Oh, Quante grüßt euch und ist, wieder einmal, fasziniert.
Einigen Formulierungen bewirken bei mir ein breites, aber dennoch freundliches Grinsen im Gesicht.
Hallo Oktombrok, auch ich habe deine Aufforderung im
Beitrag-Nr. 1809-16:“ Schau dir den Satz noch einmal genau an, er ist doch ein ganz einfacher.“ befolgt, und komme zu dem Schluß, daß er es, eben so, nicht ist – „ein ganz einfacher“.
Also sei er hier noch einmal eingestellt, wobei ich meinen Blickpunkt auf einen völlig anderen Schwerpunkt legen möchte:“ Für uns gläubige Physiker stellt diese Trennung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft jedoch nichts weiter als eine Illusion dar, wenn auch eine besonders hartnäckige.“
Ich vermute - auch wenn Einstein als eine ziemlich respektlose Person im Umgang gegenüber zu respektierenden Personen galt - so ist er bei der Wahl seiner Worte mit Bedacht, in deren Auswahl und Umgang, herangegangen.
Daher nun folgende Frage, warum hat Einstein vor Physiker den Zusatz „gläubige“ gesetzt, seine Aussage hinsichtlich der Illusion bezüglich V-G-Z wäre als solches, auch ohne dieses Wort, in keinem Deut , von geringerem Wert gewesen.
Um die Diskussion nicht einseitig und in eine vorgegebene Richtung lenken zu wollen, möchte ich mich diesbezüglich vorerst zurücknehmen, denn es gibt, bei näherer linguistischer Betrachtung, mehrdeutige Auslegungsmöglichkeiten.
Und wieder möchte ich Oktombrok zitieren dürfen, es unbedingt sogar wollen müssen, wo er erhobenen, wie wohl auch erhabenen, Hauptes, sich, zu uns herablassend dahingehend kurz und knackig es so ausformuliert: „Vergiss Einstein, du wirst ihn nie verstehen.“
Meine Hochachtung, wenigstens Einer unter UNS - Chapeau!
Bei Solo 1
Beitrag-Nr. 1809-6 begannen mir die Sinne völlig zu verwirren:“ Eine Gegenwart kann man nicht messen, da es keine Zeit hat. Man kann Vergangenheit messen, kein Problem. Man weiss ganz genau wann wo die Zukunft ist, kein Problem. „
Warum meine völlige Verwirrtheit darüber?
Ja, da geb ich dir erst einmal recht, die „Gegenwart“ kann nicht „gemessen“ werden, womit auch, denn es wäre der (wohl eher völlig untaugliche) Versuch Zeit mit Zeit zu messen, wer es dennoch versuchen möchte, ich gewähre im, diesbezüglich, unendlich viel Zeit. Und wenn er dann fertig damit, möge er mir bitte sein Ergebnis präsentieren.
Da ich von Anderen nie mehr verlangen würde, als ich mich selbst dazu in der Lage sehe, würde ich Solo 1 bitten wollen folgendes zu tun, wo er ja der Meinung ist, dies auch zu können:“ Man kann Vergangenheit messen, kein Problem.“
Ich bitte dich daher um eins und ausschließlich nur um dieses Eine: „Vergangenheit messen“, bitte wirklich nichts anderes, aber auch wirklich nichts anderes, es geht mir ausschließlich um die Vergangenheit, die ja meßbar.
Und nur so nebenbei, am Rande, bemerkt, es ist schon wieder nur verwirrend wenn Solo1 schreibt:“ Man weiss ganz genau wann wo die Zukunft ist,“ Die Zukunft hat also einen Ort, denn sie beginnt im „wo“.
Aha, ein interessanter Aspekt.
Gegenwart ist für mich, als bestimmender Zeitbegriff, lediglich eine philosophische Kategorie, es ist der Zustand jeglichen Daseins in allem Seiens, gleiches gilt analog dann für Vergangenheit und Zukunft.
Eine Veränderung
eines Zustandes, läßt sich über die physikalische Größe Zeit ausdrücken, indem wir messen. Der „Zustand jeglichen Daseins in allem Seiens“ jedoch läßt sich nicht mittels Zeit messen, das wäre dann wieder der Versuch die „Gegenwart“ messen zu wollen.
Und nur aus diesem Grund ist weder Vergangenheit, Gegenwart noch die Zukunft mittels einer physikalischen Größe, in irgendeiner Form, meßbar.
Gegenwart, Zukunft, Vergangenheit sind philosophische Begrifflichkeiten welche mit physikalischen Größen, Werten nicht darstellbar sind. Oder kennt doch jemand von euch eine Formel in der die Vergangenheit, die Gegenwart, die Zukunft als Wert integriert sind?
Quante hört an dieser Stelle erst einmal auf, denn die Anzahl der nun folgenden Ohrfeigen, die er sich einfangen wird, möchte er, selbst bestimmend, steuern dürfen.
Zur Bedingung des Raum und der Zeit gehört ganz unbedingt ,die absolute Bedingungslosigkeit von Raum und Zeit. Werden Raum und Zeit an Bedingungen geknüpft sind sie endlich, mit einem Beginn und einem Ende.
Bearbeitet von Quante am 30.06.2011 um 11:47 Uhr.