Tomm
Beitrag Nr. 1079-42
17.08.2007 17:10
Hallo Irena,
Du hast Recht, diesen Beitrag habe ich leider übersehen.
Intensität ist hier als komplementäre Funktion, eben als Abwesenheit von Ausdehnung, sozusagen reine Innerlichkeit, Raumlosigkeit zu "verstehen", als nichträumlich, nichtmessbar, nichtquantifizierbar. Aber selbst nach Deiner Definition kannst Du nichts beobachten. Denn "Wachstum der Qualität" braucht den Vergleich zweier Qualitätszustände (die jeweils Bewertungen sind). Dieser Vergleich und die Bewertung, dass die Qualität verbessert wurde, sind Denkakte und keine Beobachtungen!.
Man darf nicht wie ein Physiker, ausschließlich an Quantitäten oder mathematischen Formeln orientiert, denken, war gemeint. Das naturwissenschaftliche Denken und die Spezialisierungen der Wissenschaften werden bereits seit längerem durch interdisziplinären Wissenschaftsaustausch abgelöst. Die Behauptung, dass die Naturwissenschaften die objektive Grundlage überhaupt für Diskussion sein soll, ist ein Glaube und Anmaßung. Es gibt ohnehin keine Objektivität, allenfalls Intersubjektivität. Und welche "objektive Diskussionsgrundlage" bieten uns die Naturwissenschaften beim Problem der Verarmung, des Hungers, des Kriegs an? Beim Krieg doch wohl nur die Hochtechnologie und die effiziente Steigerung der Opfer. Was machen unsere Vorzeige-Physiker LaFontaine und Merkel in der Politik anders oder besser als Nichtphysiker?
Mag sein, dass einige Hobbyphilosophen nicht mögen, dass bestimme Philosophen naturwissenschaftlich orientiert waren. Früher hießen die Naturwissenschaften schlicht Naturphilosophie, das nur zur Herkunft der Naturwissenschaften. Eine weitere Herkunft wird manch einem Naturwissenschaftler, wie z.B. Herrn Dawkins, sicherlich weh tun, nämlich dass die europäischen Universitäten aus den Bischofsschulen der Katholischen Kirche hervorgegangen sind, die ja kaum verdächtigt wird, die Wiege der Naturwissenschaften zu sein.
Ich entnehme dieser Äußerung die implizit aufgestellte Behauptung, dass Kommunikation erst seit Bestehen der modernen Naturwissenschaften stattfindet. Das war mir neu.
Gruß
Tomm
Gruß
Du hast Recht, diesen Beitrag habe ich leider übersehen.
Zitat:was ist der Unterschied zwischen Extensität und Intensität: der zwischen Raum und Zeit. Extensität kann man beobachten, Intensität nicht.
Hier ist das Unterschied unseren Betrachtungsweisen. Vorausgesetzt wir verstehen unter der Definitionen das Gleiche: Extensität --> Wachstum, Expasion, Bewegung; Intensität --> Wachstum der Qualität, Vertiefung einer Eigenschaft...
Intensität ist hier als komplementäre Funktion, eben als Abwesenheit von Ausdehnung, sozusagen reine Innerlichkeit, Raumlosigkeit zu "verstehen", als nichträumlich, nichtmessbar, nichtquantifizierbar. Aber selbst nach Deiner Definition kannst Du nichts beobachten. Denn "Wachstum der Qualität" braucht den Vergleich zweier Qualitätszustände (die jeweils Bewertungen sind). Dieser Vergleich und die Bewertung, dass die Qualität verbessert wurde, sind Denkakte und keine Beobachtungen!.
Zitat:Um das zu verstehen, darf man natürlich nicht physikalisch denken
Was meinst Du mit physikalisch? Naturwissenschaftlich? Wie sollte man noch denken? Philosophisch? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Hobby-Philosophierenden mögen nicht den Hinweis, dass die großten Philosophen der Vergangenheit waren naturwissenschaftlich orientiert. Irgendwie in moderne Zeit hat sich Einsicht durchgesetzt (oder ich irre mich?), dass für philosophieren braucht man keine Physik, keine Mathematik. Wer einigermassen in Sprache begabt, der darf philosophieren. Es ist auch ein Grund, warum Philosophie oft als"bla-bla-bla" betrachtet wird (was zugegeben ist, nicht die Wahrheit entspricht).
Man darf nicht wie ein Physiker, ausschließlich an Quantitäten oder mathematischen Formeln orientiert, denken, war gemeint. Das naturwissenschaftliche Denken und die Spezialisierungen der Wissenschaften werden bereits seit längerem durch interdisziplinären Wissenschaftsaustausch abgelöst. Die Behauptung, dass die Naturwissenschaften die objektive Grundlage überhaupt für Diskussion sein soll, ist ein Glaube und Anmaßung. Es gibt ohnehin keine Objektivität, allenfalls Intersubjektivität. Und welche "objektive Diskussionsgrundlage" bieten uns die Naturwissenschaften beim Problem der Verarmung, des Hungers, des Kriegs an? Beim Krieg doch wohl nur die Hochtechnologie und die effiziente Steigerung der Opfer. Was machen unsere Vorzeige-Physiker LaFontaine und Merkel in der Politik anders oder besser als Nichtphysiker?
Mag sein, dass einige Hobbyphilosophen nicht mögen, dass bestimme Philosophen naturwissenschaftlich orientiert waren. Früher hießen die Naturwissenschaften schlicht Naturphilosophie, das nur zur Herkunft der Naturwissenschaften. Eine weitere Herkunft wird manch einem Naturwissenschaftler, wie z.B. Herrn Dawkins, sicherlich weh tun, nämlich dass die europäischen Universitäten aus den Bischofsschulen der Katholischen Kirche hervorgegangen sind, die ja kaum verdächtigt wird, die Wiege der Naturwissenschaften zu sein.
Zitat:Mit diesem Anmerkung hast Du empfindliche Stelle getroffen. Ich meine, dass naturwissenschaftliche Denken gibt die objektive Grundlage überhaupt für Diskussion. Ohne es würden wir in subjektiven Wahrnehmungen ertrunken ohne die Möglichkeit zu kommunizieren.
Ich entnehme dieser Äußerung die implizit aufgestellte Behauptung, dass Kommunikation erst seit Bestehen der modernen Naturwissenschaften stattfindet. Das war mir neu.
Gruß
Tomm
Gruß
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) nur ' negativ ' da gewesen, - also irgendwie 'fehlend' sozusagen?