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Zwillingsparadoxon

Thema erstellt von Derfragende 
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Beiträge: 726, Mitglied seit 6 Jahren
Claus schrieb in Beitrag Nr. 13-638:
Letzteres gilt nur für den Spezialfall einer Rotation im kräftefreien Orbit.

Hallo Claus,
Dies gilt insbesondere für die Achse des rotierenden Objekts selbst, denke ich. Die Rotation der Punkte auf der Achse wird mit Δr und Δa nicht registriert.
Alle anderen Bewegungswege werden durch den Beobachter mit Δr und Δa im Polarkoordinatensystem erfasst.
Erfasst werden mit dem Polarkoordinaten auch alle die Punkte eines Objekts, die sich in einem Radius um das Objekt (z. B. auf seiner "Oberfläche", wenn vorhanden) bewegen.
Davon betroffen sind sämtliche dieser Punkte, ganz egal, ob sie sich auf einem Orbit (kräftefrei) zum beobachteten Objekt bewegen oder nicht (Karussell).
Otto
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Claus (Moderator)
Beiträge: 2.061, Mitglied seit 13 Jahren
Hallo Simpl, hallo Otto,

Simpl schrieb in Beitrag Nr. 13-633:
Hallo Otto,

Otto schrieb in Beitrag Nr. 13-629:
Eine Zeitdilatation tritt augenscheinlich nur dann auf, wenn der Ort sich ändert.

Meine Meinung! Wegen (ct')² - x'² = (ct)² - x²! Eine Unterschied ct/ct' tritt auf, wenn ein Unterschied x/x' vorliegt. Das ist notwendige, aber auch hinreichende Bedingung. Wenn ich deinen Satz ergänzen darf: "Eine Zeitdilatation tritt augenscheinlich nur und schon dann auf, wenn der Ort sich ändert.

Versuche gerade euch zu folgen. Was meint ihr mit "wenn der Ort sich ändert"?

Ich würde wie folgt sagen: "Eine Zeitdilatation tritt bei demjenigen auf, der gegenüber einem anderen eine Strecke im Raum zurücklegt."

Versteht ihr das auch so?
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Beiträge: 879, Mitglied seit 4 Jahren
Claus schrieb in Beitrag Nr. 13-641:

Zitat von Haronimo:
Wenn die Rakete ... sich dazu entschließt umzudrehen, dann ändert sich die Situation, weil das Inertialsystem gewechselt wird ... Die Erde ... kriegt das nicht gleich mit, sondern verzögert, weil die Information mit LG, wie wir gesehen hatten, nur über die Jahren übermittelt wird.

Genau.
HZ sieht fast die ganze Zeit "rot", weil er erst Jahre später mitbekommt, dass RZ gewendet hat. Und wenn seine Sicht dann schließlich auf "blau" wechselt, ist RZ schon fast wieder zurück. RZ dagegen sieht den Wechsel von "rot" auf "blau" dagegen direkt nach seiner Umkehr.

Dies ist der 2. Grund dafür, dass RZ jünger bleibt, als der zu Hause gebliebene HZ.


sehe ich auch so.

Claus und Haronimo,

wenn RZ wendet, sieht er die Informationen von HZ, die so alt sind, wie es das Licht brauchte, um von der Erde zum Raumschiff zu kommen, und ab dann sieht er z. B. die Uhr von HZ schneller laufen, weil zwischen zwei Ticks, zwischen zwei Rucken des Sekundenzeigers, aufgrund der Blauverschiebung weniger Zeit vergeht.

Aber HZ sieht zwar die Information von diesem Augenblick bezogen auf eine Uhr im Raumschiff erst nach der Zeit, die das Licht zur Erde vom Raumschiff aus benötigt, jedoch sieht er das selbe, was RZ auch sieht, nämlich die Uhr des anderen schneller Laufen. Das Licht braucht für die Reise hin genauso lange, wie zurück. Eine einfache Konsequenz ist, dass die beiden einen Augenblick nicht als gleichzeitig erleben, weil die Information Zeit braucht. Das hat aber nichts damit zu tun, dass RZ nach der Ankunft zu Hause jünger ist. Sie sehen ein "Jetzt" nur zu unterschiedlichen Zeiten. Beide sehen den Lauf der Uhr des anderen mit dem selben Faktor beschleunigt, nur nicht ein bestimmtes Ereignis zur selben Zeit. Auch, wenn HZ die Blauverschiebung erst später messen kann, misst er doch dieselbe Blauverschiebung.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry-Dochwieder am 03.09.2015 um 22:08 Uhr.
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Beiträge: 726, Mitglied seit 6 Jahren
Claus schrieb in Beitrag Nr. 13-643:
Ich würde wie folgt sagen: "Eine Zeitdilatation tritt bei demjenigen auf, der gegenüber einem anderen eine Strecke im Raum zurücklegt."
Versteht ihr das auch so?
Hallo Claus,
ich verstehe darunter eine Änderung der Distanz (Entfernung) und/oder eine Änderung der Position auf einem Bogen - in einem Polarkoordinatensystem.
Otto
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Claus (Moderator)
Beiträge: 2.061, Mitglied seit 13 Jahren
Hallo Otto,

Otto schrieb in Beitrag Nr. 13-642:
Claus schrieb in Beitrag Nr. 13-638:
Letzteres gilt nur für den Spezialfall einer Rotation im kräftefreien Orbit.

Hallo Claus,
Dies gilt insbesondere für die Achse des rotierenden Objekts selbst, denke ich. Die Rotation der Punkte auf der Achse wird mit Δr und Δa nicht registriert.
Alle anderen Bewegungswege werden durch den Beobachter mit Δr und Δa im Polarkoordinatensysen) bewegen. ...
Davon betroffen sind sämtliche dieser Punkte, ganz egal, ob sie sich auf einem Orbit (kräftefrei) zum beobachteten Objekt bewegen oder nicht (Karussell).
Otto

Es dauerte etwas, bis ich verstand, was du meintest ;-)

Ja. Die Punkte auf der Achse des Karussells sind die einzigen, die translatorisch "keine Rolle" spielen. Alle anderen liefern einen Beitrag i.S. der SRT. (Interessant ist m.E. die Analogie zwischen den Punkten auf der Achse eines 2D-rotierenden Objekts und dem 3D-Gravitationsmittelpunkt eines schweren Körpers)

Nun aber:

Nur im "Orbit" eines Satelliten wird dieser translatorische (SRT) Beitrag durch einen gravitativen Beitrag (ART) aufgehoben.

Insoweit ist eine Kreisbewegung nur im Falle des Orbits kräftefrei und relativistisch indifferent. In allen anderen Fällen ist ein Rotationsumlauf (auch wenn er vollständig erfolgt ist) relativistisch relevant und liefert somit auch einen Beitrag zur Zeitdilatation.
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Beiträge: 879, Mitglied seit 4 Jahren
Otto schrieb in Beitrag Nr. 13-645:
Claus schrieb in Beitrag Nr. 13-643:
Ich würde wie folgt sagen: "Eine Zeitdilatation tritt bei demjenigen auf, der gegenüber einem anderen eine Strecke im Raum zurücklegt."
Versteht ihr das auch so?
Hallo Claus,
ich verstehe darunter eine Änderung der Distanz (Entfernung) und/oder eine Änderung der Position auf einem Bogen - in einem Polarkoordinatensystem.
Otto

Hi, Otto!

Das ist m. E. richtig. Und ebenso richtig ist, dass die Rotationsbewegung der Grund, der einzige Grund für die Zeitdilatation ist. Weil sich durch die Längenkontraktion das Verhältnis von Umfang zu Radius ändert (Pi), lässt sich dieses bekannte Paradoxon mit der Euklidischen Geometrie nicht lösen.
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Claus schrieb in Beitrag Nr. 13-646:
Interessant ist m.E. die Analogie zwischen den Punkten auf der Achse eines 2D-rotierenden Objekts und dem 3D-Gravitationsmittelpunkt eines schweren Körpers)

Moin, moin Claus,
Eine gute Gedankenverknüpfung. Daran hatte ich noch gar nicht gedacht.

Zitat:
Insoweit ist eine Kreisbewegung nur im Falle des Orbits kräftefrei und relativistisch indifferent. In allen anderen Fällen ist ein Rotationsumlauf (auch wenn er vollständig erfolgt ist) relativistisch relevant und liefert somit auch einen Beitrag zur Zeitdilatation.

Ja, das hatte ich bisher auch so verstanden. Was ich nicht verstand, waren die Darstellungen in Wikipedia zur Zeitdilatation und der Unterüberschrift "Zeitdilatation durch reine Beschleunigung". Es muß ja nicht immer richtig sein, was bei Wikipedia steht, aber ich verstand weder das Wort "rein" in der Überschrift, noch den dazugehörigen Text.

Nach der Diskussion mit Dir hier im Forum reime ich mir folgendes zusammen:
1. Der gravitative Anteil an der Zeitdilatation spielt bei kreisförmigen Vollrotation keine Rolle. Der gravitative Anteil ist infolge des Swing-By ist jedoch zu berücksichtigen, wenn im tangentialen Arm, der vom Ringrohr des Synchrotrons abgeht, gemessen wird.
Die Zeitdilatation infolge Tangentialgeschwindigkeit bleibt natürlich für beide Fälle bestehen, sowohl während der Vollrotation als auch nach einer Swing-By Bewegung am Ende des Beschleunigungsvorgangs.
2. Zum Wort "rein" in der Physik fällt mir nur ein "reine" translatorische Bewegung zum Unterschied zur reinen Rotation ein. Hier wird es vermutlich verwendet, um die gleiche Wirkung eines Gravitationsfeldes einer kugelförmigen Masse mit der Zentripedalkraft bei einer Rotation zu vergleichen. Keine Ahnung, ob das wirklich so gemeint und zu verstehen ist.
Es weckt aber bei mir gedankliche Verbindungen zu den Unterschieden von mathematischen Pendeln zu physikalischen Pendeln (Masse am Ende des Pendelarms dreht mit oder dreht sich nicht mit, je nach Befestigungsart am Arm),

Noch einen schönen Tag, Otto
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Henry-Dochwieder schrieb in Beitrag Nr. 13-647:
Und ebenso richtig ist, dass die Rotationsbewegung der Grund, der einzige Grund für die Zeitdilatation ist.

Hallo Henry,
Ich vermute, daß das nur ein Teil der Wahrheit ist.
Sowohl ein Drehimpuls als auch "Längs"-Impuls sind beides physikalische Erhaltungsgrößen. Sie unterscheiden sich dadurch, daß der Drehimpuls eine Winkelverzerrung eines Quadrats (Würfels) zu einem Rhombus hervorruft und der "Längs"-Impuls ein Dimensionsverzerrung zur einem Rechteck.
Man darf beides nicht durcheinander bringen. Winkeldilatation und Längendilation sind deutlich zu unterscheiden, da die Ausbreitungsrichtung der Wellen in beiden Fällen physikalisch verschieden sind. Sie bilden entweder einen Transversalwellenzug (wie natürliches Licht) oder einen Longitudinalwellenzug.
Deshalb sehe ich Zeitdilatation sowohl mit Winkeldilatation als auch mit Längendilation (1) verbunden.
Gruß, Otto

(1) Dilatation wird hier im physikalischen Sinne verwendet als Längenveränderung (Dehnung, Schrumpfung) und/oder Winkelveränderung, verursacht durch Impulse, statische Kräfte oder Wärme und nicht im Sinne von Volumenänderungen allein, wie in der Chemie gebräuchlich.
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Otto schrieb in Beitrag Nr. 13-649:
Henry-Dochwieder schrieb in Beitrag Nr. 13-647:
Und ebenso richtig ist, dass die Rotationsbewegung der Grund, der einzige Grund für die Zeitdilatation ist.

Hallo Henry,
Ich vermute, daß das nur ein Teil der Wahrheit ist.
Sowohl ein Drehimpuls als auch "Längs"-Impuls sind beides physikalische Erhaltungsgrößen. Sie unterscheiden sich dadurch, daß der Drehimpuls eine Winkelverzerrung eines Quadrats (Würfels) zu einem Rhombus hervorruft und der "Längs"-Impuls ein Dimensionsverzerrung zur einem Rechteck.
Man darf beides nicht durcheinander bringen. Winkeldilatation und Längendilation sind deutlich zu unterscheiden, da die Ausbreitungsrichtung der Wellen in beiden Fällen physikalisch verschieden sind. Sie bilden entweder einen Transversalwellenzug (wie natürliches Licht) oder einen Longitudinalwellenzug.
Deshalb sehe ich Zeitdilatation sowohl mit Winkeldilatation als auch mit Längendilation (1) verbunden.
Gruß, Otto

(1) Dilatation wird hier im physikalischen Sinne verwendet als Längenveränderung (Dehnung, Schrumpfung) und/oder Winkelveränderung, verursacht durch Impulse, statische Kräfte oder Wärme und nicht im Sinne von Volumenänderungen allein, wie in der Chemie gebräuchlich.

Hi, Otto!

Es geht doch aber gar nicht um die Ausbreitung der Lichtwellen, weder bzgl. der Winkelgeschwindigkeit noch linear! Das wäre ja der Bezug zum Doppler-Effekt, und das ist das, was ich im anderen System beobachten kann.

Die Längenkontraktion / Zeitdilatation ist aber ein Effekt, der das beschleunigte System unabhängig von der Beobachtung betrifft.Die Längenkontraktion / Zeitdilatation ist effektiv am Objekt (Schwerionen) direkt zu messen, sie sind tatsächlich in Bewegungsrichtung verkürzt. Myonen und ihre Zeitdilatation sind häufig genug erwähnt worden. Das erwähnte Paradoxon (Ehrenfeld) ergibt sich ja aus der tatsächlichen Kontraktion eines rotierenden Körpers und beweist, das es keine starren Körper gibt, womit es m. E. auch auf das Karussel anwendbar ist.

Kleiner Nachtrag: Licht breitet sich immer als Transversalwelle aus, und es breitet sich auch in einem rotierenden System immer linear aus.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Henry-Dochwieder am 04.09.2015 um 09:48 Uhr.
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Hallo Claus,
Claus schrieb in Beitrag Nr. 13-646:
Insoweit ist eine Kreisbewegung nur im Falle des Orbits kräftefrei und relativistisch indifferent. In allen anderen Fällen ist ein Rotationsumlauf (auch wenn er vollständig erfolgt ist) relativistisch relevant und liefert somit auch einen Beitrag zur Zeitdilatation.

Ob man die Bewegung des Reisezwillings als Kreisbewegung oder geradlinige Hin- und Herbewegung interpretiert ist m.E. egal. Entscheidend ist raumzeitlich allein, dass er sich am Ende seiner Reise örtlich nicht verändert hat.
Mich würde interessieren, wie Du in Deinem vierdimensionalen raumzeitlichen Modell eine Kreisbewegung interpretierst ? Bewegt der Reisende sich in unendlich viele Richtungen oder in keine Richtung? 1) Und welche Geschwindigkeit Du für eine solche Bewegung definieren kannst ? Die Richtung der Bewegung soll ja die Geschwindigkeit im herkömmlichen Sinn repräsentieren. Ohne Differenzgeschwindigkeit für Erd-und Reisezwilling lassen sich wohl keine relativistischen Effekte feststellen.

MfG
Harti

1) Ein gutes Beispiel, dass sich Unendlichkeiten in Bezug auf "viel und wenig" oder "groß und klein" garnicht unterscheiden lassen.
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Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen. A.E.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Harti am 04.09.2015 um 10:47 Uhr.
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Harti schrieb in Beitrag Nr. 13-651:
Mich würde interessieren, wie Du in Deinem vierdimensionalen raumzeitlichen Modell eine Kreisbewegung interpretierst ? Bewegt der Reisende sich in unendlich viele Richtungen oder in keine Richtung?

MfG
Harti

Als Spirale, Bewegung in Richtung der Zeitachse, ist doch ganz einfach!
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Henry-Dochwieder schrieb in Beitrag Nr. 13-650:
Es geht doch aber gar nicht um die Ausbreitung der Lichtwellen, weder bzgl. der Winkelgeschwindigkeit noch linear! Das wäre ja der Bezug zum Doppler-Effekt, und das ist das, was ich im anderen System beobachten kann.
...
Kleiner Nachtrag: Licht breitet sich immer als Transversalwelle aus, und es breitet sich auch in einem rotierenden System immer linear aus.

Hallo Henry,
ich stimme Dir in allen Punkten zu.
Licht mit der Geschwindigkeit c im leeren Raum ist immer eine Transversalwelle.
Die Relativgeschwindigkeit v einer Wellenfront kann dagegen sowohl ein Transversalwellenzug als auch ein Longitudinalwellenzug sein.
Was das bedeutet und welche Auswirkungen es physikalisch hat, weiß ich noch nicht zu deuten. Ich denke darüber nach.
Ich weiß auch nicht, ob es Auswirkungen für den RZ hat, ob er sich in Richtung Δr aus Sicht des Beobachters bewegt, oder quer dazu in Richtung des Bogens mit Δa.
Ich vermute, daß es nicht von Einfluss ist. Aber man sollte unbedingt darüber nachdenken.
Gruß, Otto
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Otto am 04.09.2015 um 13:30 Uhr.
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Hallo Henry,
Henry-Dochwieder schrieb in Beitrag Nr. 13-652:
Harti schrieb in Beitrag Nr. 13-651:
Mich würde interessieren, wie Du in Deinem vierdimensionalen raumzeitlichen Modell eine Kreisbewegung interpretierst ? Bewegt der Reisende sich in unendlich viele Richtungen oder in keine Richtung?

MfG
Harti

Als Spirale, Bewegung in Richtung der Zeitachse, ist doch ganz einfach!

Ganz so einfach ist es nicht. Ob ich mir die Bewegung des Reisezwillings räumlich zweidimensional als Kreis oder dreidimensional als Spirale vorstelle, beantwortet meine Fragen nach Richtung und daraus folgend Geschwindigkeit der Bewegung des Reisenden ( im Modell von Claus) nicht.
Mfg
Harti
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Hallo Leute,


Das Problem ist, dass wir Menschen, für Bewegungen in der Raumzeit „blind“ sind, und deswegen wir uns der Mathematik bedienen. Wir können aber damit, keine realistischen Bilder, über den tatsächlichen Bewegungen in der Raumzeit, bekommen.

Man kann aber, mit ein bisschen Phantasie, das ZP-Experiment auch realistischer gestalten, in dem man sich der Stroboskopie bedient.
Bei schnellen, sich wiederholenden Bewegungsabläufen kann das menschliche Auge die einzelnen Bewegungsphasen nicht mehr wahrnehmen.

Aber, durch den Einsatz der Stroboskope, können sie wieder sichtbar gemacht werden. Synchron zur Bewegung erzeugte Lichtblitze beleuchten dabei den Bewegungsablauf stets in derselben Position, sodass sich ein scheinbar stehendes Bild ergibt(die wir in den Gedanken, manipulieren können), und damit wir als außenstehenden Betrachter, Schwingungen, Drehungen und andere periodische Vorgänge so beobachten können.

Wenn wir jetzt, unter dieser Vorrausetzung, das Karussell-Beispiel, und analog dazu auch das ZP Experiment betrachten, dann müssten wir, mit ein bisschen „Kopfkino“, etwas Klarheit in die einzelnen Vorgänge, die in der von uns versteckte Raumzeit passiert, bekommen.

Wir müssen nur verstehen wie wir die Zeit „dort“, analog zu Realität, interpretieren müssen (Stichwort: Ruhe in Raum, trotzdem Bewegung in der Zeit. Und bei der Bewegung in Raum(nahe LG), weiterhin Bewegung in der Zeit, nur eben mit erzeugung der Zeitdilatation).

Wenn durch Bewegung, kein Unterschied entstehen kann(hier auf der Erde, oder mit LG im Vakuum), dann gibt es keine Realität, und die kann eben keine Symmetrie gebrauchen.

Also, auch in der SRT muss die Symmetrie gebrochen werden können. Oder, sagen wir mal so, „muss nicht, aber man kann“.Die Mathematik, ist der Beweis dafür, und die Ergebnisse der Wissenschaft bestätigen das.Dass eine reale Zeitdilatation gibt.

Die „Raumzeit“ ist für uns, vorerst, ein Abstraktum(Zitat WIKI: „…ein Substantiv, mit dem etwas Nichtgegenständliches bezeichnet wird…“). Man muss erst den „blick“ dafür entwickeln. Erst wenn man sich mit dem im Klaren ist, begreift man was passiert.



MfG H.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Haronimo am 04.09.2015 um 17:12 Uhr.
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Stueps schrieb in Beitrag Nr. 13-640:
Ich persönlich würde es sehr begrüßen, wenn du dich beteiligst! Sowieso lese ich nach persönlichem Empfinden viel zu wenig von dir. Also: Her mit deinen Beiträgen!



Hallo Okotombrok,

Ich schließe mich Stueps an, und schätze ebenfalls, deiner Meinung.


MfG. H
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Harti schrieb in Beitrag Nr. 13-654:
Hallo Henry,
Henry-Dochwieder schrieb in Beitrag Nr. 13-652:

Als Spirale, Bewegung in Richtung der Zeitachse, ist doch ganz einfach!

Ganz so einfach ist es nicht. Ob ich mir die Bewegung des Reisezwillings räumlich zweidimensional als Kreis oder dreidimensional als Spirale vorstelle, beantwortet meine Fragen nach Richtung und daraus folgend Geschwindigkeit der Bewegung des Reisenden ( im Modell von Claus) nicht.
Mfg
Harti

Wir reden doch aber von vier Dimensionen. Du kehrst nicht zu selben Zeit zurück, deshalb ist es kein Kreis, sondern eine Spirale.

MfG
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Claus schrieb in Beitrag Nr. 13-641:
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 13-610:es scheint, dass du die Kernpunkte verstanden hast.



Claus:sehe ich auch so.
Markierten Text zitieren

Hallo,


Danke für die „Blumen“ Stueps. Du hast aber recht, der Claus ist gut in der Materie. Nicht dass ich das beurteilen kann. Aber ich hab so ein Gefühl.:smiley8:



MfG H.
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Claus (Moderator)
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Hallo Okotombrok,

Haronimo schrieb in Beitrag Nr. 13-656:
Hallo Okotombrok,
Ich schließe mich Stueps an, und schätze ebenfalls, deiner Meinung.

ich schließe mich Haronimo an, schätze bislang ebenfalls deine kompetenten Beiträge und verstehe nicht, warum du dich von falschen Behauptungen abhalten lässt, die richtigen zu vertreten.
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Claus (Moderator)
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Hallo Otto,

Otto schrieb in Beitrag Nr. 13-648:
Nach der Diskussion mit Dir hier im Forum reime ich mir folgendes zusammen:
1. Der gravitative Anteil an der Zeitdilatation spielt bei kreisförmigen Vollrotation keine Rolle.

Vielleicht reden wir mit verschiedenen Vorstellungen, Paradigmen, Vokabeln... ich verstehe es so:

Alle Anteile spielen eine Rolle. Manchmal heben sich die Anteile jedoch auf.

1. Bei der Kreisbewegung im kräftefreien Raum gibt es die Translation, die eine Zeitdilatation verursacht.
2. Beim Aufenthalt im Gravitationsfeld gibt es die Gravitation, die ebenfalls eine Zeitdilatation verursacht.
3. Bei der Kreisbewegung um einen Gravitationsschwerpunkt heben sich translativer und gravitativer Effekt bei einer Vollrotation auf.
4. Die Effekte in Pkt. 3. heben sich nicht auf, wenn nur Teilrotation (z.B. Swing-by) vorliegt, weil Hin- und Rückweg bei der Translation unterschiedliche1 Beiträge zur Zeitdilatation liefern.

1 Anmerkung: dies ist m.E. der unterschiedlichen Auswirkung des Dopplereffekts bei der Hin- und Rückreise der Zwillinge analog: Die Hinreise liefert eine effektive Zeitdilatation, die Rückreise eine Zeitacceleration.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Claus am 04.09.2015 um 19:24 Uhr.
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Henry-Dochwieder schrieb in Beitrag Nr. 13-657:
Du kehrst nicht zu selben Zeit zurück......




Hallo Henry,


hier ein etwas andere Erläuterung zur Wessen der Zeit, als Ergänzung zu deiner, m.E., Richtige Feststellung, dazu.

Wenn man die Zeit mit einer Gummi band vergleicht, kann man eindeutig die Eindimensionale Eigenschaft, und die Richtung der Zeit, sichtbar machen, und man kann ungefähr erkennen was man braucht, um das zu verändern.

Nehmen wir an, dass Aktuelle Zustand der Gummiband ist das Momentane „Jetzt“ der Zeit. Bei eine in die Länge ziehen an das Gummiband, bewirken wir eine sogenannte Dilatation in der Zukunft(Zeitdilatation).

Loslassen würde es bedeuten, dass die Zeit wieder in seinen ursprüngliche Position(also das „Jetzt“ der Zeit) zurückkehren würde. Um in der “Vergangenheit“ des Gummibands zu Reisen, würde es in diesem Bespiel unmöglich bedeuten. Dafür müssten wir sie, in einer Kontraktion, zwingen.

Nochmal. Nur mit bloße Hände an das Gummiband zuziehen, um sie auszudehnen und wieder in die ursprünglicher Zustand zu bringen ist für uns, in ein Verhältnismäßig zu einen noch kürzeren(Vergangenheit) Kontraktion als der Normalzustand(Jetzt) des Gummiband zu zwingen, einfacher.

Dafür bräuchten wir, so wie es in diesem Beispiel aussieht, ein vielfacher an Energie die wir zum Dehnen des Gummibands verwendet haben.

Also, wenn zum Zeitdilatation in das ZP Beispiel, eine aufgewendetes Energie auf ein Objekt bis nahe LG ausreichen würde um das zu bewirken(Zeitdilatation in der Zukunft), bräuchten wir, wie wir gesehen hatten, ein vielfaches an dieser Energie um dieses(aus der „jetzt Position der Zeit) in die „Vergangenheit“ Kontraktion zu zwingen.

Fazit: Mit nahe LG aufgewendete Energie, können wir nur in der Zukunft reisen(also in der Zukunft der daheimgebliebener wenn wir zu ihm wieder in das „Jetzt“ zurück gekehrt sind). Das ist für Objekte mit Masse, Theoretisch, noch möglich.


Der RZ kann so, im seiner “Jetzt“, damit das erreichen. Nicht in seinem Zukunft, sondern in des seines Zwillings(deswegen ist er bei wiederzusammentreffen, jünger als sein Bruder). Objekte mit Masse können aber so, nicht in die Vergangenheit gelangen.
So wie es aussieht, den Raum zu bereisen, können wir mit einfachen Energien bewältigen, aber für das Reisen außerhalb, des für uns natürlichen Ablaufs des „jetzt“ der Zeit, bräuchten wir andere Energien.

Warum? Ist das der Beweis dafür, dass in der „Jetzt“ der Zeit die Energie des LG steckt(wie Claus das, schon oft erwähnt hat), die wir erst mit höheren Energien in der Raumbewegung, verändern können?

Was meint ihr dazu?



MfG H.
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Beitrag zuletzt bearbeitet von Haronimo am 05.09.2015 um 14:21 Uhr.
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