Hallo Stueps,
Sussking ist ja einer der "Miterfinder" des holographischen Prinzips, das nach meinem Empfinden immer wichtiger unter eineigen theoretischen Physikern wird. In diesem Zusammenhang spielt auch die AdS-CFT Korrespondenz (von Maldacena postuliert) anscheinend eine immer wichtigere Rolle:
. . .
Auf Schwarze Löcher (und auch auf das Universum) angewandt, bedeutet das, dass alles im SL (Universum) auf seiner Oberfläche kodiert ist. Informationsverlust gibt es also nicht.
zwar wird zunächst die Information einer Masse, die in ein SL hineinfällt,
auf der Oberfläche des Ereignishorizontes zweidimensional codiert.
Doch geht diese Information durch die Hawkingstrahlung,
und mit ihr einhergehende "Schrumpung" des SL's und somit der Oberfläche,
doch wieder verloren.
Denn der Hawkingstrahlung ist keine Information aus dem Inneren schwarzer Löcher zu entnehmen.
Ein weiteres Kuriosum stellt die Tatsache dar,
dass die Information der hineinfallenden Masse zwar unmittelbar bei Überschreitung des Ereignishorizontes auf deren Oberfläche codiert ist,
aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Singularität erreicht hat.
Das heißt, die Information liegt doppelt vor:
Dreidimensional unmittelbar hinter dem EH, und zweidimensional auf dessen Oberfläche.
Welches ist nun das Original und welches eine Kopie und wie ist diese Situation zu interpretieren?
Das ist vollkommen unklar.
Meines Wissens existieren zwei Ideen zur Lösung des Informationsparadoxons schwarzer Löcher,
die ich nicht wirklich verstanden habe
1.)
Wurmlöcher:
Zwei SL's sind über Wurmlöcher miteinander verbunden.
Wenn sich Wurmlöcher im Inneren von SL's befinden, werden Informationen vielleicht nicht zerstört.
Gewisse Bereiche scheinen sich dabei sowohl im Inneren wie auch im Äußerem zu befinden.
Sie werden somit zum Bestandteil der entweichenden Strahlung und tragen Information heraus.
2.)
Page-Kurve:
Normalerweise nimmt die Entropie bis zum Maximum zu.
Es gibt aber Systeme, bei denen die Entropie ansteigt und wieder abnimmt.
Der Verlauf nennt sich Page-Kurve und der Zeitpunkt des Maximums Page-Zeit.
Beim "Verdampfen" eines SL's durch die Hawking-Strahlung nimmt die Entropie des SL's ab,
die Entropie der Strahlung hingegen zu.
Ab dem Zeitpunkt, an dem beide Entropiewerte gleich sind, der Page-Zeit,
können Informationen aus dem Inneren des LS's durch die Strahlung übertragen werden.
Wieso?
Habe ich nicht verstanden.
Einige Informationen habe ich der dreiteiligen Serie über Schwarze Löcher der Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft entnommen.
Ausgaben 12/22, 1/23 u. 2/23
Wobei es im letzten von mir noch nicht gelesenem Beitrag um unser SL, Sagittarius a Stern geht.
Außerdem und sehr empfehlenswert
"Kosmologie, die größte Geschichte aller Zeiten"
von Josef Gaßner und Jörn Müller
Fischer Verlag ISBN 978-3-10-379181-1
mfg okotombrok
"Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung wechseln können"
(Francis Picabia)