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Zum Begriff der Gleichzeitigkeit in der Speziellen Relativitätstheorie und die Folgen

Thema erstellt von Harti 
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Beiträge: 568, Mitglied seit 8 Jahren
Da die Gegenwart stets eine Interaktion in Situ ist, spielt der Raum und räumliche Bewegungen für die Gleichzeitigkeit absolut keine Rolle.
Das kräuseln der Gegenwart ist in allen Fasern stets zeitlich auf der möglichen Stufe der Realität.
Der Einsichtsradius ist dabei natürlich immer nur Null.

Harald
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Es gibt nur eine Zeit - die aktive und die passive Gegenwart - und Gravitation
ist die Antwort der Gegenwart auf die Einwirkung vergangener Wichtigkeiten.
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Zitat von Harald Denifle:
Harald Denifle schrieb in Beitrag Nr. 2311-21:
Da die Gegenwart stets eine Interaktion in Situ ist, spielt der Raum und räumliche Bewegungen für die Gleichzeitigkeit absolut keine Rolle.

Sehr richtig, Harald. Gleichzeitigkeit und Raum schließen sich vollkommen perfekt aus. Ja, es bleibt jedenfalls unter diesem Gesichtspunkt nur eine Feststellung: Die (Gleich-)Zeit(- gkeit) ist der Raum, völlig ohne Frage!

Gerd
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Die Vergangenheit ist über die Gegenwart verbrauchte Zukunft.
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Warum sollen sich Zeit und Raum gegenseitig ausschließen?

Zitat von Harald:
Es gibt nur eine Zeit - die aktive und die passive Gegenwart - und Gravitation
ist die Antwort der Gegenwart auf die Einwirkung vergangener Wichtigkeiten.

Fragen werden also weiterhin bleiben. Es gibt, aber wie stets bei verschiedenen Raumpunkten, eine Dualität der Gegenwart. Für die Realität zugleich aber auch der Motor für das All durchdringende, die eine räumlich idente Gegenwart. Das wir diese nicht einsehen können, heißt nicht automatisch, dass es eine solche idente Gegenwart nicht gibt. Seltsam wäre es, könnte man diese einsehen. Möglich vielleicht noch mit einer verschränkten Sicht auf all den Raum, auch wenn mache da eventuell eine beschränkte Sicht, auf all die wissenschaftlichen Dinge, vermuten.

Harald
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ist die Antwort der Gegenwart auf die Einwirkung vergangener Wichtigkeiten.
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Beiträge: 551, Mitglied seit 1 Jahr
Zitat von Harald Denifle:
Harald Denifle schrieb in Beitrag Nr. 2311-23:
Fragen werden also weiterhin bleiben.

Moin Harald,

ich habe zwar Gleichzeitigkeit und Raum ausgeschlossen, ich stimme dir aber in o.a. Feststellung voll zu.

Ich könnte dir immerhin noch antworten, dass mir Raum verstanden als Vakuum zwischen der Materie bzw. Energie keinerlei Fragen beantworten wird, ja diese nicht einmal widerhallen lässt, weil sie nirgendwo ankommt und mit keiner Antwort zurück. Wo ein Nichts ist, kann auch nichts sein und ebenso nichts werden oder Antwort geben.

Dieselbe Frage dagegen in die Zeit geäußert gibt mir als Licht immerhin die Antwort auf ein entferntes Ereignis, dessen Entfernung ich deshalb aber noch lange nicht kenne, weil….(siehe oben). Die Frage, ob diese Antwort in der Zeit gleichzeitig erfolgt ist, bleibt insoweit logisch mindestens ebenso nicht zu klären, ja, ich behaupte, dies ist unmöglich. Für die Gleichzeitigkeit gibt es also deshalb weder Raum noch Zeit. Oder es ist die Frage berechtigt, ob es überhaupt Gleichzeitigkeit gibt oder je gegeben hat. Ein Fünkchen nämlich bleibt stets eine Distanz.

Getreu der Feststellung: Wo was ist, da ist auch Materie, und wo Materie (auch Energie) ist, da ist auch Zeit. Da, wo keine Materie ist, sind also weder Raum noch Zeit.
Es bleiben aber stets weitere berechtigte Fragen, woran sich trotz perfekter Antworten niemals etwas ändert:

Das Bleibende

Wer fragt, der Ist!

Kirsche
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Zitat von Raumpunkt:
Alles was ist, ist meine Antwort und ist es nicht viel so ist es doch Alles.

Die Basis für das Alles im Nichts und erst noch in jedem Punkt.

Harald
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Irgendwie:

„Alles hat seine Zeit“.
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Wart und Gegen als real, duale Gegenwart?

Harald
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Moin Harald,

die Dualität (in!) der Gegenwart ist nur als ewig sich erneuernde Auseinandersetzung unseres Bewusstseins zwischen Vergangenem und Zukünftigen zu verstehen.
Dualität im Sinne von einem „Doppel“ von Gegenwart ist ausgeschlossen. Gegenwart ist stets vollständig individuell. Gleichzeitigkeit kann es objektiv deshalb unter uns nicht geben, subjektiv allerdings schon.

Das Universum ist richtig verstanden ausschließlich objektiv; es kennt, wenn richtig verstanden, keine Subjektivität und daher auch keine Gleichzeitigkeit.

(Über die Objektivität unseres eigenen Betrachtungsresultats ist deshalb trefflich zu streiten. Wer oder was ist objektiv, kann überhaupt objektiv sein? Was ist die Realität? Werden wir es je erfahren?)

Kirsche
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Hallo Kirsche,
Kirsche schrieb in Beitrag Nr. 2311-20:
was hat deine Trennung von Ereignissen nach a) und Ereignissen nach b) eigentlich mit gegenläufigen Bewegungen nach der SRT zu tun?

Eigentlich nichts. Ich wollte nur Begrifflichkeiten klären. Danach bedeutet "Gleichzeitigkeit" im Sinne des allgemeinen Sprachgebrauch etwas Anderes als im Sinne der SRT. Ein Ereignis, das ich im Jetztzeitpunkt (gleichzeitig im Sinne des allgemeinen Sprachgebrauch) auf der Sonne sehe, hat nach der SRT dort vor ca. 8,3 Minuten (also nicht gleichzeitig im Sinne des allgemeinen Sprachgebrauchs) stattgefunden. Dies mag trivial erscheinen, wird aber allgemein nicht berücksichtigt.
Welcher Gleichzeitigkeitsbegriff wird beispielsweise in der Unschärferelation verwendet ? "Ort und Geschwindigkeit eines Elementarteilchens können nicht gleichzeitig mit beliebiger Genauigkeit gemessen werden." Es ist der Gleichzeitigkeitsbegriff des allgemeinen Sprachgebrauchs. Wie von mir dargestellt folgt aus der SRT, dass zwischen zwei Ereignissen ( Messung des Ortes, Messung der Dauer) entweder eine räumliche oder eine zeitliche Distanz von zumindest den Planck-Einheiten bestehen muss.

Zitat von Kirsche:
Unter Berücksichtigung der Lichtgeschwindigkeit kann es keinerlei Gleichzeitigkeit geben, und dies gerade deshalb, weil sowohl deine a) und b) vollkommen richtig sind.

Sag ich doch. Eine Gleichzeitigkeit zwischen zwei Ereignissen im Sinne des allgemeinen Sprachgebrauchs ist eine Fiktion. Man kann allerdings auch für die SRT einen anderen Gleichzeitigskeitsbegriff definieren, der durch die Lichtgeschwindigkeit bestimmt wird (lichtartige Vektoren haben in Raumzeitmodellen den Betrag Null).


MfG
Harti
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Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen. A.E.
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Zitat von Harti:
mag trivial erscheinen

Das EINE gegen das ALL findet überall gerade jetzt statt.
Eine Zeitgleiche und ganz schön trivial – GEGENwart.

Harald
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Hallo Kirsche,
Harti schrieb in Beitrag Nr. 2311-29:
Man kann allerdings auch für die SRT einen anderen Gleichzeitigskeitsbegriff definieren, der durch die Lichtgeschwindigkeit bestimmt wird (lichtartige Vektoren haben in Raumzeitmodellen den Betrag Null).
Damit stimmt auch die allgemein vertretene Ansicht überein, die Eigenzeit für Licht sei stets Null (siehe "Physik der Raumzeit" Taylor/Wheeler 1994 S.242)

Zu klären ist allerdings dann, wie das in Übereinstimmung zu bringen ist mit der Tatsache, dass die Lichtgeschwindigkeit nicht unendlich ist. Möglicherweise liegt ja die Erklärung darin, dass Raumzeitmodelle und Weg-/Zeitdiagramme nicht kompatibel sind. Mit anderen Worten: Bei einer raumzeitllichen Betrachtung kann man keine Geschwindigkeiten angeben.

MfG
Harti
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