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Grtgrt
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Wellen in der Quantenphysik – einige Fragen dazu



An alle (besonders an alle Physiker unter Euch):

Das Doppelspalt-Experiment ist insofern erstaunlich, als man
  • Interferenz feststellt, wenn der Aufbau des Experiments so ist, dass Weg-Information nicht erlangbar ist,
  • jene Interferenz aber verschwindet, wenn der Versuchsaufbau so abgeändert wird, dass Weg-Information — prinzipiell wenigstens — erhalten werden kann.


Mir ist inzwischen klar:

Das ist überhaupt nicht erstaunlich, wenn man  P h o t o n e n  durch den Doppelspalt schickt. Die nämlich scheinen immer eine bestimmte Polarisation zu tragen (auch wenn uns die nicht immer bekannt ist).


Erstaunlich aber ist:

Die beiden Varianten des Doppelspalt-Experiments funktionieren auch für Materiewellen, also z.B. dann, wenn die Teilchen, die durch den Doppelspalt geschickt werden, Elektronen sind oder ganze Moleküle (wie etwa Fullerene oder gar noch komplexere Moleküle).


FRAGE also:
  • Wenn ja: Wie kann man entsprechende Messanfragen stellen (und wie kann man Polarisationsfilter dafür bauen)?

Was der Artikel Polarisation von Materiewellen im Endeffekt zu diesem Thema sagt, habe ich nicht wirklich verstanden. Kann mir da jemand helfen?


Danke,
grtgrt
 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 21.06.2013 um 22:08 Uhr.
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Okotombrok
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Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 2052-1:
Mir ist inzwischen klar:

Das ist überhaupt nicht erstaunlich, wenn man Photonen duirch den Doppelspalt schickt. Die nämlich scheinen immer eine bestimmte Polarisation zu tragen (auch wenn uns die nicht immer bekannt ist).

Das ist mir überhaupt nicht klar.

Zitat:
Erstaunlich aber ist:

Die beiden Varianten des Doppelspalt-Experiments funktionieren auch für Materiewellen, also z.B. dann, wenn die Teilchen, die durch den Doppelspalt geschickt werden, Elektronen sind oder ganze Moleküle (wie etwa Fullerene oder gar noch komplexere Moleküle).

Das hingegen finde ich überhaupt nicht erstaunlich.

Es wäre schon hilfreich für alle Beteiligten, wenn du deinen Irrtümern auch 'mal deine Überlegungen, die dazu geführt haben, mitteilen würdest, anstatt immer nur Behauptungen aufzustellen.

mfg okotombrok
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Grtgrt
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Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2052-2:
 
Es wäre schon hilfreich für alle Beteiligten, wenn du deinen Irrtümern auch 'mal deine Überlegungen, die dazu geführt haben, mitteilen würdest, anstatt immer nur Behauptungen aufzustellen.

mfg okotombrok


Hallo Okotombrok,

wie wäre es denn, wenn Du erst mal zu meinen beiden Fragen Stellung beziehen würdest.

Das nämlich könnte mir helfen, besser zu verstehen (und dann auch darzustellen), was ich glaube verstanden zu haben.

Gruß, grtgrt

PS: Kern dessen, was ich glaube verstanden zu haben, ist, dass senkrecht zueinander polarisierte Wellen wohl gar nicht interferieren können. Siehst Du das auch so?

 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 21.06.2013 um 22:11 Uhr.
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Okotombrok
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Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 2052-1:
Die nämlich scheinen immer eine bestimmte Polarisation zu tragen (auch wenn uns die nicht immer bekannt ist).

Polarisiertes Licht lässt sich mit einem Polfilter sperren, wenn nicht, dann ist es nicht polarisiert.
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Okotombrok
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Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 2052-3:
Kern dessen, was ich glaube verstanden zu haben, ist, dass senkrecht zueinander polarisierte Wellen wohl gar nicht interferieren können. Siehst Du das auch so?

Das halte ich für irrelevant.
Quantenmechanische Versuche wie der DS-Versuch lassen sich weder wellen- noch teilchenartig, sondern nur mit dem quantenmechanischen, nicht dem Grtgrt'schen Informationsbegriff, beschreiben.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Okotombrok am 21.06.2013 um 23:12 Uhr.
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Grtgrt
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Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2052-4:
Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 2052-1:
 
Die nämlich scheinen immer eine bestimmte Polarisation zu tragen (auch wenn uns die nicht immer bekannt ist).

Polarisiertes Licht lässt sich mit einem Polfilter sperren, wenn nicht, dann ist es nicht polarisiert.


Das sehe ich auch so. Dennoch macht diese Aussage nur dann Sinn, wenn wir von Licht sprechen, welches aus mehr als nur einem einzigen Photon besteht.

Für ein einziges Photon, dessen Polarisierung wir nicht kennen, gilt einfach nur: Der Filter wird es durchlassen oder nicht durchlassen, und die Wahrscheinlichkeit, mit der das eine oder das andere passiert, hängt von seiner uns unbekannten Polarisierung ab.

 
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Grtgrt
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Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2052-5:
Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 2052-3:
Kern dessen, was ich glaube verstanden zu haben, ist, dass senkrecht zueinander polarisierte Wellen gar nicht interferieren können. Siehst Du das auch so?

Das halte ich für irrelevant.
Quantenmechanische Versuche wie der DS-Versuch lassen sich weder wellen- noch teilchenartig, sondern nur mit dem quantenmechanischen, nicht dem Grtgrt'schen Informationsbegriff, beschreiben.


Das ist sogar sehr relevant, denn:

Im DS-Versuch die Photonen so zu markieren, dass sie Weginformation tragen, bedeutet, sie so zu polarisieren, dass aus ihrer Polarisationsrichtung ersichtlich ist, durch welchen der beiden Spalte sie kamen. Absolut zuverlässig funktioniert das aber nur, wenn an Spalt 1 in eine Richtung R1 polarisiert wird, die senkrecht auf der Richtung R2 steht, in die an Spalt 2 polarisiert wird.

Da senkrecht zueinander polarisierte Photonen sich meiner Meinung nach niemals durch Interferenz auslöschen können, ist dann aber eben auf dem Schirm hinter dem Doppelspalt gar kein Interferenzmuster mehr zu erwarten.

Wird der DS-Versuch so aufgebaut, dass er Quantenradierer sein kann, bedeutet das, dass man unmittelbar vor dem Schirm, auf dem man Interferenz finden will, einen dritten Polarisationsfilter setzt. Wenn der in eine Richtung R3 polarisiert, die genau das Mittel der beiden Richtungen R1 und R2 ist (d.h. den Winkel 45 Grad zu jeder von ihnen hat), so wird er genau die Hälfte aller ankommenden Photonen durchlassen und da sie dann sämtlich gleich polarisiert sind (in Richtung R3 nämlich), muss sich auf dem Schirm auch wieder Interferenz zeigen.

Kurz: Irgendwas Geheimnisvolles kann ich somit auch am Quanten-Radierer nicht erkennen.

Geheimnisvoll wird das Ganze für mich erst dann, wenn man statt Photonen Materiewellen (z.B. Elektronen) durch den Doppelspalt schickt. Ich weiß nämlich nicht, ob die polarisiert sein können. Andererseits wüsste ich auch nicht, wie man sich in dem Fall Weg-Information besorgen kann.

Ich wäre dankbar, wenn mir das jemand erklären könnte (Du vielleicht, Okotombrok?).

 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 23.06.2013 um 06:45 Uhr.
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Henry
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Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 2052-7:
 
Okotombrok schrieb in Beitrag Nr. 2052-5:

Das halte ich für irrelevant.
Quantenmechanische Versuche wie der DS-Versuch lassen sich weder wellen- noch teilchenartig, sondern nur mit dem quantenmechanischen, nicht dem Grtgrt'schen Informationsbegriff, beschreiben.


Das ist sogar sehr relevant, denn:

Im DS-Versuch die Photonen so zu markieren, dass sie Weginformation tragen, bedeutet, sie so zu polarisieren, dass aus ihrer Polarisationsrichtung ersichtlich ist, durch welchen der beiden Spalte sie kamen. Absolut zuverlässig funktioniert das aber nur, wenn an Spalt 1 in eine Richtung R1 polarisiert wird, die senkrecht auf der Richtung R2 steht, in die an Spalt 2 polarisiert wird.

Da senkrecht zueinander polarisierte Photonen sich meiner Meinung nach niemals durch Interferenz auslöschen können, ist dann aber eben auf dem Schirm hinter dem Doppelspalt gar kein Interferenzmuster mehr zu erwarten.

Wird der DS-Versuch so aufgebaut, dass er Quantenradierer sein kann, bedeutet das, dass man unmittelbar vor dem Schirm, auf dem man Interferenz finden will, einen dritten Polarisationsfilter setzt. Wenn der in eine Richtung R3 polarisiert, die genau das Mittel der beiden Richtungen R1 und R2 ist (d.h. den Winkel 45 Grad zu jeder von ihnen hat), so wird er genau die Hälfte aller ankommenden Photonen durchlassen und da sie dann sämtlich gleich polarisiert sind (in Richtung R3 nämlich), muss sich auf dem Schirm auch wieder Interferenz zeigen.

Kurz: Irgendwas Geheimnisvolles kann ich somit auch am Quanten-Radierer nicht erkennen.

Geheimnisvoll wird das Ganze für mich erst dann, wenn man statt Photonen Materiewellen (z.B. Elektronen) durch den Doppelspalt schickt. Ich weiß nämlich nicht, ob die polarisiert sein können. Andererseits wüsste ich auch nicht, wie man sich in dem Fall Weg-Information besorgen kann.

Ich wäre dankbar, wenn mir das jemand erklären könnte (Du vielleicht, Okotombrok?).

 

An dem Doppelspaltexperiment ist gewiss einiges geheimnisvoll, aber mit Sicherheit nicht die Polarisation, denn die hat mit den auftretenden Interferenzen nichts zu tun. Von einer Polarisation ist in der Beschreibung des Experimentes nebenbei auch niemals die Rede (und auch Elektronen können polarisiert sein).

Polarisation ist immer eine Folge der Auswirkung an realen Wellen (also z. B. die Ausrichtung des Spins von Photonen durch ein Magnetfeld).

Die Wellenfunktion (genauer: Das Quadrat der Wahrscheinlichkeit der Wellenfunktion) für ein Photon oder ein Elektron (für jedes physikalische Objekt) ist eine rein mathematische Beschreibung der möglichen Zustände eines Teilchens zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt, nicht die Beschreibung eines „realen“ Teilchens (z. B. ist ein Elektron quantenmechanisch durch seinen Ort und seinen Spin beschrieben). Im Sinne der Quantenmechanik gibt es kein Teilchen in „klassischem“ Sinne.

Der Zustand wird - wie gesagt - durch das Quadrat der Wahrscheinlichkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt beschrieben, die dynamische Entwicklung (die Bahn) eines Teilchens ab diesem Zeitpunkt wird aber dadurch NICHT beschrieben, das leistet die Schrödinger Gleichung, und die Entwicklung ist NICHT wahrscheinlich, sondern determiniert.

Das Quadrat der Wellenfunktion für den Spin von Photonen beschreibt die Wahrscheinlichkeit für die Ausrichtung des Spins, der Spin kann aber JEDE Ausrichtung annehmen, nicht nur z. B. senkrecht. Der Spin eines Photons ist aber durch das Doppelspalt Experiment gar nicht betroffen, das heißt, er wird gar nicht gemessen oder auch nur beobachtet, denn die Schwingung der sich ausbreiteten Welle ist auch gegenüber den Spalten winzig, es ist völlig unerheblich, in welcher Ebene das Licht in diesem Experiment schwingt, anders gesagt: Die Photonen sind nicht polarisiert (und es ist zudem nicht die Wahrscheinlichkeitswelle, die sich ausbreitet).

Somit ist die Wahrscheinlichkeit für eine senkrechte Ausrichtung des Spins eins gegen unendlich, womit es äußerst unwahrscheinlich ist, dass Photonen dergestalt auf dem Schirm auftreffen, dass sie sich zum einem Maximum verstärken bzw. im Minimum auslöschen, sondern es wäre eine gleichmäßige Verteilung auf dem Schirm zu erwarten. Maxima sowie Minima sind aber definitiv zu beobachten, und zwar selbst dann, wenn die Photonen EINZELN IN BELIEBIGEN ZEITLICHEN ANBSTÄNDEN DURCH DIE SPALTEN GESCHICKT WERDEN! Das heißt, die Photonen MÜSSEN MIT SICH SELBST INTERFERIEREN! Das hat mit absoluter Sicherheit nichts mit der Polarisation von Teilchen zu tun.
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Herr Oberlehrer

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Der Mensch lebt einmal. Dann nicht mehr.

(Donald Duck)
Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry am 23.06.2013 um 15:56 Uhr.
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Grtgrt
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Henry schrieb in Beitrag Nr. 2052-8:
 
auch Elektronen können polarisiert sein


Hallo Henry,

soweit ich weiß, gibt es den Begriff Polarisation in der Physik nur in zweierlei Kontext:

    1. als Schwingungsebene elektromagnetischer Strahlung
    2. als Ladungsverteilung in Atomen und Molekülen (d.h. als Ladungsverteilung in einer Wolke von Elektronen).

Das zweite ist mit dem ersten überhaupt nicht vergleichbar und hat sicher auch gar nichts mit der Frage zu tun, ob Materiewellen im Sinne von de Brouglie ebenfalls eine Schwingungsebene haben. Genau das aber wüsste ich gerne.

Gruß, grtgrt

 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 23.06.2013 um 18:21 Uhr.
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Henry
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Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 2052-9:
 
Henry schrieb in Beitrag Nr. 2052-8:
 
auch Elektronen können polarisiert sein


Hallo Henry,

soweit ich weiß, gibt es Begriff Polarisation in der Physik nur in zweierlei Kontext:

    1. als Schwingungsebene elektromagnetischer Strahlung
    2. als Ladungsverteilung in Atomen und Molekülen (d.h. als Ladungsverteilung in einer Wolke von Elektronen).

Das zweite ist mit dem ersten überhaupt nicht vergleichbar und hat sicher auch gar nichts mit der Frage zu tun, ob Materiewellen im Sinne von de Brouglie ebenfalls eine Schwingungsebene haben. Genau das aber wüsste ich gerne.

Gruß, grtgrt

 
https://de.wikipedia.org/wiki/Mat

Wahrscheinlichkeitswellen werden im Konfigurationsraum definiert, es gibt keine "Schwingungsebene" für n-Dimensionen, höchstens im übertragenen Sinne, aber das mach keinen Sinn!
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry am 23.06.2013 um 18:17 Uhr.
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Grtgrt
Beiträge: 1.566, Mitglied seit 9 Jahren
 
Henry schrieb in Beitrag Nr. 2052-8:
 
Am Doppelspaltexperiment ist gewiss einiges geheimnisvoll, aber mit Sicherheit nicht die Polarisation, denn die hat mit den auftretenden Interferenzen nichts zu tun.

Von einer Polarisation ist in der Beschreibung des Experimentes nebenbei auch niemals die Rede (und auch Elektronen können polarisiert sein).


Da bin ich mir halt gar nicht so sicher. Wie soll es denn möglich sein, dass zwei Wellen, deren Schwingungsebene senkrecht aufeinander steht, interferieren (geometrisch gesehen leben sie doch in verschiedener Dimension des Raumes)?

Zu deiner zweiten Aussage: Auch sie scheint mir falsch zu sein,  w e n n  der Versuchsaufbau so gestaltet ist, dass Pfad-Information erhalten wird (habe ich oben in Beitrag 2052-7 ja schon genauer erklärt).

 
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Grtgrt
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Henry schrieb in Beitrag Nr. 2052-10:

Wieso diese Seite mir eine Antwort auf meine Frage liefern soll, kann ich nicht erkennen.

 
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Grtgrt
Beiträge: 1.566, Mitglied seit 9 Jahren
 
Henry schrieb in Beitrag Nr. 2052-10:
 
Wahrscheinlichkeitswellen werden im Konfigurationsraum definiert, es gibt keine "Schwingungsebene" für n-Dimensionen, höchstens im übertragenen Sinne, aber das mach keinen Sinn!


Meine Frage war nicht nach einer Schwingungsebene der Wahrscheinlichkeitswelle, sondern nach einer Schwingungsebene von Materiewellen.

Wenn beide das Gleiche sein sollten, würde ich gerne zunächst mal sicher sein, dass dem tatsächlich so ist — mir scheint nämlich, dem ist  n i c h t  so.

 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 23.06.2013 um 18:48 Uhr.
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Bauhof
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Henry schrieb in Beitrag Nr. 2052-8:
Somit ist die Wahrscheinlichkeit für eine senkrechte Ausrichtung des Spins eins gegen unendlich, womit es äußerst unwahrscheinlich ist, dass Photonen dergestalt auf dem Schirm auftreffen, dass sie sich zum einem Maximum verstärken bzw. im Minimum auslöschen, sondern es wäre eine gleichmäßige Verteilung auf dem Schirm zu erwarten. Maxima sowie Minima sind aber definitiv zu beobachten, und zwar selbst dann, wenn die Photonen EINZELN IN BELIEBIGEN ZEITLICHEN ANBSTÄNDEN DURCH DIE SPALTEN GESCHICKT WERDEN! Das heißt, die Photonen MÜSSEN MIT SICH SELBST INTERFERIEREN! Das hat mit absoluter Sicherheit nichts mit der Polarisation von Teilchen zu tun.

Hallo Henry,

ja, das trifft zu, das Maxima sowie Minima zu beobachten sind, und zwar selbst dann, wenn die Photonen einzeln in beliebigen zeitlichen Abständen durch die beiden Spalte geschickt werden.

Aber ich verstehe nicht, warum bei diesem Szenario diese einzelnen Photonen mit sich selbst interferieren müssen.

Kann man nicht sagen, dass die Photonen rein zufällig auf dem Schirm auftreffen, ohne dass ein verursachendes “mit sich selbst interferieren“ stattfinden muss?

M.f.G. Eugen Bauhof
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Henry
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 2052-14:
[
Hallo Henry,

ja, das trifft zu, das Maxima sowie Minima zu beobachten sind, und zwar selbst dann, wenn die Photonen einzeln in beliebigen zeitlichen Abständen durch die beiden Spalte geschickt werden.

Aber ich verstehe nicht, warum bei diesem Szenario diese einzelnen Photonen mit sich selbst interferieren müssen.

Kann man nicht sagen, dass die Photonen rein zufällig auf dem Schirm auftreffen, ohne dass ein verursachendes “mit sich selbst interferieren“ stattfinden muss?


M.f.G. Eugen Bauhof

Ja, aber dann sind die Interfernzmuster nicht erklärbar, denn die sind offensichtlich nicht zufällig, jedenfalls wahrscheinlich.
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(Donald Duck)
Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry am 23.06.2013 um 19:00 Uhr.
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Grtgrt
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Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 2052-14:
 
Henry schrieb in Beitrag Nr. 2052-8:
 
Somit ist die Wahrscheinlichkeit für eine senkrechte Ausrichtung des Spins eins gegen unendlich, womit es äußerst unwahrscheinlich ist, dass Photonen dergestalt auf dem Schirm auftreffen, dass sie sich zum einem Maximum verstärken bzw. im Minimum auslöschen, sondern es wäre eine gleichmäßige Verteilung auf dem Schirm zu erwarten. Maxima sowie Minima sind aber definitiv zu beobachten, und zwar selbst dann, wenn die Photonen EINZELN IN BELIEBIGEN ZEITLICHEN ANBSTÄNDEN DURCH DIE SPALTEN GESCHICKT WERDEN! Das heißt, die Photonen MÜSSEN MIT SICH SELBST INTERFERIEREN! Das hat mit absoluter Sicherheit nichts mit der Polarisation von Teilchen zu tun.

Hallo Henry,

ja, das trifft zu, das Maxima sowie Minima zu beobachten sind, und zwar selbst dann, wenn die Photonen einzeln in beliebigen zeitlichen Abständen durch die beiden Spalte geschickt werden.

Aber ich verstehe nicht, warum bei diesem Szenario diese einzelnen Photonen mit sich selbst interferieren müssen.


Hallo Eugen,

mir scheint, das lässt sich folgendermaßen erklären:

Ein Photon hat — als sich ausbreitende Potentialwelle — die Form einer Kugelwelle bis hin zu den Stellen, an denen Hindernisse ungehinderte weitere Ausbreitung verhindern. Wenn im Hindernis Löcher oder Spalten sind, wird sich die Welle aber wenigstens durch dieser Löcher und Spalten weiter ausbreiten. Genau genommen wirken solche Löcher und Spalten dann erneut wie Lichtquellen, von denen sich jene Welle neu konfiguriert wieder kugelförmig (im Fall eines Loches) bzw. tonnenartig (im Fall eines Spaltes) ausbreitet (wegen der Beugung am Rand der Öffnung).

De facto bedeutet das, dass sich das Photon hinter dem Doppelspalt in Form zweier Wellen ausbreitet, die gleiche Polarisation tragen und daher interferieren — man sagt dann, das Photon interferiere mit sich selbst.

Im folgenden Bild kommt das recht schön raus:





Gruß, grtgrt
 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 23.06.2013 um 19:50 Uhr.
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Wrentzsch
Beiträge: 1.128, Mitglied seit 10 Jahren
Hübsche darstellung, aber welchen Sinn hat das herausfiltern von Informationen?
Wird dann demnächst die höhe der Wellen auf dem Ozean vom Ozeanboden aus gemessen mit einem Barometer?
Signatur:
1=(h/s³)*(h/t) und 1/cc>0
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Henry
Beiträge: 2.307, Mitglied seit 10 Jahren
Grtgrt schrieb in Beitrag Nr. 2052-16:
 
Bauhof schrieb in Beitrag Nr. 2052-14:
 


Hallo Henry,

ja, das trifft zu, das Maxima sowie Minima zu beobachten sind, und zwar selbst dann, wenn die Photonen einzeln in beliebigen zeitlichen Abständen durch die beiden Spalte geschickt werden.

Aber ich verstehe nicht, warum bei diesem Szenario diese einzelnen Photonen mit sich selbst interferieren müssen.


Hallo Eugen,

mir scheint, das lässt sich folgendermaßen erklären:

Ein Photon hat — als sich ausbreitende Potentialwelle — die Form einer Kugelwelle bis hin zu den Stellen, an denen Hindernisse ungehinderte weitere Ausbreitung verhindern. Wenn im Hindernis Löcher oder Spalten sind, wird sich die Welle aber wenigstens durch dieser Löcher und Spalten weiter ausbreiten. Genau genommen wirken solche Löcher und Spalten dann erneut wie Lichtquellen, von denen sich jene Welle neu konfiguriert wieder kugelförmig (im Fall eines Loches) bzw. tonnenartig (im Fall eines Spaltes) ausbreitet (wegen der Beugung am Rand der Öffnung).

De facto bedeutet das, dass sich das Photon hinter dem Doppelspalt in Form zweier Wellen ausbreitet, die gleiche Polarisation tragen und daher interferieren — man sagt dann, das Photon interferiere mit sich selbst.

Im folgenden Bild kommt das recht schön raus:





Gruß, grtgrt
 

Mal davon abgesehe, dass deine Graphik etwas völlig anderes darstellt (es ist eine Elektronenkanone), dass es einer Messung / Beobachtung entspricht, was du da vorschlägst und das Photon sich somit wie ein Teilchen verhalten würde und es keine Interferenz gäbe - was ist, wenn das Photon tatsächlich gemessen wird? Breitet es sich dann nicht mehr wie eine "Kugelwelle" aus? Das ist nämlich das, was tatsächlich geschieht, wenn eine Messung erfolgt, es gibt kein Interferenzmuster. Außerdem breiten sich Photonen nicht wie Wellen aus, das ist falsch. Photonen breiten sich überhaupt nicht aus.
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Herr Oberlehrer

Die Wolken ziehen hin. Sie ziehen auch wieder her.
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(Donald Duck)
Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry am 23.06.2013 um 20:47 Uhr.
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Grtgrt
Beiträge: 1.566, Mitglied seit 9 Jahren
 
Henry schrieb in Beitrag Nr. 2052-18:
 
Mal davon abgesehe, dass deine Graphik etwas völlig anderes darstellt (es ist eine Elektronenkanone), dass es einer Messung / Beobachtung entspricht, was du da vorschlägst und das Photon sich somit wie ein Teilchen verhalten würde und es keine Interferenz gäbe - was ist, wenn das Photon tatsächlich gemessen wird? Breitet es sich dann nicht mehr wie eine "Kugelwelle" aus? Das ist nämlich das, was tatsächlich geschieht, wenn eine Messung erfolgt, es gibt kein Interferenzmuster.

Außerdem breiten sich Photonen nicht wie Wellen aus, das ist falsch. Photonen breiten sich überhaupt nicht aus.


Hallo Henry,

in Experimenten mit dem Doppelspalt, so lese ich überall, verhalten sich Quanten mit Ruhemasse exakt so wie die ohne Ruhemasse (speziall also wie Photonen).

Ein entsprechendes Bild für Photonen habe ich aber nicht, und so musste ich halt dieses hier nehmen, um Eugen zu erläutern, warum Photonen und andere Quanten
auch mit sich selbst interferieren. Nicht zuletzt ist eben dieses Bild daran schuld, dass ich den Verdacht hege, Materiewellen müssten wohl — ebenso wie Lichtwellen — Polarisierung tragen. Unterlagen dazu, die ich wirklich verstehen würde, fand ich aber bisher nicht. Daher meine Bitte um Hilfe in Beitrag 2052-7.

Gruß, grtgrt

PS: Dass Materiewellen  k e i n e  Polarisationsebene haben könnten, sollte man ernsthaft nur in Erwägung ziehen, wenn Quantenradierer bislang ausschließlich mit Photonen gebaut wurden. Ein Beweis wäre auch das aber natürlich noch lange nicht.

PS: Wenn Du darauf bestehst, das analoge Bild auch für Photonen zu sehen, dann findest Du so eines hier, hier und auch hier und hier.
Sie alle illustrieren deutlich, dass Licht sich grundsätzlich als Kugelwelle auszubreiten versucht.

 
Beitrag zuletzt bearbeitet von Grtgrt am 23.06.2013 um 23:19 Uhr.
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Henry
Beiträge: 2.307, Mitglied seit 10 Jahren
Gebhard, deine letzten Beiträge zeigen mir, das du in deiner arroganten Überheblichkeit nicht zu überbieten bist. Du "erläuterst" und "erklärst"? Was denn? Du weißt doch ganz offensichtlich nicht, wovon du redest! Befase dich erst mal eingehend mit der Quantenmechanik, damit du wenigstens mein bescheidenes Niveau erreichst. Für mich ist die Sche bis dahin gegessen.
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