Hallo Forum,
Wir tun uns schwer die Realität zu begreifen und dafür versuchen wir alles. Die Relativitätstheorie liefert uns einige "Werkzeuge" dafür.
Das Zwillingsparadoxon ist einer davon.
Aber was ist wenn wir versuchen die Realität real zu begreifen?
Hier ein versuch;
Wenn wir von „realer Zeitspanne von 100 Jahren“ sprechen kann man das sauber trennen in objektive (physikalische) Dauer und subjektiv erlebte Zeit.
In der Alltagsphysik ist eine Spanne von 100 Jahren einfach eine definierte Dauer: 100 Umläufe der Erde um die Sonne sind 36500 Tage.
Diese Dauer läuft für alle hinreichend langsam bewegten Menschen und weit weg von starken Gravitationsfeldern praktisch gleich ab; relativistische Effekte sind im normalen Leben vernachlässigbar.
Subjektives Zeitempfinden dagegen, wie in der Psychologie und Gerontologie, zeigen dass dieselben 100 Jahre je nach Lebensphase sehr unterschiedlich erlebt werden: In der Kindheit erscheinen Jahre lang, im Alter rasen sie vorbei.
Hauptgründe, die genannt werden können sind;
a. Anteil der Spanne am bisherigen Leben (1 Jahr ist für einen 10‑Jährigen ein Zehntel seines Lebens, für einen 80‑Jährigen nur ein Achtzigstel).
b. Dichte neuer Erlebnisse und emotionaler Eindrücke;
Je mehr „neue“ Erinnerungen, desto länger erscheint der zurückliegende Zeitraum.
c. Aufmerksamkeitsfokus auf Zeit;
Warten lässt Minuten „zäh“ vergehen, Ablenkung lässt sie „verfliegen“.
Hier zeigt sich das die menschliche Psyche eine wichtige Rolle, in das begreifen der Realität, spielt.
MfG H.
"Heute ist nicht aller Tage ich komm' wieder keine Frage"
Beitrag zuletzt bearbeitet von Haronimo am 04.03.2026 um 22:14 Uhr.
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