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Alternative Geometrische Darstellungen der Gleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie

Thema erstellt von Otto 
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Beiträge: 776, Mitglied seit 9 Jahren
Die Dimensionen 0-2 sind eindeutig nur gedachte Formationen. Mit all diesen dreiD (V)sionen kann man im gedachten Raum etwa eine Maus entwickeln oder mathematisch formieren. Die dritte Dimension, im Spiel mit der Zeit ermöglicht erst das Leben wie wir es gerne haben.

Harald
H:cool:π
Signatur:
Es gibt nur eine Zeit - die aktive und die passive Gegenwart - und Gravitation
ist die Antwort der Gegenwart auf die Einwirkung vergangener Wichtigkeiten.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Harald Denifle am 30.07.2020 um 07:35 Uhr.
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.290, Mitglied seit 14 Jahren
Hallo Otto,

Otto schrieb in Beitrag Nr. 2347-39:
Anwenden könnte ich es im Moment auf verschiedene Fälle allerdings noch nicht.

Die Topologie hat wohl derzeit keine direkten Anwendungen, ist aber wohl indirekt in verschiedenen Gebieten essentiell. So z.B. beim Verständnis von Chaos in dynamischen Systemen, oder auch in der Stringtheorie, die sich auf Topologie stützt.

Otto schrieb in Beitrag Nr. 2347-39:
Ein interessantes Gebiet. Im (deutschsprachigen) Internet habe dazu fast nichts gefunden, erst recht nicht zum Fall r = R eines Spindeltorus.

Oh, hab ich etwa Informationen gefunden, die man derzeit eher in einem Buch statt im Internet findet? ;-) Selten genug inzwischen. Bei all den riesigen Vorteilen, die das Internet bietet - ein richtiges Buch mit Papierseiten und allem ist irgendwie immer noch was anderes und sehr Schönes.
Wollte ich übrigens in letztem Beitrag schon anmerken: all diese Informationen hab ich aus dem Buch von Ian Stewart (Weltformeln). Er hat dort 17 mathematische Formeln aufgelistet, und erklärt, was diese bedeuten, und wofür man sie braucht. Alles nur recht oberflächlich und auf Laien-Niveau natürlich. Aber für jemanden wie mich eben genau dadurch sehr nützlich.

Otto schrieb in Beitrag Nr. 2347-39:
Der Spezialfall r = R wäre nach Deinen Ausführungen vermutlich ein topologisches Objekt ohne Loch und demnach aus topologische Sicht die Sonderform einer Kugel mit dem Geschlecht 0.

Ja.

Da fällt mir noch was ein, was so nicht im Buch von Stewart steht, aber funktionieren müsste (das sind dann mal eigene Gedanken):
Stewart geht dort immer den Weg der Vereinfachung (vom Würfel zur Kugel usw.). Umgekehrt müsste es demnach aber auch funktionieren: ich war mir nicht sicher, ob du recht hast mit deinem Spezialfall. Also hab ich in Gedanken geprüft, ob ich den Horntorus (r=R) zu einem Würfel verformen kann (Stetigkeit beachten!). Das geht, somit führt in letztem Beitrag genannte Formel zu g=0.

Otto schrieb in Beitrag Nr. 2347-40:
Wie bereits erwähnt, treibt mich nur an, zu verstehen, was eine Dimension (einschließlich Durchlaufsinn) überhaupt ist, wie sie entsteht oder verschwindet.

Das ist wirklich eine sehr gute und sehr schwierige Frage. Wenn ich darüber nachdenke, hab ich nicht einmal eine vage Idee, wo ich mit dem Nachdenken überhaupt konkret anfangen sollte! Aber diese Frage ist eben auch für unser Verständnis der Welt essentiell.

Beste Grüße
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Ein Universum, welches zufällig entsteht und zufällig ein Phänomen namens Humor hervorbringt, entbehrt nicht einer gewissen Komik.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 30.07.2020 um 14:21 Uhr.
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Beiträge: 905, Mitglied seit 3 Jahren
Otto schrieb in Beitrag Nr. 2347-40:
Ich gehe nicht davon aus, dass Raum und Zeit, wie bei Einstein, einfach so existieren.
Es ist mathematisch absolut nicht zwingend, dass drei Dimensionen existieren müssen.

Hallo Otto,

Akzeptiere ich so mal bei allem Respekt für deine Leistungen!

Mathematik ist auch nicht zwingend von der Physik abhängig. Die Physik hängt jedoch meistens auch irgendwie immer mit der Existenz von zeitlichen Entwicklungen zusammen Und die Zeit wiederum ist Hauptfragestellung dieses Forums, wurde also von mir als deinen Darstellungen immanent unterstellt. Insofern bin ich etwas verwundert, weil die von dir aufgezeigten Schwingungen m.E. schon vom Ansatz nichts Statisches sein können, sondern sich wohl nur zeitabhängig aufbauen, also nicht per se als Fiktivum existent sind.

Anders ist es mit dem Raum. Da sind wir uns schon lange einig, denke ich: Koordinatensysteme beschreiben nicht den Raum, sondern fiktive Strukturen, die die Orientierung erleichtern sollen. Dies schließt die Existenz von Raum nicht aus, es handelt sich bei Raum also um eine Definition, die die Frage aufwirft, ob es im Universum irgendwo leeren, von Strahlung jedweder Art befreiten Raum geben kann. Ich habe dies ausgeschlossen, Diskussionen haben im Forum stattgefunden.

Als Konsequenz deiner Ausführungen kann ich nun aber die Diskussion über Löcher oder gar Loch-Generationen nicht verstehen. Ich erkenne unter deinen Voraussetzungen weder zeitlich noch räumlich gesehen einen Unterschied zwischen Torus, Torus-Innerem und Torus-Äußeren. Es handelt sich dann stets nur um eine in den leeren Raum gedachte Kugel mit einem Breitengrad an Nord- und <Südpol, von dem man nicht wissen muss, was von ihm aus zur Mitte oder nach innen oder nach außen sein könnte, alles mathematisch sehr wohl begründet, aber ohne ein konkrete Aussage zu irgendeiner Realität. Sehe ich das so korrekt?

Zitat von Otto:
Otto schrieb in Beitrag Nr. 2347-39:
Ein interessantes Gebiet. Im (deutschsprachigen) Internet habe dazu fast nichts gefunden, erst recht nicht zum Fall r = R eines Spindeltorus.

Was hältst du hiervon oder davon ?

(selber aber nicht gelesen...)

Kirsche
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Die Vergangenheit ist über die Gegenwart verbrauchte Zukunft.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Kirsche am 30.07.2020 um 14:36 Uhr.
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Claus (Moderator)
Beiträge: 2.221, Mitglied seit 13 Jahren
Hallo Stueps,

Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2347-42:
Das ist wirklich eine sehr gute und sehr schwierige Frage. Wenn ich darüber nachdenke, hab ich nicht einmal eine vage Idee, wo ich mit dem Nachdenken überhaupt konkret anfangen sollte!

Hier ein Versuch:

Physikalisch ist eine Dimension eine Richtung, in deren Verlauf sich etwas verändert. Verschiedene solche Richtungen sind dann verschiedene Dimensionen, wenn sie einen Winkel von 90° zueinander aufweisen.
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Beiträge: 946, Mitglied seit 7 Jahren
Hallo Kirsche,

Kirsche schrieb in Beitrag Nr. 2347-43:
Was hältst du hiervon oder davon ?

Den ersteren Link zu Spektrum.de mit dem Titel "Die Topologie-Revolution" fand ich sehr informativ. Danke.
Bisher kannte ich nur den Link zur "Thorus Theorie", Beitrag Nr. 2347-9.

Kirsche schrieb in Beitrag Nr. 2347-43:
Und die Zeit wiederum ist Hauptfragestellung dieses Forums, wurde also von mir als deinen Darstellungen immanent unterstellt. Insofern bin ich etwas verwundert, weil die von dir aufgezeigten Schwingungen m.E. schon vom Ansatz nichts Statisches sein können, sondern sich wohl nur zeitabhängig aufbauen, also nicht per se als Fiktivum existent sind.
Siehe hierzu mein Kommentar zur dynamischen Raumzeit und und meine Auffassungen zum Grundzustand aller Objekte im Universum.
Otto schrieb in Beitrag Nr. 2347-11:
Ändern sich die Raum- und Zeitanteile zyklisch, dann ergeben sich Zustandsänderungen wie sie von Wellen, wie Licht, bekannt sind. Hier ändert sich in diesem Falle nur die Raumzeit selbst. Es ist eine dynamische Raumzeit.
Wenn man davon ausgeht, dass sich alle Objekte im Universum mit Lichtgeschwindigkeit als einem "Grundzustand" bewegen, dann bewegt sich auch die dynamische Raumzeit mit LG, genauso, wie wir Licht physikalisch messen und erleben.
Diese Interpretation würde auch den Doppelcharakter von Licht als Welle und einer (singulären) Ruhemasse erklären.
Alle Objekte des Universums bewegen sich mit c oder einer Abweichung von c als (c-v).
Die Relativgeschwindigkeit zweier Objekte 1 und 2 ist dann (c-v2) - (c-v1) = v1 - v2 = Δv.

Gruß, Otto
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Beiträge: 946, Mitglied seit 7 Jahren
Hallo Stueps und Claus,

Claus schrieb in Beitrag Nr. 2347-44:
Physikalisch ist eine Dimension eine Richtung, in deren Verlauf sich etwas verändert.
Stimmt. Dazu kommt noch der Durchlaufsinn wie fallend/steigend oder Objekt auf Beobachter zukommend/verlassend.
Interessant ist erst die Frage nach dem Entstehen (oder Verschwinden) von Dimensionen.

Gruß, Otto
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Beiträge: 946, Mitglied seit 7 Jahren
Hallo Stueps,

Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2347-42:
Otto schrieb in Beitrag Nr. 2347-39:
Der Spezialfall r = R wäre nach Deinen Ausführungen vermutlich ein topologisches Objekt ohne Loch und demnach aus topologische Sicht die Sonderform einer Kugel mit dem Geschlecht 0.

Ja.
Da fällt mir noch was ein, was so nicht im Buch von Stewart steht, aber funktionieren müsste (das sind dann mal eigene Gedanken):
Stewart geht dort immer den Weg der Vereinfachung (vom Würfel zur Kugel usw.). Umgekehrt müsste es demnach aber auch funktionieren: ich war mir nicht sicher, ob du recht hast mit deinem Spezialfall. Also hab ich in Gedanken geprüft, ob ich den Horntorus (r=R) zu einem Würfel verformen kann (Stetigkeit beachten!). Das geht, somit führt in letztem Beitrag genannte Formel zu g=0.

Für r = R des Spindeltorus werden Nordpol und Südpol einer Kugel zu einem gemeinsamen Punkt mit dem speziellen Charakter eines Doppelpunktes einer geschlossenen Kurve.
Hierbei sind jedoch zwei verschieden Fälle zu unterscheiden für den Fall, dass die Oberfläche der Kugel eine Orientierung besitzt.
In dem von Kirsche genannten Link zu dem Artikel "Die Topologie-Revolution" findest Du eine sehr schöne Übersicht dazu.
Die Orientierungen werden hier wie Haare in Wasser- oder Luftströmungen anschaulich beschrieben.
Am Nord- und Südpol hat dann die Orientierung einen Wirbel (Vortex).

(a) Drückt man die Kugel auf Nord- und Südpol zu einem Spindeltorus zu r = R zusammen, dann haben beide Wirbel-Punkte einen Drall (Spin) gleicher Drehrichtung.
(b) Drückt man allerdings diese Kugel mit Oberflächenorientierung über den Äquator zwischen Ost und West zusammen, dann hat der Doppelpunkt verschiedene Vertices. Der Doppelpunkt hat gleichzeitig zwei verschiedene entgegengesetzte Wirbelrichtungen.

Das ähnelt dem Kreuzungspunkt der Lemniskate. Hier sind die Richtungen nicht um je 90° zueinander versetz, sondern in der geometrischen Darstellung um je 45°.

Die Lemniskatenkurve läßt sich auch als Mittellinie eines Möbiusbandes auffassen. (1)
Trennt man ein Möbiusband an der Mittellinie auf, dann verdoppelt sich die Verdrillung von 360° auf 720°.

- Ist die Verdrillung ein Merkmal einer Dimension?
- Ist die Verdrillung eine topologische Mannigfaltigkeit im Sinne einer Dimension?
- Sind die Doppelpunkte mit Vertices Ausdruck von Dimensionen als emergente Phänomen der topologischen Physik?
- Ist eine Dimension das Nichts (ohne Zeitänderung, ohne Distanzänderung, aber mit Energie = Punkt (0,0) der Lemniskate)?

Ein Möbiusband hat keine Orientierung (oben/unten, rechts/links). Das Band hat geometrisch nur eine Seite und eine Kante.
Das Möbiusband ist eine nicht-orientierbare Fläche mit einem Loch!
- Entspricht das Loch topologisch einer Dimension?

Gruß, Otto
(1) Ergänzung: Trifft nur für (b) zu.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Otto am 31.07.2020 um 11:42 Uhr.
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Claus (Moderator)
Beiträge: 2.221, Mitglied seit 13 Jahren
Hallo Otto,

Otto schrieb in Beitrag Nr. 2347-46:
Interessant ist erst die Frage nach dem Entstehen (oder Verschwinden) von Dimensionen.

Ja, diese Frage finde ich auch sehr interessant.

Die in meinem Beitrag Nr. 2347-44 (versuchte) Definition läuft auf einen (stetigen) Veränderungsprozess hinaus. Die Frage ist nun, ob dieser Prozess, der ja - was die Vergangenheit anbelangt - bereits abgeschlossen ist, dennoch auch in Zukunft weiter besteht.

Folgendes Beispiel zur Verdeutlichung der Frage:

Wenn ich z.B. das Relief auf einem Schrank in Länge, Breite und in der Tiefe betrachte, so sehe ich die Stirnfläche (also dort 2 Dimensionen) und die Seitenteile (die 3. Dimension) als eine Einheit, auf der sich z.B. ein Muster (das Relief) stetig verändert.

Dieses Muster kann sich zusätzlich auch noch zeitlich verändern, z.B. wenn das Relief in einem Berabeitungsprozess gefertigt wird. Wir hätten dann insgesamt 4 Dimensionen, in der eine stetige Veränderung vorkommt - also einen vierdimensionalen Schrank.

Allerdings nur dann, wenn man davon ausgeht, dass der Schrank mit all seinen Veränderungen (seien sie zeitlich oder räumlich) auch zukünftig als ein Ganzes besteht.

Wenn man dagegen davon ausgeht, dass es nur den "gegenwärtigen" Schrank gibt... was meint man damit eigentlich?

Ist der "gegenwärtige Schrank" nur ein augenblicklicher Zustand? Wenn ja, ist es der Zustand eines Atoms, Moleküls, Holzbretts oder der des gesamten Schranks (und falls Letzeres, warum sollte man die Gesamtheit des Schranks als einen einzigen Zustand betrachten dürfen?)? Wenn man nur den "Augenblick" sieht, dürfte man in Bezug auf den gesamten Schrank m.E. gar nicht von Länge, Breite und Höhe sprechen - denn nur, wenn man die Veränderung in diesen Richtungen zeitlich wiederholt (z.B. indem man das Relief mit dem Auge als ein "Bild" scannt), ergeben sich die Dimensionen (Länge, Breite und Höhe) des Schranks als ein einheitlicher Datensatz (der aber zeitlich gesammelt wurde(!)). Die allgemein akzeptierte Dreidimensionalität des Schranks reduziert sich bei dieser Anlalyse also ebenfalls auf einen zeitlichen Vorgang...

Ich denke dies ist in etwa das, was auch du bereits in deinem Beitrag Nr. 2156-21 festgestellt hattest:

Otto schrieb in Beitrag Nr. 2156-21:
Lassen sich die drei räumlichen Dimensionen, wie wir sie erleben, als Zeitachsen interpretieren?
Wenn die Zeit als vierte Dimension mathematisch in Gleichungen integriert werden kann, dann gibt es keinen qualitativen Unterschied zwischen Zeit- und Raumachsen.
Interessanterweise lassen sich bei dieser Überlegung die drei längenbehafteten Dimensionen zu einer eindimensionalen Zeit zusammenfassen.

Also: Bestehen Objekte in Länge, Breite, Höhe und Zeit - oder gibt es nur den "Augenblick" als Zustand und wenn ja, was soll dieser sein?
Beitrag zuletzt bearbeitet von Claus am 31.07.2020 um 13:11 Uhr.
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Beiträge: 905, Mitglied seit 3 Jahren
Hallo Otto!

Otto schrieb in Beitrag Nr. 2347-45:
Den ersteren Link zu Spektrum.de mit dem Titel "Die Topologie-Revolution" fand ich sehr informativ. Danke.

Mich hatten damals vor allem die Übereinstimmungen zu den Wiederholungen nach zwei Umläufen in den Abläufen meiner Zeitschwingungen ( Beitrag Nr. 2264-1 ) überrascht. Im Übrigen wird es gerade unter deiner Thematik interessant sein, dachte ich mir. Die von mir zudem genannte Broschüre kenne ich nicht, sie dürfte nach meiner Kenntnis der Verlagsartikel jedoch tiefergehend aufschlussreich sein. Das soll keine Werbung sein!

Otto schrieb in Beitrag Nr. 2347-45:
Siehe hierzu mein Kommentar zur dynamischen Raumzeit und und meine Auffassungen zum Grundzustand aller Objekte im Universum.

Dann sind wir uns doch weiter einig: Auch ich habe stets Licht, Zeit und Information für eine Einheit gehalten.

Otto schrieb in Beitrag Nr. 2347-45:
Alle Objekte des Universums bewegen sich mit c oder einer Abweichung von c als (c-v).

Ja genau! Beschleunigung ist deshalb aus dieser Sicht eigentlich ein Tritt auf die Bremse. Wenn also v=c, dann wäre auch v= 0, also der Zustand des Stillstands (mit Auswirkung m.E. auf die SRT, wonach eine Zunahme der Geschwindigkeit den Weg verlängern sollte).

Deine Torus-Strukturen kann ich also weiterhin in diesem Sinne als im Stillstand der Zeit in der maximale Grundgeschwindigkeit c verstehen. Das war zuletzt durch deine Aussagen für mich eher missverständlich geworden.

Kirsche
Signatur:
Die Vergangenheit ist über die Gegenwart verbrauchte Zukunft.
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Kirsche schrieb in Beitrag Nr. 2347-49:
Die von mir zudem genannte Broschüre kenne ich nicht, sie dürfte nach meiner Kenntnis der Verlagsartikel jedoch tiefergehend aufschlussreich sein. Das soll keine Werbung sein!

Hallo Otto,

Inhalt habe ich hier gefunden (für dich wahrscheinlich doch weniger relevant?).

Kirsche

PS: Bei erneutem Aufruf erhielt ich aus meinem o.a. Beitrag eigenartigerweise andere (weitere?) Inhalte, die durchaus von Interesse sein könnten.
Signatur:
Die Vergangenheit ist über die Gegenwart verbrauchte Zukunft.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Kirsche am 31.07.2020 um 18:46 Uhr.
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Beiträge: 946, Mitglied seit 7 Jahren
Claus schrieb in Beitrag Nr. 2347-48:
Also: Bestehen Objekte in Länge, Breite, Höhe und Zeit - oder gibt es nur den "Augenblick" als Zustand und wenn ja, was soll dieser sein?

Hallo Claus,
ich denke, der Augenblick ist das eigentliche Sein.

Wir stellen die falschen Fragen, um die Welt zu verstehen.
Wir sollten eher fragen, wie die Objekte den Claus und den Otto erfahren.
Existiert für einen Schrank, für einen Baum oder für einen Felsen überhaupt eine oder mehrere Dimensionen?
Wir stülpen unsere Erfahrungswelt doch nur anderen Subjekten/Objekten über.
Unsere eigene Zustandsänderung vergleichen wir mt der Zustandsänderung eines Schrankes und benennen dies als Zeit.
In unserer Überheblichkeit machen wir Wichte uns zu Göttern.

Für mich ist der Raum nur eine andere Form der Zeit.
Der Augenblick der Zeit ist (für mich) der mathematische Kehrwert der räumlichen Zustandsänderung.
Grundbausteine der Natur, wie Elektronen, sind mathematische Spezialfälle (wie ein Möbiusband oder die Oberfläche eines Torus mit Wirbeln), die aber unser Sein ausmachen.

Groß, Otto
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Beiträge: 946, Mitglied seit 7 Jahren
Kirsche schrieb in Beitrag Nr. 2347-50:
Inhalt habe ich hier gefunden (für dich wahrscheinlich doch weniger relevant?).
Ich hatte etwas Probleme, den eigentlichen Artikel "Die Topologie-Revolution" von Davide Castelvecci vom 15.11.2017 (einer Übersetzung aus "nature") zu drucke.
Es hat sich aber gelohnt.
Ich verfolge die Publikationen von Spektrum.de leider kaum.
Gruß, Otto
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Stueps (Moderator)
Beiträge: 3.290, Mitglied seit 14 Jahren
Moin Otto,

ich meld mich nächste Woche, hab zu tun jetzt. Wahrscheinlich insbesondere zum Möbiusband werd ich nach was beitragen. In diesem Thread sind ja jetzt viele interessante Fragen aufgetaucht.

Beste Grüße
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Beiträge: 905, Mitglied seit 3 Jahren
Ja, nur unser Augenblick ist gegenwärtig und schon Vergangenheit. Unser Sein ist eine Folge der Summe dieser Augenblicke.

Das für mich faszinierende ist jedoch, dass jeder dieser Augenblicke die Zukunft als Erwartung und die vorangegangene Vergangenheit als Erfahrung jeweils vollständig in unser augenblickliche Leben einbezieht (vgl. meinen Beitrag 2289-1). Auf dieser Basis halte ich es für entscheidend, wie wir selbst die Welt sehen und wie wir sie mit unserer Logik besonders mathematisch zu erklären versuchen. Dabei werden wir zwangsläufig immer an Grenzen stoßen, die uns vor neue Herausforderungen stellen. Unser Wissen wird aus meiner Sicht nie vollkommen werden, unser Tun wird immer einer Sisyphus-Arbeit gleichen, die wir wie dieser Schicksalsgenosse immer wieder erneut mit Freuden aufnehmen, ohne zu verzweifeln.

Daher glaube ich eher nicht, dass wir gezwungen wären, die Denkweise eines Gegenstandes oder der anderen Mitgeschöpfes einnehmen müssen, sondern lediglich verpflichtet sein sollten, die Gemeinsamkeiten, die die Natur für alles in gleicher Weise bereit hält, zu ergründen. Ich bin überzeugt, dass die Natur nicht nur den gleichen Gesetzen der Vielfalt folgt, sondern diese der gleichen Grundstruktur, wie diese auch beschaffen sein mag, unterliegen. Und diese wird, zu Recht oder Unrecht, so beschaffen sein, wie wir sie mit unserem Empfinden „zusammenbasteln“. Sie wird nie den Status des Absoluten erreichen, sondern stets Lücken mit Verbesserungsbedarf aufweisen. Das ist unser Schicksal, dass es nach uns weitergeht und dies neue Perspektiven eröffnet, weil so etwas wie die Evolution dem höchsten für uns erfahrbaren Gesetz zu Grunde liegt.

Kirsche

PS: Irgendwie gelingt es mir auf neuem PC nicht mehr, durch die gelbe Farbe auf ältere Beiträge zu verlinken. Was mache ich falsch?
Signatur:
Die Vergangenheit ist über die Gegenwart verbrauchte Zukunft.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Kirsche am 02.08.2020 um 11:39 Uhr.
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Beiträge: 905, Mitglied seit 3 Jahren
Hier eine wenig Lesestoff für Zwischendurch...
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Beiträge: 946, Mitglied seit 7 Jahren
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 2347-30:
Ich verfolge die beiden Threads jedoch aufmerksam, in der Hoffnung, dass ihr zu gegebener Zeit mal eure Erkenntnisse (insbesondere deine) zusammenfasst, und dem Laien verständlich macht. Spannend finde ich das allemal, weil gerade deine unkoventionelle Sicht die ART mal ganz anders beleuchtet. Für solcherlei bin ich ja immer zu haben.

Hallo Stueps,
ich arbeite schon eine ganze Weile an einer Zusammenfassung meiner Gedanken zur ART und SRT, die ich hier im Forum irgendwann einmal geäußert habe.
Ich musste die Arbeiten leider immer wieder unterbrechen.
Es ist auch gar nicht so einfach, sich auf das Wesentliche zu beschränken, um verständlich zu bleiben.
Ich werde es "Ottos Welt" taufen.

Gruß, Otto
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