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Welche geometrische Form hätte Zeit?

Thema erstellt von Millex 
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Beiträge: 576, Mitglied seit 11 Jahren
Jede geometrische Form hat, irgendwo, ihren Anfang – und nur Dinge, Sachen, Objekte mit materiellem Inhalt haben die Möglichkeit eine Form anzunehmen. Zeit hat für mich nicht nur keinen Anfang, sie ist außerdem nichts materielles und kann somit auch in keine geometrische Form übertragen werden, nicht einmal sinngemäß, denn das macht keinen Sinn, wir führen uns nur selbst (immer wieder) hinters Licht – und das will eigentlich keiner, in diesem Forum.
Wahrscheinlich gehöre ich mit meiner Meinung zu einer Minderheit, aber damit kann ich leben. Christbaumkugel, ja nette Idee, mehr aber auch nicht für mich, denn sie bringt mich der Lösung des Problems nicht näher, von meinem Ansatz aus betrachtet, sie taugt nicht mal im weitesten Sinne als ein Ansatzpunkt für die hier vertretenen Theorien. Wenn ich Zeit mit irgendetwas vergleichen sollte, dann ist sie, auf die Erde bezogen, für mich das Medium Wasser (in irgendeiner Form überall vorhanden).
Hätte, müsste, sollte, könnte alles im Konjunktiv, der Möglichkeitsform verfasst.
Also bin ich gewillt, deren derzeitige Unmöglichkeitsform – Zeit und Raum haben keinen Anfang - nicht auszuschließen.
Die Zeit ist für mich ausschließlich, und nur, an Raum gebunden, niemals an Materie. Materie ist immer ausschließlich, und ebenfalls nur, an Raum UND Zeit gebunden.


Zeit ist für mich sowohl absolutes Relativum und zugleich relatives Absolutum, wie aber auch relatives Relativum und absolutes Absolutum.
Zeit und Raum sind nichts anderes als die Voraussetzungen dafür, daß alles andere geschehen KANN.
Auch dieser Beitrag bringt uns keine neue Erkenntnis bezüglich der Zeit, aber er zeigt einen anderen Weg, und das sollte schon viel Wert sein.

Hätte die Zeit eine geometrische Form, dann hätte sie auch einen Anfang, dies dann aber auch, in ihrer Konsequenz, bis in aller Ewigkeit.
Signatur:
Zur Bedingung des Raum und der Zeit gehört ganz unbedingt ,die absolute Bedingungslosigkeit von Raum und Zeit. Werden Raum und Zeit an Bedingungen geknüpft sind sie endlich, mit einem Beginn und einem Ende.
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Beiträge: 40, Mitglied seit 10 Jahren
Quante schrieb in Beitrag Nr. 1291-21:
Jede geometrische Form hat, irgendwo, ihren Anfang – und nur Dinge, Sachen, Objekte mit materiellem Inhalt haben die Möglichkeit eine Form anzunehmen. Zeit hat für mich nicht nur keinen Anfang, sie ist außerdem nichts materielles und kann somit auch in keine geometrische Form übertragen werden, nicht einmal sinngemäß, denn das macht keinen Sinn, wir führen uns nur selbst (immer wieder) hinters Licht – und das will eigentlich keiner, in diesem Forum.
Wahrscheinlich gehöre ich mit meiner Meinung zu einer Minderheit, aber damit kann ich leben. Christbaumkugel, ja nette Idee, mehr aber auch nicht für mich, denn sie bringt mich der Lösung des Problems nicht näher, von meinem Ansatz aus betrachtet, sie taugt nicht mal im weitesten Sinne als ein Ansatzpunkt für die hier vertretenen Theorien. Wenn ich Zeit mit irgendetwas vergleichen sollte, dann ist sie, auf die Erde bezogen, für mich das Medium Wasser (in irgendeiner Form überall vorhanden).
Hätte, müsste, sollte, könnte alles im Konjunktiv, der Möglichkeitsform verfasst.
Also bin ich gewillt, deren derzeitige Unmöglichkeitsform – Zeit und Raum haben keinen Anfang - nicht auszuschließen.
Die Zeit ist für mich ausschließlich, und nur, an Raum gebunden, niemals an Materie. Materie ist immer ausschließlich, und ebenfalls nur, an Raum UND Zeit gebunden.


Zeit ist für mich sowohl absolutes Relativum und zugleich relatives Absolutum, wie aber auch relatives Relativum und absolutes Absolutum.
Zeit und Raum sind nichts anderes als die Voraussetzungen dafür, daß alles andere geschehen KANN.
Auch dieser Beitrag bringt uns keine neue Erkenntnis bezüglich der Zeit, aber er zeigt einen anderen Weg, und das sollte schon viel Wert sein.

Hätte die Zeit eine geometrische Form, dann hätte sie auch einen Anfang, dies dann aber auch, in ihrer Konsequenz, bis in aller Ewigkeit.
Ja, Quante. Ich gebe Dir im Prinzip recht. Zeit ist wirklich nicht greifbar. Der Mensch neigt einfach dazu Unerklärliches immer in eine Form pressen zu wollen.
Laut Einstein, ist es mit der Zeit nicht so, wie wir es annehmen. Das sagt zwar nicht viel aus, da sich Einstein manchmal auch lustig machte über den Begriff Zeit (gibt da ein weltberühmtes Zitat von ihm), aber dennoch scheint Zeit, ob das die Gegenwart, die Vergangenheit oder die Zukunft ist, gleichzeitig zu verlaufen. Es gibt da von John Wheeler, leider verstorben, auch einige interessante Aspekte. Nichtsdestotrotz kann Zeit keine Form haben, aber laut Wheeler doch an Material irgendwie gebunden. Natürlich darf man das sich nicht so vorstellen, als hängt die Zeit nun fadenförmig am Schrank...*lach*.
Im Prinzip aber hast Du natürlich vollkommen recht und sie ist ein Ablauf, komplett immateriell. Genauso eben, wie andere Dimensionen nicht in Formen dargestellt werden können. Es ist eher etwas fließendes, etwas das sich einfach ändert und mit ihr das Material, deshalb finde ich Deinen Vergleich mit dem Wasser recht gut, es ist etwas sich stetig veränderndes.

Liebe Grüße
DEVA8
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Zeitreisende schrieb in Beitrag Nr. 1291-23:
Wollen wir nun der Zeit einen Raum geben, so wird behauptet, dass der Raum aus 3 "Dimensionen" besteht, die Zeit aber aus 4 "Dimensionen". Ich aber bin der Meinung, dass beide Dinge zu je 3,5 Dimensionen besteht, wobei allerdings der Raum 3 Dinge aufweist (Länge, Breite, Höhe) und die Zeit 4 Dinge.
..
..
..

Was hat hier Deine Phantasie beflügelt (ohne Dir zu nahe treten zu wollen)?
Oder gibt es irgendwelche wissenschaftlichen Schriften, die das Thema beschreiben?

Eine halbe Dimension (Bezugnehmend auf Deine 3,5-Teilung) kann es doch nicht geben.
Entweder eine Dimension hat eine Ausdehnung, oder sie hat keine
Wie würde z.B ein Raum aussehen, der aus einer Länge, einer Breite, aber nur einer halben Höhe besteht.
Ich meine hier Dimensionen, nicht Maßeinheiten innerhalb der Dimension.
Wäre der Raum verzerrt? Aber diese Verzerrung würden wir nicht erfahren, weil wir selbst ein Teil innerhalb dieser Verzerrung wären.

Und warum gerade 3,5? es könnten doch auch 4,7 oder Pi sein.
Pi
ist eine gute Zahl, denn die kommt oft in der Mathematik vor. Vielleicht spielt Pi eine große Rolle bei der Raum-Zeit-Struktur unseres Universums, könnte ich mir jedenfalls eher erklären, als ausgerechnet 3,5.

Gib mir mehr Input
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Der Erfahrene erkennt, dass er nicht alle Probleme lösen kann
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Zeitreisende schrieb in Beitrag Nr. 1291-23:
Tatsache aber ist, dass es unendlich viele Formen gibt in dieser Welt der Dualität
Mir ging es bei meiner Frage nach der Form der Zeit eher um eine abstrakte vereinfachte Darstellung. Da wir uns in der Zeit nicht beliebig bewegen können wie in den anderen drei Dimensionen finde ich die Form wie sie in der Schule als Zeitstrahl dargestellt wird irgendwie nicht so passend.
Zitat:
Eine halbe Dimension (Bezugnehmend auf Deine 3,5-Teilung) kann es doch nicht geben.
Einige bezeichnen die Zeit als halbe Dimension weil wir uns in ihr nur vorwärts bewegen können.
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Beiträge: 1.052, Mitglied seit 13 Jahren
Ja doch , ein Hologram ist eine gute Methapher, hier das Bildchen dazu -

http://www.math.tu-cottbus.de/INSTITUT/lsam/CompPhy...

Ich verstehe darunter zwar ein Quant, aber nach Max Planck kann man es auch als die kleinste Zeiteinheit sehen.

Planckzeit ...
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Beiträge: 576, Mitglied seit 11 Jahren
Halle Zeitreisende
ich darf dich kurz zitieren:
„Wir betrachten in dieser Welt Raum und Zeit getrennt, somit nach einem dualistischen Systhem, also ein gesamtes Ganzes, das einmal in der Mitte geteilt ist. Es entstehen Gegensätze jeglicher Art. Somit ist Raum der Gegensatz zur Zeit. Alles beruht auf Spiegelung und gleichzeitig deren Gegensätze.“

Ich fasse mal das Wesentliche deiner Aussage zusammen, dann habe ich dich in etwa so zu verstehen: „Wir betrachten ..Raum und Zeit getrennt… als ein gesamtes Ganzes… das in der Mitte geteilt ist. Es entstehen Gegensätze jeglicher Art. Somit ist Raum der Gegensatz zur Zeit.“
Dahinter das Wort Logik gesetzt – fertig.
Auch nach mehrmaligen Lesen macht es keinen Sinn, diese Art der Logik, aber vielleicht hilft mir ein Joint weiter.
Nun gut, weiter oben habe ich gesagt - und bleibe bei dieser Aussage - Zeit kann in keine Form gepresst werden. Auf ein geometrisches Modell würde ich die Zeit wie folgt „übertragen“
Der Raum wird dargestellt an Hand eines 3-achsigen Koordinatensystems mit einer x-Achse (als Länge) einer y-Achse (als Breite) und einer z-Achse (alsTiefe) L-B-T sind von mir willkürlich festgelegt, sie sind jedoch in der Realität austauschbar, die Länge kann auch die Tiefe sein, so wie die Breite auch die Länge darstellen kann usw.
Die Zeit wird dann dargestellt, als ein Kreis der über alle 3 Achsen gelegt wird, und als perfekter Kreis wäre dieser Kreis eine Kugel – und da die Zeit unendlich , für mich zumindest, hat die Kugel die Größe von 0,0000.1 bis unendlich, dann hört es aber auch schon auf, denn die Kugel verändert ständig ihre Größe und ihre Position gegenüber der x-y-z Achse.
Dies wäre die MIR vereinfach(s)te mögliche Darstellung der Zeit, in einer geometrischen Form. Der Charakter der Zeit: dem Wasser ähnlich, ständig im Fluß begriffen, sucht es sich immer seinen eigenen Weg, verändert seinen Zustand.
Es dient dann auch lediglich als ein Modell für den derzeitigen Augenblick der Zeit, für ihre 3 „Formen“ Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft ist es dann schon fast untauglich.
Ich kann auch diese beiden gedachten Modelle getrennt voneinander untersuchen, allerdings ohne Aussicht auf grundlegende neue Erkenntnisse.
Sie ist einfach zu Komplex ,um sie in eine vereinfachte Form zu pressen.
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Andere Denkweise zum Raum:

Wir sehen den Raum immer als ein Gefüge mit drei Dimensionen, Länge, Höhe, Breite.

Jeder Punkt im Universum läßt sich mit diesen Koordinaten bestimmen.

Alle, die schon mal mit Winkelfunktionen gerechnet haben, wissen, das man eine Position auch mittels Raumwinkeln definieren kann.
Die Längen und Breitengrade der Erde sind auch nichts anderes als Winkelfunktionen.

Es bleibt also lediglich eine Strecke übrig, mit den entsprechenden Raumwinkeln, die die Richtung der Strecke angeben.

Die Zeit käme dann als ein weiterer Winkel hinzu.

Mal ein kurzes 2-Dimensionales Beispiel:
Ein Objekt befindet sich an der Position x=1cm und y= 1cm
Mit der Definition: Entfernung =1,4142 cm und Winkel = 45° gelange ich genau an die gleiche Position.

Vielleicht erklären sich Raum und Zeit eben durch diese Winkelanordnungen.
Raum-Zeitverschiebungen, z.B durch Gravitation sind halt einfach nur Verzerrungen dieser Winkel.

Verrückte Idee von mir, aber es bringt euch möglicher weise eine Inspiration.

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Beitrag zuletzt bearbeitet von Hans-m am 12.06.2009 um 08:07 Uhr.
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Beiträge: 3.118, Mitglied seit 13 Jahren
Zeitreisende schrieb in Beitrag Nr. 1291-30:

Es gibt aber einen höchst interessanten Köper, einen Kristallschädel. Ein Kristallschädel wurd im Max-Plank-Istitut untersucht. Diesem Kristallschädel konnte man keinerlei Schleifspuren nachweisen, obwohl die Wissenschaftler wußten, dass er uralt sein muß. Aber auch die Zeit konnte einfach nicht ermittelt werden.

Hallo Zeitreisende,

kannst du eine Referenz hierzu vom betreffenden Institut selbst angeben? Ich konnte nichts finden - außer natürlich die fragwürdigen Seiten, wo jeder Spinner schreiben darf, was ihm einfällt.
Wusstest du übrigens, dass Bergkristall (Siliziumdioxid) piezoelektrische Eigenschaften hat? Heißt, auf mechanische Kräfte reagiert er mit einer elektrischen Spannung. Und umgekehrt genauso: Legt man eine elektrische Spannung an solch ein Kristall, wird er gedehnt und gestaucht. Wird vielfältig in der heutigen Zeit genutzt.

Zitat:
Die Darstellung eines Pharaos zeigt, dass eine Kundalinischlange aus einem 3. Auge (die Zirbeldrüse) herausragt. Mir jedenfalls sagt es, wenn ein Pharao ein Gott war, so waren diese in der Lage, Materie zu formen, so wie Uri Geller seine Löffel verbiegt.

Ich weiß nicht genau, was mir wo rausragt, aber Materie formen und Löffel verbiegen kann ich auch.

Zitat:
Von Kristallschädel behauptet man, dass sie "sprechen" oder "singen" können.

Ich behaupte, dass ich Luft zum Stinken bringen kann.

Zitat:
Auf Photonenkameras kann man Aktivitäten nachweisen, die sich farblich äußern.

Hier wirds für mich interessant: Leider habe ich nirgends etwas über den Aufbau und die Funktionsweise von "Photonenkameras" finden können. Kannst du weiterhelfen? Übrigens: Meine Handykamera kann tatsächlich Photonen einfangen! Sie macht Objekte, die Photonen reflektiert haben, auf mysteriöse Weise sichtbar! Ein Wunder, ich besitze auch eine Photonenkamera!
Ich habe einige Aufnahmen von der "Photonenkamera" von Karin Tag gesehen. Erinnert mich an einen Mix aus sichtbarem Licht, Ultraviolett - und Infrarotaufnahmen, insbesondere mit einem hohen Anteil an Infrarot. Eine herkömmliche Falschfarben-Technik also.

Zitat:
Auf das Thema Hologramme bin ich auch bereits gestoßen. Das ist sehr interressant für mich. Denn in Kristallen kann man unglaublich viele Informationen in einem Punkt mehrschichtig speichern über die Technik von Hologrammen. Was könnte dann ein Hologramm in Form eines Kristallschädels ergeben?

Ich schließe mal aus deinen Sätzen, dass du von holographischen Speichermethoden noch nicht wirklich viel verstanden hast. Hier sind einige Leute unterwegs, die dir bei Bedarf wieterhelfen können. Ich verstehe davon auch nicht viel, beantworte deine Frage aber mal trotzdem: Ein Hologramm in Form eines Kristallschädels ergibt ein Hologramm in Form eines Kristallschädels.
Eine holographische Information kann in einen Kristallschädel genauso hineincodiert werden (ich vermute mal, dass dies technisch heute möglich ist), wie beispielsweise in eine Rolle Tesafilm. In letztere hat man solche Informationen übrigens wirklich schon hineingespeichert.
Zu Letzterem in deinem Beitrag möchte ich mich erst einmal nicht äußern, da mir das alles wie ein Wust von Wirrheiten vorkommt. Allerdings hatte ich nicht die Geduld, mich auch nur eine halbe Minute damit zu befassen. Deshalb entschuldige, falls ich deinen Gedanken unrecht tue.

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Ein Universum, welches zufällig entsteht und zufällig ein Phänomen namens Humor hervorbringt, entbehrt nicht einer gewissen Komik.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 15.07.2009 um 01:17 Uhr.
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Beiträge: 200, Mitglied seit 11 Jahren
Stueps schrieb in Beitrag Nr. 1291-31:
[...] ich behaupte, dass ich Luft zum Stinken bringen kann.
Du altes Ferkel! ;)... dennoch: ein freudiges welcome back meinerseits! :)



Zum Thema:

Im klassisch-newtonschen Sinne interpretiert man Zeit geometrisch als Gerade in der euklidischen Ebene. Nämlich als Koordinaten-Achse eines karthesischen Koordinatensystems. Schön anschaulich, aber falsch.

Einstein (besser gesagt, Minkowski) sabotiert dann zunächst 1908 Euklid, indem er sagt: nö nööö, Zeit ist keine Koordinate mehr (so dass man sie als geradlinige Linie entlang der Koordinatenachse 'interpretieren' könnte), sondern Zeit hängt vom tatsächlichen Weg im Raum (bzw. in unserem Fall der Ebene) ab - also somit von der Abstandsdefinition. Zeit verläuft nicht entlang der stets geradlinigen Koordinaten-Achse, sondern entlang eines beliebigen Weges innerhalb der (pseudo-euklidischen) Ebene. Zeit gleicht somit geometrisch gesehen eher einer eindimensionalen Kurve - einem zusammenhängenden (beliebig gekrümmten) Streckenzug - in dieser Ebene.

Dann kam aber wieder Einstein (so gegen 1915) an und meinte: nööö nööö, mannu! Diese Räume, in denen Du (Minkowski) Zeit beschrieben hast, könnten wiederum gekrümmt bzw. euklidisch gesprochen gegeneinander "gedreht" sein (dank der Gravitation). Zeit ist zwar dann immernoch analog einer geometrisch eindimensional gekrümmten Kurve, aber nicht mehr zwangsläufig ein einziger zusammenhängender Streckenzug. In Einsteins neuer Theorie kann Zeit geometrisch auch z.B. zwei Kreise sein. Oder zwei Hyperbeln. Oder zwei was-auch-immer für eindimensionale Kurven beschreiben. Oder fünf davon. Bunt gemischt. Einfach so. Nur müssen sie eben nicht mehr zusammenhängend sein, und können jeweils in sich geschlossen sein oder auch nicht.

Währenddessen kam Heisenberg irgendwann parallel dazu an und erklärte: "also nochmals nöö! Zeit ist doch kein Kontinuum!". Denn unterhalb einer gewissen Grenze verlieren von Zeit, Raum usw. abhängige Größen jegliche Bedeutung. Es gibt daher folgerichtig auch kleinste Zeiteinheiten, unterhalb derer "Zeit" sinnlos (bedeutungsfrei) ist. Seitdem ist Zeit diskreter Natur, in deren Rahmen die "Planckzeit" die kleinste mögliche Zeiteinheit darstellt. Zeit ist also keine (irgendwie gekrümmte) Linie in der Zeichenebene mehr, sondern geometrisch gesehen mehr eine (irgendwie gekrümmte) lineare, aber nicht zwangsläufig zusammenhängende Anordnung von Feldern auf einem Schachbrett. Wobei die (Schachbrett-)Felder die geometrischen Punkte sind - nichts dazwischen. Zum Bsp. entspräche Zeit geometrisch-anschaulich der Gesamtheit der Wege eines stets im Viereck stupide vor sich hinziehenden Turms tangiert von einem übermotivierten Läufer.

Anschaulich korrekt, aber dennoch irgendwie sinnfrei...

:)


mfG,
parad0x


P.S: ...diese geometrisch-anschaulichen Erklärungen sind übrigens tatsächlich ernst gemeint.

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remember: 21 is just half of the truth...
Beitrag zuletzt bearbeitet von Parad0x am 15.07.2009 um 05:40 Uhr.
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Hallo Parad0x,

auch von mir ein freudiges Hallo :-)

Hast dich ja zwischenzeitlich ganz schön rar gemacht! Wehe, das kommt noch mal vor!

Zu deinem letzten Beitrag in diesem Thread:

Ich krieg das ganze Relativitätszeug überhaupt nicht auf die Reihe. Deshalb versteh ich nur Bahnhof. Ich hab das alles schon tausend mal gehört, mir schon echt Gedanken gemacht....nüscht. Eugen Bauhof (und natürlich einige Andere!) hat sich redlich bemüht, hier den Laien das ganze Zeugs näher zu bringen, große Anerkennung für sein Engagement hat er sich dafür bei mir verdient. Aber verstanden hab ich nüscht. Schon die Lichtuhr: Ich verstehe sie ganz genau (ist auch nicht so schwer, find ich) ...und doch denke ich dann immer: Irgendetwas läuft dort schon grundfalsch! Was, weiß ich natürlich nicht! Und dann blockiert´s, mein Verstand macht zu.
Siehe z. B. mein Beitrag-Nr. 1266-123 (Zum Verständnis: "A", "M" und "B" sind Raumschiffe, "Z" eine Raumstation, "M" setzt den Funkspruch "Essen fassen" ab). Okotombrok bemühte sich, hier eine Erklärung (Beitrag-Nr. 1266-131) zu liefern....die ich leider auch nicht verstand.
So gehts mir auch hier wieder mit deinem Beitrag.
Falls du Bezug auf meinen erwähnten Beitrag nehmen möchtest, tu dies doch bitte dann im "Grundlagen der SRT"-Thread. Dankbar wär ich ja :-) Allen anderen natürlich auch!

Achso, ganz wichtig: Die Lichtlaufzeiten zu "Z" wurden aufgrund des besseren Verständnisses hier vernachlässigt!

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Ein Universum, welches zufällig entsteht und zufällig ein Phänomen namens Humor hervorbringt, entbehrt nicht einer gewissen Komik.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Stueps am 16.07.2009 um 23:50 Uhr.
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Stueps schrieb in Beitrag Nr. 1291-33:
Ich krieg das ganze Relativitätszeug überhaupt nicht auf die Reihe.
Hallo Stueps,

nachdem du offenbar an der SRT interessiert bist, hier mein Vorschlag:
Eröffne doch einen neuen Thread, z.B. mit dem Titel "Fragen zur Speziellen Relativitätstheorie". Darin kannst du alles zum "Relativitätszeug" fragen, was du bisher nicht zu fragen wagtest. Ich bin zuversichtlich, dass dir zur SRT irgendwann doch "ein Kronleuchter aufgeht". Auch wenn du scheinbar dumme Fragen stellst, ich schmunzle nicht darüber, denn ich weiß, wie steinig der Weg zum Verständnis der SRT ist.

Mit freundlichen Grüßen
Eugen Bauhof

Signatur:
Der Kluge lernt aus allem und von jedem,
der Normale aus seinen Erfahrungen,
und der Dumme weiß alles besser.
Sokrates.
Beitrag zuletzt bearbeitet von Bauhof am 15.05.2010 um 10:07 Uhr.
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Mir gehts da genau wie Stueps. Ich verstehe zwar die Beispiele und kann sie auch irgendwie nachvollziehen, aber das wars auch schon.

Ich mach den Thread mal auf.
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Wissen ist Macht, nichtwissen macht nichts!
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Bei der Lösung eines Problems muß ich zuerst immer Fragen : Ist das eine Fangfrage.? (Suggestionsfrage)
Also mit der ich keine Antwort oder nur eine bestimmte, aber nicht die Wahrheit erfahren will, oder nur eine von zwei falschen Antworten akzeptiere (z.B. ja oder nein).
Man kann ja auch mal weiter spinnen mit Fragen wie: Welche Farbe hat Zeit, welchen Klang und wie fühlt sich Zeit an ?
Für mich ist Zeit der Ablauf von Ereignissen, also der Abstand einer Änderung von einem Ort zu einem anderen.
Alles bewegt sich immer in irgend einem Zusammenhang.
Oder bei wieviel MINUS Grad Kelvin "gefrieren Quarks " ?
Gilt der absolute Nullpunkt von 273° K auch für Quarks, Strings, Quanten, Tohu-Wabohus, Ons Zeros und Samis ?
Signatur:
Energie ist Materie in Bewegung-----Anfang und Ende ist Stillstand-----
Alles i.ß.t relativ :auch Einstein------m=e=v-------Nullstein
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Beiträge: 269, Mitglied seit 13 Jahren
Zeit hat keine geometrische Form.
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Zeit ist, was verhindert, dass alles auf einmal passiert.
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Scrluka schrieb in Beitrag Nr. 1291-37:
Zeit hat keine geometrische Form.

Doch ...Zeit ist rund, auf allen Analoguhren bewegen sich die Zeiger im Kreis herum! :-) :-) :-)

Was nun?
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Beiträge: 269, Mitglied seit 13 Jahren
@Horst

Zitat:
Doch ...Zeit ist rund, auf allen Analoguhren bewegen sich die Zeiger im Kreis herum! :-) :-) :-)

Was nun?

LOL! ^^ :P
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Zeit ist, was verhindert, dass alles auf einmal passiert.
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Beiträge: 269, Mitglied seit 13 Jahren
@Horst

Daran hab ich nu auch noch gar nich gedacht ^^
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Zeit ist, was verhindert, dass alles auf einmal passiert.
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Beiträge: 2.991, Mitglied seit 10 Jahren
Frag doch einfach mal:Wieviele Dimensionen hat denn die Zeit?

Ich würde mal sagen: EINE

Und welche Form hat EINE Dimension?

Ich würde mal sagen EINE GERADE LINIE

Na also, da haben wir doch die Lösung!
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Hans-m schrieb in Beitrag Nr. 1291-41:
Frag doch einfach mal:Wieviele Dimensionen hat denn die Zeit?

Ich würde mal sagen: EINE

Und welche Form hat EINE Dimension?

Ich würde mal sagen EINE GERADE LINIE

Na also, da haben wir doch die Lösung!


Hallo Hans-m

Eine eindimensionale gerade Linien im Universum ...welche Dimension schwebt dir denn da so vor?
Dann könnten wir ja "die Zeit" auch mit dem Lineal messen ....oder? :-) :-)

Aber mal ernsthaft::

Die Frage, welche Form hat "die Zeit" läßt doch erneut erkennen, welche Irritationen über das, was wir "Zeit" nennen offenbar vorherrschend sind.

Warum erklären wir denn "die Zeit" zu einem Mysterium, weil es uns trotz verzweifelter Bemühungen eben nicht möglich ist, etwas was nicht als konkretes Objekt sondern nur als immaterielles Denkkonstrukt existiert, rational zu definieren.

Oder ist irgend jemand in der Lage zu beschreiben welche Strukturen "die Zeit" hat, wie sie aussieht, wie sie riecht, schmeckt, klingt oder sich anfühlt?
Kann jemand "die Zeit" wiegen, ihre Dimensionen feststellen oder gar messen ...oder vieleicht sonst irgendwie experimentell nachweisen?

Nein, denn alle Uhren der Welt vergleichen mit Hilfe ihrer Zeiger nur Bewegungen der einen Körper (z.B. der Unruh oder eines Elektrons des Cäsiums in der Atomuhr) mit Bewegungen der anderen Körper (z.B. Drehung der Erde).
Dieser Vorgang, den wir als "Zeit" bezeichnen, ist kein Objekt, dem man Attribute wie "ist" sinnvoll anwenden könnte.
Die Frage "Was ist Zeit?" ist sinnlos - und ebenso alle Antworten, die den Irrtum unterstellen, Zeit habe eine Existenz.

Der Glaube an die reale Existenz dessen was wir als "Zeit" bezeichnen, ist leider noch immer ein ebenso unausrottbarer Selbstbetrug wie die Inhalte diverser Religionen!

Was bleibt ist, nicht "die Zeit" existiert, sondern "die Bewegung", zu deren Koordinierung wir uns schlicht und einfach ein Ordnungssystem geschaffen und als "Zeit" bezeichnet haben.

Ein Stück Materie hat die Eigenschaft, sich relativ zu einem anderen Stück Materie bewegen und drehen zu können. Wir Menschen haben die Fähigkeit uns erinnern, die Beobachtungen des Sonnenuntergangs mit denen des Sonnenaufgangs vergleichen zu können.
Durch diesen Vergleich erkennen wir eine Abfolge im Geschehen - und nennen Stunden, Tage, Sekunden etc. als deren Zeitmaßstab.


Zitat:
"Wirkliches Neuland in einer Wissenschaft kann wohl nur gewonnen werden, wenn man an einer entscheidenden Stelle bereit ist, den Grund zu verlassen, auf dem die bisherige Wissenschaft ruht."
HEISENBERG
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die zeit ist jene immanente spirale, welche aus der unendlichkeit kommend, die möglichkeiten allen seins schafft. so ist die zeit auch punkt, linie, jeder geometrische körper, ist blume und stein, fisch und ozean. die zeit ist das feuern der neuronen und der gesang der kleinen feldlerche. sie ist bahn und drehung der nächtlichen juwelen, traum, krankheit, krieg und tod. sie birgt das mysterium der bewusstwerdung und verwandelt alles und jedes. zeit ist rhythmus und harmonie, ist der atem des flötenspielers, ist fantasie, welche pinsel und feder bewegt. sie ist hoffnung und heilung und die aufsteigende flamme der freiheit, welche die macht des tyrannen zerschmettert. sie ist gebet, weisheit und wort und die weitergereichte fackel, welche nie verlischt. zeit ist die unsichtbare pyramide, auf der die ausmaßlose sphäre aus licht sich dreht, birgt schönheit und sinn und ist jener uralte pfad, dem jede seele folgt. sage mir einer was die zeit nicht ist, nicht sein könnte, dann verrate ich ihm, was jenseits der zeit...

Signatur:
für den wissenden ist alles seine maske, alles einweihende gebärde - für ihn liegt
rings die schwelle. immer aber spiegelt diese maske den grad unserer reife, deutet auf die verwandlung, die an uns geschehen sollte. heinrich zimmer
Beitrag zuletzt bearbeitet von Starsailor am 13.03.2010 um 22:20 Uhr.
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