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Real
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Erscheint mir aber eigentlich logisch, Lichtgeschwindigkeit stoppt die Zeit und kürzt den Raum:

Bereits im Jahre 1935 haben Albert Einstein und Nathan Rosen bewiesen, daß die Relativitätstheorie "Brücken" (Einstein-Rosen-Brücken) in der Raumzeit zuläßt, die wir heute als Wurmlöcher bezeichnen. Solch ein Wurmloch könnte von einem Schwarzen Loch erzeugt werden, das hierüber mit einem Weißen Loch oder einem anderen Schwarzen Loch korrespondiert, welches irgendwo weit entfernt im Universum beheimatet ist. Es stellt eine tunnelförmige Abkürzung zwischen entfernten Orten im Kosmos dar.
Theoretische Annahme: Wurmlöcher kürzen astronomische Distanzen von vielen tausenden Lichtjahren auf wenige Meter ab, indem sie den vierdimensionalen Hyperraum durchdringen. Allerdings widerspricht dies der menschlichen Vorstellung. Erst durch die vereinfachte Projektion auf ein zweidimensionales Universum wird klar, wie ein Wurmloch einen so weiten Weg abkürzt. Die flache Welt wird so stark verbogen, bis Anfang und Endpunkt übereinander liegen, dann durchstößt ein Wurmloch den dreidimensionalen Hyperraum und verbindet die beiden Welten so, daß die Strecke in Sekundenbruchteilen zurückgelegt werden kann.
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Beiträge: 228, Mitglied seit 16 Jahren
natürlich wäre sie logisch. Allerdings erscheint mir das trotzdem
als versuche man nur irgendwie Zeitreisen theoretisch möglich zu machen,
was eigentlich so gut wie, nein eigentlich unmöglich ist.
Ich glaub' die Sache mit den logischen Problemen (Beispiel: Großvatermord - kennst
du bestimmt)
sind nun nicht nötig.
Das alles ist meiner Meinung nach ein verzweifelter Versuch, doch noch
eine Möglichkeit offen zu halten und sollte lediglich als Spielerei betrachtet
werden.
Grúß,
Sedna

Beitrag zuletzt bearbeitet von Sedna am 07.02.2006 um 23:28 Uhr.
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Real
Beiträge: 1.052, Mitglied seit 16 Jahren
Ich meine auch nicht, das man als Person da durch soll, oder sonstwie Reisen durch die Zeit unternommen werden sollen. Es ist wohl eher das Universum selbst mit seiner Materie, das sich auf diese Weis fortpflanzt und erweitert. Ich sehe in den schwarzen Löchern eher Geburtsstätten als Vernichtungsprosesse. Mit den paralell-Universen bin ich mir nicht so sicher, da gibt es mehrere Möglichkeiten und Betrachtungsweisen für mich. Grad hab ich auf Gandalf seiner Seite gesurft und bin ganz begeistert von der Pregnanz und Vielschichtigkeit seiner Ausführungen. Wirklich schön dargestellt, Quanten-Physik leicht gemacht und sinnig bebildert. Kann man schon nachvollziehen, wie er die Welt sieht und die Paralellität beschreibt. Da hat es dann gar nichts Räumliches, sondern eher Zeitversetztes. Ob ich das jetzt richtig interpretiert hab? Schau man selber nach, falls du da nicht so und so schon warst:
>

http://home2.vr-web.de/~gandalf/VWT/navi.htm

>
Zitat:
Das alles ist meiner Meinung nach ein verzweifelter Versuch, doch noch
eine Möglichkeit offen zu halten und sollte lediglich als Spielerei betrachtet
werden.

Was denn für ne Möglichkeit? Möglichkeit wozu...? Real
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Beiträge: 228, Mitglied seit 16 Jahren
für Zeitreisen. Selbst wenn Materie damit keine Zeitreisen tätigt, wäre
es doch für Energie ebenfalls möglich, nicht wahr?
Das würde unter bestimmten Umständen
eine viel schnellere Raumausdehnung unseres
Universums zur Folge haben.
"Schwarze Löcher als Geburtsstätten..."
sehe ich genauso, könnten allerdings auch beides sein.
Grúß,
Sedna

Ps. Die Seite ist wirklich gut.

Beitrag zuletzt bearbeitet von Sedna am 08.02.2006 um 22:10 Uhr.
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Real
Beiträge: 1.052, Mitglied seit 16 Jahren
Ich denke, sie sind beide Zustände, Geburt und tot für das <Jetzt> , ganz so wie unsereins, der sich mit Nachkommen in der Zeit fortpflanzt, materiell gesehen. Das bedeutet dann aber, um aufs Thema zurück zu kommen, das die klassische Urknall-Theorie nachgebessert werden muß, wenns um das Alter und den Ausbreitungsmodus dieses Universums geht, oder?
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Beiträge: 228, Mitglied seit 16 Jahren
Auf fast jeden Fall :-) oder im anderen Fall,
wir sind auf dem falschen Dampfer, passiert mir zumindest ziemlich
häufig :-) kann jemand helfen?
Grúß,
Sedna

Beitrag zuletzt bearbeitet von Sedna am 09.02.2006 um 22:52 Uhr.
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Real
Beiträge: 1.052, Mitglied seit 16 Jahren
Na, da helf ich mir halt selbst aus der Zukunft und geb mir jetzt meine gewünschten Antworten ...

Ich bin jetzt überzeugt, dass die SLer Geburtsstätten der Materie sind. Typischer dualer Fall, ganz egal wie die innen aussehen.

Eine Kosmos - Inflation wirds wohl gegeben haben, bzw gibts ja vielleich immer noch. Ich beziehe mich hier auf mich selbst.

Mein .Beitrag-Nr. 1019-8. oder besser noch .Beitrag-Nr. 816-14.

Der gesamte Expansion - Trieb beruht natürlich auf dem Urknall, der immer noch diese Energie ist und wie eine Schallwelle auseinander driftet.
Die Statik der Raumes resultiert aus der anhaltenden, gemeinsammen Geschwindigkeit der Materie.

Ich Grüße mich selbst und die anderen von damals... REAL
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Uwe.
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Real schrieb in Beitrag Nr. 786-1:
1. Das Licht vom derzeitigen, äußersten Sichtrand des Universums kommt aus einer Entfernung von etwar 14 Mrd. Lichtjahren (ob diese Zahl exakt stimmt? erstmal egal).

3. Die Strahlung war aus dieser Entfernung 14 Mrd. Erdenjahre lang zu uns unterwegs, stammt also aus der Vergangenheit vor 14 Mrd. Jahren.

Ich bin mir nicht sicher, ob mein Denkansatz richtig ist, aber zumindest würde er das von Dir hier in den Raum geworfene Paradoxon (hehe, geiles Wortspiel) zum Teil als Trugschluss erklären helfen.

Deine Frage lautet (wenn ich das alles richtig verstanden habe), wie denn das Licht von da nach hier 14 Mrd. Jahre gebraucht haben kann, wenn vor 14 Mrd. Jahren alles noch direkt zusammen war, oder? Nun, wenn wir die Urknalltheorie vorab als richtig annehmen und wenn wir weiterhin annehmen, dass der Raum seither mit enormer Geschwindigkeit expandiert, dann könnten wir uns der Lösung Deiner Frage folgendermaßen annähern:

Wie groß ist eigentlich die Geschwindigkeit, mit der alles auseinanderstrebt?

Um hier zumindest meine Denkrichtung zu erklären, unterstelle ich, dass es mit halber Lichtgeschwingkeit expandiert (was sicher falsch ist, aber für das Gedankenexperiment die Anschaulichkeit erhöht).

Dann stellt sich Deine Frage nämlich plötzlich anders. Da musst Du nicht fragen, wo waren die Sterne vor 14 Mrd. Jahren, sondern wo waren sie vor 7 Mrd. Jahren. Wir sind ja nicht der Mittelpunkt der Welt und somit waren wir vor 7 Mrd. Jahren wesentlich näher an diesem Mittelpunkt, wie auch die von Dir beschriebenen Sterne. Da wir uns selbst von diesem Mittelpunkt entfernen und die Sterne auf der anderen Seite der Mitte das gleiche tun, addiert sich ja die Geschwindigkeit. Nun hatte ich ja schon eingeräumt, dass halbe Lichtgeschwindigkeit falsch ist, aber wer mathematisch Durchblick hat, der könnte vielleicht Licht in das Dunkel bringen und sagen, wo die Sterne vor 10 Mrd. Jahren waren, wenn wir uns mit 25% der Lichtgeschwindigkeit von einander entfernen. Die Addition der Geschwindigkeiten ergäbe dann 50% Lichtgeschwindigkeit, was wohl schon ziemlich dunkelrot sein dürfte...

Vielleicht sollte man den Gedanken mal verfeinern.

Zitat:
2. Es umgeben uns die Quellen dieses Lichts mit einer Kugelhorizont, desen Radius 14 Mrd. Lichtjahre beträgt.

Ehrlich? Dann wären wir ja tatsächlich der Mittelpunkt der Welt, das Zentrum des Urknalls. Das glaube ich aber nicht...

Zitat:
4. Vor 14 Mrd. Jahren (plus/minus irgendwas) fand angeblich der Urknall statt.

Nehmen wir an. Ja.

Zitat:
5. Es müssten die Quellen dieses Lichts schon vor 14 Mrd, Jahren an der jetzt sichtbaren Stelle gewesen sein, sonst hätten die Lichtstrahlen nicht die besagte Zeit für ihren Weg gebraucht.

Nein, wie ich weiter oben versucht habe, anhand der Addition der einzelnen Fliehgeschwindigkeiten zu erklären.

Beste Grüße

Uwe
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Andre
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Hallo Uwe, deine Überlegung krankt an folgendem Punkt:

Zitat:
Da musst Du nicht fragen, wo waren die Sterne vor 14 Mrd. Jahren, sondern wo waren sie vor 7 Mrd. Jahren. Wir sind ja nicht der Mittelpunkt der Welt und somit waren wir vor 7 Mrd. Jahren wesentlich näher an diesem Mittelpunkt, wie auch die von Dir beschriebenen Sterne.

Es gibt in der Modellierung keinen Mittelpunkt... bzw. kann jeder Punkt zu einem Mittelpunkt gemacht werden, weil es keinen ausgezeichneten Punkt gibt.

Was soll man dazu noch sagen? Um wirklich detailliert über solche Modelle zu sprechen braucht es schon mehrere hundert Seiten und viel Hintergrundwissen. Deswegen braucht man auch nicht erwarten, dass einem auch so alles sinnvoll erscheint, wie der folgende Satz: "Das Alter des Universums ist aufgrund von Präzisionsmessungen des Satelliten WMAP mit 13,7 Milliarden Jahren relativ genau datierbar."

Kritisch zu sein finde ich gut, aber manchmal offenbart eine Kritik auch die eigene Unwissenheit.

http://de.wikipedia.org/wiki/Beobachtbares_Universum
http://de.wikipedia.org/wiki/Universum

http://www.astro.physik.uni-potsdam.de/
http://www.mpe.mpg.de/~amueller/

Beitrag zuletzt bearbeitet von Andre am 07.03.2007 um 13:38 Uhr.
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Real
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Ah, ich glaub gelesen zu haben, das halbe LG adiert oder subtrahiert von LG immer noch LG ist ...

Der relativistische Gedanke der RT läßt deine Rechnung nicht zu.

Ansonsten gebe ich dir recht und würde mich auch mit dieser Erklärung zufrieden geben.

Man hat ja sonst NICHTS ...

Real
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Uwe.
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Real schrieb in Beitrag Nr. 786-42:
Ah, ich glaub gelesen zu haben, das halbe LG adiert oder subtrahiert von LG immer noch LG ist ...

Der relativistische Gedanke der RT läßt deine Rechnung nicht zu.

Ansonsten gebe ich dir recht und würde mich auch mit dieser Erklärung zufrieden geben.

Man hat ja sonst NICHTS ...

Real

Ich kenn mich mit der Geschwindigkeit des Lichtes nicht wirklich besonders gut aus, allerdings glaube ich schon, dass halbe LG nach links und halbe LG nach rechts die Punkte untereinander verschwinden lässt. Wie sollte man sonst den Dopplereffekt bei Lichtwellen erklären (bzw. die Rotverschiebung), wenn es nicht zur Addition / Subtraktion der Geschwindigkeiten kommt?
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Andre
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Was sich ändert ist die Frequenz.

Zitat: "Das Alter des Universums ist aufgrund von Präzisionsmessungen des Satelliten WMAP mit 13,7 Milliarden Jahren relativ genau datierbar."

Zitat:"Ehrlich? Dann wären wir ja tatsächlich der Mittelpunkt der Welt, das Zentrum des Urknalls. Das glaube ich aber nicht..."

Ohne die allgemeine Relativitätstheorie lässt sich die Aussage von real nicht verstehen. Der Anschaulichkeit wegen... auf der Oberfläche eines Luftballons gibt es keinen Mittelpunkt.

Beitrag zuletzt bearbeitet von Andre am 07.03.2007 um 13:43 Uhr.
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Uwe.
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Andre schrieb in Beitrag Nr. 786-41:
Hallo Uwe, deine Überlegung krankt an folgendem Punkt:

Es gibt in der Modellierung keinen Mittelpunkt... bzw. kann jeder Punkt zu einem Mittelpunkt gemacht werden, weil es keinen ausgezeichneten Punkt gibt.

Damit kenn ich mich auch nicht aus. Mir war, als hätte ich irgendwo gelesen, dass im Moment des Urknalls alles aus EINEM einzigen Punkt von der Größe eines Atoms entstanden sei. Das müsste dann ja der omminöse Mittelpunkt sein und von diesem entfernt sich alles und in alle Richtungen. Wenn wir heute nach allen Seiten Ausschau halten und feststellen, dass sich alles um uns herum entfernt, so hängt das meiner Meinung nach damit zusammen, dass der Radius dieser Kugel (auf dem auch wir uns vom Mittelpunkt entfernen) für jedes Objekt wächst. Genauso wie beim Luftballon. Mach zwei Punkte auf den Gummi und puste auf. Dann entfernt sich jeder Punkt von der Mitte des Luftballons, aber auch untereinander entfernen sie sich durch die zunehmende Oberfläche...

Grüße
Uwe
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Uwe.
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Andre schrieb in Beitrag Nr. 786-44:
Was sich ändert ist die Frequenz.

Und wenn die Freguenz = 0 ist? Wie groß ist dann die Geschwindigkeit?
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Andre
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Ne... den Fehler mit dem Luftballon darfst du nicht machen, d.h. dieses Beispiel allzu ernst zu nehmen. Es geht nur um die Oberfläche des Luftballons bei diesem Beispiel.

Wie soll ich das erklären? Stell dir eine gekrümmte Linie vor. Mathematisch kann ich ihre Krümmung mit einem einzigen Parameter bestimmen, unabhängig von einem Raum (in diesem Fall einer Fläche), in den die Linie eingebettet ist.
Es handelt sich dabei um eine innere Eigenschaft der Geometrie der Linie.

Und so ist es auch beim Urknallmodell... man behandelt nur die innere Geometrie, d.h. es findet kein Bezug auf einen äußeren Raum statt, in den das Universum eingebett wäre.

Mathematisch lässt sich das behandeln, anschaulich vorstellen kann man es sich nicht.

Beitrag zuletzt bearbeitet von Andre am 07.03.2007 um 13:50 Uhr.
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Andre
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Frequenz = 0? Es gibt kein Licht mit der Frequenz 0. Eine Frequenz kann höchstens gegen 0 konvergieren... wird aber niemals 0 sein.

Wenn dein Lautsprecher Töne mit der Frequenz 0 erzeugt, ist wahrscheinlich der Stecker nicht in der Steckdose. ;-)
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Real
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Zitat:
universus (von lat.): = gesamt; von unus und versus = „in eins gekehrt“

In der Praxis ist für elektromagnetische Strahlung bei den meisten Wellenlängen der Beobachtungshorizont geringfügig näher, weil das frühe Universum für Licht undurchlässig war. Die am weitesten zurückliegende Information, und damit die Information über die am weitesten entfernten Bereiche, die man über elektromagnetische Wellen erhält, stammt aus der Zeit von etwa 400.000 Jahren nach dem Urknall, als das Universum durchsichtig wurde. Diese Strahlung ist als kosmische Hintergrundstrahlung bekannt und stammt demnach vom Rand des heute beobachtbaren Universums.

Zum Zeitpunkt ihrer Aussendung vor etwa 14 Milliarden Jahren, betrug die Entfernung nur 30 Millionen Lichtjahre, das Verhältnis dieser Entfernungen z=1500 ist der Faktor der Expansion des Universums über diesen Zeitraum und zugleich die Rotverschiebung.

Mit anderen Worten, eine Information die kurz nach dem Urknall mit Lichtgeschwindigkeit ausgesandt wurde und uns heute erreicht, stammt von einem Ort, der heute ca. 45 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt ist. Ebenso gilt, dass Informationen, die an unserer Position im Universum kurz nach dem Urknall ausgesandt wurde, nun in einer heutigen Entfernung von ca. 45 Milliarden Lichtjahre angekommen ist.

Rotverschiebung [Bearbeiten]

Auf Grund der Expansion des Universums ist die Strahlung von einem Objekt umso stärker rotverschoben, je näher dieses dem Beobachtungshorizont ist; beim Beobachtungshorizont ist die Rotverschiebung unendlich. Allerdings ist die Annahme falsch, dass sich Objekte am Beobachtungshorizont heute mit Lichtgeschwindigkeit von uns weg bewegen, wie man das das bei einer einfachen (falschen) Interpretation der kosmologischen Rotverschiebung als Dopplereffekt in einem statischen Universum meinen könnte. Objekte am Beobachtungshorizont bewegen sich heute mit mehr als 3-facher Lichtgeschwindigkeit von uns weg. Das steht jedoch nicht im Widerspruch zur Relativitätstheorie, weil die Expansion des Universums keine Bewegung im Raum, sondern eine Expansion des Raumes ist. Heute ist auch keine Informationsübertragung von einem Objekt am Ereignishorizont zu uns (oder umgekehrt) mehr möglich.

Ereignishorizont [Bearbeiten]

Der etwa 65 Milliarden Lichtjahre entfernte kosmologische Ereignishorizont begrenzt den Teil des Universums, aus dem uns jemals Informationen erreichen können. Da über Bereiche jenseits des kosmologischen Ereignishorizonts keine falsifizierbaren Aussagen gemacht werden können, sind sie nicht Gegenstand der Physik.

Diese Entfernung bezieht sich wiederum auf die jetzige Entfernung von Punkten, die zum Zeitpunkt des Aussendens der Signale, unmittelbar nach dem Urknall, viel dichter lagen. Dementsprechend ist die Entfernung, von der aus uns jetzt ausgestrahlte Signale jemals erreichen können viel kleiner, nämlich etwa 17 Milliarden Lichtjahre, entsprechend einer Rotverschiebung von z=1,8.

Die Entfernung bis zum Beobachtungshorizont ist nicht durch das Alter des Universums (ca. 13,7 Milliarden Jahre) multipliziert mit der Lichtgeschwindigkeit gegeben, also nicht 13,7 Milliarden Lichtjahre.

Es ist zu berücksichtigen, dass sich das Universum weiter ausgedehnt hat, während sich das Licht vom Beobachtungshorizont zu uns bewegt hat (bereits zurückgelegte Strecken sind nachträglich länger geworden).

Daher ist die heutige Entfernung zum Beobachtungshorizont größer, nämlich ca. 45 Milliarden Lichtjahre (für diese Zahl würde die Gültigkeit des ΛCDM-Modells angenommen). AHA !

Oft wird auch die gleichwertige, umgekehrte Betrachtung zur Definition benutzt: Der Partikelhorizont ist dann die Kugeloberfläche, bis zu der lichtschnelle Strahlung vorgedrungen wäre, die an unserem Standpunkt unmittelbar nach dem Urknall ausgesendet worden ist.


In der Praxis ist für elektromagnetische Strahlung bei den meisten Wellenlängen der Beobachtungshorizont geringfügig näher, weil das frühe Universum für Licht undurchlässig war.
Die am weitesten zurückliegende Information, und damit die Information über die am weitesten entfernten Bereiche, die man über elektromagnetische Wellen erhält,
stammt aus der Zeit von etwa 400.000 Jahren nach dem Urknall, als das Universum durchsichtig wurde.
Diese Strahlung ist als kosmische Hintergrundstrahlung bekannt und stammt demnach vom Rand des heute beobachtbaren Universums.

Zum Zeitpunkt ihrer Aussendung vor etwa 14 Milliarden Jahren, betrug die Entfernung nur 30 Millionen Lichtjahre,
das Verhältnis dieser Entfernungen z=1500 ist der Faktor der Expansion des Universums über diesen Zeitraum und zugleich die Rotverschiebung.

Mit anderen Worten, eine Information die kurz nach dem Urknall mit Lichtgeschwindigkeit ausgesandt wurde und uns heute erreicht, stammt von einem Ort,
der heute ca. 45 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt ist.

Ebenso gilt, dass Informationen, die an unserer Position im Universum kurz nach dem Urknall ausgesandt wurde, nun in einer heutigen Entfernung von ca. 45 Milliarden Lichtjahre angekommen ist.

- wegen der Rotverschiebung :

Auf Grund der Expansion des Universums ist die Strahlung von einem Objekt umso stärker rotverschoben, je näher dieses dem Beobachtungshorizont ist;
beim Beobachtungshorizont ist die Rotverschiebung unendlich.

Allerdings ist die Annahme falsch, dass sich Objekte am Beobachtungshorizont heute mit Lichtgeschwindigkeit von uns weg bewegen,
wie man das das bei einer einfachen (falschen) Interpretation der kosmologischen Rotverschiebung als Dopplereffekt in einem statischen Universum meinen könnte.
Objekte am Beobachtungshorizont bewegen sich heute mit mehr als 3-facher Lichtgeschwindigkeit von uns weg.
Das steht jedoch nicht im Widerspruch zur Relativitätstheorie, weil die Expansion des Universums keine Bewegung im Raum, sondern eine Expansion des Raumes ist.
Heute ist auch keine Informationsübertragung von einem Objekt am Ereignishorizont zu uns (oder umgekehrt) mehr möglich.

Zitat:
Is das so? Nur ein eingefrohrenes Bild

Ereignishorizont

Der etwa 65 Milliarden Lichtjahre entfernte kosmologische Ereignishorizont begrenzt den Teil des Universums, aus dem uns jemals Informationen erreichen können.
Da über Bereiche jenseits des kosmologischen Ereignishorizonts keine falsifizierbaren Aussagen gemacht werden können, sind sie nicht Gegenstand der Physik.

Diese Entfernung bezieht sich wiederum auf die jetzige Entfernung von Punkten, die zum Zeitpunkt des Aussendens der Signale,
unmittelbar nach dem Urknall, viel dichter lagen.

Dementsprechend ist die Entfernung, von der aus uns jetzt ausgestrahlte Signale jemals erreichen können viel kleiner, nämlich etwa 17 Milliarden Lichtjahre, entsprechend einer Rotverschiebung von z=1,8.

Zitat:
So wer soll sich den damit auskennen ? 13,7 - 14 - 17 - 45 - 65 ... oder doch nur 30 Mill

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Beitrag zuletzt bearbeitet von Real am 07.03.2007 um 14:31 Uhr.
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Der Artikel ist doch eindeutig... 13,7... oder eben 14, wenn man runde Zahlen mag.
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Real
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Na gut, wenn du's sagst...


War gerade woanders...

http://hubblesite.org/explore_astronomy/black_holes...


Schön zu kucken
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Uwe.
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Andre schrieb in Beitrag Nr. 786-48:
Frequenz = 0? Es gibt kein Licht mit der Frequenz 0. Eine Frequenz kann höchstens gegen 0 konvergieren... wird aber niemals 0 sein.

Wenn dein Lautsprecher Töne mit der Frequenz 0 erzeugt, ist wahrscheinlich der Stecker nicht in der Steckdose. ;-)

Danke dass Du es mir erklärt hast. Ich wollte mein Hörgerät schon reklamieren :-)

Die Sache mit dem Licht und mit der Geschwindigkeit des Lichtes ist schon echt vertrackt. Vielleicht würde es dem Gedankenmodell ja weiterhelfen, wenn man sich endlich darauf einigen könnte, ob Licht nun Wellen oder Teilchen beinhaltet. Wenn ich jedoch von Wellen ausgehe (wegen der Frequenz und des Dopplereffektes), dann stelle ich mir folgendes vor:

Die einzelne Welle besteht aus einem Wellenberg und einem Wellental. Was wir wahrnehmen (und auch messen können) ist jeweils der Übergang von einem Wellenberg durch den Nullpunkt durch das Wellental durch den Nullpunkt zum Scheitelpunkt. Wenn die Quelle der Welle sich mit exakt der Geschwindigkeit von uns entfernen würde, mit der sich Wellenberg und Wellental abwechseln, dann würden wir quasi entlang einer stehenden Welle blicken. Da wir in Längsrichtung den Lichtstrahl (oder jede andere Welle) aber nur an der Stelle registrieren, wo er/sie von der Mess- oder Beobachtungsfläche geschnitten wird, wäre dort keine Amplitude, sondern nur noch ein Punkt, welcher ruht... Seit Ihr noch da?

Aus diesem Gedanken heraus müsste man nun erstmal überlegen, ob sich tatsächlich die Frequenz ändert, oder ob es nicht doch nur eine Phasenverschiebung (Komprimierung oder Streckung) ist... Die Welle selbst behält ja ihre Schwingung und damit ihre Frequenz.

Zitat:
Andre schrieb weiter oben:
Ne... den Fehler mit dem Luftballon darfst du nicht machen, d.h. dieses Beispiel allzu ernst zu nehmen. Es geht nur um die Oberfläche des Luftballons bei diesem Beispiel.

Schade. Ich hatte mir das auch nicht wie einen einzigen Luftballon vorgestellt, sondern wie ganz viele Luftballons, welche ineinander stecken. Jeder einzelne wäre dann wie die Schale der Zwiebel und damit das Gebilde gleichmäßig wächst, muss sich die ganz äußere Schale etwas schneller ausdehnen als die darunterliegende Schale. Das würde nach meiner primitiven Vorstellung ganz gut erklären, warum die Expansionsgeschwindigkeit des Universums seit dem Urknall nicht ab-, sondern zunimmt... Wenn Du Dir die Trümmerverteilung bei einem Granateneinschlag ansiehst, findest Du so etwas in ähnlicher Form. Da gibt es Teile, welche weit weggeflogen sind und welche, die direkt neben dem Einschlagkrater liegen. Die nahe am Einschlagloch liegenden Teile hatten wenig Geschwindigkeit und die weiter entfernt liegenden Teile hatten eine hohe Geschwindigkeit. Oder so ähnlich jedenfalls...
Du kannst einen aber auch alle Luftballons kaputtmachen!

Ah ich sehe gerade, dass Real die Erklärung in Wiki gefunden haben dürfte. Also vergessen wir, was ich geschrieben habe...
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