Beiträge: 905Mitglied seit 9 Jahren
Beitrag Nr. 2352-83
12.09.2020 08:52
Dieser Beitrag stammt ursprünglich aus einem anderen Thementhread
Hallo Zusammen,
zunächst eine Korrektur: Anstatt 309 Tagen war das Ergebnis letztlich um 2 zu reduzieren auf 307 Tage für herausragende Aktivitäten als durchschnittlich menschlich verfügbare Freiheit.
Im Übrigen halte ich Ottos Einwand mit dem Suizid dann nicht für abwegig, sofern er damit den unbewussten eintretenden kollektiven Selbstmord etwa nach Ressourcen-Verbrauch meint.
M.E. kann die dem Menschen gegebene Freiheit nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese begrenzt ist. Es gibt offenbar dieses Naturgesetz der Zeit, welches Abläufe deterministisch mit einem relativ dazu sehr kleinen Freiheitsgrad steuert. Die Natur stellt beides bereit, letztlich ist der Determinismus dadurch begrenzt und bleibt nicht definierbar.
Eigentlich können wir es nicht wissen, weil wir als Bestandteil des Universums lediglich die Froschperspektive haben. Nehmen wir die Vogelperspektive ein, wissen wir auch nicht mehr. Offenbar bleiben Anfang und Ende ein Geheimnis. Auch dann sind wir auf Analogien wie bei unserer eigenen Geburt und Tod, also das gesamte bevorstehende Leben angewiesen. Das Wissen ist und bleibt auf Wahrscheinlichkeiten begrenzt.
Beides ist anteilig vorhanden, dadurch mehr oder weniger ausgeprägt. Es gibt keinen substantiellen Unterschied. Beides bedingt einander. Nur letztlich bleibt der Tod als Zeichen für den Sieg des Determinismus über uns. Dem können wir uns mit unser kleinen Freiheit nicht entziehen, wie es unsere Geburt gab, von der wir nichts wissen,
Die Andersartigkeit ergibt sich bereits aus der artspeziell verfügbaren Zeit mit deren Strukturanlage aus dem Abstand als Ausmaß des Freiheitsgrads.
Ich verstehe es so, dass die Freiheit des Einzelnen, keinen Selbstmord begehen zu wollen, schon durch das Verhalten der Anderen begrenzt wird. Gegen Freiheit, die zu kollektivem Wahnsinn führt, ist dem Einzelnen kein Kraut gewachsen. Vielleicht ist dem Ganzen bei überbordendem Selbstbewusstsein durch die Natur eine deterministische Grenze gesetzt. Es ist die offenbar missverstandene Frage des dem Menschen gegebenen Auftrags, sich die Welt untertan zu machen. Was macht den Unterschied zwischen Ausbeuten und Nutzen....Das Verhältnis von kleiner Freiheit und großer Pflicht ist aus dem Lot geraten.
KirscheDie Vergangenheit ist über die Gegenwart verbrauchte Zukunft.
zunächst eine Korrektur: Anstatt 309 Tagen war das Ergebnis letztlich um 2 zu reduzieren auf 307 Tage für herausragende Aktivitäten als durchschnittlich menschlich verfügbare Freiheit.
Im Übrigen halte ich Ottos Einwand mit dem Suizid dann nicht für abwegig, sofern er damit den unbewussten eintretenden kollektiven Selbstmord etwa nach Ressourcen-Verbrauch meint.
M.E. kann die dem Menschen gegebene Freiheit nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese begrenzt ist. Es gibt offenbar dieses Naturgesetz der Zeit, welches Abläufe deterministisch mit einem relativ dazu sehr kleinen Freiheitsgrad steuert. Die Natur stellt beides bereit, letztlich ist der Determinismus dadurch begrenzt und bleibt nicht definierbar.
Claus schrieb in Beitrag Nr. 2352-82:ch brachte Heisenberg = die prinzipielle Unmöglichkeit, zu wissen, ob es einen Ausgangszustand gibt als Argument für das noch nicht geschriebene Universum
Eigentlich können wir es nicht wissen, weil wir als Bestandteil des Universums lediglich die Froschperspektive haben. Nehmen wir die Vogelperspektive ein, wissen wir auch nicht mehr. Offenbar bleiben Anfang und Ende ein Geheimnis. Auch dann sind wir auf Analogien wie bei unserer eigenen Geburt und Tod, also das gesamte bevorstehende Leben angewiesen. Das Wissen ist und bleibt auf Wahrscheinlichkeiten begrenzt.
Claus schrieb in Beitrag Nr. 2352-82:Otto sagt, lebende Materie verhalte sich wie tote, solange sie kein Bewusstsein hat. (Frage: verhält sie sich determiniert oder undeterminiert?)
Beides ist anteilig vorhanden, dadurch mehr oder weniger ausgeprägt. Es gibt keinen substantiellen Unterschied. Beides bedingt einander. Nur letztlich bleibt der Tod als Zeichen für den Sieg des Determinismus über uns. Dem können wir uns mit unser kleinen Freiheit nicht entziehen, wie es unsere Geburt gab, von der wir nichts wissen,
Claus schrieb in Beitrag Nr. 2352-82:Zweite Frage: Wenn sich bewusste Materie (z.B. Menschen) anders verhält, worin begründet sich die Andersartigkeit? Dritte Frage: Was macht die Andersartigkeit aus?
Die Andersartigkeit ergibt sich bereits aus der artspeziell verfügbaren Zeit mit deren Strukturanlage aus dem Abstand als Ausmaß des Freiheitsgrads.
Claus schrieb in Beitrag Nr. 2352-82:ch verstehe Otto so: Der Würfel ist durch die Anfangsbedingungen (auch wenn sie prinzipiell nicht wissbar sind) determiniert. Der Freitod ist aber nur dominiert, jedoch grundsätzlich frei. Welches Argument (außer des Vorhandenseins eines Bewusstseins) gibt es dafür?
Ich verstehe es so, dass die Freiheit des Einzelnen, keinen Selbstmord begehen zu wollen, schon durch das Verhalten der Anderen begrenzt wird. Gegen Freiheit, die zu kollektivem Wahnsinn führt, ist dem Einzelnen kein Kraut gewachsen. Vielleicht ist dem Ganzen bei überbordendem Selbstbewusstsein durch die Natur eine deterministische Grenze gesetzt. Es ist die offenbar missverstandene Frage des dem Menschen gegebenen Auftrags, sich die Welt untertan zu machen. Was macht den Unterschied zwischen Ausbeuten und Nutzen....Das Verhältnis von kleiner Freiheit und großer Pflicht ist aus dem Lot geraten.
Kirsche
Signatur:
Gäste dürfen nur lesen
Jetzt registrieren oder Einloggen