Hallo Claus,
Ich hatte aber einmal spekuliert, dass die "Erscheinungsformen" der Energie (Teilchen vs. elektromagnetische Welle) sich dadurch unterscheiden, dass das Eine dem Anderen in einer um 90° gekippten Dimension entspricht. Licht bewegt sich als "elektromagnetische Welle" in in eine Raumrichtung der Raumzeit, ähnlich würde sich - meiner Vorstellung nach - ein (im Raum manifestiertes) Teilchen in die Zeitrichtung der Raumzeit "bewegen".
so hast du, wenn ich mich recht erinnere, schon öfter "spekuliert" und das entspricht auch so in etwa meiner Vorstellung.
Wenn man versucht, das Licht auf die Lorentztransformation anzuwenden, stellt man fest, dass wenn man die Geschwindigkeit gegen c laufen lässt, die Zeit gengen Null geht.
Das kann man dann so verstehen, dass für das Licht Vergangenheit und Zukunft keine Rolle spielt.
Dazu ist mir folgendes äußerst verblüffendes Experiment eingefallen.
Es geht um den Doppelspaltversuch mit einzelnen "abgeschossenen" Photonen.
Mit zunehmender Anzahl der Photonen ergibt sich ein Interferenzmuster gleich dem Ergenis der Wellenfunktion von Schrödinger.
Ermittelt man nun aber den Weg der Photonen, linker oder rechter Spalt, so ergibt sich kein Interferenzmuster, sondern das, was man klassischerweise erwarten würde.
Wie misst man jetzt aber den Weg eines Photons ohne es zu stören?
Dazu wird hinter dem Spalt ein Kristall positioniert, welches durch Doppelbrechung zwei verschränkte Photonen halber Energie erzeugt.
Das eine Photon wird dann am Detektor registriert, das andere "durchfährt" eine Anordnung von Strahlenteilern und Polfiltern, wodurch ermittelt werden kann, ob es den linken oder rechten Spalt durchdrungen hat.
Dann ergibt sich kein Interferenzmuster. Versperrt man allerdings dem verschränkten Photon den Weg durch die Anordnung, stellt sich wieder ein Interferenzmuster ein.
Da stellt sich dann die nicht zu beantwortende Frage, woher weiß denn das Photon, ob sein Partnerteilchen gemessen wird oder nicht?
Aber es wird noch verrückter:
Selbst wenn die Messanordnung in einem größeren Abstand vom Doppelspalt als der Detektor aufgestellt wird, erhält man das gleiche Ergebnis.
Das heißt, auch wenn man den Weg des Photons
nach dem Auftreffen am Detektor ermittelt, wird es dadurch scheinbar beeinflusst.
Ursache und Wirkung scheinen für Photonen keine zeitliche Reihenfolge zu besitzen.
mfg okotombrok
"Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung wechseln können"
(Francis Picabia)