Was wird wohl passieren, wenn das eine von zwei verschränkten Teilchen in ein schwarzes Loch stürzt?
Hallo Skeptika,
für mich lautet die Frage, für
wen passiert
was?
ich gehe im Folgenden von massebehafteten Teilchen aus um die Sache nicht unnötig zu verkomplizieren. Von uns ausgesandte Lichtquanten können nicht beobachtet werden oder irgendwo hineinfallen. (man sollte überhaupt bedenken wenn man über verschränkte Photonen nachdenkt, dass wir es hier nicht mit etwas zu tun haben, was sich isolieren und beobachten lässt. Quantenmechanische Versuche diesbezüglich sind statistische Auswertungen langer Messreihen, die die Bell'schen Ungleichungen verletzen und somit mit der klassischen Logik nicht erklärbar sind und nicht mit Begriffen wie Welle oder Teilchen erschöpfend beschreibbar sind.)
Für Massebehaftetes:
Für einen außenstehenden Beobachter fällt kein "Teilchen" in ein SL.
Er beobachtet, wie sich etwas einem SL nähert, und durch die gravitative Zeitdilatation geschieht dies immer langsamer, je mehr es sich dem Ereignishorizont nähert. Theoretisch würde die Zeit für dieses Etwas am Ereignishorizont stillstehen, für einen Beobachter stellt allerdings der Ereignishorizont eine Asymptote dar wie z.B. die Lichtgeschwindigkeit – man beobachtet, dass sich das Teilchen dem Ereignishorizon mehr und mehr nähert, und das immer langsamer, ihn aber nie erreichen wird.
Für ein sich einem SL näherndes Teilchen aber existiert ein Ereignishorizont nicht, es fällt hinein. Was dann mit ihm passiert wissen wir nicht.
Für mich heißt Singularität, dass wir darüber
grundsätzlich nichts wissen können.
Fazit:
Von außen beobachtet bleibt die Verschränkung bestehen.
Vom Teilchen aus betrachtet wohl nicht.
mfg okotombrok
PS:
Sorry, hatte nicht alle Beiträge von euch gelesen, nur ein paar überflogen. Ist wohl schon im Wesentlichen gesagt worden was ich schrieb.
:-(
"Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung wechseln können"
(Francis Picabia)
Bearbeitet von Okotombrok am 18.05.2014 um 12:30 Uhr.