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Ist die Zeit der Raum?

Thema erstellt von Kirsche 
Beiträge: 510, Mitglied seit 1 Jahr
Zitat von Thomas der Große:
Thomas der Große schrieb in Beitrag Nr. 2264-821:
Natürlich schliesst sich die Frage an, ob optisch dünnere Medien als das Vakuum denkbar sind.

Hallo Thomas,

darauf würde ich jetzt antworten: Ein Vakuum ohne bedeutende Informationen (und diese verstehe ich nun als die perfekte Leere; vgl. Beitrag Nr. 2306-62 ). Die Überlegung, ob diese Leere überhaupt existiert und dann Auswirkungen auf die faktische Lichtgeschwindigkeit haben könnte, wäre wohl nach gegenwärtigem Kenntnisstand eher theoretischer Natur.

Kirsche
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Hallo Forum,

erlaubt mir hier eine Anmerkung:

In Zara.t. ´s Thread habe ich unter Beitrag Nr. 2306-51 bis 53 Stellung genommen und dort zum Abstand in der Zeit meiner Grafiken etwas ausgeführt, was zu meinem Thread hier gehört, welches ich deshalb hier einfüge möchte:


In meinen Schwingungsvorstellungen hat die Unschärferelation vielleicht selbstähnlich folgende Wirkungen:

1. Trennung von vorauseilender Zukunft und Vergangenheit (Achtung: keine Gegenwart als Resultat!) durch einen gewissen Abstand.

2. Der Abstand bewirkt den jederzeitigen Austausch zwischen Zukunft und Vergangenheit in der Gegenwart.

3. Der Abstand sorgt trotz 2. für ein kontinuierliches Voranschreiten der Zeit in die Zukunft.

4. Der Abstand füllt einen Speicher unbewusster Zukunft, aus dem sich später womöglich sogar zeitverlängernd die Kreativität des Freien Willens besonders intensiv und zukunftsträchtig entfalten kann (Gedankenblitze etc.).

5. Der Abstand begrenzt die jeweiligen Mengen von Zukunft und Vergangenheit auf ein spezielles Maß.

6. Der Abstand ist Triebfeder der Evolution, weil die Informationsweitergabe aus Vergangenheit und Gegenwart in die Zukunft ermöglicht wird.

7…..?

Inwieweit sich diese, bisher nur meine Erkenntnis in der Unschärferelation selbstähnlich wiederfinden lassen und daraus ein Forschungsziel entstehen könnte, bleibt offen.

Kirsche
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Beiträge: 510, Mitglied seit 1 Jahr
Hallo Forum,

die Verbindung der „mechanischen“ Quantenphysik mit den Empfindungen unseres Bewusstseins gibt doch die Chance, sofern die Eheleute Görnitz mit ihren Thesen nicht völlig falsch liegen, die Quantenphysik mit unserem Bewusstsein einem Test zu unterziehen (vgl. Beitrag Nr. 2306-95). Was kann mit den Quanten der elektromagnetischen Informationsübermittlung passieren, wenn wir

- etwas Neues mit unseren Sinnen erfassen,
- dieses mit unserer Erinnerung beurteilen,
- zu einem gefestigten Eindruck gelangen,
- diesen nutzen, um eine Handlung zu bedenken,
- eine Handlung vollziehen,
- diese auf Wiedervorlage legen und abwarten,
- die Zukunft abwarten?

So beschreibe ich einen Moment unserer Gegenwart (Beitrag Nr. 2289-1). Tritt in irgendeiner dieser Phasen unseres täglichen Experiments etwas auf, was wir aus der Quantenphysik durch unsere Messungen meinen feststellen zu müssen, was ja exakt genauso mit einer ganz bestimmten Wahrscheinlichkeit vorhergesagt werden kann? Bricht in irgendeiner Phase unserer Gedankenwelt die Wahrscheinlichkeitswelle zusammen: Ja oder Nein?

Das sind doch die entscheidenden und interessanten Fragen, denn sie könnten den Unterschied zwischen der Welt der Quantenmechanik und der Einsteinschen Relativität klären:

a) Die Experimente zur Relativitätstheorien finden im Innersten des Experimentierfelds Universums statt und eben nicht aus der Sicht von außen.

b) Die Experimente zur Quantenmechanik können nur von außerhalb des Experimentierfelds vorgenommen werden und beeinflussen dieses an winzigsten Größen vermutlich schon durch die geringste Krafteinwirkung einer Messung.

Will man diese wunderbar funktionierenden Theorien kombinieren, muss man wohl schon mal die Ausgangsbedingungen vereinheitlichen. Dies ist doch Chance und Ausgangspunkt der von Zara.t. speziell angeregten Diskussion „Von der Quantenphysik zum Bewusstsein“ (vgl. dort u.a. meinen Beitrag Nr. 2306-95 ).

In meinem eigenen Thread „Ist die Zeit der Raum?“ hier habe ich Schwingungen der Zeit vorgestellt, die die Zeit nicht nur als Aneinanderreihung von Zeitpunkten mit ihren Messergebnissen sehen wollen, sondern als Momente immer neu entstehender Gegenwart, in die die Ereignisse /Informationen mit deren Beurteilung und einer daraus folgenden Handlung als „Wirkliche Veränderung“ vollständig inkludiert sind. Ich vermute aus den diesen zugrundeliegenden Interpretationen, dass es eigentlich keinen zwingenden Unterschied zwischen den grundlegenden Theorien geben wird. Dies hat mein Test auf Emergenz, die m.E. hier nicht durch eine exakt auszumachende Trennung zwischen beiden Theorien vorliegen kann, dann auch so ergeben.

Alles hat seine eigene Schwingung dieser Zeit, die in die des Universums eingebettet ist. Man könnte diese als „Mehr-Welten-Schaum“ auffassen, der sich kettenartig in der Zeit „t“ in die Zukunft bewegt. Dies deutet auf ein Ketten-Universum, nicht aber auf ein Multiversum hin.

Fasst man die äußeren Schwingungsverläufe noch als grundlegende Größe für eine sich wandelnde Gravitation der Relativitätstheorien auf, lässt sich daraus womöglich die Quantenphysik ohne wesentliches Hindernis fließend ableiten. Die äußeren Wahrscheinlichkeiten werden dann verschwinden und durch evolutionäre Zufälle, einem jederzeit gebrochenen Determinismus, abgelöst. Getragen von einem offenen Meta-Gesetz der von mir sogenannten leicht asymmetrischen „Natürlichen Zeit“ von Ereignisveränderungen.

Diese Vorstellungen setze ich also bei meinen Überlegungen voraus, wenn ich in Zara.t.s Thread feststelle, dass sich unter den von ihr vorgestellten Voraussetzungen das menschliche Hirn sowohl als physikalisches Objekt als auch als Subjekt des Selbst-Erlebens nicht nur von Chemie, sondern auch von Physik durch uns als interne Experimentatoren nutzen lässt. Dieser Betrachtungsansatz scheint mir aus der Sicht des gegenwärtigen Stillstandes in der Physik durchaus sinnvoll zu sein.

Versuchen wir es doch einfach mal! Diese Diskussion sollte unter Zara.t. s Thread geführt werden, auf den ich hier verweise.

Kirsche
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Hallo Forum,

ich möchte hier einstweilen auf meine kosmologischen Fragestellungen zurückkommen:

Den Standard stellt derzeit noch die Vorstellung, der Raum des Universums habe sich nach dem Urknall inflationär, also möglicherweise sogar mit Überlichtgeschwindigkeit, ausgedehnt. Sonst könnte der Blick in alle Richtungen nicht so gleichförmige Sichten liefern, denn die Anfangsbedingungen des Universums sind unbekannt. Als Beweis dieser Theorie wird bisher besonders die Hintergrundstrahlung angeführt, die von uns aus in alle Richtung bis auf geringfügige Temperaturabweichungen uns ebenso gleichförmig trifft, wie sich alle Galaxien von uns mit noch zunehmender Geschwindigkeit weg zu bewegen scheinen (Rotverschiebung). Hierfür wird Dunkle Energie vermutet, die antigravitativ wirken soll. Es sei deshalb widersinnig, Überlegungen anzustellen, wo im Universum der Urknall stattgefunden hat. Er habe nämlich überall zur gleichen Zeit stattgefunden. Dies scheint auch die Meinung hier im Forum zu sein:

Zitat von Stueps:
Zitat aus Beitrag Nr. 2264-753: Meine Prognose, und dies ist jetzt wirklich ein persönlicher Angriff: Ich traue dir nicht zu, dass du hier eine brauchbare Lösung anbietest. Du, der einen geographischen Mittelpunkt des Universums in Betracht ziehst.

Die Analogie soll ein Ballon darstellen, auf dem Punkte aufgezeichnet die Galaxien symbolisieren und der beim Aufblasen den zunehmenden Raum zwischen den auseinander driftenden Galaxien darstellen soll. In meinem Beitrag Nr. 2310-14 habe ich dagegen das dreidimensionale Modell einer Käsekugel eingeführt, deren Spieße sich nach außen aufspreizen, sich kontinuierlich mit den darauf befindlichen Käsehäppchen und allen Spießen immer weiter voneinander und dem Zentrum entfernen und den Urknall ebenso repräsentieren können, wie auch den Urprall neuester Vorstellungen.

Die Vorstellung vom Urprall wird aus den neuesten Erkenntnissen von Feinheiten der Hintergrundstrahlung abgeleitet. Gegenüber dem Urknallmodell bedarf es keiner unbekannten Anfangsbedingung, wenn es aus einem Vorläufer-Universum hervorgegangen ist. Es gab demnach also auch schon eine Zeit vor dem Urknall, die sich nicht erst mit dem Raum zum Zeitpunkt des Urknalls „ausgerollt“ habe. Für die höchst seltsame Inflation, für die ebenfalls keinerlei bekannte Ursache hergeleitet werden kann, lässt sich in der Hintergrundstrahlung kein Indiz finden, ja, sie gilt nun sogar als eher ausgeschlossen. Das Urprallmodell entspricht ohnehin noch besser meiner im ersten Beitrag dieses Threads geäußerten Vorstellung von selbstähnlichen Schwingungsstrukturen.

Ich habe in meinem Beitrag Nr. 2264-801 meine Vorstellungen zur Einwirkung einer zu- und wieder abnehmenden Gravitationskraft auf die Bildung der Materie bereits ergänzend dargestellt. Daraus erschließt sich auch folgender Vorgang:

Der Urprall hat dabei zuvor von allen Seiten auf einen zentralen Bereich eingewirkt wie eine Implosion und kurzzeitig sämtlich aus dem Vorgängeruniversum stammende Energie dort konzentriert. Die noch heute messbare sog. Hintergrundstrahlung aus Photonen hat sich von diesem Zentrumsbereich mit Lichtgeschwindigkeit in alle Richtungen ausgedehnt. Demgegenüber ist die aus der anfangs noch konzentrierten Energie nicht als Photonenstrahlung entwichene Energie zu Materie kondensiert, die mit wesentlich geringerer Geschwindigkeit folgt. Die abgekühlten Photonen leuchten dabei nun aus allen Richtungen gleichförmig, demgegenüber wird man bei der Materie einen Entwicklungsablauf feststellen. Es gibt Sterne mehrerer Genrationen, alte, sehr alte und junge.

M.E. ist es ein Irrtum, anzunehmen, der Blick in den Himmel zeige auch die Materie aus allen Richtungen gleich. Dieses Urteil treffen wir lediglich aus einem winzigen Fenster, dem sog. Deep Field, das uns ausschließlich den Blick in wirklich ferne Welten ermöglicht. Wir haben dabei überhaupt keine Ahnung, welchen Blick wir in andere Richtungen des Universums erhalten könnten, würden wir dorthin blicken können. Haben wir auch dort den Blick in fernste Welten, gibt es dort nichts oder, was versperrt uns den Blick? Wir wissen es nicht. Es ist m.E. jedenfalls ein Irrtum, aus der Hintergrundstrahlung allein Schlüsse auf einen überall gleichen Verteilungsgrad der Materie und deren zunehmende Ausdehnung zu ziehen. Vielleicht befindet sich unsere Galaxie auf einer mittleren Stufe der Entwicklung, die sich auch anderswo in gleicher Weise zeigen wird (siehe spießiges Käsehappen-Modell)

Fazit: Es gibt ein Zentrum. Nichts anderes behaupte ich. Es gibt keine dimensionslosen Punkte in der Natur! Einen Mittel-Punkt wird Stueps daher selbst suchen müssen.

Kirsche
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Kirsche am 24.11.2018 um 14:44 Uhr.
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Ich sollte dabei sicher noch ergänzend verdeutlichen, dass sich eine Implosion von einer Explosion wesentlich unterscheidet.

Eine Explosion schleudert Teile in alle Richtungen nach außen. Bei einer Implosion treffen die Teile aufeinander, tauschen Geschwindigkeiten und Richtungen mehrfach aus, bevor alles auseinanderstrebt. Nach einem Urprall werden also die Photonen diffus aus allen Richtungen auf uns treffen und dadurch das beobachtete Bild erzeugen. Einer Raumausdehnung bedarf es nicht.

Kirsche
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