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Beitrag Nr. 1379-21
01.04.2009 00:08
Harti schrieb in Beitrag Nr. 1379-20:Wellen und Teilchen unterscheiden sich doch grundsätzlich dadurch, dass die einen in einem Stoff (Äthertheorie) gebunden sind und die anderen nicht.
Hallo Harti,
das gilt für Wasser- und Schallwellen. Das Licht aber benötigt nach heutigem Kenntnisstand kein Medium/Äther. Wenn es einen ruhenden Äther gäbe, in dem sich das Licht ausbreitet, so müsste man unterschiedliche Geschwindigkeiten für das Licht messen, wenn man sich relativ zum Äther bewegen würde. Wenn man den Wellencharakter des Lichts betrachtet, so haben wir es mit einer reinen Welle zu tun, so wie eine Wasserwelle, bei der wir uns das Wasser wegdenken.
Zitat:Wie wäre es denn, wenn man nicht mit dem Kriterium stoffliche Bindung (ja oder nein) an das Phänomen Licht heranginge, sondern sich überlegen würde, was haben Wellen und Teilchen denn in jedem Fall gemeinsam, egal unter welchen experimentellen Bedingungen ich Licht betrachte. Licht hat auf jeden Fall eine Frequenz. Oder ist das falsch ? Eine Frequenz ist im Prinzip nichts anderes als eine periodische Eigenbewegung. Dies kann man sich bei Wellen als Amplitude und bei Teilchen als Rotation oder Pulsieren (Spin) vorstellen.
Wenn in der Physik von Teilchen die Rede ist, dann ist nicht etwas "Stoffliches" gemeint, sondern ein idealisierter Punkt, der keine räumliche Ausdehnung hat. Etwas, was keine räumliche Ausdehnung hat, hat auch kein Zentrum, um den es rotieren könnte. Dieser Problematik sind sich natürlich auch die Physiker bewusst, wenn sie bei Teilchen von einem Spin reden. Den Spin eines Teilchens darf man sich also nicht wie eine Rotation im herkömmlichen Sinne vorstellen, sondern lediglich als eine messbare Eigenschaft.
Zitat:Licht könnte man dann als Objekte (Photonen) mit einer periodischen Eigenbewegung (Wellennatur) vorstellen. Daraus folgt dann , dass Licht zwei Bewegungen ausführt. Einmal die periodische Eigenbewegung und zweitens die normale Bewegung im Raum, im Verhältnis zu jedem beliebigen Beobachter. Und diese Bewegungnen haben auf jeden Fall verschiedene Bezugssysteme. Die periodische Eigenbewegung hat ein eigenes Bezugssystem, das Zentrum der Schwingung, Rotation oder Pulsierung und die Bewegung im Raum den jeweiligen Beobachter.
Bewegungen haben nicht per se ein eingenes Bezugssystem. Bezugssysteme können beliebig gewählt werden und verschiedene Bewegungen können in einem einzelnen Bezugssystem beschrieben werden. Nur wenn mehrere zueinander bewegte Objekte als ruhend definiert werden sollen, benötigt man für jedes Objekt ein eigenes Bezugssystem, in dem es ruht.
Wenn ich deine Spekulation richtig deute, so stellst du dir das Licht vor wie Teilchen, die sich wellenartig bewegen. Solche Teilchen können aber z.B. den Doppelspaltversuch, also die Interferrenz mit sich selbst, nicht erklären.
mfg okotombrok
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(Francis Picabia)
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