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3 fragen

Thema erstellt von Ireland 
Beiträge: 56, Mitglied seit 11 Jahren
hallo

ich hab 3 sachen die mich schon lange interessieren

1. anomalie des wassers
ich weiss was das ist. aber warum genau ist das so und ist wasser wirklich das einzige?

2. ein lichtmikroskop kann nur bis auf die hälfte der wellenlänge des lichts scharf vergrössern. warum?
und leztens gehört das jz doch mehr geht. wie?

3. spinnen usw sind zu blitzschnellen bewegungen fähig. aber die haben ja keine muskeln wie wir sondern
nur son weisses zeug in sich.

ich bin für jede antwort dankbar
lg ireland
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Beiträge: 7, Mitglied seit 8 Jahren
Hallo.

Zu Punkt 2 kann ich jetzt selbst nichts sagen, aber zu den anderen zwei schon eher.

Die Anomalie des Wassers erklärt sich so (jedenfalls denke ich mal, daß folgendes gemeint ist): Eigentlich ist es so, daß chemische Stoffe entsprechend ihrer Temperatur einer Volumenänderung unterliegen. Je höher die Temperatur, desto größer das Volumen bei gleichem Druck und gleicher Masse. Ein Liter Quecksilber zum Beispiel hat das geringste Volumen bei der geringsten möglichen Temperatur (0 Kelvin). Je wärmer es wird, desto mehr dehnt sichs aus. Eine Obergrenze gibt es nicht. Und genauso ist es bei allen anderen Stoffen oder Elementen. Außer bei Wasser.

Wasser zieht sich nämlich erstmal zusammen, je kälter es wird, klar. Nur wenn es gefriert, also noch kälter wird, dehnt es sich plötzlich erst mal wieder aus. Deswegen hauts dir ja auch die Wasserflasche um die Ohren, wenn du sie mal wieder im Eis vergessen hast. bei Wasser liegt das geringste mögliche Volumen irgendwo bei ich glaub minus 2 Grad Celsius, müsst ich nachschauen. Aber Wasser hat was Temperaturänderungen angeht noch ein paar andere irre Sachen drauf.

Was die Spinnen angeht, keine Ahnung ob das jetzt ernst gemeint war, weil schließlich hättest du dir das Innere ja auch mal unter deinem eingeschränkten Lichtmikroskop anschauen können, um zu sehen, daß da viel mehr ist. Punkt ist aber der, daß da viel über Reflexe passiert, und nicht wie bei dir (und ja, auch bei mir) nach langwierigem Denken sich bewegt. Deswegen die Geschwindigkeit. Ich hab irgendwann mal gelesen, daß zum Beispiel bei Küchenschaben die Reflexe derart ausgeprägt sein sollen, daß bei drohender Gefahr das Signal an die Beine (also lauf!) wesentlich schneller ankommt, als es der "Denkapparat" verarbeiten kann. Man kann sagen, die rennt schon, bevor sie überhaupt merkt, warum überhaupt. Ob es tatsächlich so ist, weiß ich aber auch nicht.
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Die Zeit? Wir haben überhaupt keine Zeit, um über die Zeit zu reden...
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Beiträge: 3.122, Mitglied seit 13 Jahren
Ireland schrieb in Beitrag Nr. 1661-1:
hallo

...

1. anomalie des wassers
ich weiss was das ist. aber warum genau ist das so und ist wasser wirklich das einzige?

Hallo Ireland,

nein, Wasser ist nicht das Einzige. Es gibt noch einige wenige andere Elemente und Stoffe. So ist zum Beispiel Silizium in flüssigem Zustand dichter als in festem.

Jeder Stoff versucht, in den Zustand niedrigster (besser: günstigster) Energie zu kommen und zu verbleiben.
Dies ist ein universelles Grundprinzip.

Bei Wasser ist dies bei entsprechender Temperatur eine Kristallstruktur. Sinkt also die Temperatur entsprechend, versucht Wasser Kristallstrukturen zu bilden. Bei 4° C hat Wasser die größte Dichte, weil es noch nicht ganz gefriert, und noch nicht "ernsthaft" angefangen hat, Kristallgitter zu bilden. Es existiert noch als "homogene" Flüssigkeit, seine Moleküle sind bei dieser Temperatur am dichtesten gepackt. Jedoch geht hier schon die "Clusterbildung" los. Diese "Kristallcluster" benötigen mehr Platz als flüssiges Wasser, so beginnt das Wasser, sich wieder ab vier Grad und weiterer Abkühlung auszudehnen.

Also: Dieser für Wasser energetisch günstigere Kristallzustand benötigt mehr Raum, als flüssiges, "ungeordnetes" Wasser es braucht.

Siehe auch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Dichteanomalie

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Ein Universum, welches zufällig entsteht und zufällig ein Phänomen namens Humor hervorbringt, entbehrt nicht einer gewissen Komik.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 05.07.2010 um 22:24 Uhr.
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Beiträge: 7, Mitglied seit 8 Jahren
Recht hat der Mann. Und ich hab mal wieder nicht richtig gelesen. My bad.
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Beiträge: 2.939, Mitglied seit 12 Jahren
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 1661-3:
(...)
Also: Dieser für Wasser energetisch günstigere Kristallzustand benötigt mehr Raum, als flüssiges, "ungeordnetes" Wasser es braucht.
(...)
Hallo Stueps und guten Morgen.
Ergänzend dazu kann man noch auf den Winkel der beiden O-H-Bindungen hinweisen, der beträgt 104,45°.
Der ideale Tetraederwinkel (~109,47°) würde weniger Platz beanspruchen und wohl auch weniger Schneeflockenmuster ergeben.
Desweiteren geht man davon aus, habe ich gehört, das auch ein Teil der Lösungseigenschaften des Wassers mit diesem Winkel zu tun haben sollen.

Mit den besten Grüßen.
Ernst Ellert II.
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Deine Zeit ist jetzt und hier, vergeude sie nicht.
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