Hallo Harald Denifle, sei gegrüßt, denn „Hoi zemma“ deute ich als Hallo zusammen, mein bayrisch(??) ist so grottenschlecht, verzeih er‘s mir.
Aber ich denke dein Gedankengang, kam jetzt bei mir als Sturzgeburt an, vermute ich, und hoffe dabei keinen totalen Absturz hinzulegen.
Deswegen nehme ich mal deinen Text, Satz für Satz, unter die Lupe.
„Die eintreffenden Informationen von Ereignissen sind natürlich
immer Geschichten einer räumlich distanzierten Lokalität.“
Ja, die „vor Ort“ eintreffenden Informationen sind Informationen aus einem anderen Raum/Zeitgefüge.
„Informationslinien sind jedoch stets in der Gegenwart.. „
Ja, ein Information die ich verarbeite, verarbeite ich ausschließlich in „meiner (sich ebenso ändernden) Gegenwart“.
„Diese müssen es auch sein, da es keine Zukunft und keine Vergangenheit gibt.“
Naja, ich will diese Aussage mal, der Thematik wegen, so stehen lassen.
„Was es gibt, ist eine Änderung der Gegenwart – ein aktiver Disput mit den vergangenen Wichtigkeiten.“
An diesem Punkt wird es für mich kritisch, denn du sagst: „es gibt, … eine Änderung der Gegenwart“.
Dieses möchte ich als solches verneinen, die Gegenwart, als solche für sich bezeichnet, ändert sich SELBST nicht.
Gegenwart ist (lediglich) ein menschlicher Begriff für: die Umschreibung der „Veränderung EINES Zustandes“ in einem „definierten“ temporalen Zeit und Raum-Gefüge.
Da es aber nicht nur „einen Zustand“ sondern unendlich viele derer, an ebenso unendlich vielen Zeit-Raum-Gefügen gibt, werden diese Zustände in ihrer Summe betrachtet vereinfacht dargestellt als die (Gegenwart) bezeichnet. Es erfolgt also eine ständige Änderung eines jeden einzelnen Zustandes.
Und jedem Einzelnen (sich verändernden) Zustand ist auch seinem, ausschließlich ihm zuzuordnenden, wieder einzelnen Raum-Zeit(Punkt) zuzuordnen.
Daher würde ich deine Bemerkung wie folgt ändern wollen:
„Was es gibt, ist eine Änderung meines Daseins , welches – einen aktiver Disput führt, mit den anderen (sich ebenso in ihrem Zustand) ändernden Daseienden.
Vereinfacht gesagt steht‘s ja so auch auf „wasistzeit“. Zeit ist die verhindert, dass alles auf einmal (und an lediglich nur einem Ort) passiert.
„
„Geschwindigkeit in der Informationsübertragung ist
deshalb für eine hypothetische Lage in der Zeit belanglos.“
Da, bin ich wieder zu 100% bei dir - jetzt aber auf dem Weg nach Helmstedt, bis zum Sonntag der Großstadt entfliehend – servus.
(Oh, das gibt wieder viele verbale Ohrfeigen)
Zur Bedingung des Raum und der Zeit gehört ganz unbedingt ,die absolute Bedingungslosigkeit von Raum und Zeit. Werden Raum und Zeit an Bedingungen geknüpft sind sie endlich, mit einem Beginn und einem Ende.
Bearbeitet von Quante am 01.07.2011 um 14:27 Uhr.