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Beitrag Nr. 2393-1
15.01.2025 23:20
Hallo zusammen,
hier wird manchmal davon ausgegangen, dass die Wissenschaft nicht die eigene Philosophie infrage stellt. Ich möchte deshalb hier Thomas Kuhn vorstellen. Er prägte den Begriff Paradigma. Er war Physiker, Wissenschaftsphilosoph und Wissenschaftshistoriker. Sein Buch Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen ist einer der wichtigsten Werke der Wissenschaftsphilosophie.
Bei den Aussagen „Letztendlich bleibt nur die Naturbeobachtung“ - „Man muss nur genauer hinsehen“ wird selten beachtet, dass seit Kopernikus für die Beobachtung gilt: Die Perspektive bestimmt die Wahrnehmung. Vor Kopernikus existierte nur der Betrachtungsstandpunkt Erde. Es gab keine Perspektive von außen auf die Erde. Diesen wichtigen Wechsel der Perspektive für die Beobachtung gab es erst durch Kopernikus.
Thomas Kuhn stellte die Frage: Gibt es eine mathematische Beweisführung für die Gültigkeit einer Perspektive? Er untersuchte den Wechsel der Perspektive durch Kopernikus. Er stellte fest, dass sich damals an den mathematischen Verhältnissen - der Planetenbahnen zueinander - nichts änderte. Ein genauer hinsehen - änderte nichts. Für ein besseres Verständnis diese Analogie: Wenn auf einem Tisch Gegenstände stehen – und wir genauer hinsehen – ändert dies nicht die Perspektive. Wenn wir die Perspektive ändern – und den Tisch von der anderen Seite beobachten – ändert sich an den mathematischen Verhältnissen der Gegenstände - nichts. Mathematische Verhältnisse bleiben bei einem Wechsel der Perspektive gleich. Sie können deshalb nicht beweisen, ob die Perspektive stimmt. Kuhn folgerte: Es gibt keine mathematische Beweisführung für die Gültigkeit einer Perspektive.
Er kam zu der Schlussfolgerung, dass Kopernikus Wechsel der Perspektive im Universum sich damals weder logisch noch mathematisch ableiten ließ – und deshalb dieser Wechsel nur als Postulat möglich war. Diese Grundüberlegungen führten zu dem, durch ihn, berühmt gewordenen Terminus „Paradigmenwechsel“. Kuhn schrieb schon 1962: Der Tausch der Perspektive (im Universum) durch Kopernikus änderte das Paradigma (des Universums). Dieses neue Paradigma wiederum änderte die mathematische Beweisführung. Kuhn bewies, dass der Tausch der Perspektive dazu führte, dass die logischen und die mathematischen Beweis-Systeme vor und nach Kopernikus nicht identisch waren.
Seit Kopernikus gilt bei der Beobachtung die Regel: Die Perspektive bestimmt die Wahrnehmung. Eine Beobachtung mit ungeklärter Perspektive ist eine subjektive Wahrnehmung. Bei ungeklärter Perspektive bleibt auch eine umgekehrte Perspektive gültig. Alles mit ungeklärter Perspektive kann daher auch umkehrsymmetrisch gültig sein.
Bei Kuhn gilt: Grundlage von jedem Modell ist immer ein Paradigma. Dies bestimmt immer sämtliche Folgeüberlegungen. Dies gilt auf für logische und mathematische Folgeüberlegungen. Auch eine Perspektive kann ein Paradigma sein.
Dass damals alles „selbstverständlich ist dies so“ um die Erde kreiste - war damals mathematisch statistisch bewiesen. Ein „selbstverständlich ist dies so“ bedeutet, dass die Gültigkeit der Perspektive unbekannt ist. Auch eine statistische Beweisführung ändert daran nichts.
Kuhn bewies, dass seit Kopernikus gilt: Auch mit bewiesenen mathematischen Verhältnissen bleibt unbekannt, ob die Perspektive für unsere Beobachtung stimmt.
Bei Einsteins Relativitätstheorien werden mathematische Verhältnisse von Faktoren zueinander bestimmt. Mathematische Verhältnisse definieren aber keine Perspektive. Er bezeichnete seine Theorien ausdrücklich mit dem Begriff Relativ. Relativ bezieht sich auf die Perspektive. Relativ bedeutet: Nur in bestimmten Grenzen, unter bestimmten Gesichtspunkten, von einem bestimmten Standpunkt aus zutreffend und daher in seiner Gültigkeit eingeschränkt.
Ein Raum oder eine geometrische Raumlösung hat keine Richtung und beweist auch keine Richtung. Zeit und Gravitation sind bei Einstein geometrische Lösungen. Die Richtungen von Zeit und Gravitation bleiben, auch mit seiner Formel, eine ungeklärte Frage der Perspektive.
Seit Kopernikus gilt: Bei ungeklärter Perspektive bleibt auch eine umgekehrte Perspektive gültig. Alle Beobachtungen (auch die Richtung bei Zeit oder Gravitation) sind dann nur subjektive Wahrnehmungen und bleiben auch umkehrsymmetrisch gültig.
LG Utta
hier wird manchmal davon ausgegangen, dass die Wissenschaft nicht die eigene Philosophie infrage stellt. Ich möchte deshalb hier Thomas Kuhn vorstellen. Er prägte den Begriff Paradigma. Er war Physiker, Wissenschaftsphilosoph und Wissenschaftshistoriker. Sein Buch Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen ist einer der wichtigsten Werke der Wissenschaftsphilosophie.
Bei den Aussagen „Letztendlich bleibt nur die Naturbeobachtung“ - „Man muss nur genauer hinsehen“ wird selten beachtet, dass seit Kopernikus für die Beobachtung gilt: Die Perspektive bestimmt die Wahrnehmung. Vor Kopernikus existierte nur der Betrachtungsstandpunkt Erde. Es gab keine Perspektive von außen auf die Erde. Diesen wichtigen Wechsel der Perspektive für die Beobachtung gab es erst durch Kopernikus.
Thomas Kuhn stellte die Frage: Gibt es eine mathematische Beweisführung für die Gültigkeit einer Perspektive? Er untersuchte den Wechsel der Perspektive durch Kopernikus. Er stellte fest, dass sich damals an den mathematischen Verhältnissen - der Planetenbahnen zueinander - nichts änderte. Ein genauer hinsehen - änderte nichts. Für ein besseres Verständnis diese Analogie: Wenn auf einem Tisch Gegenstände stehen – und wir genauer hinsehen – ändert dies nicht die Perspektive. Wenn wir die Perspektive ändern – und den Tisch von der anderen Seite beobachten – ändert sich an den mathematischen Verhältnissen der Gegenstände - nichts. Mathematische Verhältnisse bleiben bei einem Wechsel der Perspektive gleich. Sie können deshalb nicht beweisen, ob die Perspektive stimmt. Kuhn folgerte: Es gibt keine mathematische Beweisführung für die Gültigkeit einer Perspektive.
Er kam zu der Schlussfolgerung, dass Kopernikus Wechsel der Perspektive im Universum sich damals weder logisch noch mathematisch ableiten ließ – und deshalb dieser Wechsel nur als Postulat möglich war. Diese Grundüberlegungen führten zu dem, durch ihn, berühmt gewordenen Terminus „Paradigmenwechsel“. Kuhn schrieb schon 1962: Der Tausch der Perspektive (im Universum) durch Kopernikus änderte das Paradigma (des Universums). Dieses neue Paradigma wiederum änderte die mathematische Beweisführung. Kuhn bewies, dass der Tausch der Perspektive dazu führte, dass die logischen und die mathematischen Beweis-Systeme vor und nach Kopernikus nicht identisch waren.
Seit Kopernikus gilt bei der Beobachtung die Regel: Die Perspektive bestimmt die Wahrnehmung. Eine Beobachtung mit ungeklärter Perspektive ist eine subjektive Wahrnehmung. Bei ungeklärter Perspektive bleibt auch eine umgekehrte Perspektive gültig. Alles mit ungeklärter Perspektive kann daher auch umkehrsymmetrisch gültig sein.
Bei Kuhn gilt: Grundlage von jedem Modell ist immer ein Paradigma. Dies bestimmt immer sämtliche Folgeüberlegungen. Dies gilt auf für logische und mathematische Folgeüberlegungen. Auch eine Perspektive kann ein Paradigma sein.
Dass damals alles „selbstverständlich ist dies so“ um die Erde kreiste - war damals mathematisch statistisch bewiesen. Ein „selbstverständlich ist dies so“ bedeutet, dass die Gültigkeit der Perspektive unbekannt ist. Auch eine statistische Beweisführung ändert daran nichts.
Kuhn bewies, dass seit Kopernikus gilt: Auch mit bewiesenen mathematischen Verhältnissen bleibt unbekannt, ob die Perspektive für unsere Beobachtung stimmt.
Bei Einsteins Relativitätstheorien werden mathematische Verhältnisse von Faktoren zueinander bestimmt. Mathematische Verhältnisse definieren aber keine Perspektive. Er bezeichnete seine Theorien ausdrücklich mit dem Begriff Relativ. Relativ bezieht sich auf die Perspektive. Relativ bedeutet: Nur in bestimmten Grenzen, unter bestimmten Gesichtspunkten, von einem bestimmten Standpunkt aus zutreffend und daher in seiner Gültigkeit eingeschränkt.
Ein Raum oder eine geometrische Raumlösung hat keine Richtung und beweist auch keine Richtung. Zeit und Gravitation sind bei Einstein geometrische Lösungen. Die Richtungen von Zeit und Gravitation bleiben, auch mit seiner Formel, eine ungeklärte Frage der Perspektive.
Seit Kopernikus gilt: Bei ungeklärter Perspektive bleibt auch eine umgekehrte Perspektive gültig. Alle Beobachtungen (auch die Richtung bei Zeit oder Gravitation) sind dann nur subjektive Wahrnehmungen und bleiben auch umkehrsymmetrisch gültig.
LG Utta
Bearbeitet von Utta am 16.01.2025 um 14:11 Uhr.
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