Hallo 299...
Zitat:
Ich glaube an die Evolution, d.h. das sich das Bessere jeweils durchsetzt.
Ich glaube auch an die Evolution... aber den Schluss, dass sich das Bessere durchsetzt, kann ich nicht vertreten. Das "Erfolgreiche" ist nämlich nicht unbedingt das "Bessere". ("Besser" hat irgendwie den Beigeschmack einer Wertung und so ist das mit der Evolution eben nicht gemeint...)
Die eine Art überlebt Mio Jahre und stirbt nur durch einen dummen Zufall aus, welcher die Umwelt verändert hat... die andere lebt vielleicht nur einen winzigen Bruchteil dieser Zeit... in einer Zeit aber, in der sich die Umwelt kaum verändert... stribt aber trotzdem aus, weil sie sich ihre eigene Lebensgrundlage entzieht. ;)
Wir sind nicht besser als die Dinosaurier und ob wir erfolgreicher sind, wir sich noch zeigen.
Die Entwicklung des Bewusstseins würde ich als Zufall bezeichnen... es ist wohl von Vorteil, dass eine Lebensform sich an ändernde Umweltbedingungen schneller anpassen kann... vor allem zu Lebzeiten. Man erkennt dies gut an unserer kulturellen Entwicklung, die im vergleich zu biologischen rasend schnell ist... so schnell, dass unser genetisches Erbe uns heute meist im Wege steht.
Wichtig ist aber auch noch, dass man sich klar macht, dass kein Mensch ein Selbst-Bewusstsein von alleine entwickeln kann, sondern nur durch Beziehungen zu anderen Menschen.
Und das zielt auf deine erste Frage ab...
Zitat:
Gibt es ein Teilbewusstsein? Ich meine, gibt es nur zwei Möglichkeiten - Bewusstsein oder eben kein Bewusstsein?
Ja, man kann in ein "Grundbewusstsein", "Ich-Bewusstsein" und "Selbstbewusstsein" unterscheiden. Über ein "Ich-Bewusstsein" verfügen die meisten oder alle Säugetiere, über ein "Selbstbewusstsein" verfügen einige Menschenaffen und der Mensch... aber Selbstbewusstsein ist nicht gleich Selbstbewusstsein, da es nicht bei jedem Menschen gleichermaßen ausgeprägt ist. (Im Alltag benutzt man Selbstbewusstsein häufig synonym mit "Selbstwertgefühl"... das meine ich natürlich nicht.)