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Zwillingsparadoxon: Irrt Professor Ganteför in diesem Punkt?

Thema erstellt von John 
Beiträge: 108, Mitglied seit 7 Jahren
Hallo Otto,

eigentlich bin ich schon raus, denn wir drehen uns seit längerem im Kreis.

Dennoch möchte ich auf Deinen letzten Beitrag antworten.

Ich weiß nicht, ob ich diese Formel ∆ t = c/a (x – ln(x+ √ (x^2 +1) mit x= √ ((a*s/c^2 +1)^2 -1) im einzelnen herleiten kann.
Die darin beschriebene Problematik m. E. ist wirklich heftig!
In der Beschleunigungsphase ändert sich ja nicht nur die Geschwindigkeit sondern auch γ und das nicht lienar.
Vielleicht könnte ich so eine Formel entwickeln, sicher ist aber, es würde mich viel Zeit und Energie kosten und ich investiere in dieses Thema nichts mehr.
Wer eine solche Formel so schnell erarbeiten kann, muss da wirklich was drauf haben.

Auf der anderen Seite ist die Formel in diesem Thema überhaupt nicht notwendig!

Da Du mich ja zum Lehrer befördert hast (Funfact: Ich war tatsächlich mal Lehrer :)), erlaube ich mir eine Bewertung:
Sehr anspruchsvolle Formel, aber leider das Thema verfehlt. Ich gebe einen Fleißpunkt.

John:smiley5:
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Beiträge: 1.671, Mitglied seit 18 Jahren
Hallo John,
John schrieb in Beitrag Nr. 2398-129:
Meinst Du, wenn man den Raketenzwilling als ruhend ansieht, wird was anderes geschehen?

Ja !

Den Raketenzwilling als ruhend anzusehen bedeutet nichts anders als das Bezugsystem mit ihm zu verbinden. Die relativistischen Effekte (Zeitdilatation und Längenkontraktion) treten dann bei dem bewegten Erdzwilling in Erscheinung.

Frag mich bitte nicht, was Realität ist. Möglicherweise sind Realität und Wahrnehmung gleichzusetzen und es gibt keine Realität außerhalb unserer Wahrnehmung. Oder anders ausgedrückt: Durch Festlegung eines Fixpunktes in der relativistischen Welt entsteht Realität.

Dies würde für das Zwillingsparadoxon bedeuten: Durch die Festlegung, dass der Erdzwilling sich räumlich nicht verändert (ruht) und dadurch das Bezugssystem mit ihm verbunden wird, wird für den Reisezwilling die Realität der Zeitdilatation (Verjüngung) geschaffen.

Entschuldigt bitte meinen Versuch einer philosophischen Aufklärung der Widersprüchlichkeit des Zwillingsparadoxons.

MfG
Harti
Signatur:
Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen. A.E.
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Beiträge: 560, Mitglied seit 13 Jahren
Hallo Forum,

Wir tun uns schwer die Realität zu begreifen und dafür versuchen wir alles. Die Relativitätstheorie liefert uns einige "Werkzeuge" dafür.
Das Zwillingsparadoxon ist einer davon.
Aber was ist wenn wir versuchen die Realität real zu begreifen?

Hier ein versuch;
Wenn wir von „realer Zeitspanne von 100 Jahren“ sprechen kann man das sauber trennen in objektive (physikalische) Dauer und subjektiv erlebte Zeit.

In der Alltagsphysik ist eine Spanne von 100 Jahren einfach eine definierte Dauer: 100 Umläufe der Erde um die Sonne sind 36500 Tage.

Diese Dauer läuft für alle hinreichend langsam bewegten Menschen und weit weg von starken Gravitationsfeldern praktisch gleich ab; relativistische Effekte sind im normalen Leben vernachlässigbar.

Subjektives Zeitempfinden dagegen, wie in der Psychologie und Gerontologie, zeigen dass dieselben 100 Jahre je nach Lebensphase sehr unterschiedlich erlebt werden: In der Kindheit erscheinen Jahre lang, im Alter rasen sie vorbei.

Hauptgründe, die genannt werden können sind;

a. Anteil der Spanne am bisherigen Leben (1 Jahr ist für einen 10‑Jährigen ein Zehntel seines Lebens, für einen 80‑Jährigen nur ein Achtzigstel).

b. Dichte neuer Erlebnisse und emotionaler Eindrücke;

Je mehr „neue“ Erinnerungen, desto länger erscheint der zurückliegende Zeitraum.

c. Aufmerksamkeitsfokus auf Zeit;

Warten lässt Minuten „zäh“ vergehen, Ablenkung lässt sie „verfliegen“.

Hier zeigt sich das die menschliche Psyche eine wichtige Rolle, in das begreifen der Realität, spielt.

MfG H.
Signatur:
"Heute ist nicht aller Tage ich komm' wieder keine Frage"
Beitrag zuletzt bearbeitet von Haronimo am 04.03.2026 um 22:14 Uhr.
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