenden sich ab, was immer mit der vertretenen Person auch sein mag. Es sind Bewegungen der Seelen der vertretenen Personen (wenn die Stellvertreter, was meist der Fall ist, in der Lage sind, sich dem, was kommt, zu öffnen), mit denen die Stellvertreter in Kontakt kommen, wobei das allein schon frappierend ist. Noch unglaublicher ist, dass die vertretenen Personen auch schon lange tot sein können. Es gibt bislang keine vernünftige Erklärung für dieses Phänomen der stellvertretenden Wahrnehmung, und jeder einigermaßen vernünftige Mensch wird, wenn er das hört, erst einmal skeptisch. Noch skeptischer wird man, wenn man hört, dass hier ein schon lange Toter wie ein noch Lebender agiert. Doch es lässt sich beobachten, vor allem die Wirkungen, von denen diejenigen berichten, die Familienaufstellungen gemacht haben. Sollte also eine Verstrickung der aufstellenden Person in ein früherees Schicksal tatsächlich gegeben sein, wird es vermutlich zu einer Lösung kommen, aber nicht unbegingt unmittelbar, da die Seele langsam "arbeitet". Daher scheint mir, dass die Toten eben nicht, wie gerne immer wieder verbreitet wird, einfach ein für allemal weg sind. Nicht sichtbar heißt eben nicht "weg". Wir tragen sie offenbar, ohne es zu wissen, mit uns herum. Uns umgibt also ein wie auch immer geartetes "wissendes" Feld des Familienclans, das mit uns, wenn wir in einen Raum treten, mit anwesend ist, und zu dem wildfremde Menschen, wenn sie sich darauf einstimmen, in Kontakt geraten können. Anders ausgedrückt: Wir als Individuen sind offenbar so etwas wie Spezifizierungen einer größeren Seele, auch wenn das quanitifizierende "größere" hier nicht sehr viel Sinn macht, einer umfassenderen Seele ist vielleicht besser formuliert. (Vielleicht gilt das ja auch für das Bewusstsein. Vielleicht geraten wir lediglich in Kontakt mit einem schon vorhandenen Bewusstsein. Woher, das hat sich sicher der eine oder andere schon gefragt, kommen eigentlich unsere Gedanken? Rimbaud sagte sinngemäß: Nicht ich denke, es denkt mich.) Ich weiß, es klingt unglaublich, und der eine oder andere wird wieder "Tumbe Esoterik" vermuten. Aber, wie gesagt, diese Phänomene lassen sich beobachten, und es gibt hier offensichtlich auch keine Möglichkeit der Suggestion.
O.K. Chemo, dann frage mich mal was. Hoffentlich weiß ich darauf eine Antwort.
Ich zietiere mich selbst aus dem Thread über das Leben nach dem Tod.
Was ist das Familienstellen? Man geht davon aus, dass das Familiensystem nach Ausgleich strebt, wobei diese Ausgangsposition keine Hypothese ist, sondern von Hellinger gefunden wurde. Das bedeutet, dass Familienmitglieder, die nicht gewürdigt, die vergessen, ausgestoßen oder um ihre Rechte gebracht wurden (und zwar vom Standpunkt der Ordnungen, die in einem Familiensystem unumstößlich und wirksam sind), wieder in den Blick gebracht und gewürdigt werden müssen. Geschieht das nicht, strebt das System nach einem Ausgleich, der nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat, also mit unseren Moralvorstellungen erheblich kollidiert. Irgendein späteres Familienmitglied einer Folgegeneration wird das Schicksal dessen, dem Unrecht geschah, in irgendeiner Weise wiederholen, ohne es selbst zu merken. Er ist in keinster Weise schuldig. Der systemische Ausgleich geschieht also fernab dessen, was wir uns wünschen, er geschieht insbesondere für die Betroffenen vollständig unbewusst. Zum Teil wiederholen Familienmitglieder Schicksale von Personen, von deren Existenz die Familie nichts mehr weiß. In der Praxis des Familienstellens trägt man dem Familiensteller ein Problem vor, sein eigenes psychisches oder eine Krankheit oder ein Problem irgendeines Familienmitglieds, ein Beziehungsproblem oder sonstwas. Der Familiensteller hört sich das an und gibt dann ggf. (d.h. wenn er sich auf das Familiensystem "eingeschwungen" hat, will heißen mit ihm in Kontakt gekommen ist) Anweisung, welche Familienmitglieder aufgestellt werden. Die Stellvertreter sind willkürlich aus einer Gruppe gewählte Personen, die nichts mit dir oder deiner Familie zu tun haben. Die einzige Information und Anweisung, die die Stellvertreter bekommen, ist, dass sie einfach ihrem inneren Impuls folgen sollen. Dann kommt etwas in Bewegung (oder auch nicht), die Personen bewegen sich oder sind starr, je nachdem, was die vertretenen Personen empfinden, was sie bewegt oder erstarren lässt. Sie werden unruhig, zittern, brechen zusammen, weinen oder schreien, werden wütend oder wenden sich ab, was immer mit der vertretenen Person auch sein mag. Es sind Bewegungen der Seelen der vertretenen Personen (wenn die Stellvertreter, was meist der Fall ist, in der Lage sind, sich dem, was kommt, zu öffnen), mit denen die Stellvertreter in Kontakt kommen, wobei das allein schon frappierend ist. Noch unglaublicher ist, dass die vertretenen Personen auch schon lange tot sein können. Es gibt bislang keine vernünftige Erklärung für dieses Phänomen der stellvertretenden Wahrnehmung, und jeder einigermaßen vernünftige Mensch wird, wenn er das hört, erst einmal skeptisch. Noch skeptischer wird man, wenn man hört, dass hier ein schon lange Toter wie ein noch Lebender agiert. Doch es lässt sich beobachten, vor allem die Wirkungen, von denen diejenigen berichten, die Familienaufstellungen gemacht haben. Sollte also eine Verstrickung der aufstellenden Person in ein früherees Schicksal tatsächlich gegeben sein, wird es vermutlich zu einer Lösung kommen, aber nicht unbegingt unmittelbar, da die Seele langsam "arbeitet". Daher scheint mir, dass die Toten eben nicht, wie gerne immer wieder verbreitet wird, einfach ein für allemal weg sind. Nicht sichtbar heißt eben nicht "weg". Wir tragen sie offenbar, ohne es zu wissen, mit uns herum. Uns umgibt also ein wie auch immer geartetes "wissendes" Feld des Familienclans, das mit uns, wenn wir in einen Raum treten, mit anwesend ist, und zu dem wildfremde Menschen, wenn sie sich darauf einstimmen, in Kontakt geraten können. Anders ausgedrückt: Wir als Individuen sind offenbar so etwas wie Spezifizierungen einer größeren Seele, auch wenn das quanitifizierende "größere" hier nicht sehr viel Sinn macht, einer umfassenderen Seele ist vielleicht besser formuliert. (Vielleicht gilt das ja auch für das Bewusstsein. Vielleicht geraten wir lediglich in Kontakt mit einem schon vorhandenen Bewusstsein. Woher, das hat sich sicher der eine oder andere schon gefragt, kommen eigentlich unsere Gedanken? Rimbaud sagte sinngemäß: Nicht ich denke, es denkt mich.) Ich weiß, es klingt unglaublich, und der eine oder andere wird wieder "Tumbe Esoterik" vermuten. Aber, wie gesagt, diese Phänomene lassen sich beobachten, und es gibt hier offensichtlich auch keine Möglichkeit der Suggestion.
O.K. Chemo, dann frage mich mal was. Hoffentlich weiß ich darauf eine Antwort.
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