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Beitrag Nr. 2392-21
03.04.2024 21:49
Otto schrieb in Beitrag Nr. 2392-20:Natürlich ist mir die Mengenlehre bekannt. Ich habe mich intensiv damit bei der Interpretation der Inversion der Gl. der ART auseinandergesetzt.
Ich möchte hier nicht auf die Einzelheiten eingehen. Das würde den Rahmen des Beitrages sprengen.
Hallo Otto
Mathematik ist Mengenlehre, sollte nur eine Feststellung sein - und nicht deine Kompetenz infrage stellen. Ich bewundere wie du dich mit komplexen Formeln beschäftigst. Dafür bin ich viel zu faul. Ich mag die Mengenlehre weil sich mit ihr zusammenhänge sehr einfach (und faul) darstellen lassen. Man hat mit ihr mathematisch gültige Aussagen – ohne komplexe Formeln. Auch bei der Urterie Theorie geht es nur um sehr einfache Grundaussagen der Mengenlehre.
Es geht um die Fragestellung: Wenn sich herausstellt, dass eine gedachte Gesamtmenge (eines Raumes) nur eine Teilmenge ist, ändert sich an den mathematischen Verhältnissen innerhalb der Teilmenge nichts. Was beweisen dann mathematische Verhältnisse? Der Autor schildert dies am Beispiel der kopernikanischen Wende.
Vor Kopernikus existierte keine Raumvorstellung des Universums. Auch unsere Gravitationsvorstellung existierte noch nicht. „Selbstverständlich gingen alle Wirkung vom Zentrum der Erde aus.“ Der Autor der Urterie kommt zu der Schlussfolgerung, dass es mit dieser Prämisse auch keine (von der Erde unabhängige) Raumvorstellung des Universums geben konnte. Nur Innere Anziehung der Erde schloss eine äußere Wirkung aus. Dies war eine Entweder-Oder Funktion. Innere Anziehung bedeutete auch nur innere Wirkung. Es konnte nur alles um die Erde kreisen - und es gab vor Kopernikus keine Menge und keinen Raum mit einer Wirkung von außen auf die Erde.
Für die Vorstellung einer von der Erde unabhängigen Menge und für die Vorstellung eines von der Erde unabhängigen Raumes (des Universums) war Kopernikus Änderung der Gravitations-Prämisse entscheidend. Der Autor zieht die Schlussfolgerung, dass damals die Prämisse der Gravitation, nur innere Wirkung der Erde, bestimmt hatte ob es ein logisches Außerhalb der Erde gab. Oder knapper ausgedrückt: Die Prämisse der Gravitation bestimmte die Mengenlehre des Universums. Aus einer vorher gedachten Gesamtmenge wurde durch Kopernikus eine Teilmenge. An den mathematischen Verhältnissen dieser (nun) Teilmenge änderte sich dabei – Nichts.
Er schreibt, dass damals (vor Kopernikus) das geozentrische Modell als mathematisch bewiesen galt. Dass damals die mathematischen Verhältnisse als Beweis dafür galten, dass die (genau genommen nicht vorhandene) Raumvorstellung stimmte. Mit dem (geozentrisch) Modell von Tycho Brahe ließen sich mathematisch genauere Vorhersagen erzielen als durch Kopernikus Modell.
Der Autor meint, wenn damals die Regel galt: Die Prämisse der Gravitation bestimmt die Mengenlehre des Universums, dann gilt diese Regel noch heute. Einsteins Formel beweist mathematische Verhältnisse – nur auch damals waren diese bewiesen. Wenn sich damals die Menge (des Raumes) ändern ließ, ohne die bewiesenen mathematischen Verhältnisse zu ändern - kann auch dies noch heute gelten. Er folgert daraus, dass auch heute die Prämisse der Gravitation zu einer Entweder-Oder Funktion führt und dass wir erneut nicht beachten dass dies bedeutet, dass es zwei mögliche Prämissen gibt – die jeweils sämtliche Folgeüberlegungen bestimmen. Dass wir mit der Voraussetzung - innere Anziehung der Materie - erneut nur die mathematischen Verhältnisse einer Teilmenge bestimmen.
LG Utta
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