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Aus was Entstand das Universum?

Thema erstellt von Maximilian 
Beiträge: 62, Mitglied seit 16 Jahren
> Wenn es damals keine Zeit und keinen Raum gab, wie konnte da etwas iterieren

Nun, jedes Verb, dass in Verbindung mit dem Urknall oder "davor" benutzt wird, scheint paradox zu klingen. Allerdings spielt es eben nach "meiner Theorie" (bitte nicht zu ernst nehmen!) keine Rolle, ob "vor" dem Urknall etwas oft iteriert hat oder nicht, meiner Meinung nach gab es eine, wenn auch sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass das Universum entstehen könnte, und dies geschah einfach. Möglicherweise sind auch schon Millionen andere Dinge geschehen - und vielleicht auch schon wieder verschwunden, nur bemerkt hat das niemand, weil es niemand gab, der danach fragen konnte, so wie wir.

> Ich kann aber mit Sicherheit behaupten, dass kein Ereignis in der Zukunft stattfinden kann.

Nein kannst du nicht. Denn wo keine Zeit existiert (und kein Raum und keine Materie), da gelten unsere physikalischen Gesetze auch nicht mehr - da kann also niemand etwas "mit Sicherheit sagen". (OK: "Behaupten" schon). Ich spreche ja auch nicht davon, dass die Zeit angehalten wurde oder wird, sondern dass sie überhaupt nicht existierte. Der Fehler in meiner Theorie ist möglicherweise der: Ich nehme an, dass die sog. "Vakuumfluktuation", also das spontane Entstehen von Energieanomalien im Vakuum auch im "Nichts" auftreten kann. Und dafür gibt es keinen Beweis.

> Das etwas unendlich ist. Aber das würde alle Widersprüchlichkeiten in der Logik beseitigen.

Nun, da machst es du dir aber auch relativ einfach: Die Verteter der Nicht-Unendlichkeit (wie ich) denken so, weil die Uendlichkeit ihre Vorstellungskraft übersteigt (sagst du). Du aber stellst dir die Unendlichkeit einfach vor - und damit brauchen wir nicht weiter über den Urknall nachzudenken.

Ich denke, dass es sich mit der Unendlichkeit so verhält, wie es Stephen Hawking versucht* hat, (mir) zu erklären: Das Universum ist in sich geschlossen (nicht rein geometrisch, sondern mit Raum und Zeit und allen evtl. noch vorhandenen weiteren Dimensionen). Die Oberfläche der Raum-Zeit ist geschlossen - und damit hat sie tatsächlich kein Anfang und kein Ende.

*) mit "versucht" meine ich, er hat es "versucht" - in vielen Büchern, ich habe einige gelesen, und es aber dennoch nicht wirklich verstanden!

Ich bin nach wie vor überzeugt, dass es kein "unendlich klein" gibt, sondern dass alles in einer Relation steht, die nicht zufällig so ist. Es gibt meiner Meinung nach irgend ein kleinstes - Was-auch-immer (Teilchen oder String oder ...) - aber es gibt eins. Ich geh jetzt mal suchen ...

Grüße
Stevie
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Beiträge: 348, Mitglied seit 16 Jahren
Du brauchst nicht suchen zu gehen, denn das uns bekannteste Teilchen, ist auch nichts anderes als das uns bekannteste Teilchen. Das hat keine Aussage darüber was darunter liegt. Allerdings besteht meiner Meinung nach jedes noch so kleine Teilchen aus weiteren kleineren Teilchen die es bildet. Das ist beim Atom so und das wird auch bei jedem anderen Teilchen so sein, auch wenn wir das mit unserer Technik niemals nachvollziehen können.

"Die Verteter der Nicht-Unendlichkeit (wie ich) denken so, weil die Uendlichkeit ihre Vorstellungskraft übersteigt (sagst du). Du aber stellst dir die Unendlichkeit einfach vor - und damit brauchen wir nicht weiter über den Urknall nachzudenken."

Das habe ich damit nicht gemeint. Ich habe nicht gesagt/gemeint das ihr euch die Unendlichkeit nicht vorstellen könnt, sondern das die Unendlichkeit das menschliche Denken überfordert. Wir denken so, wie es für uns einen Sinn ergibt. Und wir haben nun mal gelernt das alles einen Anfang und ein Ende hat. Menschen werden geboren und sterben, Planeten entstehen und vergehen. Und so möchte ich auch gar nicht abwägen das dass Universum entstanden ist und auch sein Ende finden wird. Aber wer kann uns sagen das unser Universum nur ein Teil eines viel größeren Raumes ist. Hinter unserem Universum können wir nie blicken, und können deshalb auch nie erfahren was dort ist. Ich denke es ist Raum, ihr denkt es ist NIchts. Doch nun sage mir wie dieses Nichts ist. Sage mir wie es sich anfühlt, oder wie es sich verhält. Gibt es in diesem Nichts Zeit?
So wie du sagst, dass es keine Unendlichkeit gibt, so sage ich dass es das Nichts nicht gibt.

"Nein kannst du nicht. Denn wo keine Zeit existiert (und kein Raum und keine Materie), da gelten unsere physikalischen Gesetze auch nicht mehr - da kann also niemand etwas "mit Sicherheit sagen". (OK: "Behaupten" schon)."

Man kann nichts beweisen wenn es um Geschehnisse der Vergangenheit geht. Doch hier geht es um eine Tatsache die man meiner Ansicht nach sehr wohl beweisen kann. Dazu zwei Fragen:
1. Wie sieht deiner Meinung nach eine Welt aus in der es keine Zeit gibt?
2. Und wie kann es ohne Zeit ein Morgen geben?
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Beiträge: 62, Mitglied seit 16 Jahren
> 1. Wie sieht deiner Meinung nach eine Welt aus in der es keine Zeit gibt?
> 2. Und wie kann es ohne Zeit ein Morgen geben?

Hallo Maximilian,

ich stelle mir keine Welt vor, in der es keine Zeit gibt. Es gab vor dem Urknall ja keine Welt - keine Zeit, keine Materie, keinen Raum, keine Energie. Einfach nur: nichts. Na gut, wie stelle ich mir das Nichts vor - und warum kann im Nichts überhaupt etwas "passieren" ?
Tja, das weiß ich nicht. Ich versuche ja auch nur mich dem Thema (mit meinem leider sehr beschränkten physikalischen Wissen) zu nähern. Eins weiß ich aber: In meinem nächsten Leben studiere ich Astrophysik ...

Bis dann,
Stevie
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Netguru
Warum kann das universum nicht einfach ein ewiger kreislauf sein, das wäre die einläuchtenste erklärung...

irgedwann einmal gab es den uknall, davor gab es so wie jetzt viele sonnensysteme d.h. der "urknall " war nur eine Supernova, wie jede andere, nur halt ein "bisschen" größer.

und genauso wird irgendwann wieder alles in einem neuen riesenstern enden und es wird einen neuen urknall geben
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Beiträge: 348, Mitglied seit 16 Jahren
Ich kann auch nicht gerade von mir behaupten das ich ein studierter Astrophysiker bin, aber ich versuche den Dingen mit Logik zu begegnen. Ich versuche eine Theorie zu finden, in denen diese Fragen nicht mehr offen bleiben. Ich bin Realist und Atheist. Wenn ich auf etwas keine Lösung weiß, dann sage ich nicht: "Das ist Gottes Werk.", ich suche nach einer anderen Lösung. Das was uns die Physik vorschreibt sind Paradoxone. Das sind alles Widersprüchlichkeiten in der Logik. Und irgendwo sagt man dann, dass man es nicht weiß.

Du Stevie vergleichst Masse mit Zeit. Jedenfalls bringst du das alles in einen Zusammenhang.
" Es gab vor dem Urknall ja keine Welt - keine Zeit, keine Materie, keinen Raum, keine Energie."
Man könnte diese begriffe Zeit, Materie, Raum und Energie nehmen und sagen: "Eines passt hier nicht dazu." Und das wäre die Zeit. Sie besitzt keine Masse und ist nicht Messbar. Ich glaube es gab vor dem Urknall (sofern es ein davor überhaupt gab) Zeit. Nur das die Zeit >zu der Zeit< noch keinen Einfluss auf Raum hatte. Ich bin der Meinung die Zeit ist eine Konstante, die nicht verschwindet, wenn auch Raum verschwindet.

Nun zu dir Netguru:
Ich freue mich das du dich von den Vorgaben der Physik trennst. In der Richtung ist nichts bewiesen, also auch alles möglich. Ich denke ähnlich wie du. Wie ich schon des öfteren erwähnte bin ich der Meiunung das der Urknall lediglich die Widergeburt des Universums ist. Es könnte aber auch viel wahrscheinlicher sein, dass die Entstehung des Universums (und das meintest du wohl) so etwas wie das entstehen einer Sonne ist, nur in viel größerer Form. Das es um uns herum einen unendlichen Raum gibt der Gesetze spielen ließ, damit unser Universum entstand. Beweisen das das nicht so ist, kann man nicht.
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