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Beitrag Nr. 532-61
27.04.2005 17:52
Vorweg: Ich gehe davon aus, daß jene berühmte Allaussage über die Kreter so gemeint ist, daß sie sich auf das "Hier und Jetzt" (im logischen Sinn) bezieht: "Alle jetzigen Kreter lügen".
Das mit der Negation sehe ich wie Du, Timeout: "Kein Kreter" bedeutet nicht dasselbe wie "Nicht alle Kreter". Aber das als Begründung für ein Scheinparadoxon zu sehen, verstehe ich nicht. Denn das Problem ist ja, wenn ich das richtig verstehe, nicht die Aussage "Nicht alle jetzigen Kreter lügen", sondern die Aussage "Alle jetzigen Kreter lügen". In der ersteren sehe ich, wie Du, kein Problem. In der letzteren schon. Und das Thema dreht sich ja um die letztere, und nicht um die erstere (also nicht um die Negation).
Aber wir können ja auch die einfachere Variante nehmen: "Ich lüge immer."
Negationen gibt es dreierlei:
Negation von "ich": [Nicht ich] lüge immer.
Negation von "lügen": Ich [habe recht] immer.
Negation von "immer": Ich lüge [nie].
Keine der drei Negationen sind paradox.
Aber diese sind auch nicht das Problem.
Warum berufst Du Dich auf die Negation? Warum sagst Du, ein Paradoxon sei dann nicht paradox, wenn dessen Negation unparadox sei?
Vermutlich habe ich Dich mißverstanden.
Nein! Jetzt hab ich's! Wenn man den Satz komplett im historischen Zusammenhang sieht, muß man hinzufügen, daß der Sprecher dieses Satzes selbst ein Kreter war!
Timeout, sehe ich das richtig, daß Du es folgendermaßen gemeint hast: "Wenn alle jetzigen Kreter lügen, heißt das nicht notwendig, daß der Sprecher dieses Satzes ebenfalls ein Kreter ist; vielleicht ist er Athener und ist somit nicht zwangsläufig ein Lügner."
So?
|-|
Das mit der Negation sehe ich wie Du, Timeout: "Kein Kreter" bedeutet nicht dasselbe wie "Nicht alle Kreter". Aber das als Begründung für ein Scheinparadoxon zu sehen, verstehe ich nicht. Denn das Problem ist ja, wenn ich das richtig verstehe, nicht die Aussage "Nicht alle jetzigen Kreter lügen", sondern die Aussage "Alle jetzigen Kreter lügen". In der ersteren sehe ich, wie Du, kein Problem. In der letzteren schon. Und das Thema dreht sich ja um die letztere, und nicht um die erstere (also nicht um die Negation).
Aber wir können ja auch die einfachere Variante nehmen: "Ich lüge immer."
Negationen gibt es dreierlei:
Negation von "ich": [Nicht ich] lüge immer.
Negation von "lügen": Ich [habe recht] immer.
Negation von "immer": Ich lüge [nie].
Keine der drei Negationen sind paradox.
Aber diese sind auch nicht das Problem.
Warum berufst Du Dich auf die Negation? Warum sagst Du, ein Paradoxon sei dann nicht paradox, wenn dessen Negation unparadox sei?
Vermutlich habe ich Dich mißverstanden.
Nein! Jetzt hab ich's! Wenn man den Satz komplett im historischen Zusammenhang sieht, muß man hinzufügen, daß der Sprecher dieses Satzes selbst ein Kreter war!
Timeout, sehe ich das richtig, daß Du es folgendermaßen gemeint hast: "Wenn alle jetzigen Kreter lügen, heißt das nicht notwendig, daß der Sprecher dieses Satzes ebenfalls ein Kreter ist; vielleicht ist er Athener und ist somit nicht zwangsläufig ein Lügner."
So?
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